Sportplatzhänger

Fußball • Groundhopping • Reisen

FC Germania Metternich – TuS Koblenz 0:4


22.08.2020
Testspiel
Stadion in der Kaul, Koblenz-Metternich
Zuschauer: 300 (aus­ver­kauft)

Das sechs­te und somit letz­te Vor­be­rei­tungs­spiel der TuS Koblenz führ­te die Schängel ins Stadion des Rhein­land­­ligis­ten FC Germania Metter­nich. Ob­wohl der Ground be­reits das ein oder ande­re Mal besucht wer­den konn­te, macht es immer wie­der Freude dort einem Spiel bei­zu­woh­nen. So kann man durch­aus be­haup­ten, dass sich nach unse­rer Fes­tung Ober­werth das schöns­te Stadion von Koblenz in Metter­nich be­fin­det. Der Charme des Stadions in der Kaul wird dabei be­son­ders vom etwas in die Jahre ge­kom­me­nen Stu­fen­aus­bau ver­lie­hen. Für den heu­ti­gen Test­kick soll­ten ge­mäß Be­stim­mun­gen exakt 300 Ein­tritts­kar­ten in den Vor­ver­kauf gehen. Diese soll­ten dann schließ­lich auch voll­stän­dig an den Mann ge­bracht wer­den, so­dass die Par­tie vor „aus­ver­kauf­tem Haus“ statt­fin­den konn­te. Am Ende sah man einen sou­ve­rä­nen 4:0-Sieg der fa­vo­ri­sier­ten TuS Koblenz, wel­che nun un­ge­schla­gen aus der Sai­son­vor­be­rei­tung her­vor­ge­hen kann.

FC Bitburg – SG Arzfeld/Daleiden/Dasburg-Dahnen 5:1


21.08.2020
Testspiel
Stadion Ost, Bitburg
Zuschauer: 80

Eigent­lich hat­te ich mei­nen Frei­tag­abend be­reits ver­plant, doch kurz­fris­tig bot sich die Ge­le­gen­heit das noch feh­lende Sta­dion in Bit­burg zu kreu­zen. Also wur­de der ur­sprüng­li­che Plan schnell ver­wor­fen und mit Maradenna sowie sei­nem Schwager David die knapp 140 Kilo­meter lan­ge An­fahrt in die Bier­stadt be­wäl­tigt. Das Bit­burger Sta­dion Ost ver­fügt ein­sei­tig über einen be­acht­li­chen Stu­fen­aus­bau und konn­te somit durch­aus über­zeu­gen. Der hei­mi­sche FC Bit­burg konn­te letz­te Saison zudem in die sechst­klas­sige Rhein­land­liga auf­stei­gen, wes­halb es ohne­hin Zeit wur­de dem Ground einen Besuch ab­zu­stat­ten. Wie man sich viel­leicht den­ken kann, soll­te hier heu­te mit Bitter­burger – wie ein be­kann­ter Ober­franke sagen wür­de – auch selbst­ver­ständ­lich re­gi­o­na­les Bier an­ge­bo­ten wer­den. Zu­min­dest für David und mich lag es dem­nach nahe das ein oder ande­re eis­kalte Stubbi zu uns zu neh­men. Die Par­tie zwi­schen dem frisch ge­ba­cke­nen Rhein­land­ligis­ten und dem Be­zirks­ligis­ten zeig­te sich indes re­la­tiv ein­sei­tig. Die Heim­elf wuss­te schnell das Spiel zu do­mi­nie­ren und konn­te somit schließ­lich ver­dient mit 5:1 ge­win­nen.

SSV Bad Hönningen – ATA Sport Urmitz II 5:8


18.08.2020
Testspiel
Sportplatz Staier’s Au, Bad Hönningen
Zuschauer: 40

Der Schwei­­zer Schrott­­hopper und sei­ne bes­se­re Hälfte waren ein wei­te­res Mal zu Gast im Rhein­­land. Dem­­nach soll­ten die Spiel­­pläne aber­­mals nach dem größ­­ten Hafer mit dem ge­­rings­­ten Nut­­zen durch­­fors­­tet wer­den. Fün­­dig wur­de man mit dem Test­­kick zwi­­schen dem hei­mi­schen SSV Bad Hönningen sowie der Zweit­ver­tre­tung von ATA Sport Urmitz. Ganz ab­ge­neigt von der Par­tie war ich dann aber doch nicht, denn so kam man seit Lan­gem wie­der auf die Schäl Sick, auf wel­cher im Ge­gen­satz zur schö­nen Rhein­seite doch noch et­li­che Grounds ab­ge­grast wer­den müs­sen. Der Sport­platz Staier’s Au in Bad Hönningen könn­te ein ers­ter Schritt in die­se Rich­tung ge­we­sen sein. Wirk­lich viel so bie­ten hat die­ser aller­dings nicht. So ver­fügt der Natur­rasen­platz über kei­nen nen­nens­wer­ten Aus­bau und auch unser Ver­lan­gen nach Sta­dion­wurst und küh­lem Blonden konn­te in keins­ter Weise ge­stillt wer­den. Zu guter Letzt soll­te es auch noch in Strö­men reg­nen. Der ver­meint­li­che Hafer soll­te sich zu unse­rer Freude je­doch als Schüt­zen­fest ent­pup­pen. Nach einem frü­hen Tref­fer der Gäste wuss­te die Heim­elf das Spiel an sich zu rei­ßen und mit einer ver­dien­ten 4:1-Füh­rung in die Pause zu gehen. In der zwei­ten Halb­zeit wen­dete sich das Blatt schließ­lich. Die Gast­mann­schaft schaff­te es nun sie­ben­mal ein­zu­net­zen und somit am Ende mit 8:5 zu ge­win­nen.

SV Olympia Biebesheim – FSG Riedrode 6:2


15.08.2020
Testspiel
Rheinstadion, Biebesheim am Rhein
Zuschauer: 95

Von Gins­heim-Gustavs­burg ging es wei­ter Rich­tung Süden nach Biebes­heim am Rhein. Nach­dem man auf dem Weg dort­hin nur knapp dem Tode durch einen ent­ge­gen­kom­men­den Falsch­fah­rer ent­kam, traf man qua­si mit An­pfiff am Biebes­heimer Rhein­stadion ein. In die­sem traf der hei­mi­sche Krei­sober­ligist auf den FSG Riedrode, wel­cher in der siebt­klas­si­gen Grup­pen­liga Darm­stadt an den Start geht. Das Rhein­stadion hat grund­sätz­lich etwas mehr zu bie­ten als der kurz zuvor be­suchte Ground in Gins­heim-Gustavs­burg. So ist der Natur­rasen­platz von einer Asche­bahn um­zo­gen und ein­sei­tig mit einer über­dach­ten Haupt­tri­büne aus­ge­stat­tet. Vor etwas we­ni­ger als 100 Zu­schau­ern zeig­te sich auf dem Spiel­feld der­weil eine tor­reiche Par­tie. Nach an­fäng­li­chem Rück­stand ge­lang es der Heim­elf schließ­lich sechs­mal ein­zu­net­zen und so am Ende sou­ve­rän mit 6:2 gegen die höher­klas­si­gen Gäste zu ge­win­nen. Nach Spiel­ende zog es uns noch schnell zum ört­li­chen Schmand­döner, bevor man die zwei­stün­dige Rück­fahrt an­trat.

VfB Ginsheim – TuS Koblenz 2:2


15.08.2020
Testspiel
Jugend- und Sportzentrum an der Mainspitze, Ginsheim-Gustavsburg
Zuschauer: 120

Ein wei­te­res Vor­be­rei­tungs­spiel der Schängel führ­te uns ins hes­si­sche Gins­heim-Gustavs­burg. Dort traf man im Jugend- und Sport­zen­t­rum an der Main­spitze auf den Hes­sen­li­gis­ten VfB Gins­heim. Das Haupt­spiel­feld der Sport­an­lage scheint zwar gut ge­pflegt zu sein, weiß aus ground­hopping­tech­ni­scher Sicht aller­dings nicht wirk­lich zu über­zeu­gen. So ver­fügt der Platz auf einer Seite le­dig­lich über ein paar Sitz­ge­le­gen­hei­ten in Form von Beton­klöt­zen sowie über eine klei­ne Stahl­rohr­tri­büne. Auch das ku­li­na­ri­sche An­ge­bot des VfB Gins­heim konn­te kaum zu­frie­den­stel­len. Mit 3,50 € war die Brat­wurst extrem teu­er und hät­te bei dem Preis auch we­sent­lich bes­ser schme­cken müs­sen. We­nigs­tens konn­te das Ge­sche­hen auf dem Spiel­feld Freude be­rei­ten. So wuss­te die TuS Koblenz zu­nächst das Spiel zu do­mi­nie­ren und mit einer ver­dien­ten 2:0-Füh­rung in die Pause zu gehen. In der zwei­ten Halb­zeit wen­dete sich das Blatt schließ­lich und die Heim­elf schaff­te es noch zum 2:2-End­stand aus­zu­glei­chen. Somit blieb die TuS auch im vier­ten Spiel der dies­jäh­ri­gen Som­mer­vor­be­rei­tung un­ge­schla­gen.

SV Blau-Weiß Leimersdorf – Grafschafter SG II 0:3


14.08.2020
Kreispokal C-/D-Klasse Rhein/Ahr (Finale)
Eifelstadion, Adenau
Zuschauer: 120

Nun stand auch für mich das ers­te Pflicht­spiel der neu­en Sai­son an, ob­wohl die­ses eigent­lich noch der alten Sai­son zu­zu­rech­nen war. So wur­de der zwi­schen­zeit­lich durch Corona un­ter­bro­chene Pokal­wett­be­werb des Fuß­ball­krei­ses Rhein/Ahr im Spät­som­mer nach­ge­holt. So­wohl das Kreis­pokal-Finale der A- und B-Ligis­ten als auch das der C- und D-Ligis­ten soll­te am sel­ben Wochen­ende im Adenauer Eifel­stadion aus­ge­tra­gen wer­den. Nach­dem ich mich kurz­fris­tig ab­ge­si­chert hat­te, dass die bei­den Spiele vor Zu­schau­ern statt­fin­den, be­gab ich mich am Frei­tag­abend zum klas­sen­tie­fe­ren Finale in die Johan­niter­stadt am Nür­burg­ring. Dort er­hielt man nach Abgabe der Per­so­na­lien sowie Zah­lung von 3 € eine der stets ver­ach­te­ten Wert­mar­ken und so­mit Zu­tritt zum Ground. Das Eifel­stadion ist nor­ma­ler­weise die Heim­spiel­stätte des in der Kreis­liga A spie­len­den TuWi Adenau, wes­halb das Sta­dion schon allein wegen der Liga­kom­plet­tie­rung seit Län­ge­rem auf mei­ner ima­gi­nä­ren Liste stand. Aber auch sonst lohnt es sich die­sem einen Besuch ab­zu­stat­ten. So ist der Natur­rasen­platz rund­herum von einem Gras­wall um­zo­gen, wel­cher spo­ra­disch mit ein­zel­nen Sitz­platz­rei­hen be­stückt ist. Auf der Haupt­seite ist die­ser Wall zudem mehr­rei­hig an­ge­legt und mit einer Nadel­baum­reihe ver­se­hen. Viel ver­spre­chen soll­te aller­dings auch die Partie zwi­schen dem SV Leimers­dorf und der Re­ser­ve der Graf­schaf­ter SG, wel­che bei­de in der Kreis­liga C an den Start gehen. Die Tat­sa­che, dass es sich hier­bei um das Graf­schaf­ter Derby han­delte, mach­te die Final­paa­rung noch ein Stück­chen in­te­res­san­ter. So wur­de auch auf bei­den Seiten mit etwas Un­ter­stüt­zung ge­rech­net. Trotz ähn­lich wei­ter Anreise zeig­te sich der Block der Graf­schaf­ter SG schließ­lich etwas grö­ßer als der der mit­ge­reis­ten Leimers­dorfer. Zwar brach­ten die Fans vom SV Leimers­dorf wenigs­tens eine Trom­mel mit, von or­ga­ni­sier­tem Sup­port konn­te man am Ende lei­der trotz­dem nicht spre­chen. Auf dem Spiel­feld ging es indes früh zur Sache. Dort wuss­te die Graf­schaf­ter Zweit­ver­tre­tung schnell die Zügel in die Hand zu neh­men und nach we­ni­gen Minu­ten mit 1:0 in Füh­rung zu gehen. Auch als das Spiel kurz dar­auf von einem star­ken Wol­ken­bruch über­rascht wur­de, wuss­ten die­se wei­test­gehend zu do­mi­nie­ren. Dem­nach ver­wun­derte nicht wirk­lich, dass die Graf­schaf­ter SG in der zwei­ten Halb­zeit noch zwei wei­tere Male ein­netzte und somit den Pokal­sieg für sich klar­machte. Die Freude kann­te auf sowie neben dem Platz kei­ne Gren­zen mehr, so­dass man dank pyro­tech­ni­scher Ein­lage auch als er­leb­nis­ori­en­tier­ter Fuß­ball­fan noch halb­wegs auf sei­ne Kos­ten kam.

Siegburger SV 04 – TuS Koblenz 1:1


08.08.2020
Testspiel
Walter-Mundorf-Stadion, Siegburg
Zuschauer: 200

Eigent­lich hät­te hier vom ers­ten Kob­lenzer Vor­be­rei­tungs­spiel in Ander­nach be­rich­tet wer­den sol­len, doch am Ende kam alles anders. So wuss­te die SG 99 Ander­nach das lang­er­sehnte Fuß­ball­fest ge­konnt zu ver­mie­sen, in­dem das Test­spiel vor Aus­schluss der Öffent­lich­keit statt­fin­den soll­te, ob­wohl eine ver­rin­gerte Zu­schau­er­ka­pa­zi­tät von 300 zu­min­dest im Rah­men der Mög­lich­kei­ten ge­we­sen wäre. Dass schließ­lich ca. 80 Zu­schau­er aus den eige­nen Rei­hen die Chance er­hiel­ten das Spiel zu be­su­chen, wäh­rend der ein oder ande­re Kob­lenz-Fan sei­nen Frust im Bier­gar­ten er­tränkte, trieb das Ganze dann noch auf die Spitze. Da kann man eigent­lich nichts mehr zu sagen. Grüße vom Wut­bür­ger an die­ser Stelle! Viel­leicht hät­te man sich im Vor­feld ein­fach vom Sieg­burger SV be­ra­ten las­sen sol­len, wie man sowas rich­tig an­stellt.
Diese mach­ten näm­lich eine Woche spä­ter mit einem we­sent­lich fan­freund­li­che­ren Kon­zept den Besuch des an­ste­hen­den Vor­be­rei­tungs­spiels mög­lich. So gin­gen exakt 300 Tickets in den Vor­ver­kauf, deren Besitz man nach Re­ser­vie­rung sowie Abgabe der Per­so­na­li­en für 5 € er­langte. Einem mun­te­ren Aus­flug ins süd­li­che Nord­rhein-West­falen stand also nichts mehr im Wege. Für unse­re Vierer­gruppe soll­te es des­halb end­lich mal wie­der mit Bus und Bahn zum Aus­wärts­spiel gehen. So war man un­ge­fähr 1 ½ Stun­den unter­wegs, bevor man das Sieg­burger Walter-Mundorf-Sta­dion knapp 40 Mi­nu­ten vor Spiel­be­ginn er­reich­te. Das sel­ten be­spiel­te Sta­dion des SSV 04 bie­tet Platz für 10.000 Per­so­nen und kann sich so­mit durch­aus sehen las­sen. Dabei ver­fügt die­ses auf der Haupt­seite über einen be­acht­li­chen Stu­fen­aus­bau sowie drei wei­tere Stu­fen auf der Gegen­seite. Auf den Hin­ter­tor­sei­ten ist das Sta­dion zu­dem von einem Wall um­ge­ben. Am Ende soll­ten sich zum heu­ti­gen Spiel knapp 200 Zu­schau­er im Walter-Mundorf-Sta­dion ein­fin­den. Bei fast 40 °C gar nicht mal so weni­ge, wenn man be­denkt, dass man schon Glück haben muss­te ein schat­ti­ges Plätz­chen zu fin­den. Dies hielt uns ver­ständ­li­cher­weise nicht davon ab an der Kölsch­theke or­dent­lich zu­zu­schla­gen. Wenn das Bier le­dig­lich 1,50 € kos­tet, dann muss das na­tür­lich aus­ge­nutzt wer­den. Auf dem Spiel­feld soll­ten sich die hohen Tem­pe­ra­tu­ren mit fort­schrei­ten­der Spiel­zeit hin­ge­gen bei den bei­den Ober­ligis­ten be­merk­bar machen. So reich­te es für die Schängel nach an­fäng­li­cher Füh­rung letzt­end­lich nur zu einem 1:1-Unent­schie­den.

SG Dernau/Mayschoß – SV Rot-Weiß Dünstekoven 5:2


04.08.2020
Testspiel
Ahr-Rotwein ICX-Arena, Dernau
Zuschauer: 55

Rela­tiv spon­tan zog es mich unter der Woche zu einem Test­kick ins mitt­le­re Ahr­tal. Die neu aus dem SV Blau-Gelb Dernau sowie dem SV Rot-Weiß Mayschoß ent­stan­dene Spiel­gemein­schaft traf auf hei­mi­schem Bo­den auf den SV Rot-Weiß Dünste­koven. Ob­wohl der Name der Dernauer Sport­an­lage nicht gera­de durch Kre­a­ti­vi­tät glän­zen kann, weiß der Ground an sich doch recht gut zu ge­fal­len. So ver­fügt die­ser ein­sei­tig über einen Stu­fen­aus­bau mit dar­auf an­ge­brach­ten Sitz­bän­ken. Des Wei­te­ren kann der eigent­lich zum Wein­an­bau ge­nutzte Gras­wall da­hin­ter zu­sätz­lich als Natur­tri­büne ge­nutzt wer­den. Be­son­ders zu über­zeu­gen wuss­te aller­dings der Aus­blick auf die male­ri­schen Wein­berge, wel­che dem Ahr­tal für ge­wöhn­lich sei­ne ro­man­ti­sche Atmo­sphäre ver­lei­hen. Ein Ground also, der trotz Re­vi­sit noch Freude be­rei­tet. Be­dau­er­li­cher­weise ließ ich mei­ne Kamera genau aus die­sem Grund zu Hause, so­dass man nun le­dig­lich mit min­der­wer­ti­gen Handy-Fotos die­nen kann. Auf dem Spiel­feld soll­te man heu­te je­doch auch eini­ges zu sehen be­kom­men. Dort waren die Gäste aus Swisttal zu­nächst die ton­an­ge­ben­de Mann­schaft, wo­durch die­se ver­dient mit 2:0 in Füh­rung gin­gen. In der zwei­ten Halb­zeit ging dem RW Dünste­koven dann aller­dings die Puste aus, wäh­rend von den Haus­her­ren zeit­gleich der Turbo ein­ge­legt wur­de. So ge­lang es der Heim­elf in den letz­ten 30 Mi­nu­ten fünf­mal ein­zu­net­zen und am Ende als über­ra­schen­der Sie­ger vom Platz zu gehen.

FC Germania Urbar III – TuS Koblenz II 7:0


01.08.2020
Testspiel
Aulenbergstadion, Urbar
Zuschauer: 40

Auch für unse­re Zwote soll­te im August end­lich die Sai­son­vor­be­rei­tung be­gin­nen. So ging es im ers­ten Vor­be­rei­tungs­spiel, wie schon in der Win­ter­pause, nach Urbar, um gegen die in der Kreis­liga D spie­lende drit­te Mann­schaft des FC Ger­ma­nia Urbar an­zu­tre­ten. Nach­dem ich das letz­te Auf­ei­n­an­der­tref­fen är­ger­li­cher­weise ver­passt hat­te, bot sich nun erneut die Mög­lich­keit das dor­tige Aulen­berg­stadion zu kreu­zen. Dies­mal soll­te die Gele­gen­heit auch genutzt wer­den. Das Aulen­berg­stadion ver­fügt über einen her­kömm­li­chen Kunst­rasen­platz, wel­cher ein­sei­tig ein Ver­eins­ge­bäude mit an­gren­zen­der Über­da­chung vor­zu­wei­sen hat. Auf der an­de­ren Seite exis­tiert zudem eine Art Un­ter­stand, des­sen Bau aller­dings nie fer­tig­ge­stellt wur­de. Auf­grund der Corona-beding­ten Auf­la­gen war heu­te le­dig­lich der Bereich am Ver­eins­ge­bäude für Zu­schauer zu­gäng­lich, wes­halb die ob­li­ga­to­ri­sche Sta­di­on­runde aus­fal­len muss­te und so nur eini­ge weni­ge Bilder vom Ground gemacht wur­den. Auch auf dem Spiel­feld konn­ten die Er­war­tun­gen letzt­end­lich nicht wirk­lich er­füllt wer­den. Nach­dem die TuS-Reserve zu Beginn noch mit der Heim­elf mit­hal­ten konn­te, brach man im wei­te­ren Ver­lauf all­mäh­lich ein und muss­te sich schließ­lich mit 0:7 ge­schla­gen geben.

ASV Sankt Augustin – Spfr. Ippendorf II 3:4


26.07.2020
Testspiel
Sportzentrum Sankt Augustin, Sankt Augustin
Zuschauer: 48

Da der nord­rhein-west­fä­li­sche Fuß­ball na­tür­lich nicht zu kurz kom­men soll, wur­de am Sonn­tag ein Test­kick im Rhein-Sieg-Kreis an­ge­peilt. Dort zog es mich nach Sankt Augus­tin, wo ein Auf­ei­n­an­der­tref­fen zwei­er Kreis­ligis­ten an­stand. Wäh­rend der hei­mi­sche ASV Sankt Augus­tin in der Kreis­liga A Sieg an den Start geht, tre­ten die Sport­freunde Ippen­dorf im Bon­ner Fuß­ball­kreis auf höhen­glei­cher Ebene an. Das Sport­zen­t­rum in Sankt Augus­tin besteht aus einem Kunst­rasen­platz, wel­cher ein­sei­tig einen Aus­bau von drei fla­chen Stu­fen vor­zu­wei­sen hat. Auf dem Spiel­feld sah man indes eine kur­zwei­lige Par­tie mit ins­ge­samt sie­ben Toren, in der die aus Bonn an­ge­reis­ten Ippen­dorfer am Ende knapp als Sieger her­vor­gin­gen.

SG Rhens/​Spay/​Waldesch – SG Viertäler Oberwesel 1:3


25.07.2020
Testspiel
Jakob-Vogt-Sportanlage, Rhens
Zuschauer: 80

Seit kur­zem soll­te nun auch in Rhein­land-Pfalz wie­der Fuß­ball ge­spielt wer­den. Also zog es mich mal wie­der in den Fuß­ball­kreis Koblenz, in wel­chem doch noch eini­ge wei­ße Fle­cken auf der Land­karte zu ver­zeich­nen sind. Einen die­ser wei­ßen Fle­cken stellt bei­spiels­weise die Jakob-Vogt-Sport­anlage in Rhens dar. Mit dem Test­spiel zwi­schen der hei­mi­schen SG Rhens/­Spay/­Waldesch und der SG Vier­täler Ober­wesel soll­te der Sport­platz ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau end­lich gekreuzt wer­den. Wäh­rend die SG Rhens/­Spay/­Waldesch in die­ser Kon­s­tel­la­tion bereits ein Jahr Spiel­praxis in der Kreis­liga A sam­meln konn­te, geht die aus der SpVgg Vier­täler und dem SV Vesalia Ober­wesel neu ent­stan­dene Spiel­gemein­schaft erst ab der kom­men­den Sai­son in der Be­zirks­liga an den Start. Den­noch konn­ten die Gäste ihrer Fa­vo­ri­ten­rolle gerecht wer­den und schließ­lich mit 3:1 ge­win­nen.

TuS Koblenz – SV Darmstadt 98 0:6


23.07.2020
Testspiel B-Junioren
Sportplatz Kaltenengers, Kaltenengers
Zuschauer: 120

Nach über vier Mona­ten soll­te nun auch end­lich wie­der ein Spiel der TuS Koblenz be­sucht wer­den. Auf dem aus­bau­losen Sport­platz in Kalten­engers traf die eige­ne U17 auf den in der B-Juni­o­ren-Bun­des­liga spie­len­den SV Darm­stadt. Vor knapp 120 Zu­schau­ern waren die Schän­gel je­doch ziem­lich chan­cen­los, so­dass sich die­se am Ende klar mit 0:6 gegen die Lilien ge­schla­gen geben muss­ten.

DJK TuS Marathon Hannover – SV Iraklis Hellas Hannover 3:5


15.07.2020
Testspiel A-Junioren
Soccerpark Langenhagen, Langenhagen-Engelbostel
Zuschauer: 30

Da man sich aus be­ruf­li­chen Grün­den eine Woche in Han­no­ver auf­hielt, lag es selbst­ver­ständ­lich nahe auch einen Ground im Groß­raum Han­no­ver mit­zu­neh­men. Die Suche nach irgend­einem Spiel ge­stal­tete sich je­doch we­sent­lich schwie­ri­ger als zu­nächst ge­dacht. Als man fast re­si­g­niert hat­te, ließ sich dann aber doch noch ein Spiel fin­den. Fün­dig wur­de man mit dem A-Juni­oren-Kick zwi­schen dem TuS Mara­thon und dem SV Iraklis Hellas. Heu­ti­ger Spiel­ort soll­te der Soccer­park in Langen­hagen sein, wel­cher nicht gera­de zen­t­ral ge­le­gen ist und schließ­lich per Stadt­bahn sowie Bus erreicht wur­de. Der dor­tige Plas­tik­platz ist nur von einer Seite zu­gäng­lich, ver­fügt aber im­mer­hin über einen wirr zu­sam­men­ge­stell­ten Aus­bau von Sitz­scha­len. Auch vom Spiel­niveau her war die heu­tige Partie gar nicht mal so mi­se­ra­bel. Am Ende fie­len ins­ge­samt acht Tore und die Gäste von Iraklis Hellas konn­ten ver­dient als Sieger her­vor­gehen.

Osterather SV Meerbusch – SC Düsseldorf-West II 2:0


11.07.2020
Testspiel
BZA Krähenacker, Meerbusch-Osterath
Zuschauer: 70

Man hät­te es nicht für mög­lich ge­hal­ten, doch die Corona-Krise kann auch ihre Vor­züge mit sich brin­gen. So wur­de bei­spiels­weise end­lich der Nutzen des eige­nen Job­tickets deut­lich, da die­ses wäh­rend der dies­jäh­ri­gen Som­mer­ferien in ganz Nord­rhein-West­falen an Gül­tig­keit gewinnt. Dieser Vor­teil soll­te na­tür­lich genutzt wer­den, wodurch unser Ziel heu­te mal auf Schie­nen bereist wur­de. So konn­te auf der gut zwei­stün­di­gen Fahrt bereits die ein oder ande­re Hopfen­kalt­schale ver­drückt wer­den, bevor man in bes­ter Laune im Meer­buscher Stadt­teil Osterath ein­fiel. Vom Osterather Bahn­hof aus wur­de der letz­te Kilo­meter noch schnell zu Fuß be­wäl­tigt und schon stand man vor der Be­zirks­spor­tanlage Krä­hen­acker, der Heim­spiel­stätte des OSV Meer­busch. Zum heu­ti­gen Test­kick soll­te vom Heim­verein kein Ein­tritts­geld ver­langt wer­den, wes­halb man sich selbst un­ver­hält­nis­mä­ßig oft am Bier­stand wie­der­fand. Na­tür­lich nur, um dem OSV fi­nan­zi­ell zur Seite zu ste­hen. Los ging es mit einem schmack­haf­ten Schu­ma­cher Alt. Ge­fal­len konn­te üb­ri­gens auch die hie­sige Sport­an­lage, wel­che neben dem Haupt­platz mit Natur­rasen auch über einen Asche- sowie Kunst­rasen­platz ver­fügt. Das Herz­stück der Anlage ist selbst­ver­ständ­lich der Rasen­platz, wel­cher ein­sei­tig einen teil­weise über­dach­ten Aus­bau von sechs Stu­fen be­sitzt. Nach­dem wir es uns in der ers­ten Halb­zeit noch zu zweit auf dem Stu­fen­aus­bau bequem gemacht hat­ten, wur­de die zwei­te Spiel­hälfte mit ein paar gut auf­ge­leg­ten Jungs aus Essen ver­bracht. Grüße an der Stelle! In­zwi­schen neig­te sich der Bier­vor­rat aus dem Hause Schu­ma­cher auch schon dem Ende ent­ge­gen, so­dass es von nun an mit Boltens Alt wei­ter­ging. Achja, neben­bei wur­de na­tür­lich auch noch Fuß­ball gespielt. Der in der Kreis­liga A an­ge­sie­del­te OSV Meer­busch traf auf die Re­ser­ve des aus der Lan­des­haupt­stadt an­ge­reis­ten SC Düssel­dorf-West. Am Ende eines pa­cken­den Spiels soll­te der OSV schließ­lich als ver­dien­ter Sie­ger her­vor­gehen.

Türkischer FC Inter Troisdorf III – GSK Galatasaray Köln 1:5


05.07.2020
Testspiel
Sportplatz zur Mühle, Troisdorf-Eschmar
Zuschauer: 50

Nur 6 Kilo­meter wei­ter stand in der Trois­dorfer Ort­schaft Eschmar der nächs­te Test­kick auf der Tages­ord­nung. Auf dem dor­ti­gen Sport­platz zur Mühle traf der Tür­ki­sche FC Inter Trois­dorf auf Gala­tasaray Köln. Ein Duell also, wel­ches man vom Namen her eher jen­seits des Bos­po­rus ver­mu­tet hät­te. Nichts­desto­trotz muss­te auch die­ser Ground ge­kreuzt wer­den, wo­durch im End­effekt zweit­ran­gig war, wer da so gegen den Ball tritt. Wirk­lich spek­ta­ku­lär war der Sport­platz in Eschmar aller­dings nicht, so ver­fügt die­ser le­dig­lich über einen zwei­stu­fi­gen Aus­bau auf einer Seite. Viel­leicht zogen wir gera­de des­we­gen wäh­rend der ob­li­ga­to­ri­schen Sta­di­on­runde die vol­le Auf­merk­sam­keit der rest­li­chen Be­su­cher auf uns. So stand der Vor­sit­zende des Heim­ver­eins plötz­lich neben uns und er­kun­digte sich miss­trau­isch, war­um man denn so vie­le Fotos machen wür­de. Letzten Endes klär­te sich alles mehr oder we­ni­ger auf und wir wur­den nicht des Platzes ver­wie­sen. Allein aus ku­li­na­ri­scher Sicht wäre dies auch ein De­sas­ter ge­we­sen. Gegen eine klei­ne Spende bekam man näm­lich eine lan­des­ty­pi­sche Köfte-Tasche vom Grill, dazu den all­seits be­kann­ten Limo­na­den-Klas­siker Uludağ ser­viert. Auch das Spiel­niveau wuss­te schon we­sent­lich mehr zu über­zeu­gen als zuvor in Bonn. Schließ­lich soll­ten die Gäste von Gala­tasaray klar die Ober­hand be­hal­ten und am Ende ver­dient mit 5:1 ge­win­nen.

FV Preußen Bonn II – FC Eintracht Geislar II 3:5


05.07.2020
Testspiel
Sportplatz Schwarz-Rheindorf, Bonn
Zuschauer: 55

Nach­dem die Woche zuvor noch durch die Sta­dien von Nord­böh­men ge­tin­gelt wur­de, konn­te man sich nun wie­der an­de­ren Zie­len, wie z. B. der Ver­voll­stän­di­gung des Bonner Raums wid­men. Dem­nach war das ers­te Ziel für Maradenna und mich der Sport­platz Schwarz-Rhein­dorf, wel­cher im gleich­na­mi­gen, rechts­rhei­nisch ge­le­ge­nen Stadt­teil Bonns liegt. Genutzt wird die Sport­an­lage vom FV Preu­ßen Bonn, des­sen ers­te sowie auch zwei­te Mann­schaft in der Kreis­liga D an den Start gehen. Der heu­tige Gegner aus Geislar tritt eben­falls in der un­ters­ten Ebene des Fuß­ball­krei­ses an. Da hat­ten wir uns also mal wie­der aller­feins­ten Hafer he­r­aus­ge­sucht. Die ein­zi­gen Hop­per­nasen blie­ben wir heu­te aller­dings nicht, denn mit Hop­ping Orange Blue, Torben und einem Exil-Hertha­ner konn­ten drei wei­te­re Ver­rückte be­grüßt wer­den. Der Sport­platz in Schwarz­rhein­dorf ist an sich recht un­spek­ta­ku­lär. So ist der mit einem her­kömm­li­chen Kunst­rasen­belag aus­ge­stat­tete Ground ein­sei­tig mit einer fla­chen Stufe und auf der Gegen­seite mit einem Wall aus­ge­baut. Das Spiel erwies sich schließ­lich wie er­war­tet recht amü­sant. Am Ende fie­len ins­ge­samt acht Tore und die Reserve des FC Ein­tracht Geislar konn­te ver­dient als Sie­ger her­vor­gehen. Das ku­li­na­ri­sche An­ge­bot beim FV Preu­ßen war heu­te üb­ri­gens stark li­mi­tiert, denn bis auf eine Gratis-Cola konn­te unser Ver­lan­gen in die­ser Hin­sicht über­haupt nicht ge­stillt wer­den. Die Hoff­nun­gen waren also groß, beim nächs­ten Kick auch etwas Festes zu sich neh­men zu kön­nen.

Statistik 2019/20

Spiele: 89
neue Grounds: 50
besuch­te Länder: 9
neue Länderpunkte: 1
Spiele ohne Tore: 3
Tore ins­ge­samt: 363
Ø Tore pro Spiel: 4,08
Spiel mit den meis­ten Toren: FSG Moselbogen – SG 99 Andernach II 0:12
meist gese­he­ner Verein: TuS Koblenz (42x)
meist besuch­ter Ground: Stadion Oberwerth (10x)

Besuchte Spiele

FK Ústí nad Labem – FK Fotbal Třinec 3:3


28.06.2020
FNL (27. Spieltag)
Městský sta­di­on, Ústí nad Labem (CZE)
Zuschauer: 876

Von der Pole-Posi­tion aus ging es im Ground­hop­ping-Kon­voi wei­ter nach Ústí nad Labem, wo das letz­te Spiel der Tour an­stand. Es war Eile ge­bo­ten, denn uns blie­ben nur ca. 40 Minuten, um die knapp 20 Kilo­meter hin­ter uns zu brin­gen. Ob­wohl unser Num­mern­schild mehr oder we­ni­ger selbst­ver­schul­det auf der Strecke blieb, schaff­ten wir es schließ­lich pünkt­lich am Ground auf­zu­lau­fen. Nach­dem für er­schwing­li­che 50 Kč die Ein­tritts­karte ge­löst und an­schlie­ßend das Corona-bedingte Fie­ber­mes­sen über­stan­den wur­de, ging es auch schon in das städ­ti­sche Sta­dion von Aussig, wie die Stadt auf deutsch heißt. Das Městský sta­di­on ver­fügt über eine gro­ße, mit­tig über­dachte Haupt­tri­büne sowie einen wei­te­ren teil­weise über­dach­ten Aus­bau auf der Gegen­seite. Auf den Hin­ter­tor­sei­ten be­fin­den sich zudem un­über­dachte Tri­bü­nen, wel­che sich zum einen halb und zum an­de­ren voll über die je­wei­lige Kurve er­stre­cken. Da es beim FK Fotbal Třinec im Vor­feld einen Corona-Ver­dachts­fall gab, war lan­ge Zeit nicht klar, ob das Zweit­liga-Spiel über­haupt statt­fin­den wür­de. Am Mor­gen vor dem Spiel wur­de dann recht spät ver­kün­det, dass ge­spielt wer­den kann, wo­durch wir end­lich Ge­wiss­heit hat­ten. Wäh­rend auf der einen Seite eine Hand­voll Heim­fans für etwas Stim­mung sorg­te, wur­den die Gäste im­mer­hin von zwei Fans mit Trom­mel be­glei­tet, wo­von zu­min­dest einer über die vol­len 90 Mi­nu­ten sup­por­tete. Res­pekt dafür! Auf dem Spiel­feld gab es wäh­rend­des­sen erneut ein Tor­fes­ti­val zu be­stau­nen. Am Ende wur­de ins­ge­samt sechs­mal ein­ge­netzt. Beide Tor­hüter durf­ten drei­mal hin­ter sich grei­fen, so­dass sich die bei­den Kon­tra­hen­ten letzt­end­lich mit einem ge­rech­ten Remis von­ei­n­an­der trenn­ten. Aus ku­li­na­ri­scher Sicht war man heu­te eher ge­spal­te­ner Mei­nung. Einer­seits war die Klo­basa in Ústí nad Labem für 60 Kč recht teu­er, an­de­rer­seits wuss­te die­se aber durch­aus zu schme­cken.
Da der Groß­teil unse­rer Reise­gruppe am fol­gen­den Mon­tag ar­bei­ten muss­te, hieß es nach Spiel­ende schleu­nigst die sechs­stün­dige Heim­reise an­zu­tre­ten. Gegen 2 Uhr war man schließ­lich im wun­der­schö­nen Rhein­land an­ge­kom­men und konn­te in den drin­gend be­nö­tig­ten Schlaf fal­len.

FK Teplice – FC Fastav Zlín 4:1


28.06.2020
Fortuna liga, sku­pi­na o záchra­nu (3. Spieltag)
AGC Aréna Na Stínadlech, Teplice (CZE)
Zuschauer: 2.072

Am nächs­ten Morgen klin­gelte bereits früh der Wecker. Trotz dickem Kopf und Schlaf­mangel­er­schei­nun­gen hieß es zei­tig aus den Federn zu kom­men, denn unser Ter­min­ka­len­der für den an­ste­hen­den Tag ließ mal wie­der nicht viel Spiel­raum für Ge­müt­lich­keit. So ging es als ers­tes über die Dörfer nach Černiv, wo um 11 Uhr das ers­te Spiel des Tages statt­fin­den soll­te. Dort wur­de auch tat­säch­lich Fuß­ball ge­spielt, aller­dings han­delte es sich le­dig­lich um einen Ju­ni­o­ren­kick der Alters­klasse Bam­bini. Da uns dies nicht wirk­lich an­sprach, mach­ten wir gleich kehrt und be­ga­ben uns zum ver­meint­li­chen Er­satz­spiel. Hier war je­doch rein gar nichts los und es gab kei­ner­lei An­zei­chen auf ein an­ste­hen­des Fuß­ball­spiel. Na gut, das war dann wohl nichts. Es wäre auch zu schön ge­we­sen, wenn nach dem ges­tri­gen Tag wie­der alles glatt­ge­gan­gen wäre. Da auch für die Mit­tags­zeit kein adä­qua­tes Spiel aus­fin­dig gemacht wer­den konn­te, ging es wei­ter nach Teplice, wo mit dem Na Stínadlech ein Re­vi­sit für mich an­stand. Was macht man nicht alles für sei­ne Mit­strei­ter.
Am Ground an­ge­kom­men sicher­ten wir uns zunächst Tickets für 150 Kč, um­ge­rech­net ca. 5,60 €. An­schlie­ßend schlu­gen wir auf­grund des reg­ne­ri­schen Wet­ters die Zeit bis zur Öff­nung der Sta­di­on­tore tot. Nach Entern des Grounds tra­fen wir nun erneut auf die Frak­tion Goslar, mit der die Zeit bis zum An­stoß und auch da­rü­ber hin­aus mit net­ten Ge­sprä­chen über­brückt wur­de. Ins­ge­samt soll­te die Dichte an Ground­hop­pern hier in Teplice üb­ri­gens ihren Höhe­punkt für die­ses Wochen­ende fin­den, sodass am Ende wohl jeder fünf­te Zuschauer extra aus Deutsch­land an­ge­reist war. Sup­port­tech­nisch konn­te die heu­tige Ver­an­stal­tung jedoch nicht gera­de mit Gänse­haut­fak­tor die­nen. So exis­tierte auf Heim­seite ein klei­ner Stim­mungs­block, wel­cher zum Intro eine Viel­zahl an blau-gelben Fah­nen schwenk­te und sonst nicht mehr all­zu groß auf­fiel. Gäste­fans konn­ten indes kei­ne auf­ge­spürt wer­den. Auch wenn ich bereits das zwei­te Mal im Na Stínadlech zu­ge­gen war, muss ich sagen, dass mir die­ses im Grunde ganz gut gefällt. So ver­fügt das Stadion mit einer Gesamt­ka­pa­zi­tät von etwas über 18.000 Zu­schau­ern über drei über­dachte Tri­bü­nen­teile, die u-förmig mit­ei­n­an­der ver­bun­den sind. Die ande­re Hin­ter­tor­seite be­steht hin­ge­gen le­dig­lich aus einem Stu­fen­aus­bau, wo­durch man aller­dings einen guten Aus­blick auf die da­hin­ter­lie­gende Land­schaft hat. Im Gegen­satz zum ges­tri­gen Spiel in Liberec han­delte es sich beim heu­ti­gen Auf­ei­n­an­der­tref­fen zwi­schen dem FK Teplice und dem FC Fastav Zlín um eine Par­tie der Ab­stiegs­runde. In der dazu­ge­hö­ri­gen Ta­bel­le stan­den bei­de Kon­tra­hen­ten jedoch in der obe­ren Ta­bel­len­hälfte, wes­halb das gro­ße Zit­tern vor dem Ab­stieg wohl eher aus­blei­ben wird. Am Ende sah man trotz­dem ein tor­rei­ches Spiel, in wel­chem der FK Teplice nach an­fäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten sowie Rück­stand schließ­lich sou­ve­rän mit 4:1 ge­win­nen konn­te.

FC Slovan Liberec – FC Baník Ostrava 2:1


27.06.2020
Fortuna liga, sku­pi­na o titul (3. Spieltag)
Stadion u Nisy, Liberec (CZE)
Zuschauer: 2.488

Nach einer gut ein­stün­di­gen Fahrt durch den Ústecký kraj er­reich­ten wir schließ­lich die 100.000-Ein­woh­ner-Stadt Liberec bzw. Reichen­berg, wie sie auf deutsch ge­nannt wird. Dort check­ten wir in Sta­dion­nähe schnell in unse­rer Unter­kunft für die Nacht ein und zogen per pedes wei­ter zum Reichen­berger Sta­dion. Fa­ta­ler­weise über­raschte uns auf den paar hun­dert Metern zum Sta­dion ein or­dent­li­cher Wol­ken­bruch. Dank der Frei­kar­ten, wel­che wir bereits im Vor­feld vom Heim­ver­ein er­hal­ten hat­ten, muss­ten wir uns we­nigs­tens nicht mehr um die Ticket­be­schaf­fung küm­mern und konn­ten so re­la­tiv zügig den Ground entern. Völlig durch­nässt nah­men wir mit Pro­vi­ant in Form von Klo­basa und Pivo unse­re Plätze auf der Gegen­gerade in Beschlag. Kurz dar­auf soll­te die Partie der Meis­ter­runde zwi­schen Slovan Liberec und Baník Ostrava auch schon be­gin­nen. Wäh­rend Slovan bereits drei­mal tsche­chi­scher Meister wer­den konn­te, wur­de der letz­te Meis­ter­titel von Baník Ostrava noch zur Zeit der Tsche­cho­slo­wa­kei er­run­gen. Chan­cen auf die dies­jäh­rige Meis­ter­schaft hat­ten die bei­den Kon­tra­hen­ten zwar schon wie­der nicht, den­noch war im Ren­nen um die Euro­pa­pokal-Start­plätze noch alles offen. Die für das heu­ti­ge Spiel zu­ge­las­sene Zu­schau­er­ka­pa­zi­tät von 2.500 Zu­schau­ern wur­de dem­nach auch fast voll­stän­dig aus­ge­schöpft. Nach­dem es zu­nächst hieß, dass kei­ne Gäste­fans zu­ge­las­sen wären, fan­den sich schließ­lich sogar ca. 60 Reise­freu­dige aus Ostrava im Gäste­block ein. Von der Baník-Fan­szene ist man zwar eigent­lich deut­lich mehr ge­wohnt, in der mo­men­ta­nen Si­tu­a­ti­on war das so aber de­fi­ni­tiv mehr als er­war­tet. Auf der Heim­seite soll­ten wäh­rend­des­sen zwei von­ei­n­an­der ge­trennt ste­hende Stim­mungs­blöcke für Sup­port sor­gen. Auch das an­nä­hernd 10.000 Zuschauer fas­sende Sta­dion u Nisy gefiel letzt­end­lich bes­ser als ver­mu­tet. Be­son­ders ins Auge fiel dabei die allein­ste­hende Haupt­tri­büne ein­schließ­lich des mar­kan­ten Gebäudes auf einem Fels­vor­sprung links davon. Kon­t­rär dazu ist die mit den Hin­ter­tor­tri­bü­nen zu­sam­men­hän­gende Gegen­gerade eher schlicht ge­hal­ten. Das Bild ab­run­den soll­te ein kräf­ti­ger, lang über der Haupt­tri­büne ste­hen­der Regen­bogen. Nach­dem wir in der ers­ten Halb­zeit noch zu dritt dem Spiel­ge­sche­hen gefolgt hat­ten, gesell­te sich in der Halb­zeit­pause die Gos­larer Frak­tion um Philipp zu uns. In jener ge­sel­li­gen Runde mach­te es rich­tig Laune die lang­er­sehnte Sta­dion-Atmo­sphäre auf­zu­sau­gen. Am Ende eines ra­san­ten Spiels soll­te sich Slovan schließ­lich mit 2:1 hoch­ver­dient gegen die Gäste aus Ostrava durch­setzen.
Nach Spiel­ende soll­te es für uns eigent­lich auf direk­tem Weg zurück in die Unter­kunft gehen, doch ein schnel­les Ab­schluss­bier in der an­gren­zen­den Kneipe klang zu ver­lo­ckend. Als man dort dann noch drei wei­te­re Sports­freunde aus Nijmegen ken­nen­lernte, war es kom­plett um uns ge­sche­hen. Am Ende schlos­sen wir den Laden mit ab, so­dass wir erst gegen 2 Uhr in unse­re Bet­ten fie­len.

Ältere posts