18.10.2020
Kreisliga C Hunsrück/Mosel Süd (7. Spieltag)
Buchholzer Sportzentrum, Boppard-Buchholz
Zuschauer: 85

Von Waldesch ging es schnell wei­ter ins 10 Kilo­me­ter ent­fernte Buch­holz, einem Orts­be­zirk der 15.000-Ein­woh­ner-Stadt Boppard. Der hier an­säs­sige SSV Buch­holz war mir für lan­ge Zeit völ­lig un­be­kannt. Auf­fäl­lig wur­de mir der Ver­ein erst durch ein ge­plan­tes, schließ­lich aber doch ab­ge­setz­tes Vor­be­rei­tungs­spiel gegen die TuS-Zwote. Da ich mir dank Google Maps je­doch ziem­lich sicher war, dass der Ground in Buch­holz über einen recht an­sehn­li­chen Aus­bau ver­fügt, stand die­ser seit­dem auf mei­ner ima­gi­nä­ren Liste. Und tat­säch­lich be­sitzt der SSV eine aus­ge­spro­chen char­mante Sport­an­lage mit acht- bzw. neun­stu­fi­ger Steh­tra­verse, wel­che mit­tig durch ein Ver­eins­heim mit Über­da­chung un­ter­bro­chen wird. Bei der heu­ti­gen Par­tie gegen die Zweit­ver­tre­tung des SC Weiler soll­te es sich zudem um ein klei­nes Stadtderby han­deln, denn Weiler stellt eben­falls einen Orts­be­zirk von Boppard dar. Ins­ge­samt soll­ten sich am Ende den­noch nur 85 Zu­schau­er am Spiel­feld­rand ein­fin­den. Mit laut­star­ken Fan­ge­sän­gen konn­te hier also nicht ge­rech­net wer­den, je­doch wur­den auf Heim­seite über­ra­schen­der­weise drei Zaun­fah­nen ge­sich­tet. De­fi­ni­tiv mehr als er­war­tet. Auf dem Spiel­feld kam die Heim­elf in­des gut ins Spiel und konn­te früh mit 2:0 in Füh­rung gehen. In der zwei­ten Hälfte schaff­ten die Gäste je­doch eben­falls zwei­mal ein­zu­net­zen, so­dass sich bei­de Teams letzt­end­lich mit einer Punk­te­tei­lung zu­frie­den­ge­ben mussten.
Was am Mor­gen noch rei­ne Spe­ku­la­tion war, soll­te bereits weni­ge Tage spä­ter Ge­wiss­heit wer­den. So soll­te es sich bei der heu­ti­gen Partie zwar nicht um das letz­te Spiel, ganz sicher aber um den letz­ten ge­kreuz­ten Ground des eher mä­ßi­gen, von Corona ge­beu­tel­ten Jah­res 2020 han­deln. Da­her bleibt nur zu hof­fen, dass sich die Lage im fol­gen­den Jahr durch­weg ver­bes­sert und auch im Fuß­ball-Kon­text wie­der mehr Frei­hei­ten ein­ge­räumt wer­den können.