10.07.2019
Testspiel
Szamosi Mihály Sporttelep, Budapest (HUN)
Zuschauer: 80

Dank Beni und sei­ner Flug­angst ging es von nun an mit dem Auto wei­ter. So wur­den nach dem mor­gend­li­chen Vor­be­rei­tungs­spiel bei Vasas Buda­pest zu­nächst ein paar or­ga­ni­sa­to­ri­sche Sa­chen er­le­digt, bevor das zwei­te Spiel an­ge­fah­ren wer­den konn­te. Im De­tail be­stan­den die­se Er­le­di­gun­gen dar­aus, Benis und Matteos Tickets fürs Cham­pions League-Spiel am Abend zu be­sor­gen sowie in unse­rem Hotel für die nächs­ten zwei Nächte ein­zu­che­cken. Nach­dem wir alles pro­b­lem­los ab­ge­ar­bei­tet hat­ten, ging es schließ­lich nach Soroksár, dem jüngs­ten und süd­lichs­ten Stadt­teil von Buda­pest. Dort fand um 17 Uhr der Test­kick des Zweit­ligis­ten Soroksár SC statt. Der Ver­ein wur­de zwar erst 1999 ge­grün­det, sieht sich aber als Nach­folge­ver­ein des Soroksári AC, wel­cher von 1911 bis 1968 exis­tierte und 1934 den un­ga­ri­schen Pokal gewin­nen konn­te. Der heu­ti­ge Gast im Szamosi Mihály Sporttelep war der aus dem süd­li­chen Teil Ungarns stam­mende Dritt­ligist Kozármisleny FC. Das Szamosi Mihály Sporttelep an sich bie­tet Platz für 5.000 Zu­schau­er und ist genau das, was man sich unter einem Sta­dion in Buda­pest vor­stellt. Während die Sta­dien der meis­ten Buda­pester Erst- bzw. Zweit­ligis­ten mitt­ler­weile er­neu­ert wur­den und so ihren ein­zig­ar­ti­gen Charme ver­lo­ren haben, steht in Soroksár eine ran­zige Bruch­bude, in der nicht alles gleich und ste­ril wirkt, son­dern auch noch das ein oder ande­re in­te­res­san­te De­tail ent­deckt wer­den kann. Auch wenn die Gegen­ge­rade zum Teil re­no­viert und mit gel­ben Sitz­scha­len be­stückt wur­de, besteht die­se wei­test­ge­hend aus einem gamm­li­gen und buck­li­gen Stu­fen­aus­bau. Die Haupt­tri­büne ist hin­ge­gen etwas mo­der­ner ge­hal­ten und weist den Luxus einer Über­da­chung auf. Auf dem Spiel­feld er­war­te­ten uns in­des we­ni­ger Über­ra­schun­gen, so­dass sich die klas­sen­hö­here Heim­elf schließ­lich mit 2:0 durch­setzte. Zu unse­rem Glück be­en­dete der Schiri die Par­tie etwas frü­her als ge­plant, so­dass wir im An­schluss über aus­rei­chend Zeit ver­füg­ten, um pünkt­lich zum Ziel­spiel des Tages zu ge­lan­gen.