Sportplatzhänger

Fußball • Groundhopping • Reisen

1. FC Kronach 08 – TSV Weißenbrunn 0:0


31.03.2018
Kreisliga 2 Coburg/Kronach (23. Spieltag)
Stadion an der Hammermühle, Kronach
Zuschauer: 60

Bereits am ers­ten Tag mei­nes län­ge­ren Auf­ent­hal­tes in Ober­franken soll­te der ers­te Ground fal­len. So zog es mich zum Kreis­liga-Kick zwi­schen dem 1. FC Kronach und dem TSV Weißenbrunn. Beide Städte lie­gen nur 5 Ki­lo­me­ter aus­ei­nan­der, wodurch es sich heu­te um ein Derby han­del­te. Das Kronacher Stadion an der Hammermühle liegt direkt an der Rodach und gefiel mir per­sön­lich recht gut. Das Stadion ver­fügt auf einer Seite über eine mit Holz­bän­ken be­stückte Na­tur­tri­büne und auf der ande­ren Seite über ein net­tes Ver­eins­heim und einen Aus­bau von zwei Stu­fen. Aus ku­li­na­ri­scher Sicht wur­den eine frän­ki­sche Brat­wurst und ein Rad­ler der Weißenbrunner Brau­e­rei Gampertbräu pro­biert. Obwohl man ein hart um­kämpf­tes Spiel zu sehen bekam, fehl­te es den bei­den Mann­schaf­ten an Durch­schlags­kraft, wodurch sie sich am Ende mit einem tor­lo­sen Remis zu­frie­den­ge­ben muss­ten.

TuS Koblenz – VfB Stuttgart II 0:0


28.03.2018
Regionalliga Südwest (31. Spieltag)
Stadion Oberwerth, Koblenz
Zuschauer: 1.082

FC Cosmos Koblenz – SG Gönnersdorf-Brohl 2:2


25.03.2018
Bezirksliga Rheinland Mitte (21. Spieltag)
Bezirkssportanlage „Schmitzers Wiese“ unte­rer Aschenplatz, Koblenz
Zuschauer: 70

Im An­schluss an den Kreis­liga-Kick fand auf dem unte­ren Hart­platz das Heim­spiel von Cosmos Koblenz statt. Am 21. Spiel­tag der Be­zirks­liga Mitte tra­fen die Koblenzer auf die Rhenania aus Gönnersdorf. Nach einer an­fäng­lich star­ken Phase der Gönners­dorfer, über­nah­men die Haus­her­ren all­mäh­lich die Ober­hand. Cosmos war dem­nach größ­ten­teils spiel­be­stim­mend und lag bis kurz vor Schluss mit 2:1 vor­ne. Erst in letz­ter Se­kun­de schaff­te Gönnersdorf den er­lö­sen­den Aus­gleichs­tref­fer, der zum 2:2-End­stand führ­te. Die Heim­spiel­stätte von Cosmos Koblenz ist ein ty­pi­scher Aschen­platz, der ein­sei­tig mit zwei Stu­fen aus­ge­baut ist.

FF Hüttenjungs Koblenz – FC Bassenheim 4:0


25.03.2018
Kreisliga D Koblenz, Staffel II (19. Spieltag)
Bezirkssportanlage „Schmitzers Wiese“ obe­rer Aschenplatz, Koblenz
Zuschauer: 40

Natürlich soll auch die Kom­plet­tie­rung des Koblenzer Stadt­ge­biets nicht zu kurz kom­men. Deswegen zog es mich noch­mal in die Be­zirks­sport­an­lage Schmitzers Wiese um die zwei feh­len­den Aschen­plätze ab­ha­ken zu kön­nen. Zunächst war der obe­re Platz an der Reihe, auf dem die Kreis­li­gis­ten FF Hüttenjungs und FC Bassenheim auf­ei­nan­der­tra­fen. Die Hüttenjungs waren dabei größ­ten­teils über­le­gen und gewan­nen am Ende ver­dient mit 4:0. Der Grand­platz ver­fügt über eine klei­ne Stahl­rohr­tri­büne, an­sons­ten ist der Platz eher un­spek­ta­ku­lär.

1. FC Saarbrücken – TuS Koblenz 0:1


24.03.2018
Regionalliga Südwest (30. Spieltag)
Hermann-Neuberger-Stadion, Völklingen
Zuschauer: 2.992

Deutschland – Spanien 1:1


23.03.2018
Länderspiel
ESPRIT are­na, Düsseldorf
Zuschauer: 50.653 (aus­ver­kauft)

 

SG Bad Breisig – DJK Alemannia Kruft/Kretz 0:2


18.03.2018
Kreisliga A Rhein/Ahr (18. Spieltag)
Rheintalstadion, Bad Breisig
Zuschauer: 20

1. FC Union Berlin – SSV Jahn Regensburg 2:2


17.03.2018
2. Bundesliga (27. Spieltag)
Stadion An der Alten Försterei, Berlin
Zuschauer: 21.284

Gegen 5 Uhr star­te­te unser voll be­setz­ter Neu­ner in Koblenz gen Bun­des­haupt­stadt Berlin. Somit hat­ten wir 8 Stunden die 630 Ki­lo­me­ter hin­ter uns zu brin­gen und früh genug am Sta­dion zu sein. So dach­ten wir zumin­dest. Ein plötz­li­cher Win­ter­ein­bruch und Mi­nus­grade mach­ten uns einen Strich durch die Rech­nung. In Höhe Leipzig gab es die ers­te Voll­sper­rung und auch auf der Al­ter­na­tiv­stre­cke stand ein LKW quer, sodass es erst­mal über Land­stra­ßen wei­ter­ge­hen muss­te. Zum Glück hat­te man aus­rei­chend Berliner Luft an Bord, wodurch es im 9-Sitzer we­nigs­tens nicht lang­wei­lig wur­de. Trotzdem schaff­ten wir es noch ir­gend­wie pünkt­lich zum Spiel und en­ter­ten mit Anpfiff den Ground. Insgesamt 700 Fans aus Regens­burg fan­den sich am heu­ti­gen Tag im Gäs­te­block des Köpenicker Sta­dion An der Alten Försterei ein. Diese konn­ten mit eini­gen Schwen­kern auf sich auf­merk­sam machen und er­reich­ten teil­weise eine gute Laut­stärke. Auch der Heim­block auf der Wald­seite war wie zu erwar­ten gut gefüllt, wirk­lich rich­tig laut wur­de es al­ler­dings nur dann, wenn die kom­plet­te Ge­gen­ge­rade mit in die Ge­sänge ein­stieg. Trotzdem ein soli­der Auf­tritt der Eisernen, von denen zudem eini­ge Spruch­bän­der prä­sen­tiert wur­den. In zwei Teilen drück­ten sie so ihre Mei­nung zu den Pfiffen nach dem tor­lo­sen Heim­spiel gegen Aue aus. „Wer die eige­ne Mann­schaft aus­pfeift, kann sich ver­pfei­fen!“, sowie: „Und wer dit nich ka­piert, der soll zu Hertha jehn!“ war auf den Spruch­bän­dern zu lesen. Auch heu­te reich­te es für bei­de Mann­schaf­ten wie­der nur zu einem 2:2-Unent­schie­den, das bei­den auf­grund des engen Ta­bel­len­ab­stands zu den Ab­stiegs­rängen nicht wirk­lich wei­ter­hel­fen konn­te. Immerhin knack­te der Jahn die 40-Punkte-Marke und steht mit dem 4. Platz momen­tan sowie­so mehr als gut da. Auf Seiten der Unioner blie­ben dies­mal zu­min­dest die Pfiffe aus.
Wie heißt es noch gleich: „zwi­schen Wie­sen und Wäl­dern, Tä­lern und Seen, Köpenick du bist wun­der­schön“. Von den schö­nen Ecken Ost­berlins sahen wir heu­te zwar nicht viel, dafür wur­de nach Spiel­ende noch das Stan­dard-Touri-Pro­gramm ab­ge­fah­ren. So wur­de am Branden­burger Tor noch schnell ein Mob­foto ge­schos­sen, bevor es auf direk­tem Wege zurück nach Hause ging.

BV Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 3:2


11.03.2018
Bundesliga (26. Spieltag)
Signal Iduna Park, Dortmund
Zuschauer: 81.360 (aus­ver­kauft)

BV Brambauer-Lünen – VfL Kamen 2:0


11.03.2018
Bezirksliga Westfalen, Staffel 8 (20. Spieltag)
Glückauf-Arena, Lünen-Brambauer
Zuschauer: 50

Nachdem gera­de noch die Glückauf-Kampfbahn auf Schalke besucht wur­de, ging es als nächs­tes in die Lüner Glückauf-Arena. Dort tra­fen die bei­den Be­zirks­li­gis­ten BV Brambauer und VfL Kamen auf­ei­nan­der. Die Glückauf-Arena, ehe­mals Freibadstadion, bie­tet Platz für 8.000 Zu­schauer und trifft abso­lut mei­nen Ge­schmack. Für den Kunst­ra­sen­platz gibt es zwar einen klei­nen Abzug, den­noch kann das Stadion mit sei­ner über­dach­ten Haupt­tri­büne und den ver­gam­mel­ten Stu­fen über­zeu­gen. Aus ku­li­na­ri­scher Sicht gönn­ten wir uns eine Man­ta­platte und ein Warsteiner-Pils. Auf dem Platz sah man ein re­la­tiv aus­ge­gli­chenes Spiel, in dem die Heim­elf am Ende den Sieg ein­fah­ren konn­te. Für uns ging es auf direk­tem wei­ter zu Spiel Nr. 4 des Tages. Im Dort­munder Westfalenstadion war­te­te auf uns die Bundes­liga-Partie zwi­schen dem BVB und der Eintracht aus Frankfurt.

DJK Teutonia Schalke-Nord II – SV Westfalia Schalke 13:0


11.03.2018
Kreisliga C Gelsenkirchen, Gruppe 2 (20. Spieltag)
Glückauf-Kampfbahn, Gelsenkirchen
Zuschauer: 20

Im An­schluss an das Revier­derby in Ückendorf, ging es zu einem Kick im Gelsen­kirchener Stadt­teil Schalke. Dort tra­fen in der alt­ehr­wür­di­gen Glückauf-Kampfbahn die bei­den Kreis­li­gis­ten Teutonia Schalke und Westfalia Schalke auf­ei­nan­der. Die Glückauf-Kampfbahn war zwi­schen 1928 und 1973 die Heim­spiel­stätte des FC Schalke 04 und hat bereits Spiele vor einer Ku­lisse von 70.000 Zu­schauern mit­er­lebt. Ab­so­lu­ter Blick­fang des Sta­dions ist die 114 Me­ter lan­ge Haupt­tri­büne, die mit­tler­weile sogar denk­mal­ge­schützt ist. Leider wur­den die Steh­platz­ränge Ende der 80er Jahre fast voll­stän­dig zu­rück­ge­baut, wodurch das Sta­dion heu­te nur noch 11.000 Zu­schauer fasst. Auch der neue Kunst­rasen-Belag wirkt op­tisch nicht mehr ganz so pas­send, den­noch ist ein Be­such der Glückauf-Kampfbahn ab­so­lut loh­nens­wert und jedem Fuß­ball­ver­rück­ten nahe zu legen. Für vie­le Schalker ist sie noch bis heu­te die Hei­mat ihres Ver­eins, wes­halb auch ein gro­ßes „FC Schalke 04“-Graf­fiti die Wand hin­ter einem der Tore ziert. Das ge­se­hene Spiel war dafür nicht ganz so le­gen­där. Not gegen Elend! Die Gast­mann­schaft war aller­dings noch schlech­ter, sodass die­se zwei­stel­lig auf den Sack bekam.

FC Schalke 04 – BV Borussia Dortmund 4:2


11.03.2018
A-Junioren Bundesliga West (21. Spieltag)
Sportanlage Gesamtschule Ückendorf, Gelsenkirchen
Zuschauer: 1.400

Am heu­ti­gen Sonntag ging es für Fabi und mich ins Ruhr­gebiet um einen mög­li­chen Vie­rer weg­zu­schep­pern. Als ers­tes führ­te es uns zum Revier­derby zwi­schen den A-Juni­o­ren von S04 und denen des BVB. Stolze 1.400 Zu­schauer fan­den sich dazu in der Gelsen­kirchener Sport­anlage Gesamt­schule Ückendorf ein. Die ist ganz schick und hat eine über­­dachte Haupt­tri­büne, sowie einen Aus­bau von 5 Stu­fen vor­zu­wei­sen. Die Jungs der Knap­pen­schmiede er­wisch­ten dabei den bes­se­ren Tag und feg­ten die Schwarz-Gelben sou­ve­rän mit 4:2 vom Platz.

TSV Eintracht Stadtallendorf – TuS Koblenz 1:2


10.03.2018
Regionalliga Südwest (28. Spieltag)
Herrenwaldstadion, Stadtallendorf
Zuschauer: 683

Am 28. Spiel­tag ging es für die Koblenzer Schängel ins hes­si­sche Stadtallendorf. Dort erwar­te­te mich der letz­te feh­lende Ground zur er­neu­ten Kom­plet­tie­rung der Re­gio­nal­liga Süd­west. Das Herrenwaldstadion bie­tet Platz für 6.600 Zu­schauer und ver­fügt über eine über­dachte Haupt­tri­büne, sowie einem Aus­bau von vier fla­chen Stufen auf der Ge­gen­ge­rade. Mit ein paar Fahnen aus­ge­stat­tet sorg­ten die Fans des TSV Stadtallendorf für etwas Stim­mung. Nachdem sie in der ers­ten Hälfte noch auf ihren ge­wohn­ten Plätzen in der Kurve stan­den, wech­sel­ten sie in der Halb­zeit­pause den Stand­ort und po­si­tio­nier­ten sich auf der Haupt­tri­büne. Auch wenn mir der Hype um die Stadtallendorfer Fan­szene etwas auf die Nerven geht, muss man sich schon ein­ge­ste­hen, dass sie für einen Dorf­ver­ein ganz or­dent­lich ab­lie­fern kann. Obwohl die TuS auf dem Platz mal wie­der nicht viel ge­ba­cken bekam, schaff­te man es die frü­he Füh­rung der Stadtallendorfer aus­zu­glei­chen und irgend­wie bis kurz vor Schluss zu hal­ten. Warum auch immer hat­te man jedoch das Gefühl, dass heu­te noch mehr gehen könn­te. So trau­te man sich in der 88. Minute sogar ein Frei­stoß­tor vo­raus­zu­sa­gen und sie­he da, der Ball war tat­säch­lich drin. Mit dem heu­ti­gen Sieg war ein ers­ter Schritt im Kampf gegen den Ab­stieg getan, auf den spä­ter sogar noch eine klei­ne Serie an Aus­wärts­sie­gen fol­gen soll­te. Ob das am Ende aus­rei­chen wird, bleibt vor­erst ab­zu­warten!

Bologna FC – Genoa CFC 2:0


24.02.2018
Serie A (26. Spieltag)
Stadio Renato Dall’Ara, Bologna (ITA)
Zuschauer: 16.383

Auf­grund des gro­ßen Zeit­pols­ters bis zum Spiel konn­te ich heu­te etwas län­ger im Bett lie­gen blei­ben. Erst um kurz nach 11 Uhr ver­ließ ich das Hostel um mich zum Haupt­bahn­hof auf­zu­ma­chen. Von dort ging es für 7 € die 100 Ki­lo­me­ter in die emilia-romagnische Haupt­stadt Bologna. In Bologna ange­kommen ging es erst­mal auf Nah­rungs­su­che. In einer klei­nen Piz­ze­ria ge­neh­migte ich mir eine im Ver­gleich zum Vor­tag ge­schmackl­ich an­spre­chen­dere Pizza und ein Birra Moretti La Rossa. An­schlie­ßend wur­den sich die Se­hens­wür­dig­kei­ten der Stadt an­ge­schaut. Dazu ging es an den Piazza Maggiore, an dem sich die Basi­lika San Petronio befin­det und an die zwei schie­fen Türme Garisenda und Asinelli. Vor allem die bei­den schie­fen Türme hat­ten es mir wirk­lich ange­tan. Sie sind das Wahr­zei­chen der Stadt und die letz­ten Über­bleib­sel von einst 180 Ge­schlech­ter­tür­men in Bologna. Der Torre del­la Garisenda hat eine Höhe von 48 Me­tern und der Torre degli Asinelli eine Höhe von stol­zen 97 Me­tern bei einer Nei­gung von jeweils 2-3 Me­tern. Ein Wort­spiel zum Garisenda ver­kneife ich mir jetzt ein­fach mal!
Da ich nicht wuss­te wie die Ti­cket­si­tua­tion für das heu­ti­ge Spiel aus­sah, begab ich mich früh­zei­tig zum Stadion. Schließ­lich stand ich ohne Not­wen­dig­keit zwei Stunden vor Spiel­be­ginn an den Sta­dion­to­ren. Für 40 € kauf­te ich mir erneut ein Ti­cket für die Ge­gen­ge­rade und mach­te mich mit dem Sta­dion­um­feld ver­traut. Schon die äuße­re Fas­sade des Sta­dions gefiel mir recht gut, das Innere war aller­dings ein ab­so­lu­ter Traum. Das weit­läu­fige Rund des Stadio Renato Dall’Ara ist nur auf einer Seite über­dacht und be­son­ders der Turm ober­halb der Ge­gen­ge­rade macht das Sta­dion wirk­lich se­hens­wert. Etwas mehr als 16.000 Zu­schauer fan­den sich heu­te auf den Rängen ein, wodurch das Sta­dion jedoch nicht an­nä­hernd ge­füllt war. Ver­gli­chen mit den rest­lichen Blö­cken war die Curva Bulgarelli, die Heim­kurve Bolognas, hin­ge­gen gut besucht. Mit vie­len gro­ßen Schwen­kern und einer Pyro­show zu Beginn des Spiels gab die Heim­kurve ins­ge­samt ein gutes Bild ab. Auf der ande­ren Seite fan­den ca. 400 aus Genua an­ge­reiste Tifosi den Weg in den Gäs­te­block. Der Gäs­te­mob leg­te eben­falls gut los, konn­te aber nicht an die Laut­stärke der vor­herr­schen­den Heim­fans an­knüp­fen. Auch auf dem Rasen war Bologna ton­an­ge­bend und sieg­te am Ende mit einem in der Höhe ver­dien­ten 2:0. 3 wich­ti­ge Punkte für die Rossoblù, die mo­men­tan aller­dings nur im Mit­tel­feld der Serie A rum­düm­peln. Ins­ge­samt hat der 7-fache ita­lie­ni­sche Meis­ter und zwei­fache Po­kal­sie­ger schon bes­se­re Zeiten erlebt. Der letz­te gro­ße Ti­tel­ge­winn liegt schon 40 Jahre zurück und auch ins in­ter­na­tio­nale Ge­schäft schaff­te man es zuletzt Anfang des neu­en Jahr­tau­sends.
Nach dem Spiel ging es zurück an den Haupt­bahn­hof, wo ich mich mit einem letz­ten Birra men­tal auf die 16-stündige Bus­fahrt zurück ins Rhein­land vor­be­rei­tete. Er­schöpft, aber durch­aus zu­frie­den erreich­te man am Fol­ge­tag die ge­liebte Stadt an Rhein und Mosel, wo man gleich von ver­strahl­ten und pö­beln­den Junkies emp­fan­gen wur­de. Schön wie­der zu Hause zu sein!

SSD Parma Calcio 1913 – Venezia FC 1:1


23.02.2018
Serie B (27. Spieltag)
Stadio Ennio Tardini, Parma (ITA)
Zuschauer: 10.216

Am nächs­ten Morgen hieß es frü­her auf­zu­ste­hen. Denn bereits um kurz nach 8 Uhr soll­te unser Zug von Cavriago nach Reggio Emilia ab­fah­ren. Nachdem man eine Vier­tel­stunde durch den hohen Schnee ge­stapft war, fuhr die­ser auch pünkt­lich im Bahn­hof ein. Gegen 9 Uhr erreich­te man den Haupt­bahn­hof in Reggio nell’Emilia, wo man sich lei­der schon von Falke und Flexi ver­ab­schie­den muss­te. Während die bei­den zum Flug­hafen Bologna auf­bra­chen um die Heim­reise an­zu­tre­ten, ging es für mich wei­ter in die ent­ge­gen­ge­setzte Richtung. Für 3 € ging es mit der Re­gio­nal­bahn ins 30 Ki­lo­me­ter ent­fernte Parma. In der 200.000-Einwohner-Stadt wur­de zunächst etwas Sight­seeing betrie­ben. Dabei wur­den unter ande­rem der Dom Santa Maria Assunta mit sei­nem acht­ecki­gen Baptisterium und die Basilica di Santa Maria del­la Steccata be­sich­tigt. Kann man sich anschau­en, mei­ner Meinung nach aber nichts was man unbe­dingt gese­hen haben muss. Auf dem Weg zum Hostel wur­de noch schnell eine Pizza Funghi ver­schlun­gen, die jedoch unter nor­ma­len Um­stän­den nur bei einem Pegel von 2 Pro­mille im Görres-Treff ge­nieß­bar gewe­sen wäre. Anschließend wur­de sich im Hostel „European Rooms“ in einem 4er-Schlaf­saal ein­ge­bucht. Dieser war für 20 € ganz ak­zep­tabel, jedoch bei Weitem nicht so kom­for­ta­bel und ange­nehm wie unse­re Unterkunft der ers­ten bei­den Nächte. Ich nutz­te die Ge­le­gen­heit mich 2-3 Stunden aufs Ohr zu hau­en, bevor es am Abend zum Heim­spiel des Zweit­li­gis­ten Parma Calcio gehen soll­te. Parma Calcio? Ich den­ke die meis­ten ken­nen den Verein eher unter dem Namen AC Parma. Dieser konn­te in den 90er Jahren drei­mal den Eu­ro­pa­po­kal gewin­nen und wur­de zudem drei­mal ita­lieni­scher Po­kal­sie­ger. Nach zwei In­sol­ven­zen wur­de aus dem AC Parma, der FC Parma und in­zwi­schen Parma Calcio. Nach der Neu­grün­dung des Parma Calcio im Jahre 2015 muss­ten die Parme­saner erst­mals in der viert­klas­si­gen Serie D an den Start gehen. Gleich im ers­ten Jahr gelang Parma der Auf­stieg in die dritt­klas­sige Lega Pro und direkt im An­schluss der Auf­stieg in die Serie B.
Für klei­nes Geld ging es also mit dem Bus vom Hostel bis ans Stadio Ennio Tardini, dem Stadion Parmas. Dort wur­de sich ein Sand­wich mit Parma­schinken gegönnt und ein 20 € teu­res Ti­cket für die Ge­gen­ge­rade or­ga­ni­siert. Neben mir fand sich eine zwei­stel­lige Anzahl wei­te­rer Hopper, haupt­säch­lich aus dem Dort­munder Um­feld, im Stadion ein. Während sich im Heim­be­reich des Stadio Ennio Tardini bereits ein guter Mob um die „Boys Parma“ sam­melte, blieb der Gäs­te­be­reich erst­mal leer. Als man die Hoff­nung fast auf­ge­ge­ben hat­te, en­ter­ten die Vene­zianer qua­si mit An­pfiff doch noch den Ground. Gut 400 Ver­rückte be­völ­ker­ten den Gäs­te­block und mach­ten mit oran­gen und grü­nen Fo­lien­fah­nen auf sich auf­merk­sam. Auch den Sup­port im All­ge­mei­nen, emp­fand ich bei den Gästen um eini­ges bes­ser als den, der zah­len­mä­ßig über­le­ge­nen Heim­fans. Auch wenn die Gialloblù teil­weise eine gute Laut­stärke erreich­ten, konn­ten sie mich lei­der nicht wirk­lich vom Hocker rei­ßen. Das ob­li­ga­to­ri­sche „vaffan­cu­lo“ durf­te auf bei­den Sei­ten na­tür­lich trotz­dem nicht feh­len. Das Spiel zwi­schen dem Achten und dem Sechsten der Serie B wur­de wie zu erwar­ten nicht gera­de von Of­fen­siv­fuß­ball ge­prägt. Am Ende sah man ein leis­tungs­ge­rechtes 1:1-Unent­schie­den, was für bei­de Vereine de­fi­ni­tiv zu wenig war, um wei­ter­hin Anschluss an die Spit­zen­gruppe hal­ten zu kön­nen. Inzwischen hat­te es auch wie­der hef­tig an­ge­fan­gen zu reg­nen. Da wie am Vortag, auch heu­te kei­ne Busse mehr fuh­ren, hieß es die letz­ten Kilo­meter zu Fuß zum Hostel zu ab­sol­vie­ren. Trotz Re­gen­schirm war man nach 30 Minuten Fuß­marsch klitsch­nass. Die nas­sen Kla­mot­ten wur­den dar­auf­hin zum drit­ten Mal auf die­ser Tour zum Trock­nen auf­ge­han­gen, bevor es ins Bett ging und man sich ge­dank­lich auf den be­vor­ste­hen­den Tag ein­stimmte.

Atalanta BC – BV Borussia Dortmund 1:1


22.02.2018
UEFA Europa League (Sechzehntelfinale, Rückspiel)
MAPEI Stadium – Città del Tricolore, Reggio nell’Emilia (ITA)
Zuschauer: 20.000 (aus­ver­kauft)

Kurz nach Bekannt­werden der Ticket­ver­gabe fürs Dort­munder Euro­pa­po­kal­spiel bei Atalanta Bergamo klin­gelte es bei mir am Tele­fon. Falke hat­te glück­li­cher­weise Ti­ckets zu­ge­si­chert bekom­men und bot mir eins davon an. Da ich für den Zeit­raum sowie­so noch auf der Suche nach einer ge­eig­ne­ten Tour war, zö­gerte ich nicht lan­ge und sag­te zu. Mit Flexi wur­de ein wei­te­rer Mit­fahrer gefun­den und schon wur­de der Flug nach Italien gebucht. Am frü­hen Mitt­woch­morgen ging es also für er­schwing­liche 25 € mit Onkel Rainer von Köln nach Bergamo. Pünktlich um kurz nach 10 Uhr lan­de­ten wir am Flug­hafen Mailand-Bergamo, von wo es nach einer kur­zen Orien­tie­rungs­phase mit dem Bus wei­ter in die In­nen­stadt von Bergamo ging. Dort ange­kom­men hat­ten wir noch genü­gend Zeit, bevor wir um 13 Uhr mit dem Zug wei­ter nach Reggio nell’Emilia fah­ren woll­ten. Wir ge­neh­mig­ten uns ein Menabrea in einer nahe­ge­le­ge­nen Kneipe, wo wir auf zwei gleich­ge­sinnte Dort­munder tra­fen. Die bei­den waren über­glück­lich ein Hotel in un­mit­tel­barer Nähe zum Stadio Atleti Azzurri d’Italia gefun­den zu haben. Leider hat­ten sie nicht auf dem Schirm, dass das Stadion in Bergamo nicht für inter­na­tio­nale Spiele zuge­las­sen ist und das mor­gi­ge Spiel im 200 Kilometer ent­fern­ten Reggio nell’Emilia statt­finden soll­te. Blöd gelau­fen Jungs! In einem Super­markt besorg­ten wir uns für die 3 ½-stündige Zug­fahrt eine Palette Beck’s und bega­ben uns zum Bahn­steig. Für 18 € ging es erst mit der Bim­mel­bahn nach Mailand und von dort mit dem Inter­city wei­ter nach Reggio Emilia. Nachdem man ver­sehent­lich den hal­ben Waggon über­schwemmt und auf­grund falsch gebuch­ter Fahr­scheine zudem noch die Gut­mü­tig­keit des Schaff­ners aus­ge­nutzt hat­te, erreich­te man gegen 16:30 Uhr die 170.000 Einwohner gro­ße Hauptstadt der gleich­na­migen Provinz Reggio Emilia. Obwohl man heu­te Morgen in Bergamo und auch in Mailand noch mit bes­tem Wetter und Son­nen­schein begrüßt wur­de, fing es mit unse­rer Ankunft hef­tig an zu reg­nen. Eins sei zuvor gesagt, dies soll­te sich so schnell auch nicht mehr ändern. Schnell spran­gen wir in den erst­besten Bus um zu unse­rer Un­ter­kunft in Cavriago, einem Vorort Reggio Emilias, zu gelan­gen. Cavriago liegt zwar nicht gera­de zen­tral, für 17,50 € die Nacht lan­de­ten wir aber einen ab­so­luten Voll­tref­fer. Eine sehr net­te Familie, viel­leicht sogar etwas zu nett, ver­mie­tet dort die unte­re Etage ihrer Pri­vat­woh­nung als Apart­ment „Il Borghetto“. Uns erwar­te­te ein Schlaf­zimmer mit Dop­pel­bett, ein eige­nes Bade­zimmer und ein Wohn­zimmer mit Küche im per­fek­ten Zu­stand. Da kann man wirk­lich nicht meckern! Bis auf einen klei­nen Abstecher zum Schmand­dö­ner um die Ecke, ver­brach­ten wir den rest­li­chen Abend auf der Couch mit einer gesun­den Mischung aus „Best of Arno Dübel“ und den Resten der Beck’s-Palette.

Am nächs­ten Morgen schlie­fen wir etwas län­ger als von ver­gan­genen Touren gewohnt und früh­stück­ten erst­mal aus­gie­big. Der an­schlie­ßende Blick aus dem Fenster ließ jedoch nichts Gutes ver­hei­ßen. Über Nacht hat­te sich das Wetter ver­schlech­tert und sogar etwas Neu­schnee war lie­gen geblie­ben. Unter die­sen Um­stän­den ent­schie­den wir uns dazu erst gegen Mittag in die Stadt zu fah­ren und statt­dessen noch etwas in der Bude ab­zu­gam­meln. Gegen 13 Uhr wur­de es den­noch Zeit nach Reggio Emilia auf­zu­bre­chen. In der In­nen­stadt tra­fen wir uns mit Weber, dem All­zeit­rei­sen­den und bega­ben uns zur BVB-Fan­meile, wo ein ers­tes Bier und ein un­de­fi­nier­bares Fleisch­ge­richt ver­drückt wur­den. Bei mi­se­rab­lem Wet­ter und über­teu­er­ten Bier­prei­sen war es für uns al­ler­dings kei­ne Option die nächs­ten Stunden auf der BVB-Fan­meile aus­zu­har­ren. Auf der Suche nach einem Super­markt ent­deck­ten wir die in Sta­dion­nähe be­find­liche Bar „Burani“. Im war­men Inneren der Bar ließ es sich aus­hal­ten und auch die Getränke waren um eini­ges güns­ti­ger als vor dem Sta­dion. Langsam füll­te sich der Laden auch mit Atalanta-An­hän­gern, wel­che bereits das ein oder ande­re Lied träl­ler­ten und für einen klei­nen Vor­ge­schmack sorg­ten. Einzig die Staats­macht schien sich dar­an zu stö­ren, wes­we­gen die­se im 5-Minuten­takt herein­spa­zierte um nach dem Rechten zu sehen. Eine Stunde vor Kick-off mach­ten wir uns schließ­lich wie­der auf zum Stadion. Jetzt roch es auch auf dem Vor­platz nach Fuß­ball und die Schlange zum Gäs­te­block wur­de län­ger und län­ger. Obwohl man im Vor­feld ver­si­chert bekam, dass Regen­schirme im Sta­dion erlaubt wären, wur­de einem die­ser von den Ord­nern am Ein­gangs­be­reich Wi­der­wil­lens ab­ge­nom­men. Dis­ku­tie­ren blieb er­folg­los, sodass wir uns bei star­kem Schnee­regen un­ge­schützt auf der Hin­ter­tor­tri­büne des Stadio Città del Tricolore nie­der­lie­ßen. Während die Haupt­tri­büne und Ge­gen­ge­rade über­dacht sind, sind sowohl die Heim- als auch Gäs­te­fans auf den un­über­dach­ten Hin­ter­tor­sei­ten un­ter­ge­bracht. Bei so einem Drecks­wet­ter nicht gera­de vor­teil­haft! Das Stadio Città del Tricolore, neu­er­dings auch MAPEI Stadium genannt, ist nor­ma­ler­weise die Heim­spiel­stätte von US Sassuolo, sowie des Dritt­li­gi­sten AC Reggiana und bie­tet Platz für 29.500 Zu­schauer. Wie bereits erwähnt, wer­den jedoch auch die Eu­ro­pa­po­kal­spiele des seit 1990 erst­mals wie­der in­ter­na­tio­nal spie­len­den Atalanta BC im hie­si­gen Stadion aus­ge­tra­gen. Kein Wunder also, dass das heu­ti­ge Spiel mit 20.000 an­we­sen­den Zu­schau­ern rest­los aus­ver­kauft war. Da­run­ter ca. 4.000 Schlach­ten­bumm­ler aus Dort­mund, von denen zum Intro eine Cho­reo­gra­phie unter dem Motto „Ob du’s glaubst oder nicht – wir tun das alles nur für dich!“ gezeigt wur­de. Dazu wur­den schwar­ze und gel­be Fo­lien­schals, sowie das BVB-Wappen prä­sen­tiert und mit Pyro­tech­nik un­ter­malt. Auch auf der ande­ren Seite gab es zu Beginn eine Choreo zu bestau­nen. Dort sah man eben­falls eine von sil­ber­nen Folien ein­ge­rahmte Block­fahne des Ver­eins­wap­pens, zudem wur­de hin­ter der Tri­büne ein Feuer­werk ab­ge­schos­sen. Auch wäh­rend des Spiels wur­den in bei­den Fan­blöcken immer wie­der ver­ein­zelte Ben­ga­los ge­zün­det. Auf das mehr­ma­lige Be­schie­ßen des Fa­mi­lien­blocks mit Leucht­spur aus dem Gäs­te­block hät­te man al­ler­dings gut ver­zich­ten kön­nen. Nach dem 3:2-Heim­sieg im Hin­spiel reich­te der Borussia nun ein Un­ent­schie­den um das Wei­ter­kom­men in die nächs­te Runde klar zu machen. Das dar­ge­bo­tene Spiel der Dort­munder war heu­te aller­dings unter aller Sau. Bereits nach 11 Mi­nu­ten ging Atalanta in Füh­rung und auch danach kam lan­ge Zeit nicht viel von den Schwarz-Gelben. Während sich Weber früh­zei­tig vom Acker mach­te um einer spä­te­ren Block­sperre zu ent­gehen, folg­ten wir im Dau­er­re­gen wei­ter­hin dem grot­tigen Ge­kicke auf dem Platz. Als fast nie­mand mehr mit einem Er­folg der Dort­munder rech­ne­te, fiel in der 83. Minute doch noch der er­lö­sende Aus­gleichs­tref­fer. Wirk­lich schlecht gespielt und doch noch eine Runde wei­ter­ge­kom­men, man muss auch mal Glück haben. Nachdem die 45-minütige Block­sperre ab­ge­ses­sen wur­de, ging es schließ­lich zu Fuß zum Haupt­bahn­hof, in der Hoff­nung dort ein Taxi zu er­gat­tern. Am Bahn­hof stan­den aber schon 100 wei­te­re Deutsche auf der Suche nach einer Fahr­ge­le­gen­heit nach Parma, Bologna oder wie in unse­rem Fall ins 8 Kilo­meter ent­fernte Cavriago. Das grund­le­gende Problem an der Sache war, dass qua­si kei­ne ver­füg­ba­ren Taxis in Reggio Emilia abruf­bar waren. Nach quä­len­den zwei Stunden Warte­zeit erwisch­te man dann doch noch das schein­bar ein­zig exis­tente Taxi der Stadt. Mitt­lerw­eile waren auch die Straßen 10 cm hoch mit Schnee bedeckt, sodass es nur in Schritt­ge­schwin­dig­keit vor­wärts ging und erst gegen halb 3 unse­re Unter­kunft erreicht wur­de. Dort wur­den sämt­liche Kla­mot­ten zum Trock­nen auf­ge­hangen, bevor es schnellst­mög­lich ins Bett ging um sich wie­der etwas auf­zu­wär­men und drin­gend be­nö­tig­ten Schlaf nach­zu­holen.

FC Vaduz – FC Wohlen 5:1


18.02.2018
Challenge League (21. Spieltag)
Rheinpark Stadion, Vaduz (LIE)
Zuschauer: 1.416

Nachdem sich der FC Wohlen zu Beginn der Sai­son noch gegen den an­bah­nen­den Zwangs­ab­stieg weh­ren konn­te, kün­dig­ten die Frei­ämter nach 16 Jahren Zweit­klas­sig­keit pünkt­lich zum Jah­res­wech­sel den frei­wil­li­gen Rück­zug aus dem Pro­fi­fuß­ball an. Die fi­nan­zi­elle Not­lage und viel zu stren­ge Auf­lagen des Schwei­zer Fuß­ball­ver­ban­des hat­ten den Club letzt­end­lich dazu ge­trie­ben. In wel­cher Liga es nächs­te Sai­son wei­ter­ge­hen wird ist noch offen und dem FCW bleibt nichts ande­res übrig als sich in den rest­lichen Spielen ge­büh­rend aus der zwei­ten Liga zu ver­ab­schie­den. Auch wir woll­ten uns auf der Ab­schieds­tour des FC Wohlen noch­mal bli­cken las­sen und so konn­te man mit dem Aus­wärts­spiel in Vaduz gleich noch einen neu­en Län­der­punkt ein­tü­ten.
Am frü­hen Morgen traf man sich mit Fabi, Gras und Nadim um die 5 ½-stün­dige Fahrt gen Liech­ten­stein an­zu­tre­ten. Dank in­te­res­san­ter, aber auch teil­weise ni­veau­lo­ser Ge­sprä­che ver­ging die Zeit wie im Flug und man er­reichte bereits um kurz nach 14 Uhr die mit nur 5.500 Ein­woh­nern zweit­kleinste Haupt­stadt Eu­ro­pas. Dort soll­te mit dem Schloss Vaduz zunächst das kul­tu­relle Aus­hän­ge­schild Liech­ten­steins be­sich­tigt wer­den. Das Schloss liegt auf einer Fels­ter­ras­se ober­halb der Stadt und ist mit dem Auto gut er­reich­bar. Das An­we­sen befin­det sich zwar im Pri­vat­be­sitz der fürst­li­chen Fa­mi­lie und steht der Öf­fent­lich­keit nicht offen, zum Über­brü­cken der War­te­zeit war ein kur­zer Ab­ste­cher ans Schloss aber trotz­dem ganz nett. An­schlie­ßend stand das Zweit­liga­spiel im Rhein­park Sta­dion auf dem Pro­gramm. Wie der Name schon sagt, liegt das Stadion im Rhein­tal unweit des Rheins. Wenn man es nicht schon vor­her gewusst hät­te, wäre der Al­pen­rhein für uns jedoch kaum als sol­cher erkenn­bar gewe­sen, da man als Rhein­länder ein­fach grö­ße­re Aus­maße des Flus­ses gewohnt ist.
Am Sta­dion­tor be­sorg­ten wir uns er­mä­ßigte Ti­ckets für 15 CHF und bega­ben uns ins Innere des Grounds. Das Rhein­park Sta­dion ist das Na­tio­nal­sta­dion Liech­ten­steins und bie­tet mit sei­nen vier frei­ste­hen­den Sitz­platz­tri­bü­nen Platz für ins­ge­samt 7.800 Zu­schauer. Neben den Län­der­spie­len der Liech­ten­stei­ner Na­tio­nal­mann­schaft wer­den dort zudem die Spiele des FC Vaduz aus­ge­tra­gen. Der FC Vaduz ist der er­folg­reichste Fuß­ball­ver­ein Liech­ten­steins und hat bis­her vier Spiel­zei­ten in der Schwei­zer Super League hin­ter sich. Zudem durf­te man auf­grund des all­jähr­li­chen Ge­winns des Liech­ten­stei­ner Cups gan­ze 66 Spiele im Eu­ro­pa­po­kal be­strei­ten.
Nach of­fi­zi­el­len An­ga­ben fan­den sich heu­te 1.400 Zu­schauer im Sta­dion ein um den Kick um die gol­dene Ana­nas mit­zu­er­le­ben. Die Zu­schau­er­zahl wur­de jedoch etwas be­schö­nigt, in der Re­a­li­tät waren viel­leicht ma­gere 400 Zu­schauer anwe­send. Davon um die 15 Gäs­te­fans, die das Beste aus ihrer Si­tua­tion mach­ten und ihr Team akus­tisch und auch op­tisch mit Hilfe von Dop­pel­hal­tern und Schwenk­fah­nen un­ter­stütz­ten. Auf der Ge­gen­seite sam­melte sich hin­ter der Zaun­fahne „Sek­tion Nord Vaduz“ ein eben­falls ca. 15-köp­fi­ger Mob, wirk­lich was rei­ßen konn­ten sie al­ler­dings nicht. Das Spiel an sich war heu­te eine ganz kla­re An­ge­le­gen­heit. Nachdem der FC Vaduz bereits zu Beginn der ers­ten Hälfte etli­che hoch­ka­rä­tige Tor­chan­cen ver­gab, fiel in der 42. Mi­nute der hoch­ver­diente Füh­rungs­tref­fer. Danach nahm das Spiel sei­nen Lauf und der FC Vaduz konn­te noch vier­mal ein­net­zen. Alles in allem noch ein glück­liches Er­geb­nis für den FC Wohlen, denn auch ein zwei­stel­liges End­er­geb­nis wäre bei ef­fek­ti­ve­rer Chan­cen­aus­wer­tung durch­aus im Bereich des Mög­li­chen gewe­sen. Ku­li­na­risch gese­hen wur­de neben dem ob­li­ga­to­ri­schen Frei­bier von Löwen­garten ein Cer­ve­lat für 5 CHF pro­biert und für sehr schmack­haft be­funden. Nach Spiel­ende ging es für uns auf di­rek­tem Wege vom Al­pen­rhein in die schö­ne Stadt am Zu­sam­men­fluss von Rhein und Mosel.

VfR Wormatia Worms – TuS Koblenz 1:0


17.02.2018
Regionalliga Südwest (25. Spieltag)
EWR-Arena, Worms
Zuschauer: 965

TuS Koblenz – FSV Frankfurt 0:4


10.02.2018
Regionalliga Südwest (24. Spieltag)
Stadion Oberwerth, Koblenz
Zuschauer: 1.248

TuS Koblenz – SV Stuttgarter Kickers 0:3


03.02.2018
Regionalliga Südwest (22. Spieltag)
Stadion Oberwerth, Koblenz
Zuschauer: 1.274

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