Sportplatzhänger

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URSL Visé – Royal Olympic Charleroi Châtelet Farciennes 0:0


15.12.2019
Eerste klas­se ama­teurs (16. Spieltag)
Stade de la Cité de l’Oie, Visé (BEL)
Zuschauer: 250

Nun soll­te auch für mich der letz­te Ground des Jahres 2019 ge­kreuzt wer­den. Dafür traf man sich spon­tan mit Hopping Orange Blue und Kon­sor­ten in Frechen, um von dort wei­ter nach Bel­gien zu fah­ren. Nach­dem an der bel­gisch-nie­der­län­di­schen Grenze noch der ob­li­ga­to­ri­sche Frituur-Besuch ab­ge­stat­tet wur­de, war man kur­ze Zeit spä­ter auch schon in der 18.000-Ein­woh­ner-Stadt Visé. Das dor­tige Stade de la Cité de l’Oie bie­tet ins­ge­samt Platz für ca. 5.500 Zu­schauer. Dabei ver­fügt das Sta­dion über eine Sitz­platz- sowie eine Steh­platz­tri­büne, wel­che bei­de jeweils über­dacht sind. Einer der bei­den Nutzer des Sta­di­ons ist der heu­tige Gast­geber Union Royale Sportive Lixhe Visé. Für lan­ge Zeit war der URSL Visé doch recht un­be­kannt und spiel­te aus­schließ­lich im re­gi­o­na­len Fuß­ball eine Rolle, so ging man in der Saison 2013/14 bei­spiels­weise noch neunt­klas­sig an den Start. In den fol­gen­den sechs Jahre ge­lang dem Klub dann eine Auf­stiegs­serie, so­dass man mo­men­tan in der drit­ten Liga spielt. Dem­ent­spre­chend spie­gelt sich auch das In­te­res­se der hie­si­gen Be­völ­ke­rung am URSL Visé wie­der. Gerade ein­mal 250 Zu­schau­er fan­den sich auf den Rän­gen ein, wobei von die­sen auch nicht gera­de eks­ta­ti­sche Zu­stände zu er­war­ten waren. Die 30 Gäste aus Charleroi konn­ten immer­hin mit Zaun­fah­nen und mehr oder weni­ger ernst­zu­neh­men­den Sup­port­ver­su­chen auf sich auf­merk­sam machen. Wäh­rend­dessen zeich­nete sich auch das Ge­sche­hen auf dem Platz als pure Tris­tesse ab. So sah man am Ende ein glanz­loses 0:0, wel­ches die Tor­sta­tis­tik zum Jah­res­ende noch­mal mas­siv schmä­lern soll­te.

 

 

Ħamrun Spartans FC – Mosta FC 1:2


09.12.2019
Youth League, Section A (6. Spieltag)
Victor Tedesco Stadium, Il-Ħamrun (MLT)
Zuschauer: 80

Da der Mon­tag übli­cher­weise nicht für sei­ne Viel­zahl an Fuß­ball­spie­len be­kannt ist, hat­ten wir am letz­ten Tag unse­res Auf­ent­halts auf Malta aus­rei­chend Zeit wei­ter die Insel zu er­kun­den. So ging es zu­nächst in den Nor­den nach Popeye Village. Dabei han­delt es sich um eine klei­ne Ku­lis­sen­stadt, die in einer engen Bucht di­rekt an einem Fels­vor­sprung er­rich­tet wur­de. Wie der Name schon sagt, dien­te sie als Film­kulisse für den Spiel­film „Popeye – Der See­mann mit dem har­ten Schlag“ und wird mo­men­tan als Frei­zeit­park ge­nutzt. De­fi­ni­tiv nett an­zu­schau­en, doch nach ein paar Bil­dern konn­te es auch schon wei­ter­ge­hen. Als nächs­tes fuh­ren wir ganz in den Süden der Insel, um das Fischer­dorf Marsaxlokk an­zu­steu­ern. Auf dem 45-minü­ti­gen Weg gen Süden fing es jedoch plötz­lich an zu schüt­ten, so­dass es von nun an vor­bei war mit feins­tem Son­nen­schein. Der Wol­ken­bruch war der­ma­ßen stark, dass die mal­te­si­sche Ka­na­li­sa­tion das Wasser nicht mehr auf­neh­men konn­te und die Stra­ßen teil­weise er­heb­lich über­schwemmt waren. Zum Glück saßen wir im Tro­cke­nen! In Marsaxlokk an­ge­kom­men, sah es noch immer nicht so aus als wür­de der Regen nach­las­sen, wes­halb wir uns vor Ort erst­mal in den nächs­ten Pub be­ga­ben. Einige Biere spä­ter fan­den wir dann doch noch ein regen­armes Zeit­fens­ter, in wel­chem wir den Fischer­hafen in Marsaxlokk mit sei­nen far­ben­fro­hen Luzzus ab­lich­ten konn­ten. Die Lust auf Ak­ti­vi­tä­ten im Frei­en war uns bei die­sem Wetter aller­dings ver­gan­gen. So hieß es ge­eig­nete Al­ter­na­ti­ven zu fin­den. Fündig wur­den wir mit dem Museum „Malta at War“, wel­ches sich mit der Rolle Maltas im zwei­ten Welt­krieg aus­ei­n­an­der­setzt. Im End­effekt war es mal ganz in­te­res­sant die Hin­ter­gründe über einen der Ne­ben­schau­plätze des zwei­ten Welt­krie­ges zu er­fah­ren und bei der Wet­ter­lage so­wie­so das Beste, was wir machen konn­ten.
Am Abend soll­te dann doch noch ein Spiel für uns he­r­aus­sprin­gen. Nach­dem wir uns in Paola noch schnell einen Döner ge­gönnt hat­ten, ging es wei­ter nach Ħamrun. Im dor­ti­gen Victor Tedesco Sta­dium soll­te um 20 Uhr das Heim­spiel der U19 des an­säs­si­gen Ħamrun Spartans FC statt­fin­den. Nach­dem wir an den bei­den Vor­ta­gen bereits drei Erst­liga-Grounds kreu­zen konn­ten, war nun mit dem Victor Tedesco Sta­dium das vier­te und letz­te Sta­dion der Premier League fäl­lig. Kurz vor Spiel­be­ginn war jedoch immer noch kein Ein­gang ge­öff­net, wo­durch wir be­reits ver­mu­te­ten, das Spiel wäre ab­ge­sagt oder wür­de ohne Zu­schauer aus­ge­tra­gen. Ich war schon kurz davor mir selbst durch den Spie­ler­tun­nel Ein­tritt zu be­schaf­fen als uns schließ­lich doch noch wei­ter­ge­hol­fen wur­de. Der Zu­gang ins Victor Tedesco Sta­dium er­folg­te am heu­ti­gen Tag über einen Pub, wel­cher direkt an die ein­zige Tri­büne des Sta­dions an­grenz­te. Neben uns bei­den schien der Kick sonst aller­dings kei­ne gro­ßen Men­schen­mas­sen an­zu­zie­hen, so­dass sich viel­leicht ins­ge­samt 80 Zu­schauer auf der Tri­büne ein­fan­den. Den Nach­wuchs­kickern auf dem Spiel­feld schien dies jedoch gleich­gül­tig zu sein. In einem pa­cken­den Match konn­ten die Gäste aus Mosta am Ende einen 2:1-Aus­wärts­sieg ein­fah­ren. Gleich nach Ab­pfiff des Spiels mach­ten wir uns auf den Weg zu un­se­rer Unter­kunft, da wir am nächs­ten Tag bereits früh die Heim­reise nach Deutsch­land an­tre­ten soll­ten.

Valletta FC – Hibernians FC 1:1


08.12.2019
BOV Premier League (12. Spieltag)
Ta‘ Qali National Stadium, Ta‘ Qali (MLT)
Zuschauer: 2.500

Direkt neben dem Centenary Stadium befin­det sich das mal­te­si­sche Na­ti­o­nal­sta­dion, sodass wir in weni­ger als zwei Mi­nu­ten am Aus­tra­gungs­ort un­se­res nächs­ten Kicks an­ge­langt waren. Dort soll­te der Valletta FC um 16 Uhr den Hibernians FC emp­fan­gen. Nach un­se­rem Wis­sens­stand soll­te die­se Par­tie, neben den Auf­ei­n­an­der­tref­fen mit dem Floriana FC, zu den stim­mungs­vol­le­ren Spie­len des Lan­des ge­hö­ren. So be­stä­tigte uns auch der Ticket­ver­käu­fer an der Kasse in un­se­rer An­nah­me, in­dem er uns auf­grund des be­vor­ste­hen­den Sup­ports mehr­mals emp­fahl auf der Gegen­gerade und somit in einem der bei­den Fan­blöcke Platz zu neh­men. Da wir die Fan­szenen als Erleb­nis­ori­en­tier­te aller­dings lie­ber von außer­halb be­gut­ach­ten, lehn­ten wir die­ses An­ge­bot freund­lich ab und buch­ten uns schließ­lich für 8 € auf der Haupt­tri­büne ein.
Da wir an­ge­sichts der kur­zen An­reise doch recht früh im Sta­dion waren, konn­ten wir nun fast noch der kom­plet­ten zwei­ten Hälfte des vor­ran­ge­gan­ge­nen Spiels zwi­schen den Tarxien Rain­bows und dem Sirens FC bei­woh­nen. Die Zeit wuss­ten wir ef­fek­tiv zu nut­zen, in­dem wir uns schon mal mit dem Sta­dion aus­ei­n­an­der­setz­ten und ein paar Er­in­ne­rungs­fotos vom sel­bi­gen schos­sen. Das Ta‘ Qali Na­ti­o­nal Sta­dium ist ein rei­ner All-Seater mit einer Ge­samt­ka­pa­zi­tät von knapp 18.000 Zu­schau­ern, wobei le­dig­lich die Gegen­gerade sowie ein Teil der Haupt­tri­büne über­dacht sind. Mit fort­schrei­ten­der Spiel­zeit füll­ten sich die bei­den Blöcke auf der Gegen­gerade nun auch nach und nach mit den Fan­szenen von Valletta und Hibernians. Die Jungs und Mädels fa­ckel­ten auch nicht lan­ge und be­gan­nen gleich damit ihre Zaun­fah­nen auf­zu­hän­gen und sich so lang­sam ein­zu­sin­gen. Nicht nur an der Be­liebt­heit der bei­den Kon­tra­hen­ten lässt sich er­ah­nen, dass sie zu den größ­ten und er­folg­reichs­ten Klubs Maltas ge­hö­ren, denn auch die er­run­ge­nen Erfolge spre­chen für sich. So konn­te der Valletta FC 25-mal die Meis­ter­schaft sowie 14-mal die FA Trophy gewin­nen, wäh­rend die Hibs als 12-facher mal­te­si­scher Meister bzw. 10-facher Pokal­sie­ger ge­gen­über­stehen. Ledig­lich der Floriana FC sowie die Sliema Wanderers konn­ten bis­her mehr na­ti­o­nale Er­folge ein­fah­ren.
Alles in allem soll­te das heu­ti­ge Spiel vor ge­schätzt 2.500 Zu­schau­ern statt­fin­den. Der Groß­teil der Zu­schau­er war dabei dem Haupt­stadt­klub zu­zu­rech­nen, doch auch aus Paola fan­den ca. 500 Schlach­ten­bumm­ler den Weg ins Na­ti­o­nal­sta­dion. Auf Seiten Vallettas wuss­ten die „Ultras Beltin 999“ mit einer Mischung aus vie­len gro­ßen Schwen­kern und eini­gen Dop­pel­hal­tern optisch und mit Trom­pete, Trom­mel sowie viel­fäl­ti­gen Ge­sän­gen auch akus­tisch zu über­zeu­gen. Die „Paola Boys Hibs Ultras“ auf der ande­ren Seite konn­ten mit der Viel­zahl an Tifo zwar nicht mit­hal­ten, den­noch kann auch den Hibernians-Ultras ein or­dent­li­cher Auf­tritt at­tes­tiert wer­den. Zudem wur­de auch der Pöbel­faktor beid­sei­tig nicht außer Acht ge­las­sen, so­dass man vom Drum­herum ins­ge­samt auf sei­ne Kosten kam. Auf dem Spiel­feld ent­wi­ckelte sich wäh­rend­des­sen eine recht aus­ge­gli­chene Par­tie, über die es nicht be­son­ders viel zu be­rich­ten gibt. So konn­ten zu­nächst die heu­ti­gen Haus­her­ren ein­net­zen und mit einer knap­pen 1:0-Füh­rung in die Pause gehen. In der zwei­ten Halb­zeit schaff­ten es die Gäste aus Paola schließ­lich aus­zu­glei­chen, so­dass bei­de Mann­schaf­ten am Ende mit einer Punkte­tei­lung zu­frie­den sein muss­ten. Da es im Sta­dion bis auf Chips nichts wei­ter zu essen gab und uns so lang­sam der Hunger plag­te, ging es nach Spiel­ende gleich zurück nach Qawra, um uns dort vor dem Schla­fen­ge­hen noch mit einer an­ge­mes­se­nen Mahl­zeit und eine paar küh­len Blon­den zu be­loh­nen.

Lija Athletic FC – Żebbuġ Rangers FC 4:2


08.12.2019
BOV First Division (10. Spieltag)
MFA Centenary Stadium, Ta‘ Qali (MLT)
Zuschauer: 100

Am fol­gen­den Mor­gen ging es für uns recht früh aus den Federn, denn bevor erneut das run­de Leder rol­len soll­te, wur­den zunächst wei­tere Sehens­wür­dig­kei­ten Maltas be­sich­tigt. Nach­dem wir uns am Vor­tag größ­ten­teils im Osten der Haupt­insel auf­ge­hal­ten hat­ten, soll­te es heu­te in den west­li­chen Teil gehen. Dort steu­er­ten wir als ers­tes die blaue Grotte an. Dabei han­delt es sich um eine bogen­för­mige Fels­for­ma­tion, die eine Art Höh­len­sys­tem bil­det. Das Wasser in der Grotte ist sehr klar und schim­mert im Son­nen­licht him­mel­blau, sodass man vom obe­ren Aus­sichts­punkt aus einen atem­be­rau­ben­den Aus­blick ge­nie­ßen kann. Nach­dem wir dort noch eine Weile blie­ben, zog es uns als nächs­tes in die frü­he­re Haupt­stadt Mdina. Das Stadt­bild von Mdina ist ge­prägt von schma­len, ver­win­kel­ten Gas­sen, wo­durch man sich ins Mit­tel­alter zurück­ver­setzt fühlt. Heute leben in Mdina nur noch an die 250 Ein­woh­ner, sodass dort am Tag mitt­ler­weile haupt­säch­lich Tou­ris­ten an­zu­tref­fen sind. Ein Besuch der alten Stadt lohnt aber alle­mal. Von der Stadt­mauer aus konn­ten wir nun auch zum ers­ten Mal aus der Ferne den Sport­komplex von Ta‘ Qali sehen, wel­cher von Mdina nur 2 Kilo­meter ent­fernt liegt.
Wie ihr ver­mut­lich ahnen könnt, soll­te Ta‘ Qali unser nächs­tes Ziel dar­stel­len. Neben dem Na­ti­o­nal­sta­dion be­fin­det sich in Ta‘ Qali zudem auch das MFA Centenary Stadium. In die­sem soll­te mit dem Zweit­liga-Kick zwi­schen Lija Athletic und den Żebbuġ Rangers um 13:15 Uhr das ers­te Spiel des Tages für uns statt­fin­den. Ähn­lich wie in der Premier League, gel­ten auch die Tickets der First Division für meh­re­re Spiele an einem Tag und sind dem­nach mit einem Preis von 5 € recht er­schwing­lich. Das Centenary Stadium bie­tet Platz für ins­ge­samt 2.000 Zu­schau­er und ver­fügt mit der über­dach­ten Sitz­platz­tri­büne le­dig­lich über einen ein­sei­ti­gen Aus­bau. Auf die­ser fan­den sich zu die­sem Spiel auch nicht mehr als 100 Zu­schau­er ein, sodass hier kei­ne all­zu gro­ße Stim­mung zu er­war­ten war. Auf dem Spiel­feld ging es dafür heiß her. Dort be­ob­ach­tete man ein schnel­les und in­ten­si­ves Spiel, in wel­chem ins­ge­samt 6 Tore fie­len. So konn­te das Team aus Lija am Ende mit 4:2 ge­win­nen. Eini­ges an Action bekam man auch auf der Moto­cross-Strecke hin­ter der Gegen­ge­rade ge­bo­ten, wel­che von der Haupt­tri­büne aus zu sehen ist. Dort fand pa­ral­lel zu den Fuß­ball­spie­len eine Stock­car-Ver­an­stal­tung statt. Nach Spiel­ende ging es für uns gleich wei­ter zum nächs­ten Kick.

Sliema Wanderers FC – Birkirkara FC 2:1


07.12.2019
BOV Premier League (12. Spieltag)
Hibernians Stadium, Paola (MLT)
Zuschauer: 350

Da mei­ne Schängel bereits Ende No­vem­ber ihr letz­tes Pflicht­spiel der Hin­runde be­strit­ten hat­ten und somit recht früh in die Win­ter­pause gin­gen, konn­te der De­zem­ber ganz im Zei­chen des Sta­di­on­sam­melns ste­hen. Ide­a­ler­weise soll­te es zu die­ser Jah­res­zeit in etwas wär­mere Ge­fil­de gehen und gleich­zei­tig ein neu­er Län­der­punkt he­r­aus­sprin­gen, wodurch die Ent­schei­dung schnell auf den Insel­staat Malta fiel. Le­dig­lich bei der Suche von Mit­strei­tern ha­per­te es dies­mal ein wenig. Letz­ten Endes konn­te mit Fabi dann aber doch noch ein eta­blier­ter Weg­ge­fährte über­zeugt wer­den. Nach durch­zech­ter Party­nacht erreich­te die­ser über­ra­schen­der­weise sogar halb­wegs pünkt­lich den ver­ein­bar­ten Treff­punkt, von wel­chem wir uns am viel zu frü­hen Sams­tag­mor­gen zum Kölner Flug­hafen chauf­fie­ren lie­ßen. Auch in Köln ging an­schlie­ßend alles rei­bungs­los von­stat­ten, sodass uns Onkel Rainer pünkt­lich in die Luft brach­te.
Nach un­se­rer An­kunft in Luqa nah­men wir gleich un­se­ren an­ge­mie­te­ten Wagen ent­gegen, um zügig auf die Straße zu kom­men und die Insel un­si­cher zu machen. Mit der süd­län­di­schen Fahr­weise der Mal­teser konn­te ich mich schnell ar­ran­gie­ren, der ge­gen­wär­tige Links­ver­kehr auf Malta mach­te mir zu­nächst aller­dings noch etwas zu schaf­fen. Spä­tes­tens nach unse­rem Ein­tref­fen in der 10 Kilo­me­ter ent­fern­ten Haupt­stadt Valletta, wuss­te ich jedoch auch damit zu har­mo­nie­ren. Valletta ist eine alte Fes­tungs­stadt, die pracht­voll auf einer An­höhe zwi­schen den bei­den Häfen Marsamxett und Grand Harbour ge­le­gen ist. Dort schlen­der­ten wir eine Weile durch die teil­weise recht stei­len Stra­ßen und lie­ßen die ins UNESCO-Welt­kul­tur­erbe ein­ge­tra­gene Alt­stadt auf uns wir­ken. Auf der ge­gen­über­lie­gen­den Seite des gro­ßen Hafens lie­gen da­rü­ber hi­naus die Städte Vittoriosa, Senglea und Cospicua, wel­che in der Ver­gan­gen­heit eben­falls als Fes­tun­gen ge­nutzt wur­den und zu­sam­men­ge­fasst nur die „drei Städte“ genannt wer­den. Des­halb be­ga­ben wir uns als nächs­tes nach Senglea, um auch von der an­de­ren Hafen­seite aus einen Blick auf Valletta wer­fen zu kön­nen. Ein wei­te­rer Vor­teil war, dass Senglea direkt an Paola an­grenzt. In Paola be­fin­det sich einer der ins­ge­samt vier mal­te­si­schen Erst­liga-Grounds, sodass klar war, wo es uns da­rauf­hin hin­füh­ren soll­te.
Da für die 14 Erst­ligis­ten, wie erwähnt, nur vier Sta­dien zur Ver­fü­gung ste­hen, ist es auf Malta üblich, dass in einem Sta­dion meis­tens zwei Spiele hin­ter­ei­n­an­der aus­ge­tra­gen wer­den. So war das 14 Uhr-Spiel zwi­schen dem Floriana FC und Santa Lucia noch in vol­lem Gang als wir das Hibernians Stadium er­reich­ten. Ob­wohl die Ein­tritts­karte im Wert von 8 € immer für bei­de Partien der Premier League gilt, ent­schie­den wir uns vor dem En­tern der Tri­büne, zu­nächst eine klei­ne Runde um das Sta­dion zu dre­hen, um auch von außer­halb ein paar Bilder machen zu kön­nen. Zu un­se­rer Freude exis­tier­te auf einer Seite des Sta­di­ons nur eine halb­hohe Mauer, wo­durch man vol­len Ein­blick ins Sta­dion­innere er­hielt. Von hier ver­folg­ten wir die letz­ten 20 Mi­nu­ten des ers­ten Kicks, wel­cher uns vor allem sup­port­tech­nisch kom­plett über­raschte. Be­son­ders die Fans von Floriana waren mit einer statt­li­chen An­zahl vor Ort und wuss­ten uns mit Hilfe von Trom­meln, Trom­pe­ten und ab­wechs­lungs­rei­chen Me­lo­dien ein Lächeln ins Gesicht zu zau­bern. Zwar war uns durch­aus be­wusst, dass neben dem Valletta FC sowie dem Hibernians FC auch der Floriana FC über eine ernst­zu­neh­mende Fan­szene ver­fügt, aber damit hat­ten wir nun wirk­lich nicht ge­rech­net.
Kurz nach Ab­pfiff des Spiels be­gan­nen die Fans von Floriana und Santa Lucia ihre Banner ab­zu­hän­gen und das Sta­dion zu ver­las­sen, wäh­rend die An­hän­ger der Sliema Wanderers sowie des Birkirkara FC mit dem Gegen­teil be­schäf­tigt waren. Auch wir be­ga­ben uns nun lang­sam auf die ein­zige Tri­büne des Hibernians Stadiums. Das Hibernians Stadium ist mit einer Kapa­zi­tät von ins­ge­samt 8.000 Zu­schaue­rn nach dem Na­tio­nal­sta­dion das zweit­größte Sta­dion des Lan­des und ist wie der Name schon sagt, ur­sprüng­lich die Heim­spiel­stätte des Hibernians FC, wel­cher in Paola an­säs­sig ist. Dabei ver­fügt die ziem­lich in die Jahre ge­kom­mene und größ­ten­teils über­dachte Haupt­tri­büne aus­schließ­lich über Sitz­plätze. Leider konn­te die Stim­mung im Sta­dion nicht mehr an der des Spiels zuvor an­knüp­fen. Ins­ge­samt fan­den sich ge­schätz­te 350 Zu­schau­er im Hibernians Stadium ein, wo­von le­dig­lich 10 Jugend­liche auf Sei­ten Birkirkaras ge­le­gent­lich für Stim­mungs­ver­suche sorg­ten. Ob­wohl der Birkirkara FC be­reits vier­mal und die Sliema Wanderers sogar schon 26-mal mal­te­si­scher Meis­ter waren, schei­nen die bei­den Ver­eine kei­ne gro­ßen Zu­schau­er­mas­sen an­zu­zie­hen. Auch das Spiel wuss­te uns nicht wirk­lich zu über­zeu­gen. So war das Spiel von vie­len Spiel­unter­bre­chun­gen ge­prägt und auch sonst nicht be­son­ders an­sehn­lich. Im­mer­hin wuss­te der Blick auf den an­gren­zen­den Hafen sowie Senglea samt Ba­si­li­ka zu ent­schä­di­gen. Am Ende konn­ten die Sliema Wanderers einen glanz­losen 2:1-Sieg ein­fahren.
Nach Spiel­ende ging es für uns wei­ter nach Qawra, um dort unse­re Un­ter­kunft für die nächs­ten drei Nächte zu be­zie­hen. An­schlie­ßend zog es uns noch schnell zum Schmand­döner um die Ecke, bevor wir den Abend mit ein paar Kalt­ge­trän­ken aus­klin­gen lie­ßen.

1. FC Kaiserslautern – FC Astoria Walldorf 4:1


15.11.2019
Testspiel
Fritz-Walter-Stadion Platz 4, Kaiserslautern
Zuschauer: 300

Spvgg. Cochem – TuS Immendorf 4:0


10.11.2019
Bezirksliga Rheinland Mitte (13. Spieltag)
Moselstadion, Cochem
Zuschauer: 125

SG Bruttig-Fankel/Ernst – FC Burgen 1:2


10.11.2019
Kreisliga B Hunsrück/Mosel Nord (13. Spieltag)
Sportplatz Ernst, Ernst/Mosel
Zuschauer: 60

KV Mechelen – Royal Charleroi SC 2:2


03.11.2019
Jupiler Pro League (14. Spieltag)
AFAS-Stadion Achter de Kazerne, Mechelen (BEL)
Zuschauer: 14.605

Zum Ab­schluss unse­rer Tour durch Frank­reich und Belgien soll­te nun das Erst­liga-Spiel zwi­schen dem KV Mechelen und Sporting Charleroi besucht wer­den. Knapp eine Stunde vor Spiel­beginn soll­ten wir die bel­gi­sche 80.000-Ein­wohner-Stadt er­rei­chen, doch ähn­lich wie am Vor­tag in Lens, stell­te die Park­platz­suche auch hier ein er­heb­li­ches Pro­b­lem dar. Nach­dem wir eine gute hal­be Stunde er­folg­los ums Sta­dion gekurvt waren, hieß es schließ­lich etwas wei­ter außer­halb zu par­ken und an­schlie­ßend die Beine in die Hand zu neh­men. Im­mer­hin soll­te dies­mal die Ticket­be­schaf­fung zügig hin­ter sich gebracht wer­den. So gönn­ten wir uns Plätze im Ober­rang der Hin­ter­tor­tri­büne, für wel­che jeweils 22 € fäl­lig wur­den. Das AFAS-Stadion Achter de Kazerne wur­de zwi­schen 2015 und 2016 re­no­viert, so­dass seit­dem 18.500 Zu­schau­er im In­ne­ren des Sta­di­ons un­ter­ge­bracht wer­den kön­nen. Trotz­dem kann sich das Sta­dion wegen sei­ner in­di­vi­du­el­len Bau­weise von an­de­ren mo­der­nen Are­nen ab­gren­zen. So wei­sen die neue Haupt- sowie Gegen­ge­rade bei­spiels­weise eine ge­schwun­gene Dach­kon­s­truk­tion auf. Zum heu­ti­gen Heim­spiel des vier­fachen bel­gi­schen Meis­ters KV Mechelen soll­ten sich letzt­end­lich etwas we­ni­ger als 15.000 Zu­schau­er im Sta­dion ein­fin­den. Ein ge­nau­e­res Bild über die Fan­szene des KV Mechelen konn­ten wir uns heu­te auf­grund unse­rer Sitz­po­si­tion zwar nicht machen, wenn die Ge­sänge aus dem Heim­be­reich auf das rest­li­che Pu­b­li­kum über­schwapp­ten, konn­te je­doch teil­weise eine recht net­te Sta­dion­atmo­sphäre at­tes­tiert wer­den. In den Gäs­te­be­reich fan­den heu­te etwas mehr als 600 Fans von Sporting Charleroi, wel­che je­doch aus­schließ­lich nach den Toren wirk­lich auf sich auf­merk­sam machen konn­ten. Auf dem Spiel­feld ge­stal­tete sich das Ge­sche­hen etwas aus­ge­gli­che­ner. So gin­gen die Gäste aus Charleroi zu­nächst zwei­mal in Füh­rung, be­vor die Heim­elf per Elf­me­ter zum spä­te­ren 2:2-End­stand aus­glei­chen konn­te.

K. Rupel Boom FC – KSK Lierse Kempenzonen 2:2


03.11.2019
Eerste klas­se ama­teurs (10. Spieltag)
Gemeentelijk Parkstadion, Boom (BEL)
Zuschauer: 2.500

Im An­schluss an das Spiel in Hoboken soll­te es für uns gleich wei­ter zum nächs­ten Spiel gehen. Zur Aus­wahl stan­den für uns die Heim­spiele des Dritt­ligis­ten Rupel Boom sowie des Viert­ligis­ten Berchem Sport. Da sich das Ludo Coeck­stadion in Berchem aktu­ell im Umbau be­fin­det und wir uns nicht im Kla­ren waren, wie dort mo­men­tan der Stand der Dinge ist, schlu­gen wir zu­nächst in Berchem auf, um uns ein Bild vom einst so schi­cken Sta­dion zu machen. Lei­der durf­ten wir so­fort fest­stel­len, dass die Steh­tra­ver­sen hin­ter den Toren sowie die Ge­gen­ge­rade be­reits ab­ge­ris­sen waren und le­dig­lich die alte Haupt­tri­büne wei­ter­hin Be­stand hat­te. Wie auch auf der Ge­gen­ge­rade, be­fan­den sich vor die­ser aller­dings schon zwei häss­li­che Stahl­rohr­tri­bü­nen, sodass uns ein Spiel­besuch am heu­ti­gen Tag nicht wirk­lich über­zeu­gen konn­te. Statt­des­sen mach­ten wir uns auf ins 15 Kilo­me­ter ent­fernte Boom. Das Gemeentelijk Park­stadion in Boom ver­fügt über ein sehr stei­le, über­dachte Haupt­tri­büne sowie eine etwas fla­chere Tri­büne auf der Ge­gen­ge­rade und ist auf den Hin­ter­tor­sei­ten zu­dem mit eini­gen Stu­fen aus­ge­baut. Ein Besuch des ört­li­chen Sta­di­ons ist also auch hier de­fi­ni­tiv loh­nens­wert, wobei heu­te auch das Drum­herum stim­men soll­te. Der heu­tige Gegner Lierse Kempenzonen stellt näm­lich den Nach­fol­ge­ver­ein des tra­di­tions­rei­chen Lierse SK dar, wel­cher vier­mal die bel­gi­sche Meis­ter­schaft so­wie zwei­mal den bel­gi­schen Pokal­wett­be­werb ge­win­nen konn­te, nach fi­nan­ziel­len Schwie­rig­kei­ten im Jahr 2018 aller­dings In­sol­venz an­mel­den muss­te. So kann Lierse Kempenzonen auch als Dritt­ligist eine recht gro­ße Fan­szene vor­wei­sen. Am Ende fan­den schät­zungs­weise 350 Gäste­fans den Weg nach Boom, um ihr Team zu un­ter­stüt­zen. Diese po­si­tio­nier­ten sich auf der rech­ten Seite der Ge­gen­ge­rade hin­ter der „Koninklijke Lierse Sportkring“-Zaun­fahne und zeig­ten zu Be­ginn ein Intro aus schwarz-gel­ben Schwen­kern, zu denen zu­sätz­lich etwas gel­ber Rauch ge­zün­det wur­de. Auch auf der Heim­seite konn­ten fünf Zaun­fah­nen ent­deckt wer­den, ak­ti­ver Sup­port konn­te hier aller­dings nicht ver­nom­men wer­den. An­ders als auf den Rängen konn­te Rupel Boom auf dem Spiel­feld locker mit den Gästen mit­hal­ten und zwi­schen­zeit­lich sogar zwei­mal in Füh­rung gehen. In der 89. Spiel­minute gelang es den Gästen aus Lier jedoch erneut aus­zu­glei­chen, so­dass am Ende ein leis­tungs­ge­rech­tes 2:2-Un­ent­schie­den zu Buche stand. Nach Spiel­ende zog es uns noch schnell in eine nahe­ge­le­ge­ne Frituur, bevor es wei­ter nach Mechelen ging, wo am Abend das letz­te Spiel der Tour statt­fin­den soll­te.

 

KSC Maccabi Antwerp B – KFC Poppel C 2:4


03.11.2019
Gewestelijk reser­ven Antwerpen, reeks R (10. Spieltag)
Stadion Maccabi, Antwerpen-Hoboken (BEL)
Zuschauer: 5

Da der Check-Out in unse­rer Unter­kunft bereits für 9 Uhr vor­ge­se­hen war, soll­te es am nächs­ten Tag für einen Sonn­tag recht früh aus den Federn gehen. Dies brach­te aber auch den Vor­teil mit sich, den Tag mit einem 11-Uhr-Spiel ein­läu­ten zu kön­nen. Dafür zog es uns in den Ant­wer­pe­ner Stadt­teil Hoboken, in dem neben dem RVC Hoboken auch der KSC Maccabi Antwerp be­hei­ma­tet ist. Die Sport­an­la­gen der bei­den Ver­eine lie­gen un­mit­tel­bar ne­ben­ei­n­an­der und kön­nen bei­de einen net­ten Aus­bau vor­wei­sen. Be­son­ders das Sta­dion des KSC Maccabi weck­te heu­te unser In­te­res­se, wes­halb wir uns die­sem vor­ran­gig wid­men soll­ten. Das Herz­stück der Anlage ist die alte, gänz­lich in blau ge­hal­tene Holz­tri­büne, wel­che zum Groß­teil mit Holz­bän­ken aus­ge­stat­tet ist. Die Fracht­kräne im Hin­ter­grund der Anlage, mit denen die Frach­ter auf der Schelde be­la­den wer­den, ver­lei­hen dem Sta­dion außer­dem auch ein Pa­no­ra­ma mit ge­wis­sem Charme. Pas­send dazu hat­ten wir uns mit dem Heim­spiel der Maccabi-Reserve einen rich­ti­gen Lecker­bis­sen he­r­aus­ge­sucht. Das Spiel­niveau war so, wie man es sich in einer Re­ser­ve­liga vor­stellt, trotz­dem konn­ten im­mer­hin sechs Tore be­staunt wer­den. Vor durch­schnitt­lich 5 Zu­schau­ern muss­te sich Maccabi letzt­end­lich mit 2:4 gegen die drit­te Mann­schaft des KFC Poppel ge­schla­gen geben.

Royal Excel Mouscron – Royal Antwerp FC 3:1


02.11.2019
Jupiler Pro League (14. Spieltag)
Stade Le Canonnier, Mouscron (BEL)
Zuschauer: 3.569

Von Lens aus ging es über die bel­gi­sche Grenze wei­ter ins 60 Kilo­meter ent­fernte Mouscron. Auch hier tra­fen wir etwas über eine Stunde vor Spiel­be­ginn ein, doch im Ge­gen­satz zu Lens am Nach­mit­tag wirk­te die 60.000-Ein­woh­ner-Stadt Mouscron bei unse­rer An­kunft wie aus­ge­stor­ben und re­la­tiv wenig deu­tete auf ein be­vor­ste­hen­des Erst­liga-Spiel hin. So be­ka­men wir dies­mal kei­ne Pro­b­leme bei der Park­platz­suche und konn­ten, nach­dem wir uns für je­weils 20 € Tickets für die Haupt­tri­büne be­sorgt hat­ten, noch ein küh­les Blon­des in einem an­gren­zen­den Pub zu uns neh­men. Im An­schluss dar­an nah­men wir auch schon unse­re Plätze im Stade Le Canonnier ein. Das Sta­dion besteht aus zwei gro­ßen, über­dach­ten Tri­bü­nen auf den bei­den Haupt­sei­ten sowie zwei klei­ne­ren, eben­falls über­dach­ten Tri­bü­nen auf den Hin­ter­tor­sei­ten und bie­tet ins­ge­samt Platz für etwas mehr als 10.000 Zu­schau­er. Zum heu­ti­gen Heim­spiel des Royal Excel Mouscron, wel­cher erst 2010 aus einer Fusion der bei­den Vor­gän­ger­ver­ei­ne RRC Péruwelz sowie Excelsior Mouscron ent­stand, fan­den sich jedoch le­dig­lich 3.500 Zu­schau­er im Stade Le Canonnier ein. Wie ge­wohnt zeig­ten sich die Fans von Royal Ant­wer­pen dabei be­son­ders reise­freu­dig, so­dass gut ⅓ der an­we­sen­den Zu­schau­er dem RAFC und damit dem, mit der Stam­nummer 1, äl­tes­ten Fuß­ball­klub Bel­giens an­ge­hö­rig war. Die Gäste aus Ant­wer­pen nah­men einer­seits eine der bei­den Hin­ter­tor­tri­bü­nen und an­de­rer­seits den lin­ken Teil der Ge­gen­ge­rade ein. Trotz des hohen Gäste­an­teils schaff­ten es die­se heu­te aller­dings nicht wirk­lich laut zu wer­den. Das hat man an­ders­wo auch schon bes­ser er­le­ben dür­fen. Auch auf der Heim­seite wuss­ten die Stim­mungs­ver­su­che aus dem Sup­por­ter­block nicht so recht auf das rest­li­che Pu­b­li­kum über­zu­sprin­gen, wo­durch man sich heu­te haupt­säch­lich auf das Spiel­ge­sche­hen und die bel­gi­sche Brau­kunst kon­zen­trier­te. Auf dem Platz waren zu­nächst die Gäste aus Ant­wer­pen spiel­füh­rend, so­dass es für die­se mit einer knap­pen 1:0-Füh­rung in die Pause ging. In der zwei­ten Hälfte schaff­te es die Heim­elf schließ­lich drei­mal im geg­ne­ri­schen Tor ein­zu­net­zen und somit einen am Ende sou­ve­rä­nen 3:1-Heim­sieg ein­zu­fah­ren. Nach Spiel­ende mach­ten wir uns auf zu un­se­rer nächt­li­chen Un­ter­kunft, wel­che sich ziem­lich genau zwi­schen Kortrijk und Gent be­fand und somit den ide­a­len Aus­gangs­punkt für unse­re plan­mä­ßige Route am nächs­ten Tag dar­stellte.

RC Lens – FC Lorient 1:0


02.11.2019
Ligue 2 (13. Spieltag)
Stade Bollaert-Delelis, Lens (FRA)
Zuschauer: 32.011

Da das Aus­wärts­spiel unse­rer Schängel beim FV Engers bereits am Don­ners­tag statt­ge­fun­den hat­te und somit ein spiel­freies Wochen­ende an­stand, war der Ent­schluss schnell ge­fasst statt­des­sen eine zwei­tä­gige Tour durch unse­re west­li­chen Nach­bar­län­der zu star­ten. So traf man sich am Sams­tag­mor­gen mit Fabi, um zum ers­ten Spiel nach Lens auf­zu­bre­chen. Nach einer ru­hi­gen Fahrt ohne be­son­dere Vor­komm­nisse fan­den wir uns schließ­lich etwas über einer Stunde vor Spiel­be­ginn in der 30.000-Ein­woh­ner-Stadt wie­der, sodass wir von un­se­rem Gefühl her gut in der Zeit lagen. Die an­schlie­ßende Park­platz­suche war aller­dings ein Grauen, wo­durch unser Zeit­pols­ter lang­sam, aber ste­tig schwand. Zu­nächst stand man Ewig­kei­ten im Stau, da­nach war es fast ein Ding der Un­mög­lich­keit bei dem Men­schen­an­drang eine Park­mög­lich­keit in Sta­di­on­nähe zu fin­den. Die nächs­te Hürde bestand nun in der Ticket­be­schaf­fung. Einen Ticket­shop oder ähn­li­ches konn­ten wir zu­nächst nicht aus­fin­dig machen, was uns wie­de­rum Zeit kos­tete. Als wir dann doch noch fün­dig wur­den, kamen schließ­lich drei Ge­stal­ten auf uns zu und drück­ten uns zwei Tickets im Wert von jeweils 10 € in die Hand. Danke dafür, man darf auch mal Glück im Un­glück haben. Nun hieß es mal wie­der ums hal­be Sta­dion he­r­um­zu­lau­fen, damit wir unse­re Plätze auf der Hin­ter­tor­tri­büne ein­neh­men konn­ten. Quasi mit dem Ein­lau­fen der Mann­schaf­ten en­ter­ten wir den Ground, so­dass wir die Cho­reo­gra­phie der Heim­fans fast ver­passt hät­ten. So sah man gera­de noch den Schrift­zug „Racing Club de Lens tou­te la Marek avec toi“, zu dem zu­sätz­lich rotes und gel­bes Kon­fetti in die Luft ge­wor­fen wur­de. Da­nach mach­ten wir uns auf die Suche nach un­se­ren Plät­zen, von wo aus wir das Trei­ben auf sowie neben dem Spiel­feld bes­ser ver­fol­gen konn­ten. Das Stade Bollaert-Delelis war Aus­tra­gungs­ort der Welt­meis­ter­schaft 1998 sowie der Euro­pa­meis­ter­schaft 2016 und besteht ähn­lich wie das Stade Saint-Symphorien in Metz aus vier frei­ste­hen­den, re­la­tiv stei­len Tri­bü­nen. Dem­nach bie­tet das Sta­dion ins­ge­samt Platz für etwas mehr als 41.000 Zu­schauer. Zum heu­ti­gen Zweit­liga-Kick gegen den FC Lorient fan­den sich im­mer­hin stol­ze 32.000 Zu­schauer im Stade Bollaert-Delelis ein. An­hand der Sta­di­on­ka­pa­zi­tät sowie den Be­su­cher­zah­len im Ver­gleich zur Ein­woh­ner­zahl kann man gut ein­schät­zen welch hohen Stel­len­wert der Racing Club de Lens auch als Zweit­ligist in der Re­gi­on ge­nießt. Zu den größ­ten Er­fol­gen des Vereins zäh­len der Gewinn der fran­zö­si­schen Meis­ter­schaft sowie der drei­ma­lige Triumph im Coupe de France, zudem kann der RC Lens eini­ge Spiel­zei­ten im Euro­pa­pokal vor­wei­sen. Auch die Fan­szene des RC Lens, wel­che sich auf der „Tribune Marek“ po­si­tio­niert, kann sich im na­tio­na­len Ver­gleich sehen las­sen. Der akti­ve Hau­fen im Sup­por­ter­block zeig­te ins­ge­samt eine gute Mit­mach­quote und einen or­dent­li­chen Ein­satz von Schwenk­fah­nen und ande­rem Tifo. Wenn das rest­li­che Pub­li­kum dann noch mit in die Gesänge ein­stieg, konn­te es rich­tig laut wer­den. Dem Spiel­ver­lauf ge­schul­det, flach­te dies in der zwei­ten Halb­zeit jedoch lei­der ein wenig ab. Im Gäste­block sam­mel­ten sich im­mer­hin knapp 100 Reise­freu­dige aus Lorient, die eine An­reise von ca. 7 Stun­den auf sich nah­men, um heu­te in Lens an­we­send zu sein. Auch dort konn­te fast durch­ge­hend Sup­port ver­nom­men wer­den, an wel­chem schät­zungs­weise die Hälfte der Gäste­fans dauer­haft be­tei­ligt war. Da sich unse­re Plätze auf der­sel­ben Hin­ter­tor­tri­büne wie der Gäste­block be­fan­den, fehl­te uns de fac­to der Ein­blick in die­sen, wes­halb wir uns heu­te lei­der kein ge­nau­e­res Bild über den Gäste­mob machen konn­ten. Das Spiel­ge­sche­hen auf dem Platz ist hin­ge­gen schnell er­läu­tert. Nach­dem auf bei­den Sei­ten et­li­che Chan­cen ver­ge­ben wur­den, hat­ten wir uns kurz vor Schluss bereits mit einem tor­lo­sen Un­ent­schie­den an­ge­freun­det. Durch einen Elf­meter in der 82. Spiel­minute schaff­te es der RC Lens dann schließ­lich doch noch in Füh­rung zu gehen und so am Ende einen glück­li­chen 1:0-Heim­sieg ein­zu­fah­ren. Nach Spiel­ende be­ga­ben wir uns schnellst­mög­lich zu unse­rem Auto, um pünkt­lich zum zwei­ten Spiel des Tages zu ge­lan­gen.

SG Landskrone Heimersheim II – SV Blau-Gelb Dernau II 2:0


09.10.2019
Kreisliga D Rhein/Ahr Nord (9. Spieltag)
Sportplatz Im Bülland, Bad Neuenahr-Ahrweiler
Zuschauer: 35

FSG Moselbogen – SG 99 Andernach II 0:12


06.10.2019
Frauen-Rheinlandpokal (3. Runde)
Maifeldstadion, Polch
Zuschauer: 30

Ahlhorner SV II – Delmenhorster BV 0:6


24.09.2019
1. Kreisklasse Oldenburg-Land/Delmenhorst (6. Spieltag)
Hans-Jürgen-Beil-Stadion, Großenkneten-Ahlhorn
Zuschauer: 50

Auch auf dem Rück­weg von Kiel plan­te ich ein Spiel mit­zu­neh­men. Fün­dig wur­de ich schließ­lich mit dem Heim­spiel der zwei­ten Mann­schaft des Ahl­horner SV, wel­ches auf der Fahrt ins Rhein­land so ziem­lich genau auf hal­ber Stre­cke aus­ge­tra­gen wur­de. Die Heim­spiel­stätte des Ahl­horner SV ist das 3.500 Zu­schau­er fas­sende und mit einer klei­nen, über­dach­ten Tri­büne aus­ge­stat­tete Hans-Jürgen-Beil-Sta­dion. Den heu­ti­gen Geg­ner des ASV in der 1. Kreis­klasse Olden­burg-Land/Del­men­horst stell­te der Del­men­horster BV dar. Die Gäste aus Del­men­horst mach­ten mit den Haus­her­ren heu­te kur­zen Pro­zess, so­dass man den ASV am Ende mit 6:0 ab­fer­ti­gen konn­te.

VfB Lübeck – VfB Oldenburg 3:1


23.09.2019
Regionalliga Nord (11. Spieltag)
Stadion an der Lohmühle, Lübeck
Zuschauer: 2.657

Da es mich Ende Sep­tem­ber be­ruf­lich nach Kiel zog, bot es sich zu­gleich an das ein oder ande­re Spiel im Nor­den mit­zu­neh­men. Ob­wohl ich nor­ma­ler­weise kein Fan von Mon­tags­spie­len in den ers­ten vier Ligen bin, kam mir das Tra­di­tions­duell zwi­schen dem VfB Lübeck und dem VfB Olden­burg am Mon­tag­abend wie ge­ru­fen. Nach­dem ich nach mei­ner Ankunft in der Hanse­stadt Lübeck zu­nächst die wun­der­schöne Alt­stadt be­gut­ach­tet hat­te, hieß es gegen 18 Uhr zum alt­ehr­wür­di­gen Sta­dion an der Loh­mühle auf­zu­bre­chen. Für 17 € be­sorg­te ich mir dort ein Ticket für die neue Haupt­tri­büne und mach­te mich auf ins Innere des Grounds. Das Sta­dion an der Loh­mühle wur­de in den 1920er Jah­ren er­rich­tet und ist mit einer Ka­pa­zi­tät von über 15.000 Plät­zen das größ­te Fuß­ball­sta­dion in Schles­wig-Hol­stein. Neben der gro­ßen über­dach­ten Haupt­tri­büne, ver­fügt das Sta­dion auch auf der Ge­gen­ge­rade über eine klei­nere, aber we­sent­lich äl­te­re Sitz­platz­tri­büne. Auf den bei­den Hin­ter­tor­sei­ten be­fin­det sich zu­dem ein net­ter Stu­fen­aus­bau, wel­cher mit­tig der Pappel­kurve jedoch in­zwi­schen durch einen neu­en Steh­platz­bereich er­setzt wur­de. Ins­ge­samt soll­ten sich heu­te über 2.600 Zu­schau­er im Sta­dion an der Loh­mühle ein­fin­den, was mei­ner Mei­nung nach für ein Regio­nal­liga-Spiel am Mon­tag­abend eine stol­ze Zahl ist. Davon sam­mel­ten sich im neu er­rich­te­ten Steh­platz­bereich schät­zungs­weise 400 Heim­fans, die ihrem Team mit et­li­chen Schwenk­fah­nen den Rü­cken stärk­ten. Aus Olden­burg fan­den ca. 110 Reise­freu­dige den Weg nach Lübeck, wel­che zu zwei Drit­tel den Gäste­block be­völ­ker­ten und sich zu einem Drit­tel auf der Haupt­tri­büne nie­der­lie­ßen. Das klingt erst­mal über­schau­bar, für eine An­fahrt von 3 Stun­den unter der Woche, konn­te sich aller­dings auch das sehen las­sen. Zu Beginn der Par­tie zeig­te der Gäste­mob eine klei­ne, pyro­tech­ni­sche Ein­lage und wuss­te sonst akus­tisch auf sich auf­merk­sam zu machen. Grüße an den Fern­seh­sen­der Sport 1, wel­cher wegen der TV-Über­tra­gung für die un­ge­wöhn­li­che An­stoß­zeit ver­ant­wort­lich war, soll­ten üb­ri­gens auch von bei­den Fan­la­gern nicht aus­blei­ben. So zier­te auf bei­den Seiten ein Trans­parent gegen Mon­tags­spiele den Zaun, zudem zeig­ten die Gäste aus Olden­burg meh­re­re Spruch­bänder mit zu­sam­men­hän­gen­dem Wort­laut: „Unter der Woche ist Euro­pa­pokal, Lübeck ist nicht Däne­mark, die Loh­mühle ist nicht San Siro und Franziskus ist nicht Messi!“. Auf dem Spiel­feld sah man zu­nächst ein aus­ge­gli­che­nes Spiel, wel­ches mit einem 1:1-Halb­zeit­stand in die Pause ging. In der zwei­ten Spiel­hälfte waren auf Sei­ten der Hanse­städter schließ­lich mehr Spiel­an­teile vor­han­den, wodurch die­se am Ende einen ver­dien­ten 3:1-Heim­sieg fei­ern konn­ten

Deutschland – Belgien 0:2


05.09.2019
U17-Vier-Nationen-Turnier
Bezirkssportanlage Am Bandsbusch, Hilden
Zuschauer: 884

Nach­dem wir am Morgen bereits das U17-Länder­spiel zwi­schen Italien und Israel be­stau­nen durf­ten, stand für uns um 18 Uhr das Auf­ei­n­an­der­tref­fen der deut­schen sowie bel­gi­schen Nach­wuchs­kicker in Hilden auf dem Plan. Wie schon zuvor in Duis­burg wird auch das hie­sige Sta­dion der Be­zirks­sport­an­lage Am Bands­busch nor­ma­ler­weise nicht be­spielt, wes­halb sich der heu­tige Besuch be­son­ders be­zahlt mach­te. Ap­ro­pos Be­zah­lung, das Ein­tritts­geld lag heu­te bei mo­de­ra­ten 4 € für die Gegen­gerade, wel­che in Form eines Stu­fen­aus­baus in Er­schei­nung tritt. Des Wei­te­ren ver­fügt das 4.500 Zu­schau­er fas­sende Sta­dion über eine klei­ne, über­dachte Haupt­tri­büne. Diese soll­te heu­te aller­dings nur für VIPs zu­gäng­lich sein. Den­noch fan­den sich nach offi­zi­el­len An­ga­ben fast 900 Zu­scha­uer im Sta­dion ein, wel­che zu einem Groß­teil aus Fa­mi­li­en be­stan­den. Anders als in Duis­burg am Morgen, soll­te zum Deutsch­land-Spiel nun auch Ver­pfle­gung an­ge­bo­ten wer­den. Auf­grund unse­rer Fress-Eska­pa­den am Mittag, reich­te eine Tüte mit ge­misch­tem Süßen aller­dings voll­kom­men aus, um uns zu­frie­den­zu­stel­len. Über­zeu­gen konn­ten uns auch die bei­den Mann­schaf­ten auf dem Platz. So sah man ein flot­tes Spiel, in dem die deut­sche Na­tio­nal­elf gute Chan­cen vor­zu­wei­sen hat­te, ihre An­stren­gun­gen jedoch nicht zu be­loh­nen wuss­te. Die Gäste aus Bel­gien zeig­ten hin­ge­gen ihre ge­gen­wär­tige Klasse und netz­ten zwei­mal ins deut­sche Tor ein. Am Ende der 90 Mi­nu­ten (Anm. d. Red.: zu un­se­rer Freude wur­den die Spiele des U17-Vier-Nationen-Tur­niers tat­säch­lich in 2 x 45 Mi­nu­ten aus­ge­spielt) stand für die Bel­gier dem­nach ein ver­dien­ter 2:0-Aus­wärts­sieg auf der Haben­seite. Gleich nach Spiel­ende be­ga­ben wir uns zu unse­rem Auto und da­nach auf die 1 ½-stün­dige Heim­fahrt.

Italien – Israel 2:3


05.09.2019
U17-Vier-Nationen-Turnier
Leichtathletikstadion BSA Wedau III, Duisburg
Zuschauer: 100

An­fang Sep­tem­ber wur­de mit dem U17-Vier-Nati­o­nen-Tur­nier vom DFB eine Test­spiel­reihe in Tur­nier­form für Nach­wuchs-Nati­o­nal­mann­schaf­ten aus­ge­rich­tet. Neben un­se­rem deut­schen Team nah­men dort mit Italien, Bel­gien und Israel drei wei­te­re nam­hafte Nati­o­nen teil. Da jede Mann­schaft ein­mal ge­gen jeden Geg­ner an­trat, fan­den so­mit ins­ge­samt 6 Spiele an drei ver­schie­de­nen Spiel­orten statt. Zu­min­dest die bei­den Grounds ohne re­gu­lä­ren Spiel­be­trieb in Duis­burg und Hilden soll­ten von uns am ers­ten Spiel­tag des Tur­niers ge­kreuzt wer­den, so­dass es nach dem ges­tri­gen Spiel in Mon­heim erneut an den Nieder­rhein ging. So be­such­ten wir zu­nächst die Partie zwi­schen Italien und Israel, wel­che bereits um 11 Uhr in der Be­zirks­sport­anlage Wedau, also in direk­ter Nähe zum Duis­burger Wedau­sta­dion, aus­ge­tra­gen wur­de. Das zur Be­zirks­sport­anlage da­zu­ge­hö­rige Leicht­ath­le­tik­sta­dion fasst zwar nur etwas unter 3.000 Zu­schau­er, kann sich aber mit sei­ner über­dach­ten Haupt­tri­büne und dem Stu­fen­aus­bau auf der Ge­gen­ge­rade durch­aus sehen las­sen. Obwohl für das heu­tige Spiel kein Ein­tritts­geld ver­langt wur­de, fan­den sich den­noch nicht mehr als 100 Fuß­ball­inte­res­sier­te im Sta­dion ein, wel­che sich zum Groß­teil auch noch als Funk­ti­o­näre, Spie­ler-Scouts etc. zu­ord­nen lie­ßen. Ver­pfle­gung wur­de dem­nach wäh­rend des Spiels auch nicht an­ge­bo­ten, so­dass unser Früh­stück am heu­ti­gen Tag aus­fal­len muss­te. Das Spiel­niveau auf dem Platz wuss­te da­für zu ent­schä­di­gen. Zu­nächst waren die Ita­lie­ner die Mann­schaft, die das Spiel be­stimm­te und so ver­dient mit 2:0 in Füh­rung ging. Im Laufe der zwei­ten Halb­zeit wech­selte sich jedoch das Blatt. Die Is­ra­e­lis schaff­ten es das Spiel zu dre­hen und sich am Ende über­ra­schend mit 3:2 gegen die Azzurri durch­zu­setzen.
Da das zwei­te Spiel des Tages erst um 18 Uhr an­ge­pfif­fen wer­den soll­te, hat­ten wir nach Spiel­ende aus­rei­chend Zeit eini­ge der 7 Tod­sün­den aus­zu­le­ben. Im an­gren­zen­den China-Res­tau­rant be­gan­nen wir dem­nach mit Völ­le­rei und Gier. Für er­schwing­li­che 8,90 € schau­fel­ten wir dort et­li­che Teller des Mit­tags­buf­fets in uns hi­n­ein, bis es dem ein oder an­de­ren fast oben wie­der he­r­aus­kam. Im An­schluss gin­gen wir in Träg­heit über. So hieß es bei der ge­gen­wär­ti­gen Über­sät­ti­gung un­se­res Kör­pers im Auto erst­mal etwas Schlaf nach­zu­ho­len. Da es in Duis­burg kul­tu­rell nicht gera­de viel zu sehen gibt, gönn­ten wir uns die­sen Luxus ein­fach mal. Nach­dem wir uns von den Stra­pa­zen etwas er­holt hat­ten, mach­ten wir uns gegen 16 Uhr schließ­lich auf nach Hilden, wo am Abend das Spiel der deut­schen Nach­wuchs­kicker statt­fin­den soll­te.

1. FC Monheim – SC Rot-Weiß Oberhausen 1:3


04.09.2019
Niederrheinpokal (2. Runde)
Rheinstadion Nebenplatz, Monheim am Rhein
Zuschauer: 346

Am Mitt­woch soll­te es wie­der nach Nord­rhein-West­falen gehen, dies­mal an den Nieder­rhein. In Mon­heim soll­te es zur Ver­bands­pokal-Partie zwi­schen dem hei­mi­schen Ober­li­gis­ten 1. FC Mon­heim und dem Regio­nal­ligis­ten Rot-Weiß Ober­hausen kom­men. Der 1. FC Mon­heim ver­fügt eigent­lich über ein net­tes, mit einer über­dach­ten Haupt­tri­büne aus­ge­stat­te­tes Sta­dion, jedoch wird die­ses kaum noch ge­nutzt und statt­des­sen meist auf dem aus­bau­lo­sen Kunst­rasen­platz ne­ben­an ge­spielt. Unsere Hoff­nun­gen, dass die viel­ver­spre­chende Partie gegen den Tra­di­tions­ver­ein aus Ober­hausen viel­leicht auf dem Haupt­platz aus­ge­tra­gen wer­den kön­ne, wur­den lei­der auch nicht er­hört, so­dass die­ses Spiel eben­falls auf Kunst­rasen statt­fand. Im­mer­hin konn­te dank zahl­rei­cher Gäste­fans mit etwas Atmo­sphäre auf dem tris­ten Sport­ge­lände ge­rech­net wer­den. So dach­ten wir zu­min­dest. Zwar war gut die Hälfte der an­we­sen­den 350 Zu­schau­er der Gast­mann­schaft zu­zu­rech­nen, den­noch blieb die Un­ter­stüt­zung des eige­nen Ver­eins eher über­schau­bar. Zaun­be­flag­gung konn­te heu­te kei­ne aus­fin­dig ge­macht wer­den und an­statt sich ge­schlos­sen an einer Stelle zu sam­meln, ver­streu­ten sich die Fans des RWO will­kür­lich am Spiel­feld­rand. So kann das mit dem Sup­port ja nichts geben. Zu guter Letzt spiel­te auch noch das Wet­ter mit, so­dass man ge­fühlt 90 Mi­nu­ten im Regen stand. Hop­pen muss halt manch­mal auch weh­tun! Die Pro­ta­go­nis­ten auf dem Platz lie­ßen wäh­rend­des­sen den Ball lau­fen. Die Gäste aus Ober­hausen gaben sich hier­bei kei­ne Blöße und zogen mit einem sou­ve­rä­nen 3:1-Aus­wärts­sieg in die nächs­te Pokal­runde ein.

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