Sportplatzhänger

Fußball • Groundhopping • Reisen

1. FC Union Berlin – 1. FC Magdeburg 3:0


12.05.2019
2. Bundesliga (33. Spieltag)
Stadion An der Alten Försterei, Berlin-Köpenick
Zuschauer: 22.012 (aus­ver­kauft)

Am vor­letz­ten Spiel­tag kam es zum Auf­ein­an­der­tref­fen zwi­schen dem 1. FC Union Ber­lin und dem 1. FC Magde­burg. Nach­dem die Eiser­nen zwei Spiel­tage zuvor den Re­le­ga­tions­platz er­run­gen und die Woche dar­auf den Sprung auf den zwei­ten Ta­bel­len­platz ver­passt hat­ten, hieß es nun den HSV wei­ter­hin auf Ab­stand zu hal­ten. Gleich­zei­tig galt es für die Gäste aus Magde­burg wich­tige Punkte gegen den Ab­stieg zu er­kämp­fen. Da die Par­tie zu­gleich auch einen ge­wis­sen Derby­cha­rak­ter auf­weist, war es nicht wirk­lich ver­wun­der­lich, dass das heu­tige Spiel mit 22.000 an­we­sen­den Zu­schau­ern rest­los aus­ver­kauft war. Wäh­rend die Wald­seite zu Beginn eine gro­ße „Eisern Union“-Block­fahne prä­sen­tierte, zeig­ten die an­ge­reis­ten Gäs­te­fans eine Cho­reo aus blau­en und wei­ßen Luft­bal­lons, wel­che mit dem Zün­den von wei­ßem Rauch ab­ge­run­det wur­de. Ob­wohl ich im Heim­be­reich stand, konn­te ich den laut­star­ken Sup­port der Magde­burger in der ers­ten Halb­zeit des Öf­te­ren ver­neh­men, wes­halb ich den Gästen einen or­dent­li­chen Auf­tritt at­tes­tie­ren kann. In der zwei­ten Hälfte wur­de es auf­grund des aus­sichts­lo­sen Spiel­stands auf Gäste­seite etwas ru­hi­ger. Als im Heim­block kurz vor Schluss ge­zock­tes Ma­te­rial prä­sen­tiert wur­de, ging es im Gäste­block al­ler­dings noch­mal heiß her. Die auf­ge­brach­ten Magde­burger star­te­ten meh­re­re Ver­suche den Platz zu stür­men und auch die sport­li­che Frak­tion der Eiser­nen misch­te aus dem Nach­bar­block fröh­lich mit, was zu einer über zehn­mi­nü­ti­gen Spiel­un­ter­bre­chung führ­te. Dem Spiel auf dem Platz ver­passte dies al­ler­dings kei­nen Dämp­fer, so­dass Union Ber­lin sou­ve­rän mit 3:0 ge­wann und somit ge­si­chert auf dem Re­le­ga­tions­platz stand. Wie sich die spä­te­ren Auf­stiegs­spiele gegen den VfB Stutt­gart ent­wi­ckel­ten, soll­te in­zwi­schen jedem Fuß­ball­in­te­res­sier­ten be­kannt sein. Wäh­rend die Ost­ber­li­ner dem­nach erst­mals in ihrer Ver­eins­ge­schichte in die Bun­des­liga ein­zo­gen, muss­te der FCM den bit­te­ren Gang in die 3. Liga gehen.

ATA Sport Urmitz – SG Gönnersdorf-Brohl 7:0


05.05.2019
Bezirksliga Rheinland Mitte (27. Spieltag)
Stadion an der Rheinbrücke, Urmitz
Zuschauer: 80

Von Kessel­heim ging es wei­ter nach Urmitz. Dort fand die Be­zirks­liga-Partie zwi­schen ATA Urmitz und der SG Gönner­sdorf-Brohl statt. Das Urmitzer Sta­dion an der Rhein­brücke be­steht le­dig­lich aus einem Kunst­rasen­platz ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau. Die im Halb­stun­den­takt be­fah­rene Eisen­bahn­brücke di­rekt ne­ben­an ver­leiht dem Sta­dion al­ler­dings trotz­dem einen be­son­de­ren Charme. Wäh­rend die Haus­her­ren in der Ta­bel­le auf einem ge­si­cher­ten Mit­tel­feld­platz stan­den, kämpf­ten die Gönners­dorfer noch gegen den Ab­stieg. Einen eiser­nen Wil­len zeig­ten die Gäste heu­te jedoch auch nicht, sodass die­se mit 0:7 un­ter­gin­gen. Letzt­end­lich soll­te sich das heu­tige Spiel für die SG Gönners­dorf-Brohl auch als ins­ge­samt vor­letz­tes Aus­wärts­spiel in der Be­zirks­liga he­raus­stel­len. Sport­lich soll­ten die­se zwar noch die Klasse hal­ten, zogen sich dann spä­ter al­ler­dings frei­wil­lig zu­rück und gehen in der nächs­ten Saison in der Kreis­liga B an den Start.

VfL Kesselheim – VfR Eintracht Koblenz 0:4


05.05.2019
Kreisliga A Koblenz (23. Spieltag)
Sportanlage Kurfürst-Schönborn-Straße, Koblenz-Kesselheim
Zuschauer: 100

Am viert­letz­ten Spiel­tag der Kreis­liga A Koblenz soll­te sel­bige nun end­lich kom­plet­tiert wer­den. Dazu ging es in den Koblenzer Stadt­teil Kessel­heim, um mit der Sport­an­lage Kur­fürst-Schön­born-Straße die letz­te feh­len­de Spiel­stätte der Liga zu kreu­zen. Die Sport­an­lage ver­fügt über einen Ra­sen- sowie einen Hart­platz, wel­che al­ler­dings bei­de kei­nen nen­nens­wer­ten Aus­bau be­sit­zen. Auf dem Ra­sen­platz traf der hei­mi­sche VfL Kessel­heim auf den von der Kart­hause stam­men­den VfR Ein­tracht Koblenz. Wäh­rend die Kessel­heimer zum da­ma­li­gen Zeit­punkt auf dem letz­ten Ta­bel­len­platz stan­den und dem­nach ge­gen den Ab­stieg kämpf­ten, be­leg­ten die Gäste den zwei­ten Ta­bel­len­platz. Die vor­han­dene Ta­bel­len­kon­s­tel­la­tion spie­gel­te sich schließ­lich auch auf dem Spiel­feld wider. So ließ der VfR Koblenz der Heim­elf kei­ne Chance und fer­tigte die­se mit 4:0 ab.

SV Viktoria Aschaffenburg – TSV 1860 München 3:2


30.04.2019
Bayerischer Pokal (Halbfinale)
Stadion am Schönbusch, Aschaffenburg
Zuschauer: 5.850

Im Halb­finale des bay­e­ri­schen Toto­pokals emp­fing Viktoria Aschaf­fen­burg den TSV 1860 München. Das Gast­spiel der Münchner Löwen in Aschaf­fen­burg war daher die idea­le Ge­le­gen­heit, um end­lich das Sta­dion am Schön­busch zu kreu­zen. Da für die­ses Spiel eine gro­ße Zu­schau­er­ku­lisse er­war­tet wur­de, si­cher­ten sich Fabi und ich be­reits im Vor­feld Ti­ckets im Wert von 12 € für die Ge­gen­ge­rade. Schließ­lich fan­den sich stol­ze 5.850 Zuschauer im Sta­dion am Schön­busch ein. Der­ar­tige Zu­schau­er­mas­sen ström­ten zuletzt in den 80er Jah­ren an den Schön­busch, als Viktoria Aschaf­fen­burg noch in der zwei­ten Liga an den Start ging. Das Sta­dion ver­fügt auf der Haupt­seite über eine über­dachte Haupt­tri­büne sowie über zwei wei­tere Sitz­platz­tri­bü­nen hin­ter dem Tor und ist sonst mit Steh­tra­ver­sen aus­ge­baut. Mit­tig auf der gut ge­füll­ten Ge­gen­ge­rade sam­melte sich ein Sup­por­ter­block, wel­cher den Aschaf­fen­bur­gern zu­ge­hö­rig war. Dieser konn­te ge­le­gent­lich akus­tisch und mit eini­gen Schwenk­fah­nen auch op­tisch auf sich auf­merk­sam machen. Auf Heim­seite war zu Beginn des Spiels zudem eine Choreo aus blau­en und wei­ßen Fo­lien­fah­nen über die kom­plette Ge­gen­ge­rade zu sehen. Den Weg in den Gäs­te­block fan­den heu­te knapp 1.300 Sechzger. Der Auf­tritt die­ser war hin­ge­gen ver­hält­nis­mä­ßig ent­täu­schend und nicht mit den Auf­trit­ten bei ver­gan­ge­nen Spie­len zu ver­glei­chen, was al­ler­dings auch mit der spie­le­ri­schen Leis­tung auf dem Platz zu tun gehabt haben könn­te. So spiel­te Viktoria Aschaf­fen­burg über­ra­schend frisch auf, ging früh in Füh­rung und konn­te bereits in der 20. Mi­nu­te zum 2:0 ein­net­zen. Im wei­te­ren Ver­lauf ge­lang es den Münchner Löwen mit viel Mühe nach­zu­zie­hen und kurz vor der Halb­zeit­pause aus­zu­glei­chen. Auch in der zwei­ten Halb­zeit wur­de es den fa­vo­ri­sier­ten Gäs­ten nicht ge­ra­de ein­fach ge­macht. So schaff­ten es die Blauen nicht die Wende des Spiels ein­zu­lei­ten, wo­durch die Par­tie in der 82. Mi­nu­te durch ein Elf­meter­tor für die Heim­elf ent­schie­den wur­de. Un­er­war­tet aber völ­lig ver­dient zog der Under­dog somit ins Finale des Bay­ern­pokals ein, in wel­chem man spä­ter auf die Würz­burger Kickers traf. Nach Spiel­ende be­ga­ben wir uns zu unse­rem Auto, um die Rück­fahrt an­zu­tre­ten. Auf der Fahrt leis­tete uns Jonas, wel­chem wir in der Halb­zeit­pause be­geg­net sind, noch etwas Ge­sell­schaft, sodass es mit einem klei­nen Um­weg über Mainz zu­rück in die Hei­mat ging.

SG Dickenschied/Gemünden – TuS Kirchberg II 1:2


28.04.2019
Kreisliga A Hunsrück/Mosel (23. Spieltag)
Sportanlage Raiffeisenstraße Nebenplatz, Dickenschied
Zuschauer: 150

Zu guter Letzt führ­te uns unser Aus­flug durch den Huns­rück nach Dicken­schied. Dort tra­fen die SG Dicken­schied und die zwei­te Mann­schaft des TuS Kirch­berg im Kreis­liga-Derby auf dem Ne­ben­platz der Sport­an­lage Raiff­eisen­straße auf­ei­n­an­der. Dabei han­delt es sich um einen her­kömm­li­chen Asche­platz ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau. Vor im­mer­hin knapp 150 Zu­schau­ern konn­ten sich die Gäste aus dem nur 5 Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Kirch­berg be­haup­ten und so einen 2:1-Aus­wärts­sieg er­rin­gen.

SG Braunshorn/Hausbay-Pfalzfeld – SG Müden/Moselkern/Treis-Karden 2:0


28.04.2019
Bezirksliga Rheinland Mitte (26. Spieltag)
Sportplatz Braunshorn, Braunshorn
Zuschauer: 110

Von Pfalz­feld ging es für uns wei­ter ins 5 Ki­lo­me­ter ent­fernte Brauns­horn. Nach­dem wir in Pfalz­feld gera­de erst Ground B der SG Brauns­horn ge­kreuzt hat­ten, war nun die Haupt­spiel­stätte in Brauns­horn selbst an der Reihe. Der dor­tige Sport­platz hat kei­nen nen­nens­wer­ten Aus­bau vor­zu­wei­sen, weiß aber mit sei­ner Aus­sicht auf die Wind­kraft­an­la­gen sowie den an­gren­zen­den Wald­rand zu ge­fal­len. Vor etwas mehr als 100 Zu­schau­ern traf die hei­mi­sche Be­zirks­liga-Elf auf die Mo­se­la­ner der SG Müden/Mosel­kern/Treis-Karden. Anders als beim Spiel zuvor, waren nun die Haus­her­ren ton­an­ge­bend, wo­durch sich die­se einen 2:0-Heim­sieg sichern konn­ten.

SG Braunshorn/Hausbay-Pfalzfeld III – SV Kisselbach 1:4


28.04.2019
Kreisliga C Hunsrück/Mosel Süd (23. Spieltag)
Sportplatz Hausbayer Straße, Pfalzfeld
Zuschauer: 13

Für den heu­ti­gen Sonn­tag plan­ten Kuwe und ich einen Dreier im Huns­rück. Dafür ging es zunächst zum Heim­spiel der drit­ten Mann­schaft von SG Brauns­horn, wel­ches auf dem Sport­platz Hausbayer Straße in Pfalz­feld aus­ge­tra­gen wur­de. Die ers­te Mann­schaft von SG Brauns­horn, einer Spiel­ge­mein­schaft zwi­schen dem SV Ein­tracht Brauns­horn sowie dem SV Hausbay-Pfalz­feld, geht seit die­ser Sai­son in der Be­zirks­liga Rhein­land Mitte an den Start. Da auch die Be­zirks­liga in die­ser Sai­son noch kom­plet­tiert wer­den muss­te, scha­dete es de­fi­ni­tiv nicht die­sem Ver­ein mal einen Be­such ab­zu­stat­ten. Der Sport­platz in Pfalz­feld ver­fügt über ein Ver­eins­heim mit an­gren­zen­der Über­da­chung sowie über einen Gras­wall, wel­cher als Na­tur­tri­büne ge­nutzt wer­den kann. Dank des tris­ten Re­gen­wet­ters si­cher­ten wir uns einen Platz unter dem Dach und wid­me­ten uns von dort dem Spiel­ge­sche­hen. Was einem dort ge­bo­ten wur­de, war zwar nicht be­son­ders an­sehn­lich, dafür bekam man im­mer­hin das ein oder ande­re Tor zu sehen. Die über­le­ge­nen Gäste aus Kissel­bach konn­ten sich schließ­lich sou­ve­rän mit 4:1 durch­setzen.

SV Blau-Weiß Leimersdorf – Grafschafter SG II 1:2


23.04.2019
Kreisliga C Ahr (27. Spieltag)
Sportplatz Landskroner Straße, Grafschaft-Leimersdorf
Zuschauer: 45

Bevor sich Beni zurück in die Schweiz ver­ab­schie­dete, hat­ten wir für den Diens­tag­abend noch einen wei­te­ren Kick ge­plant. Als be­ken­nen­de Schrott­hop­per ent­schie­den wir dem Graf­schafter Derby zwi­schen dem SV Leimers­dorf und der Zweit­ver­tre­tung der Graf­schafter SG in der Kreis­liga C bei­zu­woh­nen. Die Graf­schafter SG besteht in sei­ner jet­zi­gen Form erst seit die­ser Sai­son und sieht sich als Spiel­ge­mein­schaft zwi­schen den Sport­freun­den Bengen, dem Birres­dorfer SC, dem VfB Lanters­hofen sowie dem Graf­schafter SV. Der SV Leimers­dorf ist somit der ein­zi­ge Fuß­ball­klub in der Graf­schaft, wel­cher noch selb­stän­dig in Er­schei­nung tritt. Der Sport­platz in Leimers­dorf ist ein ge­wöhn­li­cher Kunst­ra­sen­platz ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau. Dafür ver­fügt das Sport­ge­län­de hin­ter einem Tor über einen Gras­wall mit Ver­eins­heim, wel­chen sich die pöbel­freu­dige Dorf­jugend heu­te zum Treff­punkt mach­te. Auf dem Platz konn­te sich die Graf­schafter SG, wel­che mit deut­lich mehr Spie­lern als die Heim­elf auf­trat, schließ­lich mit 1:2 durch­setzen.

KV Red Star Waasland-SK Beveren – Royal Excel Mouscron 2:1


21.04.2019
Belgische Europa League Play-offs (Gruppe B, 5. Spieltag)
Freethielstadion, Beveren (BEL)
Zuschauer: 1.364

Von Duffel ging es wei­ter ins 30 Kilo­meter ent­fern­te Beveren. Dort soll­te am Abend die Par­tie zwi­schen Waas­land-Beveren und Royal Excel Mouscron in den Europa League Play-offs statt­fin­den. Diese Play-offs sind das Er­geb­nis der abs­tru­sen Liga­re­form von 2009 in Bel­gien. Seit­dem wer­den nach der re­gu­lä­ren Sai­son so­ge­nann­te Play-offs aus­ge­spielt, wel­che die Attrak­ti­vi­tät des Wett­be­werbs stei­gern sol­len. Wäh­rend die Erst- bis Sechst­plat­zier­ten der Jupiler Pro League in einer Meis­ter­schafts­runde um die bel­gi­sche Meis­ter­schaft spie­len, bekom­men Platz 7–15, zusam­men mit den bes­ten drei Teams der zwei­ten Liga, die un­re­a­lis­ti­sche Chance einen in­ter­na­tio­na­len Start­platz für sich zu er­spie­len. Die Europa League Play-offs wer­den dabei in zwei Grup­pen à 6 Mann­schaf­ten aus­ge­tra­gen. Bevor sich eine Mann­schaft fürs in­ter­na­tio­na­le Ge­schäft qua­li­fi­ziert, müs­sen die bei­den Staf­fel­sie­ger nach Be­en­di­gung der Play-offs al­ler­dings noch ein­mal ge­gen­ei­n­an­der an­tre­ten und das dar­aus re­sul­tie­ren­de Sie­ger­team im An­schluss noch ein Ent­schei­dungs­spiel gegen den Viert­plat­zier­ten der Meis­ter­schafts­runde ge­win­nen. Im schlimms­ten Fall schafft es also gar kein Team in die Europa League, wes­halb das Ganze für mich ziem­lich ab­surd und sinn­be­freit ist. Im heu­ti­gen Spiel traf der Ta­bel­len­letzte zudem auf den Vor­letz­ten der Gruppe B, wo­durch lo­gi­scher­weise kein all­zu gro­ßes Zu­schau­er­in­te­res­se am Kick um die gol­dene Ana­nas be­stand. Schließ­lich fan­den sich etwas über 1.300 Zu­schauer im Freethiel­stadion ein, davon knapp 30 Gäste­fans aus Mouscron. Im Heim­be­reich sam­melte sich zudem ein klei­ner Mob größ­ten­teils jün­ge­rer Leute hin­ter zwei Zaun­fah­nen, wel­cher der mi­se­rab­len Stim­mung im Sta­dion al­ler­dings auch nicht wirk­lich was ent­ge­gen­zu­set­zen hat­te. Das Spiel auf dem Feld konn­te uns da schon we­sent­lich bes­ser un­ter­hal­ten. Nach einer frü­hen Füh­rung und dem an­schlie­ßen­den Aus­gleich, schaff­te es Waas­land-Beveren im zwei­ten Durch­gang schließ­lich den Sack zu­zu­ma­chen und das Spiel mit 2:1 für sich zu ent­schei­den.

KFC Duffel – K. Berchem Sport 5:0


21.04.2019
Tweede klas­se ama­teurs VFV B (23. Spieltag)
Gemeentelijk Sportcentrum, Duffel (BEL)
Zuschauer: 200

Nach­dem die drei Frak­tionen am Sams­tag ge­trennt von­ei­n­an­der auf Tour gin­gen, traf man sich am Sonn­tag erneut um ge­mein­same Sache zu machen. Unser Treff­punkt lau­tete dies­mal Swisttal, von wo wir uns auf den Weg ins 200 Kilo­meter ent­fernte Duffel bega­ben. Dort an­ge­kom­men hieß es, wie auf jeder Fahrt ins bel­gi­sche Nach­bar­land, sich zu­nächst eine Dosis der lieb­ge­won­ne­nen Lan­des­küche in Form von Burger und Frit­ten zu ge­neh­mi­gen. Dafür hat­te man sich im Vor­feld gleich zwei Fri­tuuren in Duffel he­raus­ge­sucht, wel­che auf­grund des Oster­feier­tages aller­dings ge­schlos­sen waren. Im Nach­bar­ort wur­de man schließ­lich fün­dig und konn­te somit vor­freu­dig die spon­tan re­cher­chier­te Fri­tuur stür­men. Vor allem Frak­tion Ham­burg gab sich hier die ab­so­lu­te Gön­nung. So viel sei gesagt, die be­stellte Menge an Pom­mes hät­te sicher­lich auch noch für den fol­gen­den Tag ge­reicht.
Mit vol­lem Magen ging es nun ans Sport­zen­t­rum von Duffel, dem Spiel­ort der heu­ti­gen Par­tie zwi­schen dem KFC Duffel und Berchem Sport. Nach Be­glei­chen des Ein­tritts­gel­des von 11 € er­hiel­ten wir am Ein­gang zwei Wert­mar­ken (im­mer­hin mit Auf­schrift des Ver­eins­na­mens) und somit Zu­tritt zum Ground. Dieser wuss­te ab­so­lut zu ge­fal­len. So ver­fügt das Sta­dion auf einer Seite über eine Haupt­tri­büne und ist sonst mit drei Stu­fen aus­ge­baut, wel­che auf der Ge­gen­ge­rade zudem über­dacht sind. Zu unse­rer Freude sam­mel­ten sich unter der Über­da­chung knapp 50 sup­port­wil­lige Gäs­te­fans aus Berchem, um das Aus­wärts­spiel des drei­ma­li­gen bel­gi­schen Vize­meis­ters ver­fol­gen zu kön­nen. Auf der Heim­seite konn­te heu­te hin­ge­gen kei­ner­lei Sup­port wahr­ge­nom­men wer­den. Dafür wuss­te die Heim­elf fuß­balle­risch zu über­zeu­gen. Der KFC Duffel leg­te dem­nach gut los und konn­te be­reits in der 6. Mi­nu­te mit 1:0 in Füh­rung gehen. Danach schaff­ten sie es die Füh­rung teil­weise mit Hilfe des Schieds­rich­ters im 10-Mi­nu­ten-Takt wei­ter aus­zu­bauen. Die Gast­mann­schaft fing sich wäh­rend­des­sen vier gel­be Karten ein, zudem wur­de ein Spieler in der 45. Mi­nu­te beim Stand von 4:0 vom Platz ge­stellt. Die Spieler von Berchem Sport fühl­ten sich da­durch der­art be­nach­tei­ligt, dass es in der an­schlie­ßen­den Halb­zeit­pause fast zum Spiel­ab­bruch kam. Schließ­lich lie­fen doch bei­de Teams er­neut auf und das Spiel konn­te fort­ge­setzt wer­den. In der zwei­ten Halb­zeit netz­te der KFC Duffel zwar noch ein fünf­tes Mal ein, sonst konn­te das Spiel aller­dings nicht mehr an den Un­ter­hal­tungs­wert der ers­ten Hälfte an­knüp­fen. Zu er­wäh­nen bleibt nur noch eine Spiel­unter­bre­chung kurz vor Schluss, wel­che durch den Platz­sturm eines ge­frus­te­ten Gäste­fans aus­ge­löst wur­de. Nach Spiel­ende be­ga­ben wir uns zurück zu unse­rem Ge­fährt und mach­ten uns auf zum zwei­ten Spiel des Tages.

FC Blue Boys Muhlenbach – FC Rodange 91 1:1


19.04.2019
Ehrenpromotion (22. Spieltag)
Stade Mathias Mamer, Luxemburg (LUX)
Zuschauer: 180

Am Oster­wochen­ende galt es das fast in Ver­ges­sen­heit ge­ra­te­ne Ground­hop­ping-Kollek­tiv noch­mal auf­le­ben zu las­sen. So traf man sich am spä­ten Frei­tag­nach­mit­tag mit den be­kann­ten Ge­sich­tern aus Ham­burg sowie der Schweiz in der Nähe von Mayen, um das Wochen­ende mit dem Top­spiel der zwei­ten lu­xem­bur­gi­schen Liga ein­lei­ten zu kön­nen. Ob­wohl man auf der Rück­bank des Wagens unse­res Lieb­lings-Chauf­feurs Fusseck ein­ge­pfercht war wie in einem Vieh­trans­port, konn­te die Fahrt dank guter Gespräche und et­li­cher Kalt­ge­tränke den­noch zügig hin­ter sich ge­bracht wer­den. So erreich­te man 1 ½ Stun­den spä­ter die Haupt­stadt des Groß­herzog­tums Luxem­burg, in deren Vor­ort Mühlen­bach die be­sag­te Par­tie statt­fin­den soll­te. Das dor­tige Stade Mathias Mamer bie­tet Platz für ca. 1.500 Zu­schau­er, ver­fügt ein­sei­tig über eine über­dachte Sitz­platz­tri­büne und ist sonst nicht wei­ter aus­ge­baut. Heute fan­den sich schließ­lich um die 180 Zu­schau­er auf der Haupt­tri­büne ein, da­run­ter schein­bar auch ein grö­ße­rer An­teil an Gäste­fans, um das Spit­zen­spiel zwi­schen dem hei­mi­schen Ta­bel­len­zwei­ten FC Blue Boys Muhlen­bach und dem Erst­plat­zier­ten FC Rodange zu ver­fol­gen. Auch wir nah­men auf der Tribüne Platz, sodass wir uns neben­bei über alte und neue Geschichten aus­tau­schen konn­ten. Auf dem Spielfeld be­ob­ach­te­te man wäh­rend­des­sen ein mit­tel­mä­ßi­ges Spiel, an des­sen Ende ein leis­tungs­ge­rech­tes 1:1-Unent­schie­den ver­bucht wur­de, wel­ches im Auf­stiegs­kampf al­ler­dings höchs­tens den Gäs­ten aus Rodange wei­ter­half. Uns stör­te dies nicht wirk­lich, so­dass wir uns nach Spiel­ende auf den di­rek­ten Weg zurück ins Rhein­land be­ga­ben.

SV Viktoria Weitersburg – TSV Lay 5:1


17.04.2019
Kreisliga A Koblenz (20. Spieltag)
Weiherstadion, Weitersburg
Zuschauer: 120

Unter der Woche galt es die Kom­plet­tie­rung der Kreis­liga A Koblenz wei­ter vo­ran­zu­trei­ben. Dazu ging es am Mitt­woch­abend nach Weiters­burg, um mit dem Weiher­stadion die vor­letzte feh­len­de Spiel­stät­te der Liga kreu­zen zu kön­nen. Das Weiters­burger Weiher­stadion ver­fügt ein­sei­tig über zwei in einen Gras­wall über­ge­hende Stu­fen und ist sonst nicht wei­ter aus­ge­baut. Auf dem Spiel­feld traf der hei­mi­sche SV Viktoria Weiters­burg im Kel­ler­duell auf die Mo­se­la­ner vom TSV Lay. Die Haus­her­ren hat­ten dabei einen sehr guten Tag er­wischt, so­dass die­se die Gäste von der Mo­sel sou­ve­rän mit 5:1 ab­fer­tigten.

1. FC Kaan-Marienborn – TSV Alemannia Aachen 0:1


09.04.2019
Regionalliga West (25. Spieltag)
Herkules-Arena im Breitenbachtal, Siegen-Kaan-Marienborn
Zuschauer: 993

Das Nach­hol­spiel des Regio­nal­liga-Auf­stei­gers 1. FC Kaan-Marien­born bot seit lan­gem noch­mal die Mög­lich­keit der Krön­chen­stadt Siegen einen Be­such ab­zu­stat­ten. Mit Alemannia Aachen war zudem ein nam­haf­ter Geg­ner mit Fan­szene zu Gast. Da das Spiel unter der Woche statt­fand und des­halb mit einer ver­hält­nis­mäßig ge­rin­gen An­zahl an Aachener Aus­wärts­fah­rern ge­rech­net wur­de, konn­te das Spiel sogar im hei­mi­schen Sta­dion des Siegener Vor­orts Kaan-Marien­born, an­statt im Leim­bach­stadion wie sonst bei Spie­len mit gro­ßem Gäs­te­auf­kom­men, aus­ge­tra­gen wer­den. Die Herkules-Arena im Breiten­bach­tal ver­fügt über eine Ka­pa­zi­tät von ins­ge­samt 4.000 Zu­schau­ern und ist ein­sei­tig mit einem Stu­fen­aus­bau, wel­cher in einen Gras­wall über­geht, aus­ge­baut. Der Gäs­te­block des Sta­dions be­fin­det sich auf der ge­gen­über­lie­gen­den Seite, die­ser ist aller­dings nicht wei­ter aus­ge­baut. Circa 200 Aachener fan­den sich heu­te in jenem Gäste­block ein, davon an die 60 Sup­port­wil­lige. Trotz des re­la­tiv klei­nen Mobs er­reich­ten die Aachener Ul­tras heu­te eine gute Mit­mach­quote, wo­durch die­se einen so­wohl op­tisch als auch akus­tisch über­zeu­gen­den Auf­tritt ab­lie­fer­ten. Neben Fabi und mir waren heu­te zudem auch noch eini­ge ande­re Ground­hop­per vor Ort, sodass mit Lemler und Björn unter an­de­rem zwei be­kann­te Ge­sich­ter ent­deckt wur­den, mit denen somit auch das ein oder ande­re Wort ge­wech­selt wur­de. Auf dem Spiel­feld sah man wäh­rend­des­sen ein be­schei­de­nes Spiel, in dem die Gäste zwar leicht über­le­gen waren, ge­fähr­li­che Tor­chan­cen aber meist Man­gel­ware blie­ben. Am Ende konn­te Alemannia Aachen einen knap­pen, aber ge­rech­ten 1:0-Aus­wärts­sieg ein­fah­ren. Die heu­tige Nie­der­lage half den Haus­her­ren im Kampf gegen den Ab­stieg je­den­falls nicht wei­ter, so­dass die mo­men­ta­ne Num­mer 1 im Sieger­land auch wei­ter­hin auf dem vor­letz­ten Ta­bel­len­platz steht und somit zu Sai­son­ende höchst­wahr­schein­lich den bit­te­ren Gang zu­rück in die Ober­liga an­tre­ten wird.

DJK Alemannia Kruft/Kretz II – TuS Hausen II 2:3


27.03.2019
Kreisliga C Mayen (18. Spieltag)
Vulkanstadion Nebenplatz, Kruft
Zuschauer: 25

Zu­sam­men mit Fabi und 4P ging es unter der Woche zum Heim­spiel der in der Kreis­liga C spie­len­den Krufter Zweit­ver­tre­tung. Dieses fand auf dem Ne­ben­platz des aus­ge­spro­chen net­ten Vulkan­sta­dions statt. Dabei han­delt es sich um einen Asche­platz, wel­cher auf einer Seite le­dig­lich über zwei Un­ter­stände ver­fügt und sonst nicht wei­ter aus­ge­baut ist. Über­ra­schen­der­weise ge­lang es dem Ta­bel­len­letz­ten aus Hausen im heu­ti­gen Ab­stiegs­duell gegen die Krufter Re­ser­ve zu über­zeu­gen und somit einen un­er­war­te­ten Aus­wärts­sieg ein­zu­fah­ren.

KSK Heist – KMSK Deinze 0:2


23.03.2019
Eerste klas­se ama­teurs (26. Spieltag)
Gemeentelijk Sportcentrum, Heist-op-den-Berg (BEL)
Zuschauer: 400

Von Straelen ging es per Hop­ping Orange Blue-Mobil nach Flan­dern, ge­nau­er ge­sagt in die 40.000-Ein­woh­ner-Stadt Heist-op-den-Berg. In Heist an­ge­kom­men hieß es für uns zu­nächst die Samurai- bzw. Anda­louse-Vor­räte auf­zu­fül­len und uns im An­schluss in einer Fri­tuur nie­der­zu­las­sen. Dort ließ ich mir einen Bicky Bur­ger sowie eine mitt­lere Por­tion Pom­mes schme­cken. Letz­te­res sorg­te zu­min­dest bei Lemler für Schweiß­aus­brüche, wo­durch die­ser nach dem Essen erst­mal eine Ab­küh­lung brauch­te. Nach­dem des­sen Hitze­wal­lun­gen ver­gan­gen waren, konn­ten wir uns end­lich auf zum Sta­dion machen. Dieses er­reich­ten wir gut eine Stunde vor Spiel­be­ginn, so­dass wir vor Ort noch etwas Zeit hat­ten das Sta­dion im Hel­len zu be­gut­ach­ten. Das Sta­dion wur­de aus vie­len un­ter­schied­li­chen Tri­bü­nen zu­sam­men­ge­schus­tert und hat des­halb ein eigen­ar­ti­ges Er­schei­nungs­bild. Wäh­rend sich auf der Haupt­seite zwei grö­ßere über­dachte Tri­bü­nen so­wie eine Über­da­chung be­fin­den, die­nen die zwei klei­ne­ren Tri­bü­nen auf der Ge­gen­ge­rade als Gäste­block. Des Wei­te­ren ver­fügt das Sta­dion auf der Hin­ter­tor­seite über einen Stu­fen­aus­bau. Zu unse­rer Über­ra­schung sam­mel­te sich unter der Über­da­chung neben der Haupt­tri­büne ein sup­port­wil­liger Hau­fen aus vor­nehm­lich jün­ge­ren Leu­ten, wel­cher eini­ge auf eng­lisch ge­hal­tene Lie­der an­stimm­te. Im Gäste­block auf der ge­gen­über­lie­gen­den Seite fan­den sich eben­falls eini­ge Gäste­fans ein, von denen aller­dings nur sel­ten etwas zu hö­ren war. Durch das Auf­hän­gen von vier Zaun­fah­nen konn­ten die­se im­mer­hin op­tisch auf sich auf­merk­sam machen. Auf dem Spiel­feld traf der hei­mi­sche KSK Heist wäh­rend­des­sen auf den KMSK Deinze, den bis dato Ta­bel­len­zwei­ten der drit­ten Liga. So war es nicht ver­wun­der­lich, dass die Gäste aus Deinze größ­ten­teils ton­an­ge­bend waren und am Ende ver­dient als Sie­ger vom Platz gin­gen.

SV Straelen – Rot-Weiss Essen 0:1


23.03.2019
Regionalliga West (26. Spieltag)
Stadion an der Römerstraße, Straelen
Zuschauer: 1.810

Am 26. Spiel­tag der Regio­nal­liga West kam es zum Auf­ei­n­an­der­tref­fen zwi­schen dem Auf­stei­ger SV Straelen und dem Tra­di­tions­ver­ein Rot-Weiss Essen. Da mir der Ground des SV Straelen bis­her noch fehl­te und mit den Fans von RWE zudem ein schlag­fer­ti­ger Gäs­te­mob er­war­tet wer­den konn­te, zwang sich der heu­tige Be­such qua­si auf. So traf man sich mit Philipp und Lemler in Köln-Dell­brück, von wo es im Hop­ping Orange Blue-Mobil wei­ter Rich­tung hol­län­di­sche Grenze ging. Knapp eine hal­be Stunde vor Spiel­be­ginn konn­ten wir schließ­lich die 15.000-Ein­woh­ner-Stadt Straelen er­rei­chen. Die dor­tige Ver­kehrs­füh­rung war aller­dings das aller­letzte, so­dass man erst­mal zwei Runden um die Stadt dre­hen muss­te, bis man end­lich vor dem rich­ti­gen Ein­gang stand und das Sta­dion erst mit An­pfiff en­tern konn­te. Auch sonst schien der Heim­ver­ein, wel­cher in sei­ner ers­ten Regio­nal­liga-Sai­son steht, bei Spie­len mit grö­ße­rem Gäs­te­an­hang noch ziem­lich über­for­dert zu sein. So wur­den zwei jün­ge­re Essen-Fans eben­falls Opfer der un­zu­rei­chen­den Ver­kehrs­füh­rung und stan­den fälsch­li­cher­weise vor uns am Heim­ein­gang. An­statt die­sen den Weg in den Gäste­block zu ge­lei­ten, wur­de vom Ord­nungs­dienst mit lau­ten „Po­li­zei“-Rufen über­re­agiert und ein Ein­drin­gen der Bei­den ver­hin­dert. Um den An­fang des Spiels nicht zu ver­pas­sen, küm­mer­ten wir uns nicht wei­ter da­rum und be­ga­ben uns ans Spiel­feld. Das Straelener Sta­dion an der Römer­straße bie­tet Platz für 5.000 Zu­schau­er und kann mit einer über­dach­ten Haupt­tri­büne sowie drei klei­ne­ren Stahl­rohr­tri­bünen auf der Ge­gen­ge­rade glän­zen. Auf einer Hälfte der Haupt­tri­büne sam­melte sich heu­te ein Stim­mungs­block, wel­cher wäh­rend der 90 Mi­nu­ten immer mal wie­der etwas an­stimmte. Zu­dem konn­te man zu Be­ginn des Spiels eine Cho­reo aus grü­nen und gel­ben Fah­nen be­stau­nen, die unter dem Motto „1919 – Stolz der Blumen­stadt – 2019“ stand. Das war auf Heim­seite schon mal we­sent­lich mehr als er­war­tet. Im Gäste­block fan­den sich wäh­rend­des­sen ca. 200 Esse­ner ein, wel­che mit gutem Sup­port und or­dent­li­chem Fah­nen­ein­satz in die Par­tie star­te­ten. In der 13. Mi­nu­te fing die ak­ti­ve Szene je­doch damit an ihre Zaun­fah­nen ab­zu­hän­gen und ge­schlos­sen den Block zu ver­las­sen. Im Nach­hi­nein durf­te man er­fah­ren, dass zwei Esse­ner – ver­mut­lich die zwei Jungs vom Heim­ein­gang – nicht ins Sta­dion ge­las­sen wur­den, wes­halb es zu die­ser Ent­schei­dung kam. Das Spiel auf dem Platz war heu­te auch nicht bes­ser als der an­schlie­ßende Auf­tritt des Gäste­blocks. Am Ende konn­te Rot-Weiss Essen einen knap­pen 1:0-Aus­wärts­sieg ein­fah­ren. Wir be­ga­ben uns nach Spiel­ende direkt zurück zu unse­rem Ge­fährt, um die Wei­ter­fahrt zum nächs­ten Spiel an­zu­treten.

SC Gjilani – KF KEK-u Kastriot 2:0


17.03.2019
IPKO Superliga e Kosovës (23. Spieltag)
Stadiumi i Qytetit të Gjilanit, Gjilan (KOS)
Zuschauer: 400

Da wir für den Sonn­tag einen wei­te­ren Län­der­punkt ge­plant hat­ten, hieß es des­halb am Mor­gen nicht all­zu viel Zeit zu ver­trö­deln. Denn um kurz nach 10 war­te­te am Bus­bahn­hof be­reits der Klein­bus auf uns, wel­cher uns über die Grenze in den Ko­so­vo brin­gen soll­te. Den 300 MKD teu­ren Fahr­schein hat­ten wir uns be­reits am Vor­tag be­sorgt, so­dass wir uns vor Ort nur noch in die letz­te Reihe des über­füll­ten Rei­se­bus­ses quet­schen muss­ten. Ziem­lich ein­ge­pfercht führ­te uns der Bus mit End­sta­tion Pris­tina am Rande des Šar Planina-Gebir­ges vor­bei, wodurch man die land­schaft­liche Schön­heit des Ko­so­vos be­wun­dern konn­te. In­te­res­san­ter­weise schlän­gelt sich ab der maze­do­nisch-koso­va­ri­schen Grenze eine neu er­baute Auto­bahn den Weg durch das Tal, deren Auf­gabe dar­in bes­teht, spä­ter die bei­den Haupt­städte Skopje und Pris­tina mit­ei­n­an­der zu ver­bin­den. Eine Auf- bzw. Aus­fahrt wur­de auf der schier end­los er­schei­nen­den Auto­bahn­brücke jedoch nicht ent­deckt, so­dass die Er­öff­nung die­ser wohl noch eini­ge Zeit in An­spruch neh­men wird. Wäh­rend sich ein Groß­teil der Pas­sa­giere auf dem Weg in die ko­so­va­ri­sche Haupt­stadt be­fand, ver­ab­schie­de­ten wir uns auf hal­ber Stre­cke und ver­lie­ßen den Bus in Ferizaj bzw. in Uroševac, wie die Stadt auf ser­bisch heißt. Von dort ging es mit einem Sam­mel­taxi direkt wei­ter in die 30 Ki­lo­me­ter ent­fernte Stadt Gjilan. Obwohl mit dem Taxi­fahrer zu­nächst eine Ge­bühr von 8 € aus­ge­han­delt wur­de, ver­langte die­ser am Ende einen Preis von 11 €. Da dies im Ver­gleich zu deut­schen Taxi­prei­sen jedoch immer noch ge­schenkt ist und wir kei­ne gro­ße Lust auf eine Kon­fron­ta­tion mit dem Fah­rer hat­ten, be­zahl­ten wir die­sen Be­trag ohne Be­an­stan­dung und mach­ten gleich einen Treff­punkt für die spä­tere Rück­fahrt aus. Die 50.000-Ein­woh­ner-Stadt Gjilan ist die dritt­größte Stadt des Landes und hat kul­tu­rell nicht un­be­dingt viel zu bie­ten. Des­halb be­ga­ben wir uns im Zen­t­rum in eine Bar, gönn­ten uns dort ein Birra Peja und mach­ten uns schließ­lich auf ans ört­li­che Sta­dion. Gjilan ist die Hei­mat der bei­den Erst­li­gis­ten FC Drita so­wie SC Gjilani, deren Auf­ei­n­an­der­tref­fen als Ko­sovo-Derby be­zeich­net wird und somit als eines der größ­ten Spiele des Landes gilt. Wäh­rend das ört­li­che Sta­dion von den FC Drita-Ultras „Intelektualët“ als Stadiumi Selami Osmani be­zeich­net wird, trägt das Sta­dion bei Spie­len des SC Gjilani den Namen Stadiumi Agim Ramadani-Katana. Am heu­ti­gen Tag be­ka­men wir die Mög­lich­keit einem Heim­spiel des SC Gjilani bei­zu­woh­nen. Für 2 € er­hiel­ten wir am Ein­gang eine Ein­tritts­karte des zu­letzt aus­ge­spiel­ten Derbys und so­mit Zu­tritt zum Ground. Dieser ist ge­nau­so, wie man sich ein Sta­dion im Ko­so­vo nor­ma­ler­wei­se vor­stellt. So ver­fügt das Sta­dion beid­sei­tig über ty­pisch ab­ge­ranz­te Steh­tra­ver­sen, zu­dem be­fin­det sich hin­ter bei­den Hin­ter­tor­sei­ten je­weils eine still­ge­leg­te Bau­stelle, aus der einst wei­tere Tri­bü­nen ent­ste­hen soll­ten. Dabei blieb die Frage un­be­ant­wor­tet, ob der Bau der bei­den Hin­ter­tor­tri­bü­nen ir­gend­wann be­gon­nen und nie­mals fer­tig­ge­stellt wur­de oder ob die­ser be­reits zu den be­kannt ge­wor­de­nen Plä­nen eines Sta­dion­neu­baus ge­hört. Zu­sam­men mit je­weils einer Flasche Peja und dem über­wie­gen­den Teil der 400 an­we­sen­den Zu­schau­er nah­men wir auf der Ge­gen­ge­rade Platz, auf der sich auch die akti­ve Fan­szene um die Ultras „Skifterat“ sam­melte. Diese bil­dete einen ca. 50-köp­fi­gen sup­port­wil­li­gen Mob, wel­cher mit Hilfe einer Trom­mel ge­le­gent­lich für etwas Stim­mung sorg­te. Das Spiel gegen den bis­her sieg­lo­sen und letzt­plat­zier­ten KF KEK, der Be­triebs­mann­schaft des na­tio­na­len Ener­gie­ver­sor­gers, plät­scher­te wäh­rend­des­sen ohne nen­nens­werte Tor­chan­cen vor sich hin, so­dass es tor­los in die Pause ging. In der Pause be­sorg­ten wir uns er­neut eine La­dung Bier und wech­sel­ten auf die ande­re Seite, um das Spek­ta­kel auch von dort mal be­ob­ach­tet zu haben. Das Beste dar­an blieb jedoch der Blick auf die Ge­gen­ge­rade in­klu­sive Mo­schee im Hin­ter­grund, denn der Sup­port der Heim­fans ver­flach­te so lang­sam und auch das Spiel mach­te kei­ner­lei An­zei­chen auf Bes­se­rung. Ins­ge­samt sah man ein Spiel mit un­ter­ir­di­schem Spiel­niveau, wel­ches ab­so­lut nicht mit dem Spiel­niveau des Spiels am Vor­tag zu ver­glei­chen war. Als man sich kurz vor Schluss ge­zwun­ge­ner­ma­ßen mit einem tor­lo­sen Un­ent­schie­den an­ge­freun­det hat­te, fiel in der Nach­spiel­zeit schließ­lich doch noch der Füh­rungs­tref­fer für die Heim­elf. Kurz dar­auf schob der SC Gjilani sogar noch ein zwei­tes Mal ein und konn­te somit den Sack zuma­chen. Wenn da mal nicht die Wett­mafia ihre Fin­ger im Spiel hat­te! Pünkt­lich mit dem Schluss­pfiff fuhr auch unser vor­be­stell­tes Taxi am Sta­dion vor, um uns bei der ers­ten Etappe der Rück­fahrt be­hilf­lich zu sein. Für wei­tere 11 € soll­te uns die­ses zu­rück nach Ferizaj brin­gen, damit von dort die Wei­ter­fahrt per Bus ge­währ­leis­tet war. Auf die­ser fast ein­stün­di­gen Fahrt hat­te ich nun das Glück vor­ne neben dem Fah­rer zu sit­zen und mir des­sen geis­trei­che Er­güs­se in einer Mi­schung aus deutsch, eng­lisch und al­ba­nisch rein­zie­hen zu dür­fen. Umso er­leich­ter­ter war ich als wir Ferizaj end­lich er­reicht hat­ten. Beim an­schlie­ßen­den Ver­such die Ti­ckets für den Bus zu lö­sen, quatsch­te uns plötz­lich eine wei­tere ku­ri­ose Ge­stalt an, in der Hoff­nung uns nach Skopje fah­ren zu kön­nen. Da der ver­lang­te Preis von 20 € die Ti­cket­preise des Bus­un­ter­neh­mens nicht über­schritt, schlu­gen wir bei die­sem An­ge­bot zu. Nach einer eher un­frei­wil­li­gen War­te­zeit im Taxi sowie einem kur­zen Ab­ste­cher ins Zi­geu­ner­vier­tel star­tete unser Tran­sit schließ­lich mit zwei wei­teren Mit­fah­rern gen Skopje. Dort an­gekom­men ging es für uns aber­mals ins Markt­vier­tel, um uns einen Tel­ler Fleisch zu ge­neh­mi­gen und den Abend in ge­wohn­ter Ma­nier aus­klin­gen zu las­sen.

Am fol­gen­den Mon­tag hieß es ein letz­tes Mal die Stadt zu er­kun­den, bevor es am Abend zurück in die Hei­mat gehen soll­te. So wur­de mit der Be­sich­ti­gung der Fes­tung Kale noch ein kul­tu­rel­les Aus­hän­ge­schild der Stadt ab­ge­klap­pert. Die Fes­tung an sich wur­de von außen re­kons­tru­iert, so­dass es sich an­bie­tet die Fes­tungs­mauer ein­mal auf- und ab­zu­lau­fen. Dabei konn­te vor allem die atem­be­rau­ben­de Aus­sicht auf die Haupt­stadt, das Na­tio­nal­sta­dion und die schnee­be­deck­ten Berge am Ho­ri­zont über­zeu­gen. Im An­schluss zog es uns noch­mals in die Alt­stadt, um auch die Pflege zwi­schen­mensch­li­cher Kon­takte nicht zu ver­nach­läs­si­gen. Neben der Bei­nahe-Adop­tion eines Bet­tel­kin­des bekam dem­nach auch unser Freund „Coco“ noch einen Obo­lus, wo­durch wir even­tuell noch län­ger po­si­tiv in Er­in­ne­rung blei­ben wer­den. Alles in allem kann man von einem er­folg­rei­chen Aus­flug spre­chen, wel­cher uns zwei neue Län­der­punkte ein­brach­te und in die­ser Kon­stel­la­tion ger­ne wie­der­holt wer­den darf.

FK Vardar Skopje – FC Shkupi 1:0


16.03.2019
1. MFL (23. Spieltag)
Stadion Boris Trajkovski, Skopje-Madžari (MKD)
Zuschauer: 400

Da im Jahr 2019 noch kei­ne mehr­tä­gi­ge Aus­lands­tour ge­plant war, juck­te es mich Mitte Januar so lang­sam in den Fin­gern. Kur­zer­hand schloss ich mit Fabi kurz, sodass wir zu dem Ent­schluss kamen, zwei Monate spä­ter eini­ge der noch feh­len­den Län­der­punkte auf dem Bal­kan in An­griff zu neh­men. Zu­sam­men mit Sebi und Tobi Q., wel­che sich uns noch kurz­fris­tig an­schlos­sen, star­te­ten wir also am spä­ten Frei­tag­abend vom Flug­hafen Köln/Bonn mit dem pin­ken Bil­lig­bom­ber gen Skopje. Nach einem eher ru­hi­gen und ent­spann­ten Flug stan­den wir knapp 2 ½ Stun­den spä­ter in der Lan­des­haupt­stadt des noch recht jun­gen Nord­ma­ze­do­ni­ens. Auf­grund des Na­mens­streits mit dem süd­li­chen Nach­barn Grie­chen­land wur­de Maze­do­nien Mitte Feb­ruar of­fi­ziell in den noch un­ge­wohnt klin­gen­den Namen Nord­ma­ze­do­nien um­be­nannt. Trotz hin­rei­chen­der Ver­spä­tung war­tete der vom Hos­tel or­ga­ni­sier­te Fah­rer be­reits am Flug­ha­fen und brach­te uns in die 20 Ki­lo­me­ter ent­fern­te In­nen­stadt zu unse­rem Hos­tel. Für die­ses buch­ten wir im Vor­feld zwei der drei ver­füg­ba­ren Zim­mer für ins­ge­samt 96 €, was die Nacht 8 € pro Per­son aus­machte. Im Gro­ßen und Gan­zen konn­te das Hos­tel in Be­zug auf Lage und Aus­stat­tung bei uns punk­ten, so­dass sich die­ses als völ­lig aus­rei­chend für uns her­aus­stell­te. Neben uns wur­de die Un­ter­kunft nur noch von „Jimmy“ be­wohnt, wel­cher im wei­te­ren Ver­lauf je­doch aus­schließ­lich in un­mit­tel­ba­rer Nähe zu sei­nem PC ge­sich­tet wur­de und sonst nur durch grö­ßere Ab­la­ge­run­gen im Ge­mein­schafts­klo auf­fiel. Nach­dem wir in unse­re Zim­mer ein­ge­checkt hat­ten, ging es für uns noch­mals vor die Tür um letz­te Be­sor­gun­gen für die an­ste­hen­de Nacht zu tä­ti­gen. Der ers­te Ein­druck von Skopje fiel dabei über­haupt nicht po­si­tiv aus. Auf der Suche nach einer Flasche Was­ser rück­te vor­nehm­lich die im Ein­satz be­find­li­che Staats­macht ins Blick­feld, deren Haupt­auf­gabe schein­bar dar­in be­stand Al­ko­hol­lei­chen von der Straße auf­zu­keh­ren. Gegen 4 Uhr war man schließ­lich zu­rück im Zim­mer, um sich doch noch etwas Schlaf zu gön­nen.

Der zwei­te Ein­druck der 500.000-Ein­woh­ner-Stadt fiel am nächs­ten Tag schon we­sent­lich bes­ser aus. Skopje be­sitzt ein in­te­res­san­tes und wech­sel­haf­tes Stadt­bild, deren Mit­tel­punkt die Stein­brü­cke über dem Fluss Vardar dar­stellt. Wäh­rend sich auf der einen Seite des Vardars die mus­li­misch ge­präg­te Alt­stadt Čair samt altem Basar und Fes­tung Kale be­fin­det, wird das Er­schei­nungs­bild auf der ge­gen­über­lie­gen­den Fluss­seite durch mo­nu­men­ta­le Be­ton­bau­ten sowie Neu­bau­ten im klas­si­zis­ti­schem Stil ge­prägt. Bei der Ver­wirk­li­chung eines um­strit­te­nen Bau­pro­jekts im Jahre 2014 wur­den in Skopje zu­dem un­zäh­lige Sta­tuen und Brü­cken – allen vor­an die zwei gro­ßen Mo­nu­men­te von Alexander des Gro­ßen sowie sei­nes Va­ters Philipp II – er­rich­tet, wes­halb in­of­fi­ziell auch von der „Ca­pi­tal of Kitsch“ ge­spro­chen wird. Nach­dem wir alle Se­hens­wür­dig­kei­ten der Stadt be­gut­ach­tet und auf Bild fest­ge­hal­ten hat­ten, schlen­der­ten wir noch durch das alte Markt­vier­tel, ver­kös­tig­ten je­weils eine Por­tion Ke­bab mit Pom­mes und mach­ten uns schließ­lich per Taxi auf zum Heim­spiel des hei­mi­schen Erst­li­gis­ten FK Vardar.
Der FK Vardar Skopje wur­de 1947 ge­grün­det und ist der er­folg­reichs­te Fuß­ball­klub Nord­ma­ze­do­ni­ens. Zu den größ­ten Er­fol­gen des Ver­eins zäh­len der 10-malige Ge­winn der maze­do­ni­schen sowie der ein­ma­li­ge, spä­ter je­doch ab­er­kann­te Ge­winn der ju­go­sla­wi­schen Meis­ter­schaft. Zu­dem konn­te Vardar fünf­mal den maze­do­ni­schen bzw. ein­mal den ju­go­sla­wi­schen Po­kal ge­win­nen und ins­ge­samt 21 Spiel­zei­ten im Euro­pa­po­kal be­strei­ten. Die Heim­spiel­stät­te des FK Vardar war stets das 36.000 Zu­schau­er fas­sen­de Na­tio­nal­sta­dion, wel­ches man sich mit dem FK Rabotnički sowie der maze­do­ni­schen Na­tio­nal­mann­schaft tei­len muss­te. Auf­grund zu hoher Miet­preise trägt man sei­ne Heim­spiele seit kur­zem al­ler­dings in Madžari, einem Vor­ort von Skopje, aus. Das dor­tige Sta­dion Boris Trajkovski ver­fügt le­dig­lich auf einer Seite über eine über­dach­te Sitz­platz­tri­büne, wel­che ins­ge­samt für nicht mehr als 3.500 Zu­schau­er Platz bie­tet. Ent­ge­gen unse­rer Hoff­nun­gen soll­te das heu­tige Stadt­derby gegen den FC Shkupi dem­nach auch in Madžari statt­fin­den. Der FC Shkupi ist der Nach­fol­ge­ver­ein des 1927 in Čair ge­grün­de­ten FK Sloga Jugomagnat Skopje. Wäh­rend es sich bei Vardar-An­hän­gern größ­ten­teils um christ­lich-ortho­doxe Maze­do­nier han­delt, be­steht das Um­feld des FC Shkupi über­wie­gend aus mus­li­mi­schen Al­ba­nern. Da mit „Komiti Skopje“ und den „Ultras Shvercerat“ bei­den Ver­ei­nen zudem eine akti­ve Fan­szene zu­ge­rech­net wer­den kann, herr­schen bei Auf­ei­n­an­der­tref­fen der bei­den Mann­schaf­ten er­heb­li­che Span­nun­gen zwi­schen den Fan­la­gern, wes­halb die­ses Derby grund­sätz­lich als Hoch­si­cher­heits­spiel ein­ge­stuft wird. Neben der her­ben Ent­täu­schung be­züg­lich des Sta­dion­wech­sels, be­stä­tig­te sich dem­nach auch unse­re zwei­te Be­fürch­tung: auf­grund der un­zu­rei­chen­den Fan­tren­nung im Sta­dion Boris Trajkovski wur­de dem Spiel ein Gäs­te­fan­ver­bot er­teilt. Den­noch be­ga­ben wir uns in An­be­tracht des hohen An­drangs früh­zei­tig ans Sta­dion und be­sorg­ten uns Ti­ckets für je­weils 100 MKD, um­ge­rech­net ca. 1,60 €. Schließ­lich fan­den nur ent­täu­schen­de 400 Zu­schau­er den Weg auf die Haupt­tri­büne des Sta­dion Boris Trajkovski. Da wir im Vor­feld Be­rich­te von aus­ver­kauf­ten Derbys der bei­den Ver­eine ge­le­sen hat­ten, hat­ten wir grund­sätz­lich schon eine we­sent­lich hö­he­re Zu­schau­er­zahl er­war­tet. Im­mer­hin en­ter­ten die Ultras um „Komiti Skopje“ eini­ge Mi­nu­ten vor Spiel­be­ginn mit ca. 200 Mo­ti­vier­ten den Block, so­dass man doch noch mit etwas Derby­stim­mung rech­nen konn­te. Wäh­rend sich Sebi, Tobi Q. und ich auf der Tri­büne breit­mach­ten und den Stim­mungs­block so nur von der Seite be­ob­ach­ten konn­ten, schlich sich Fabi zu­min­dest für eine Halb­zeit in den In­nen­raum, um sich ein de­tail­lier­te­res Bild von der Fan­szene machen zu kön­nen. So zeig­ten die­se unter ande­rem eine ACAB-Choreo, wäh­rend der eini­ge Ben­ga­los ge­zün­det wur­den, ein Spruch­band und eine wei­te­re Choreo aus Fo­lien­bah­nen. Auf dem Feld sah man wäh­rend­des­sen ein Spiel mit über­ra­schend gutem Spiel­niveau. Die Heim­elf war dabei leicht über­le­gen, wo­durch die­se durch einen Elf­me­ter­tref­fer in der 20. Mi­nu­te in Füh­rung ging und schließ­lich mit 1:0 ge­win­nen konn­te.
Nach dem Spiel ging es für uns zu­rück in die In­nen­stadt. Dort zog es uns zuerst in die Haus­brau­erei „Pivnica Temov“, in der sämt­li­che Biere der Karte pro­biert wur­den. Im An­schluss dar­an ging es noch in den Irish Pub, bevor wir uns gegen 1 Uhr zu­rück in unse­re Un­ter­kunft be­gaben.

SC Hessen Dreieich – VfR Wormatia Worms 1:1


12.03.2019
Regionalliga Südwest (24. Spieltag)
Hahn Air Sportpark, Dreieich
Zuschauer: 431

Mit dem SC Hes­sen Drei­eich und der TSG Balingen exis­tier­ten auch die­se Saison wie­der zwei Vereine in der Re­gio­nal­liga Süd­west, denen ich bis­her kei­nen Besuch ab­stat­ten konn­te. Da der eige­ne Verein mitt­ler­weile lei­der eine Klasse tie­fer spielt, mach­te ich mich des­halb mit Kuwe unter der Woche auf den Weg nach Drei­eich, um eine er­neu­te Kom­plettie­rung an­zu­stre­ben. Der SC Hes­sen Drei­eich wur­de erst 2013 durch einen Zu­sam­men­schluss sie­ben lo­ka­ler Ver­eine ge­grün­det und ist seit­dem im sport­li­chen Auf­wind. Die Heim­spiel­stätte des hes­si­schen Viert­li­gis­ten ist der Hahn Air Sport­park, wel­cher auf allen vier Sei­ten mit teil­weise sogar über­dach­ten Stahl­rohr­tri­bü­nen aus­ge­baut ist. Wäh­rend sich im Heim­be­reich eine klei­ne Rent­ner­gruppe hin­ter einem Banner an­sam­melte, konn­ten im Gäs­te­be­reich kei­ner­lei op­ti­sche Hilfs­mittel aus­fin­dig gemacht wer­den. Zwar fan­den ca. 50 Gäste den rela­tiv kur­zen Weg nach Drei­eich, den­noch war von die­sen bis auf ein paar Schlacht­rufe nichts zu sehen oder zu hören. Auf dem Spiel­feld er­ziel­ten die Gäste aus Worms bereits nach ein paar Mi­nu­ten den Füh­rungs­tref­fer und waren an­schlie­ßend die ton­an­ge­ben­de Mann­schaft, sodass es ver­dient mit 1:0 in die Pause ging. In der zwei­ten Halb­zeit sah man dann das genaue Ge­gen­teil, denn nun waren die Haus­herren das bes­se­re Team. Besonders gegen Ende des Spiels dräng­ten die­se vehe­ment aufs geg­ne­ri­sche Tor, was mit dem Aus­gleichs­tref­fer in der Nach­spiel­zeit sowie dem 1:1-End­stand be­lohnt wur­de.

SV Spay – TSV Lay 2:1


10.03.2019
Kreisliga A Koblenz (16. Spieltag)
Sportplatz Spay, Spay
Zuschauer: 80

Vor kur­zem stell­te ich er­freu­li­cher­weise fest, dass mir nur noch vier Grounds für die Kom­plettie­rung der Kreis­liga A Koblenz fehl­ten. Des­halb mach­te ich es mir zum Ziel, den vier feh­len­den Ver­einen noch in die­ser Saison einen Besuch ab­zu­stat­ten. Da ich mit einem Heim­spiel­besuch beim SV Spay sowie­so schon län­ger ge­lieb­äugelt hat­te, soll­te die­ser auch zuerst in die Tat um­ge­setzt wer­den. Der Sport­platz in Spay ver­fügt zwar nur über einen Kunst­rasen­platz ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau, dafür weiß das Pa­no­ra­ma vom Sport­platz aus zu gefal­len. Vor allem der Blick auf die Spayer Kirche sowie auf die Marks­burg, wel­che seit 2002 Teil des UNESCO-Welt­erbes Oberes Mittel­rhein­tal ist, konn­te mich dabei über­zeugen. Auf dem Spiel­feld traf der hei­mi­sche SV Spay am 16. Spiel­tag auf den an der Mosel an­säs­sigen TSV Lay. Die bei­den Kreis­li­gis­ten lie­fer­ten sich eine recht aus­ge­gli­chene Par­tie, wel­che die Heim­elf erst in der Nach­spiel­zeit für sich ent­schied.

Ältere posts