Sportplatzhänger

Fußball • Groundhopping • Reisen

SG Bachem/Walporzheim – SG Landskrone Heimersheim II 4:2


09.07.2021
Testspiel
Sportanlage am Ahrufer, Bad Neuenahr-Ahrweiler
Zuschauer: 40

SpVg. Porz 1919 – SC Fortuna Köln 0:8


06.07.2021
Testspiel
Brucknerstadion, Köln-Porz
Zuschauer: 250

Zu­sam­men mit Beni und Anita ging es am Diens­tag­abend in den Kölner Süden. Im Porzer Bruckner­stadion traf die hei­mi­sche Sport­ver­eini­gung auf For­tuna Köln. Nach­dem ich beim letz­ten Ver­such das Bruckner­stadion zu kreu­zen noch mit dem Neben­platz ab­ge­speist wor­den war, konn­te man dank des pro­mi­nen­ten Test­spiel­geg­ners dies­mal recht zu­ver­sicht­lich sein. Und tat­säch­lich soll­te die Par­tie auf dem Haupt­spiel­feld aus­ge­tra­gen wer­den. Dieses hat ein­sei­tig einen Stu­fen­aus­bau mit an­ge­brach­ter Sitz­platz­reihe vor­zu­wei­sen und bie­tet ins­ge­samt Platz für 5.500 Zu­schau­er. Das Spiel auf dem Rasen ge­stal­tete sich vor ca. 250 Zu­schau­ern ziem­lich ein­sei­tig. Die Gäste von For­tuna Köln lie­ßen der Heim­elf dem­nach ab­so­lut kei­ne Chance und schos­sen die­se hoch­ver­dient mit 8:0 aus dem Stadion.

FC Sydvest 05 – Holstebro BK 4:2


29.05.2021
2. Division, Pulje 1 (25. Spieltag)
BankParken, Tønder (DEN)
Zuschauer: 200

Im Rah­men mei­nes Aus­flu­ges in die Hanse­stadt Ham­burg soll­te wie immer auch ein Ground mit­ge­nom­men wer­den. Ide­aler­weise wur­de in den höchs­ten Ligen Däne­marks schon wie­der gegen den Ball ge­tre­ten. Da somit auch ein neu­er Län­der­punkt ein­ge­tü­tet wer­den konn­te, war die Ent­schei­dung schnell ge­trof­fen. Nach­dem man am frü­hen Sams­tag­mor­gen noch einen Coro­na­test für die Ein­reise nach Däne­mark durch­ge­führt hat­te, ging es zu viert auf die zwei­stün­dige Fahrt gen Tønder. Hier­bei han­delt es sich um eine be­schau­li­che Klein­stadt mit knapp 7.000 Ein­woh­nern direkt an der deutsch-däni­schen Grenze. Der hier an­säs­sige FC Sydvest ist 2005 durch eine Fusion aus meh­re­ren Ver­ei­nen der Region Süder­jüt­land ent­stan­den und star­tete in­fol­ge­des­sen in der sieb­ten Ebene des däni­schen Fuß­ball­sys­tems. Seit­dem ge­lan­gen dem FC Sydvest eini­ge Auf­stiege und er spielt seit 2012 in der dritt­klas­sigen 2. Divi­sion. Die Heim­spiel­stätte des Ver­eins ist der 6.500 Zu­schau­er fas­sende BankParken in Tønder. Das rela­tiv moder­ne Sta­dion ist auf allen vier Seiten aus­ge­baut und über­dacht. Wäh­rend die bei­den klei­ne­ren Tri­bü­nen so­wie eine Hin­ter­tor­tri­büne über Sitz­plätze ver­fü­gen, ist auf den bei­den an­de­ren Sei­ten ledig­lich eine Über­da­chung vor­han­den. Es sieht je­doch danach aus als wür­den auch die­se noch mit Sitz­plät­zen er­wei­tert wer­den. Am vor­letz­ten Spiel­tag der 2. Divi­sion traf der FC Sydvest nun auf den Ta­bel­len­letz­ten Holstebro BK. Corona-bedingt waren für die­ses Spiel ledig­lich 300 Zu­schau­er zu­ge­las­sen, wes­halb wir knapp eine Stunde vor Spiel­beginn am Ground auf­schlu­gen. Wirk­lich gro­ßer Andrang herrsch­te aller­dings nicht. Obwohl heu­te kos­ten­frei Ein­tritt ge­währt wur­de, fan­den sich am Ende gera­de ein­mal 200 Fuß­ball­in­te­res­sierte im In­ne­ren des BankParken ein. Das ein­ge­sparte Ein­tritts­geld in­ves­tier­ten wir selbst­ver­ständ­lich am Bier­stand, wel­cher durch ziem­lich stol­ze Bier­preise in Erin­ne­rung blieb. Auf dem Spiel­feld ge­stal­tete sich wäh­rend­des­sen eine tur­bu­lente Par­tie. Hier­bei kam die Heim­elf sel­ten in Be­dräng­nis, wo­durch die­se am Ende einen ver­dien­ten 4:2-Heim­sieg ein­fah­ren konn­te. Nach Spiel­ende zog es uns noch ins nord­frie­si­sche Husum, bevor wir uns auf den Rück­weg nach Ham­burg machten.

FC Jeunesse Junglinster – SC Ell 1:2


22.05.2021
Dames Ligue 1 (24. Spieltag)
Terrain Route de Luxembourg Terrain 2, Junglinster (LUX)
Zuschauer: 65

Von Mon­dorf ging es wei­ter nach Jung­linster. Dort war der Besuch der Partie zwi­schen Jeunesse Jung­linster und dem SC Ell in der ers­ten Frau­en­liga ge­plant. Im fünf­ten Spiel im Jahr 2021 soll­te es für mich also schon zum vier­ten Mal zum Frau­en­fuß­ball gehen. Die Heim­spiel­stätte von Jeunesse ist das Ter­rain Route de Luxem­bourg, wel­ches einen Aus­bau in Form einer über­dach­ten Haupt­tri­büne vor­zu­wei­sen hat. Der Kunst­rasen-Neben­platz, auf wel­chem die Damen meist ihre Heim­spiele aus­tra­gen, ver­fügt hin­ge­gen über kei­ner­lei Aus­bau. Vor ca. 65 Zu­schau­ern, da­run­ter auch zwei Heim­fans mit Fahne und Trom­mel, soll­ten die Gäste aus Ell schließ­lich knapp mit 2:1 gewinnen.

US Mondorf-les-Bains – FC Etzella Ettelbrück 2:3


22.05.2021
BGL Ligue (29. Spieltag)
Stade John Grün, Mondorf-les-Bains (LUX)
Zuschauer: 250

End­lich soll­te es wie­der los­gehen. In Luxem­burg wur­de wie­der offi­zi­ell vor Zu­schau­ern ge­kickt, so­dass ich mich wie vie­le ande­re deut­sche Hop­per­na­sen auf den Weg ins Groß­her­zog­tum mach­te. Zuerst zog es mich zur Erst­liga-Partie zwi­schen US Mon­dorf und Etzella Ettel­brück. Während in den meis­ten Luxem­burger Stadien nur 150 Zu­schau­er zu­ge­las­sen waren, griff für das Spiel in Mon­dorf eine Son­der­ge­neh­mi­gung, wodurch bis zu 500 Zu­schau­ern der Ein­tritt gewährt wer­den konn­te. Vorab muss­te man sich aller­dings noch zwecks Rück­ver­fol­gung beim Verein an­mel­den. Wer dies im Vor­feld getan hat­te, konn­te schließ­lich eine der be­gehr­ten Ein­tritts­kar­ten gegen eine Zahlung von 10 € ent­ge­gen­neh­men. Dennoch soll­ten dem Kick letzt­lich nur ca. 250 Zuschauer bei­woh­nen, wovon min­des­tens ⅓ der deut­schen Ground­hop­ping-Szene zu­zu­ord­nen war. Auch die aus der Ver­gan­gen­heit recht gut in Er­in­ne­rung ge­blie­bene Fan­szene von Etzella ließ sich am heu­ti­gen Tag nicht bli­cken, so­dass es auf den Rängen eher ruhig blieb und sich mei­ne Auf­merk­sam­keit voll­stän­dig auf das Spiel­ge­sche­hen rich­ten konn­te. Auf dem Spiel­feld mach­te die Heim­elf zwar das Spiel, jedoch waren es die Gäste aus Ettel­brück, die drei­mal per Konter das geg­ne­ri­sche Tor tra­fen und so mit einer recht un­ver­dien­ten 3:0-Füh­rung in die Pause gin­gen. In der zwei­ten Hälfte schaff­te es schließ­lich auch die US Mondorf ein­zu­net­zen, jedoch soll­te es trotz­dem nur noch zum 2:3-An­schluss­tref­fer rei­chen. Dem deut­schen Mob wird es wohl ziem­lich egal gewe­sen sein, da es den Meisten so­wie­so nur dar­um ging, end­lich wie­der Sta­di­on­luft zu schnup­pern. Ap­ro­pos Sta­dion, das Stade John Grün wird zwar nicht in die Top 10 der ge­kreuz­ten Grounds auf­stei­gen, je­doch weiß die­ses mit einer über­dach­ten Haupt­tri­büne so­wie ein paar Stufen auf der Ge­gen­seite im­mer­hin mit einem nen­nens­wer­ten Aus­bau zu über­zeu­gen. Da im Stade John Grün heu­te lei­der kein Cate­ring an­ge­bo­ten wur­de, zog es mich nach Spiel­ende noch in den nächst­ge­le­ge­nen Super­markt, bevor es fix wei­ter zum nächs­ten Kick gehen sollte.

FC Swift Hesperange – AS Wincrange 1:4


20.03.2021
Dames Ligue 1 (14. Spieltag)
Stade Alphonse Theis Terrain 2, Hesperange (LUX)
Zuschauer: 25 (offi­zi­ell 0)

Nach dem Spiel in Esch soll­te es gleich wei­ter zum nächs­ten Kick gehen. Zur Aus­wahl stan­den er­neut zwei Par­tien. Zum einen das Heim­spiel des Erst­ligis­ten FC Rodange und zum ande­ren das Heim­spiel der Damen­mann­schaft des Racing FC Union Luxem­bourg im Stade Camille Polfer. Da uns die Er­folgs­aus­sicht in Luxem­burg höher schien und auch der Ground recht an­spre­chend war, ent­schie­den wir erneut, uns mit Frauen­fuß­ball zu be­gnü­gen. An­zei­chen auf ein be­vor­ste­hen­des Fuß­ball­spiel konn­ten vor Ort aller­dings kei­ne ver­zeich­net wer­den. Wie sich spä­ter her­aus­stellte, wur­de auch die­ses Spiel kurz­fris­tig ab­ge­sagt. So wur­de aber­mals umge­plant und wir lan­de­ten schließ­lich in der süd­lich der Haupt­stadt ge­le­ge­nen Gemeinde Hesperange. Dort ist der Erst­ligist Swift Hesperange be­hei­ma­tet, wel­cher sei­ne Heim­spiele im Stade Alphonse Theis aus­trägt. Das von uns an­ge­steu­erte Match der ers­ten Frauen­liga gegen den AS Wincrange soll­te jedoch auf dem be­nach­bar­ten Kunst­rasen­platz statt­fin­den. Dieser ver­fügt ein­sei­tig über einen fünf­stu­fi­gen, mit­tig über­dach­ten Aus­bau, so­dass der Hunger nach Sta­di­on­fee­ling am Ende wenigs­tens etwas gestillt wer­den konn­te. Der Zutritt zum Ground stell­te hier übri­gens gar kei­ne Probleme dar und es durf­ten dem Spiel­ge­sche­hen schließ­lich ca. 25 Zu­schau­er bei­woh­nen. Die Partie an sich ent­wickelte sich dies­mal zwar nicht zum Schüt­zen­fest, je­doch war auch hier haupt­säch­lich die Gast­mann­schaft ton­an­ge­bend. Dem­nach konn­ten die Gäste aus Wincrange letzt­end­lich einen ver­dien­ten 4:1-Aus­wärts­sieg einfahren.

CS Fola Esch – FCM Young Boys Diekirch 0:7


20.03.2021
Dames Ligue 1 (14. Spieltag)
Zone d’Activité Lankhelz, Esch-sur-Alzette (LUX)
Zuschauer: 20 (offi­zi­ell 0)

Ich spiel­te schon eini­ge Tage mit dem Ge­dan­ken einen Tages­aus­flug nach Luxem­burg zu be­strei­ten als mir Andreas eine Mit­fahr­ge­le­gen­heit für sel­bi­ges Reise­ziel an­bot. So kam es schließ­lich, dass der Franke bereits am Frei­tag an­reiste und bei mir näch­tigte. Da die ob­li­ga­to­ri­sche Bier­probe wie er­war­tet aus­artete, mach­ten wir uns am nächs­ten Mor­gen – zu­min­dest für mei­nen Geschmack – viel zu früh auf den Weg nach Luxem­burg. Es nütz­te jedoch nichts, denn vor dem ers­ten Fuß­ball­spiel soll­te noch Sight­seeing be­tri­eben wer­den. So ging es zu­nächst in die Haupt­stadt des Groß­her­zog­tums, deren Alt­stadt­vier­tel und Fes­tungs­an­la­gen Teil des UNESCO-Welt­kul­tur­erbes sind. Nach­dem alles aus­gie­big be­sich­tigt wur­de, konn­te an­schlie­ßend das sport­liche Pro­gramm ab­ge­ar­bei­tet wer­den. Eigent­lich hät­te es nun zum Heim­spiel des FC Wiltz gehen sol­len. Da die­ses jedoch Corona-be­dingt ab­ge­sagt wur­de, muss­te kurz­fris­tig ein Al­ter­na­tiv­pro­gramm her. So fuh­ren wir von Luxem­burg nach Esch an der Alzette, wo die Aus­wahl mit zwei mög­li­chen Spielen am er­folg­ver­spre­chends­ten schien. Die ers­te An­lauf­stelle beim Erst­ligis­ten Jeunesse stell­te sich als nicht zu­frie­den­stel­lend her­aus, so­dass es uns schließ­lich in den Escher Stadt­teil Lallange führte.
Das dor­tige Sport­zen­t­rum „Zone d’Activité Lankhelz“ besteht unter an­de­rem aus zwei Kunst­rasen­plätzen. Wäh­rend der vom Zweit­ligis­ten US Esch ge­nutzte Platz mit einer Sitz­platz­tri­büne aus­ge­stat­tet ist, ver­fügt der von Fola Esch ge­nutzte Platz über kei­nen nen­nens­wer­ten Aus­bau. So war schnell klar, auf wel­chem der bei­den Kunst­rasen­plätze die Partie der ers­ten Frau­en­liga zwi­schen dem CS Fola Esch und den Young Boys Die­kirch über die Bühne gehen soll­te. Was soll’s, Haupt­sache der Ball rollt. Zu­dem konn­ten auch ers­te Erfolge er­run­gen wer­den. Dank früh­zei­ti­gem Auf­schla­gen am Ground und ge­schick­ter Über­zeu­gungs­ar­beit beka­men wir of­fi­zi­ell die Er­laub­nis, uns frei auf dem Sport­ge­lände be­we­gen zu dür­fen. Alle Nach­züg­ler muss­ten das Spiel hin­ge­gen aus­nahms­los als Zaun­gäste ver­fol­gen. Auf dem Spiel­feld ent­wickelte sich indes eine recht ein­sei­tige Partie. Die Gäste aus Die­kirch wuss­ten die Partie durch­ge­hend zu do­mi­nie­ren und konn­ten am Ende hoch­ver­dient mit 7:0 gewinnen.

SG 99 Andernach – DSC Arminia Bielefeld 0:0


07.03.2021
Testspiel Frauen
Stadion am Bassenheimer Weg Nebenplatz, Andernach
Zuschauer: 33 (offi­zi­ell 0)

Exakt 140 Tage nach dem letz­ten Spiel­besuch wur­de die Ge­le­gen­heit, mal wie­der einem Fuß­ball­spiel bei­zu­woh­nen, beim Schopf ge­packt. Da stör­te es auch nicht wirk­lich, dass man das Spiel­ge­sche­hen nur als Zaun­gast ver­fol­gen konn­te und dabei nicht mal ein neu­er Ground he­r­aus­sprang. Die in der 2. Frauen-Bun­des­liga spie­lende Damen­mann­schaft der SG 99 Ander­nach traf in der Vor­be­rei­tung auf das wich­tige DFB-Pokal­spiel gegen Ein­tracht Frank­furt auf die Frauen von Arminia Biele­feld. Auch wenn der Test­kick of­fi­zi­ell als Geis­ter­spiel an­ge­kün­digt wur­de, soll­ten neben mir schließ­lich min­des­tens 20 wei­tere Fuß­ball­in­te­res­sierte das Spiel vom Zaun aus be­ob­ach­ten. Dazu kamen noch eini­ge weni­ge Pri­vi­le­gier­te in­ner­halb des Sport­ge­län­des. Auf dem Spiel­feld wuss­te die hei­mi­sche SG 99 Ander­nach zwar durch­ge­hend das Spiel zu do­mi­nie­ren, je­doch konn­te die­se ihre Chancen nicht in Tore um­wan­deln. Am Ende sah man somit ein recht un­spek­ta­ku­lä­res 0:0-Un­ent­schie­den.

SSV Buchholz 1922 – SC Weiler II 2:2


18.10.2020
Kreisliga C Hunsrück/Mosel Süd (7. Spieltag)
Buchholzer Sportzentrum, Boppard-Buchholz
Zuschauer: 85

Von Waldesch ging es schnell wei­ter ins 10 Kilo­me­ter ent­fernte Buch­holz, einem Orts­be­zirk der 15.000-Ein­woh­ner-Stadt Boppard. Der hier an­säs­sige SSV Buch­holz war mir für lan­ge Zeit völ­lig un­be­kannt. Auf­fäl­lig wur­de mir der Ver­ein erst durch ein ge­plan­tes, schließ­lich aber doch ab­ge­setz­tes Vor­be­rei­tungs­spiel gegen die TuS-Zwote. Da ich mir dank Google Maps je­doch ziem­lich sicher war, dass der Ground in Buch­holz über einen recht an­sehn­li­chen Aus­bau ver­fügt, stand die­ser seit­dem auf mei­ner ima­gi­nä­ren Liste. Und tat­säch­lich be­sitzt der SSV eine aus­ge­spro­chen char­mante Sport­an­lage mit acht- bzw. neun­stu­fi­ger Steh­tra­verse, wel­che mit­tig durch ein Ver­eins­heim mit Über­da­chung un­ter­bro­chen wird. Bei der heu­ti­gen Par­tie gegen die Zweit­ver­tre­tung des SC Weiler soll­te es sich zudem um ein klei­nes Stadtderby han­deln, denn Weiler stellt eben­falls einen Orts­be­zirk von Boppard dar. Ins­ge­samt soll­ten sich am Ende den­noch nur 85 Zu­schau­er am Spiel­feld­rand ein­fin­den. Mit laut­star­ken Fan­ge­sän­gen konn­te hier also nicht ge­rech­net wer­den, je­doch wur­den auf Heim­seite über­ra­schen­der­weise drei Zaun­fah­nen ge­sich­tet. De­fi­ni­tiv mehr als er­war­tet. Auf dem Spiel­feld kam die Heim­elf in­des gut ins Spiel und konn­te früh mit 2:0 in Füh­rung gehen. In der zwei­ten Hälfte schaff­ten die Gäste je­doch eben­falls zwei­mal ein­zu­net­zen, so­dass sich bei­de Teams letzt­end­lich mit einer Punk­te­tei­lung zu­frie­den­ge­ben mussten.
Was am Mor­gen noch rei­ne Spe­ku­la­tion war, soll­te bereits weni­ge Tage spä­ter Ge­wiss­heit wer­den. So soll­te es sich bei der heu­ti­gen Partie zwar nicht um das letz­te Spiel, ganz sicher aber um den letz­ten ge­kreuz­ten Ground des eher mä­ßi­gen, von Corona ge­beu­tel­ten Jah­res 2020 han­deln. Da­her bleibt nur zu hof­fen, dass sich die Lage im fol­gen­den Jahr durch­weg ver­bes­sert und auch im Fuß­ball-Kon­text wie­der mehr Frei­hei­ten ein­ge­räumt wer­den können.

SG Rhens/​Spay/​Waldesch III – FC Bassenheim 6:1


18.10.2020
Kreisliga D Koblenz, Staffel II (7. Spieltag)
Sportplatz an der Hunsrückhöhenstraße, Waldesch
Zuschauer: 70

So lang­sam war ab­zu­se­hen, dass es gegen Ende des Jah­res er­neut auf einen Lock­down und so­mit auch zu einer Un­ter­bre­chung der lau­fen­den Sai­son hin­aus­lau­fen wür­de. Also soll­te am heu­ti­gen Sonn­tag aber­mals ein Dopp­ler ab­ge­spult wer­den. Dazu zog es mich zu­nächst zur Kreis­liga-Par­tie zwi­schen der SG Rhens/Spay/Waldesch III und dem FC Bassen­heim. Der Waldescher Sport­platz an der Huns­rück­höhen­straße besteht aus einem Natur­rasen­spiel­feld ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau. Den­noch han­delte es sich für mich hier­bei um einen klei­nen Mei­len­stein, denn der Sport­platz fehl­te als Letz­ter, um die Staf­fel II der Kreis­liga D kom­plett zu machen und brach­te mich so der Ver­voll­stän­di­gung des Fuß­ball­krei­ses Koblenz wie­der ein Stück näher. Auf dem Spiel­feld zeig­te sich eine recht ein­sei­tige Par­tie, wel­che die Heim­elf am Ende ver­dient mit 6:1 gewann.

FC Syrien Koblenz – SF Höhr-Grenzhausen II 2:3


13.10.2020
Kreispokal Koblenz (2. Runde)
Sportplatz Schartwiesenweg, Koblenz
Zuschauer: 30

In der zwei­ten Runde des Kreis­pokals bot sich mir end­lich eine pas­sende Ge­le­gen­heit dem in die­ser Sai­son neu ge­grün­de­ten FC Syrien Koblenz einen Besuch ab­zu­stat­ten. Da­bei soll es sich nach mei­nen In­for­ma­ti­o­nen um die ehe­ma­lige Flücht­lings­mann­schaft bzw. drit­te Mann­schaft der TuS Koblenz han­deln. Da die­se aller­dings nie am Spiel­be­trieb teil­nahm und nur durch ge­mein­same Trai­nings­ein­hei­ten am Leben ge­hal­ten wur­de, ist es mehr als ver­ständ­lich, dass nun der Schritt in die Selbst­stän­dig­keit ge­gan­gen wur­de. Die ge­gen­wär­tige Heim­spiel­stätte des FC Syrien ist der zu­letzt un­be­spiel­te Sport­platz Schart­wiesen­weg in Lützel. Ur­sprüng­lich war der Sport­platz die Hei­mat des VfB Lützel, wel­cher 1951 Grün­dungs­mit­glied der zweit­klas­si­gen II. Di­vi­si­on Süd­west war. Zu­letzt spiel­te der Ver­ein je­doch nur noch auf Kreis­ebene, be­vor man 2017 schließ­lich gar kei­ne Mann­schaft mehr stel­len konn­te. Seit­dem wur­de der aus­bau­lose Asche­platz nur noch bei ein paar we­ni­gen Gast­spie­len des TuS Nieder­berg be­spielt. Wäh­rend es heu­te neben dem Platz aus zu­schau­er­tech­ni­scher so­wie ku­li­na­ri­scher Sicht eher mau aus­sah, ent­wi­ckel­te sich auf dem Spiel­feld eine recht an­sehn­li­che Partie. In die­ser spiel­te die Heim­elf ge­gen die klas­sen­hö­he­ren Kicker aus Höhr-Grenz­hausen über­ra­schend gut auf und ging dem­nach ver­dient mit 2:0 in Füh­rung. Im Laufe der zwei­ten Halb­zeit ließ die Kon­di­tion des FC Syrien dann aller­dings kon­ti­nu­ier­lich nach, so­dass die Gäste aus der Kannen­bäcker­stadt zu­nächst zum An­schluss­tref­fer ein­netz­ten, be­vor das Er­geb­nis mit zwei Tref­fern in­ner­halb der letz­ten Spiel­mi­nute schließ­lich zum 2:3-End­stand ge­dreht wer­den konnte.

FSV Rot-Weiß Lahnstein – FV Rheingold Rübenach II 3:2


04.10.2020
Kreisliga B Koblenz (5. Spieltag)
Rhein-Lahn-Stadion Nebenplatz, Lahnstein
Zuschauer: 50

Vom Aus­wärts­spiel der TuS-Zwo­ten in Ben­dorf ging es für mich gleich wei­ter zum Kreis­liga­kick nach Lahn­stein. Das dor­tige Rhein-Lahn-Sta­dion konn­te ich be­reits 2010 kreu­zen, der Ne­ben­platz der An­lage fehl­te aller­dings noch in mei­ner Samm­lung. Die­ser be­steht aus einem her­kömm­li­chen Kunst­rasen­spiel­feld, wel­ches teil­weise mit drei fla­chen Stu­fen aus­ge­baut ist. Er­wäh­nens­wert ist zu­dem der Blick auf die im Hin­ter­grund be­find­li­che Burg Lahn­eck. Vom be­nach­bar­ten Haupt­platz aus be­kommt man hin­ge­gen eine aus­ge­zeich­nete Sicht auf das auf der an­de­ren Rhein­seite ge­le­gene Schloss Stolzen­fels ge­bo­ten. Der hei­mi­sche FSV Lahn­stein an sich ist der in­of­fi­zi­el­le Nach­folge­ver­ein der vor eini­ger Zeit in­sol­vent ge­gan­ge­nen SG Ein­tracht Lahn­stein, wel­che zu­letzt in der Rhein­land­liga an den Start ge­gan­gen ist. Deren Vor­gän­ger­ver­eine SC Ober­lahn­stein sowie SV Nie­der­lahn­stein konn­ten wie­de­rum mit der Teil­nahme an der da­mals dritt­klas­si­gen Ama­teur­liga Rhein­land bzw. der erst­klas­si­gen Ober­liga Süd­west so­gar über­re­gi­o­nal für Fu­ro­re sor­gen. Nach der Neu­grün­dung unter neu­em Namen ist der Ver­ein in­zwi­schen in der Kreis­liga B an­zu­tref­fen und ge­hört in die­ser der ent­spre­chen­den Spit­zen­gruppe an. Dem­nach wur­den die Haus­her­ren ihrer Fa­vo­ri­ten­rolle auch im heu­ti­gen Heim­spiel ge­gen die Zweit­ver­tre­tung des FV Rübenach ge­recht und konn­ten so einen knap­pen 3:2-Heim­sieg einfahren.

SG Rot-Weiß Olympia Alzey – VfR Grünstadt 2:1


02.10.2020
Landesliga Südwest Ost, Staffel Nord (5. Spieltag)
Wartbergstadion, Alzey
Zuschauer: 153

Da mich die Spiel­paa­run­gen in un­mit­tel­ba­rer Nähe nicht ge­rade vom Ho­cker ris­sen, schiel­te ich kurz­fris­tig auf die Frei­tags-An­set­zun­gen der Nach­bar­ver­bände und wur­de schließ­lich mit einer Par­tie der Lan­des­liga Süd­west fün­dig. Da­bei han­delte es sich um das Heim­spiel der SG RWO Alzey gegen den VfR Grün­stadt. Die knapp 130 Kilo­meter bis Alzey konn­ten schnell hin­ter sich ge­bracht und mit Kuwe auf hal­ber Strecke sogar noch ein Mit­fah­rer ein­ge­sam­melt wer­den. Am Ein­gang wech­sel­ten 5 € den Be­sit­zer und schon stand man im Alzeyer Wart­berg­stadion. Das Sta­dion ver­fügt über ein von einer Asche­bahn um­zo­ge­nes Natur­rasen­spiel­feld mit ein­sei­ti­gem Stu­fen­aus­bau. Die­ser Aus­bau be­steht im un­te­ren Bereich aus drei als Sitz­mög­lich­keit die­nen­den Stu­fen und im obe­ren Bereich aus sechs fla­chen Stu­fen. Der 1910 ge­grün­dete RWO Alzey war An­fang der 50er Jahre Grün­dungs­mit­glied der 2. Ama­teur­liga Rhein­hes­sen und durch­lebte an­schlie­ßend ein stän­di­ges Auf und Ab, wel­ches von der B-Klasse bis zur Ober­liga reich­te. In­zwi­schen geht der Verein in der siebt­klas­si­gen Lan­des­liga an den Start. Ähn­lich wie in der Ober­liga wur­den durch den vor­zei­ti­gen Sai­son­ab­bruch und dem da­mit ver­bun­de­nen Über­schuss an spiel­be­rech­tig­ten Mann­schaf­ten die Staf­feln der Lan­des­liga zu Be­ginn der ak­tu­el­len Sai­son auf­ge­stockt. So wird in die­ser Spiel­zeit in vier statt der üb­li­chen zwei Grup­pen gegen den Ball ge­tre­ten. In der Nor­dost-Staf­fel stan­den die bei­den Kon­tra­hen­ten zum heu­ti­gen 5. Spiel­tag mit einem Punkt Dif­fe­renz im Mit­tel­feld der Ta­bel­le, aller­dings mit Am­bi­ti­o­nen auf die Auf­stiegs­plätze. Auf dem Spiel­feld ließ sich dem­ent­spre­chend eine hart um­kämpfte Par­tie ver­fol­gen. Wäh­rend die Gäste aus Grün­stadt in der ers­ten Halb­zeit den Ton an­ga­ben und mit einer ver­dien­ten 1:0-Füh­rung in die Pause gin­gen, be­stimmte im wei­te­ren Ver­lauf die Heim­elf das Ge­sche­hen. Diese schaff­te es kurz vor Schluss das Er­geb­nis zu dre­hen und schließ­lich knapp mit 2:1 zu gewinnen.

VfR Waldorf – SV Blau-Weiß Leimersdorf 3:1


25.09.2020
Kreisliga C Ahr (4. Spieltag)
Sportplatz “Auf der Heide”, Waldorf
Zuschauer: 65

Nach­dem die letz­ten Spiel­be­suche alle­samt im be­nach­bar­ten Aus­land über die Bühne gin­gen, soll­te sich nun wie­der dem un­ter­klas­si­gen Fuß­ball in der Hei­mat ge­wid­met wer­den. Des­halb zöger­te ich nicht lan­ge als sich mir der Besuch der Kreis­liga-Par­tie zwi­schen dem VfR Wal­dorf und dem SC Leimers­dorf qua­si auf­zwang. Der Asche­platz des VfR ver­fügt über kei­nen nen­nens­wer­ten Aus­bau und konn­te auch schon des Öf­te­ren von mir be­sucht wer­den. Dies soll­te heu­te je­doch aus­nahms­weise neben­säch­lich sein. An­läss­lich des Ab­schieds­spiels eines sehr guten Freun­des, soll­ten sich etli­che be­kannte Ge­sich­ter am Spiel­feld­rand ein­fin­den und so­mit auch reich­lich küh­les Blon­des aus dem Hause Vul­kan­bräu über den Tre­sen gehen. Der Heim­ver­ein, wel­cher in die­sem Jahr sein 100-jähri­ges Ju­bi­lä­um fei­ert, hat­te das Spiel un­ter­des­sen fest in der Hand und soll­te am Ende ver­dient mit 3:1 gewinnen.

FC Mutschellen – FC Wohlen II 4:3


19.09.2020
2. Liga AFV (7. Spieltag)
Sportzentrum Burkertsmatt, Widen (SUI)
Zuschauer: 250

Im An­schluss an die Par­tie in Baden ging es rasch wei­ter ins knapp 10 Kilo­meter ent­fernte Widen. Im dor­ti­gen Sport­zen­t­rum Burkertsmatt soll­te nun die Zweit­ver­tre­tung des FC Wohlen auf den hei­mi­schen FC Mutschellen tref­fen. Auch hier­bei han­delte es sich um ein Derby, wenn auch nicht mit der enor­men Bri­sanz des zu­vor ge­se­he­nen Spiels. Das Haupt­spiel­feld der Sport­an­lage ist von einer Lauf­bahn um­zo­gen und ein­sei­tig aus­ge­baut. Im Ein­zel­nen be­steht die­ser Aus­bau aus sie­ben klei­nen, frei­ste­hen­den Stu­fen­bau­ten sowie einer da­rü­ber­lie­gen­den Ter­ras­se. Über­ra­schen­der­weise soll­te das so­ge­nannte Frei­ämter Derby mit 250 Zu­schaue­rn wie­der recht gut be­sucht sein. Diese soll­ten nun ein er­eig­nis­rei­ches Spiel zu Ge­sicht be­kom­men. So spiel­ten die Gäste aus Wohlen eine an­sehn­li­che ers­te Halb­zeit und gin­gen mit einer sou­ve­rä­nen 3:1-Füh­rung in die Pause. An­schlie­ßend konn­te die Füh­rung des FCW bis kurz vor Spiel­ende ge­hal­ten wer­den. In den letz­ten 10 Spiel­mi­nu­ten ge­lang es der Heim­elf je­doch das Spiel mit drei er­ziel­ten Toren zu dre­hen und schließ­lich mit einem 4:3-Heim­spiel­er­folg vom Platz zu gehen. Nach der ent­täu­schen­den Nie­der­lage der ers­ten Mann­schaft beim FC Baden, gab es für den FC Wohlen also auch dies­mal nichts zu holen.

FC Baden – FC Wohlen 2:1


19.09.2020
1. Liga, Gruppe 2 (6. Spieltag)
Stadion Esp, Baden-Dättwil (SUI)
Zuschauer: 810

Am Sams­tag stand nun end­lich der Besuch des Kan­tons­derbys zwi­schen dem FC Ba­den und dem FC Wohlen auf dem Pro­gramm. Nach mei­nem letz­ten Spiel­be­such des FCW in Liech­ten­stein soll­te es also ziem­lich genau 2 ½ Jahre dau­ern, bis man wie­der bei einer Par­tie der Frei­ämter auf­schlug. Da­mals spiel­ten die Blau-Wei­ßen noch in der Chal­lenge League. Nach dem frei­wil­li­gen Ab­stieg in die Pro­mo­tion League, muss­te der FCW aller­dings einen so­for­ti­gen, dies­mal sport­lich be­ding­ten Ab­stieg hin­neh­men, so­dass die­ser mitt­ler­weile in der viert­klas­si­gen 1. Liga an den Start geht. Auch der FC Baden spiel­te einst hö­her­klas­sig und konn­te für ein Jahr sogar in der Na­ti­o­nal­liga A, dem Vor­läu­fer der heu­ti­gen Super League, an­tre­ten. An­fang des neu­en Jahr­tau­sends rutsch­te aber auch der FC Baden zu­nächst in die Dritt- und we­ni­ge Jahre spä­ter in die Viert­klas­sig­keit ab. Beide Ver­eine haben daher die Am­bi­ti­o­nen um den Auf­stieg mit­zu­spie­len und letzt­lich den er­neu­ten Sprung in die Pro­mo­tion League zu schaffen.
Da im Vor­feld nicht ein­deu­tig ge­klärt wer­den konn­te, ob es eine Tages­kasse geben bzw. wie vie­le Zu­schau­er über­haupt zu­ge­las­sen sein wür­den, wur­den die Tickets für das heu­tige Spiel si­cher­heits­hal­ber über den Gast­ver­ein ge­or­dert. Der Ticket­preis be­lief sich da­bei auf 10 Schwei­zer Fran­ken. Nach Ent­ge­gen­nahme der Ein­tritts­kar­ten wur­de schnellst­mög­lich der Ground ge­en­tert. Das Sta­dion Esp bie­tet Platz für 7.000 Zu­schau­er und ver­fügt ein­sei­tig über eine über­dachte Haupt­tri­büne. Die Ge­gen­ge­rade so­wie die bei­den Hin­ter­tor­sei­ten sind hin­ge­gen mit einem Stu­fen­aus­bau aus­ge­stat­tet. Ins­ge­samt soll­ten sich letz­ten Endes etwas mehr als 800 Zu­schau­er im Sta­dion Esp ein­fin­den. Da­run­ter auch die mit­ei­n­an­der nicht gera­de wohl­gesonn­ten Fan­sze­nen des FC Wohlen und des FC Baden. Ganz so bri­sant wie beim letz­ten Auf­ei­n­an­der­tref­fen soll­te es heu­te zwar nicht wer­den, den­noch be­kam man auch dies­mal eini­ges zu sehen. Im or­dent­lich be­flagg­ten Heim­block zeig­ten die knapp 50 an­we­sen­den Ultras bei­spiels­weise zwei Spruch­bän­der. Wäh­rend das ers­te Trans­pa­rent an die eige­nen Sta­di­on­ver­bot­ler ad­res­siert war, rich­tete sich die zwei­te Bot­schaft an die Gäste­fans, mit der Bitte gut auf die mit­ge­brachte Fahne auf­zu­pas­sen. Auch der ein oder ande­re Schmäh­ge­sang in Rich­tung Gäste­sek­tor soll­te na­tür­lich nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen. Der FC Wohlen soll­te hin­ge­gen von ca. 40 Fans be­glei­tet wer­den, wo­von min­des­tens 11 Mit­ge­reiste dem ak­ti­ven Fan­lager zu­zu­rech­nen waren. An­ders als sonst po­si­ti­o­nier­ten sich die­se heu­te ge­schlos­sen hin­ter der „Forza Bianco Blu“-Fahne und wuss­ten sich spo­ra­disch durch Schlacht­rufe Gehör zu ver­schaf­fen. Auf dem Spiel­feld ge­stal­tete sich zu­nächst ein recht ein­sei­ti­ges Bild. Die Heim­elf war hier klar ton­an­ge­bend und ging dem­nach ver­dient mit 2:0 in Füh­rung. Erst in der letz­ten hal­ben Stunde kamen die Gäste aus Wohlen lang­sam ins Spiel und wur­den nun auch etwas ge­fähr­li­cher vor dem geg­ne­ri­schen Tor. Schließ­lich reich­te es aber nur noch zum An­schluss­tref­fer, wes­halb sich der FCW am Ende mit 1:2 ge­schla­gen geben musste.

FC Mendrisio – AS Novazzano 1:1


18.09.2020
2. Liga inter­re­gio­nal, Gruppe 4 (5. Spieltag)
Stadio comu­na­le di Mendrisio, Mendrisio (SUI)
Zuschauer: 450

Nach­dem im Laufe des Frei­tags auch die bei­den Nach­züg­ler aus Ham­burg bei uns ein­tra­fen, hieß es ge­gen Nach­mit­tag ins Tessin auf­zu­bre­chen. Spä­tes­tens nach Durch­fahrt des 17 Kilo­meter lan­gen Gott­hard-Tun­nels durf­te man sich des­halb ein wenig wie im Ita­lien-Urlaub füh­len. Nicht um­sonst wird das Tessin auch als ita­li­e­ni­sche Schweiz be­zeich­net, denn neben dem Ge­brauch der ita­li­e­ni­schen Sprache, sind auch das all­ge­meine Flair und das kul­tu­relle Leben in der Re­gi­on eher ita­li­e­nisch ge­prägt. So kön­nen am Stra­ßen­rand bei­spiels­weise ers­te Pal­men sowie Gebäude im Italianate-Stil ent­deckt wer­den und auch das Klima ist etwas mil­der als auf der Nord­seite des Berg­mas­sivs. Das Ziel unse­res heu­ti­gen Ta­ges­aus­flu­ges soll­te die 15.000-Ein­woh­ner-Stadt Mendrisio sein, wel­che wahr­haf­tig im süd­lichs­ten Zip­fel des Tessins ge­le­gen ist. Den größ­ten Fuß­ball­ver­ein der Stadt stellt der 1912 ge­grün­dete FC Mendrisio dar, wel­cher bis 1985 re­gel­mä­ßig in der zwei­ten Spiel­klasse an­trat und ein­mal so­gar bis ins Halb­finale des Schwei­zer Cups vor­drin­gen konn­te. Zu­letzt spiel­te der Verein in der Sai­son 2011/12 dritt­klas­sig, be­vor die­ser lang­sam bis in die fünft­klas­sige 2. Liga in­ter­re­gi­o­nal durch­ge­reicht wur­de. Seine Heim­spiele trägt der FC Mendrisio im ca. 5.000 Zu­schau­er fas­sen­den Stadio comu­na­le aus. Die­ses ver­fügt über eine klei­ne, über­dachte Haupt­tri­büne sowie einen neun­stu­fi­gen Aus­bau auf der Ge­gen­seite. Ab­ge­run­det wird das Sta­di­on­bild von der da­hin­ter­lie­gen­den Berg­land­schaft. Um in die­ses schmu­cke Teil zu ge­lan­gen, wur­de heu­te eine Zah­lung von 10 Fran­ken fäl­lig. Eine Ein­tritts­karte wech­selte hin­ge­gen nicht den Be­sit­zer. Ins­ge­samt soll­ten sich am Ende knapp 450 Zu­schau­er zum heu­ti­gen Derby gegen den AS Novazzano auf dem Sport­ge­lände ein­fin­den. Der FC Mendrisio ist übri­gens einer der weni­gen un­ter­klas­si­gen Ver­eine in der Schweiz, der eine Fan­szene hin­ter sich ver­eint. Die Ultras um die „Fattanza“ las­sen sich mitt­ler­weile je­doch nur noch sel­ten im Sta­dion bli­cken, wo­durch es heu­te auf den Rän­gen ver­gleichs­weise ruhig blieb. Das Spiel­ge­sche­hen ge­stal­tete sich indes typisch ita­li­e­nisch und war da­her eher tak­tisch be­stimmt. Erst in der letz­ten Vier­tel­stunde gin­gen die bei­den Kon­tra­hen­ten in die Offen­sive über und schaff­ten es je­weils noch ein Tor zu er­zie­len, so­dass man sich letz­ten Endes mit einem leis­tungs­ge­rech­ten Remis zu­frie­den­ge­ben musste.

FC Steffisburg – FC Länggasse Bern 4:2


17.09.2020
2. Liga FVBJ, Gruppe 1 (3. Spieltag)
Sportplatz Eichfeld, Steffisburg (SUI)
Zuschauer: 125

Gerade mal zwei Tage nach mei­ner An­kunft aus Öster­reich soll­te es mich auch schon wie­der in die Ferne zie­hen. Dies­mal war das west­lich ge­le­gene Alpen­land an der Reihe. So ging es für mich auf dem Schie­nen­weg nach Luzern, wo ich von mei­nem Gast­ge­ber Beni sowie Anya nach sechs­stün­di­ger Fahrt in Emp­fang ge­nom­men wur­de. Als nächs­tes stand ein kur­zer Zwi­schen­stopp in der vor­ü­ber­ge­hen­den Bleibe an, bevor auch schon der ers­te Ground fal­len soll­te. Über das UNESCO-Bio­sphä­ren­re­ser­vat Entle­buch ging es wei­ter nach Steffis­burg, einer an Thun an­gren­zen­den Ge­mein­de. Hier stieß nun auch Meo zu uns, wel­cher unse­re heu­tige Runde kom­plett mach­te. Ab­ge­se­hen von ein paar Sitz­bän­ken hat der Sport­platz in Steffis­burg zwar kei­nen nen­nens­wer­ten Aus­bau vor­zu­wei­sen, da­für weiß die­ser durch sei­ne idyl­li­sche Lage zu ge­fal­len. Zudem soll­te es sich beim heu­ti­gen Auf­ei­n­an­der­tref­fen zwi­schen dem FC Steffis­burg und dem FC Läng­gasse um eine Par­tie der sechst­klas­si­gen 2. Liga Bern/Jura han­deln. Für einen Don­ners­tag hät­te es also auch we­sent­lich schlim­mer kom­men kön­nen. Wir waren wohl nicht die Ein­zi­gen, die so dach­ten, denn am Ende soll­ten sich knapp 125 Zu­schau­er am Spiel­feld­rand ein­fin­den. Da­rü­ber hi­naus gaben sich auf bei­den Sei­ten sogar Fan­la­ger zu er­ken­nen. Wäh­rend die Gäste­fans aus Bern le­dig­lich mit einer klei­nen Zaun­fahne auf sich auf­merk­sam mach­ten, sorg­ten die hei­mi­schen Dorf­ultras um die „Vampos Locos“ mit dem ein oder an­de­ren ge­sun­ge­nen Lied für Er­hei­te­rung. Den­noch wuss­te auch das Ge­sche­hen auf dem Platz Freude zu be­rei­ten. Dort traf der FC Läng­gasse früh zur 1:0-Füh­rung, wel­che zu­gleich den Halb­zeit­stand dar­stellte. In der an­schlie­ßen­den zwei­ten Hälfte soll­te es hin­ge­gen etwas hei­ßer her­ge­hen. Dem­nach fiel zu­nächst der An­schluss­tref­fer für den FC Steffis­burg, wel­cher prompt durch die er­neute Füh­rung der Gäste ge­kon­tert wur­de. Gegen Ende des Spiels wen­dete sich das Blatt aller­dings. Der Heim­elf ge­lang es in der letz­ten Vier­tel­stunde schließ­lich drei­mal ein­zu­net­zen und so­mit doch noch als Sie­ger her­vor­zu­ge­hen. Dies ge­fiel auch den Jungs von Vampos Locos, wel­che nun völ­lig über die Stränge schlu­gen und den un­er­war­tet hohen Heim­sieg letzt­end­lich mit einer klei­nen Pyro­show zelebrierten.

Irreal St. Leopold – SG 77 Neulandschule 4:1


14.09.2020
DSG Oberliga (1. Spieltag)
Polizeisportanlage, Wien (AUT)
Zuschauer: 16

Nach dem am Vor­tag bereits das Schloss Schön­brunn be­sich­tigt wur­de, soll­te der Montag nun voll­stän­dig dem Sight­see­ing ge­wid­met wer­den. So wur­den nach und nach die wich­tigs­ten Se­hens­wür­dig­kei­ten der Stadt ab­ge­klap­pert. Größ­ten­teils zu Fuß be­gab ich mich vom Schloss Belvedere über die Zwi­schen­sta­ti­o­nen Karls­kirche, Wie­ner Staats­oper, Stephans­dom, Hof­burg, Maria-Theresien-Platz mit Kunst­his­to­ri­schem so­wie Natur­his­to­ri­schem Museum und Wie­ner Rathaus bis zur Votiv­kirche. Das erst­mal sehr stramm klin­gende Pro­gramm, war dann aller­dings be­reits nach cir­ca vier Stun­den ab­ge­ar­bei­tet. So­gar der für Allein­rei­sende eher lang­wei­lig er­schei­nende Wiener Prater wur­de noch mit­ge­nom­men. Was soll­te also mit dem an­ge­bro­che­nen Tag an­ge­stellt wer­den? Die Ant­wort die­ser rhe­to­ri­schen Frage lag selbst­ver­ständ­lich auf der Hand. Aber­mals wur­den die Spiel­pläne ge­wälzt und schließ­lich ein Spiel für den Abend gefunden.
Dazu ging es auf die Donau­insel Kaiser­mühlen, auf wel­cher sich die Polizei­sport­an­lage be­fin­det. Bis zur Fu­si­on mit dem Florids­dorfer AC im Jahre 2007 wur­de die­se vom PSV Team für Wien ge­nutzt. Die Sport­an­lage ver­fügt über ein Kunst­rasen­spiel­feld mit einem ein­sei­ti­gen Aus­bau von zwei Stufen. Ne­ben­bei be­kommt man vom Sport­ge­lände aus einen her­vor­ra­gen­den Aus­blick auf die Wiener Sky­line ge­bo­ten. Le­dig­lich von der Wahl des heu­ti­gen Spiels war man noch nicht ganz über­zeugt. So han­delte es sich um eine Par­tie der DSG Ober­liga, also der zweit­höchs­ten Liga unter der Schirm­herr­schaft der ka­tho­li­schen Diö­zesan­sport­ge­mein­schaft. Die DSG Wien führt seit 1951 Fuß­ball­spiele durch und ist dem Wiener Fuß­ball-Ver­band seit 1998 mit eige­nen Spiel­klas­sen un­ter­ge­ord­net. Man wuss­te also nicht wirk­lich, was einen er­war­ten wür­de und rech­nete dem­nach mit dem Schlimms­ten. Am Ende war das Spiel­niveau je­doch er­staun­lich hoch und man konn­te einen sou­ve­rä­nen 4:1-Sieg der Heim­elf bestaunen.
Dem­zu­folge konn­te also auch der letz­te Abend in der öster­rei­chi­schen Haupt­stadt sinn­voll ge­nutzt wer­den. Am fol­gen­den Diens­tag zog es mich noch­mal in die Wie­ner In­nen­stadt an den Donau­kanal, be­vor es gegen Abend zu­rück in die Hei­mat ging.

SU Wien United Grasshoppers 05 – Wiener Sport-Club 1b 2:1


13.09.2020
Oberliga A Wien (2. Spieltag)
Sportplatz Red Star Auto Platz 2, Wien (AUT)
Zuschauer: 90

Als nächs­tes hat­te ich mir ein Spiel im Sport­zen­t­rum ASKÖ Brigittenau he­r­aus­ge­sucht. Als ich am Sport­ge­lände an­kam, wur­de auf dem Haupt­platz aller­dings schon ein dem Ende zu­ge­neig­tes Spiel aus­ge­tra­gen, wes­halb die an­ge­peilte Par­tie auf dem be­nach­bar­ten Kunst­rasen­platz statt­fin­den soll­te. Da der Kuns­trasen-Neben­platz wenig bis gar nichts kann, ent­schloss ich mich dazu den ur­sprüng­li­chen Plan ein wenig um­zu­wer­fen. Also wur­de der für Mon­tag an­ge­setzte Be­such einer der vie­len Se­hens­wür­dig­kei­ten vor­ge­zo­gen und somit das UNESCO-Welt­kultur­erbe Schloss Schön­brunn be­sich­tigt. Da vor Ort weder Kai­se­rin Sissi noch ihr Ehe­gatte Franz an­ge­trof­fen wur­den, ging es nach aus­gie­bi­ger Be­ge­hung des Areals schnell wie­der ins sport­liche Pro­gramm über.
Dazu ging es in den Wiener Stadt­teil Breiten­see, in wel­chem der Ober­ligist Wien United 05 sei­ne Heim­spiele auf der Sport­an­lage des SC Red Star Penzing aus­trägt. Das Haupt­spiel­feld der An­lage ver­fügt über einen Natur­rasen, wel­cher auf einer Längs­seite fünf­rei­hig mit durch­ge­hen­den Holz­bän­ken aus­ge­stat­tet ist. Bei mei­nem Pech wur­de aller­dings erneut der Neben­platz mit Kunst­rasen­belag vor­ge­zo­gen. Dieser ist nur von einer Seite aus zu­gäng­lich, hat mit zwei­rei­hig an­ge­ord­ne­ten Holz­bän­ken sowie einem Wall je­doch we­nigs­tens eine Art Aus­bau vor­zu­wei­sen. Zu­dem gibt der Blick auf die an­gren­zen­den Häu­ser­rei­hen so­wie die Breiten­seer St. Laurentius-Kirche ein recht net­tes Bild ab. Heu­ti­ger Geg­ner am zwei­ten Spiel­tag der sechst­klas­si­gen Ober­liga soll­te die Re­ser­ve des tra­di­ti­ons­rei­chen Wiener SC sein. Viel­leicht soll­te das In­te­res­se an dem Kick ge­ra­de des­halb nicht ganz so ge­ring sein, so­dass sich am Ende etwas we­ni­ger als 100 Zu­schauer am Spiel­feld­rand ein­fan­den. Das Ge­sche­hen auf dem Spiel­feld ge­stal­tete sich indes recht aus­ge­gli­chen. Nach an­fäng­li­cher Füh­rung der Gäste ge­wan­nen die Grass­hoppers all­mäh­lich die Ober­hand und fuh­ren schließ­lich einen knap­pen 2:1-Sieg ein.

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