Sportplatzhänger

Fußball • Groundhopping • Reisen

SG Landskrone Heimersheim II – SV Blau-Gelb Dernau II 2:0


09.10.2019
Kreisliga D Rhein/Ahr Nord (9. Spieltag)
Sportplatz Heimersheim, Bad Neuenahr-Ahrweiler
Zuschauer: 35

FSG Moselbogen – SG 99 Andernach II 0:12


06.10.2019
Frauen-Rheinlandpokal (3. Runde)
Maifeldstadion, Polch
Zuschauer: 30

Ahlhorner SV II – Delmenhorster BV 0:6


24.09.2019
1. Kreisklasse Oldenburg-Land/Delmenhorst (6. Spieltag)
Hans-Jürgen-Beil-Stadion, Großenkneten-Ahlhorn
Zuschauer: 50

Auch auf dem Rück­weg von Kiel plan­te ich ein Spiel mit­zu­neh­men. Fün­dig wur­de ich schließ­lich mit dem Heim­spiel der zwei­ten Mann­schaft des Ahl­horner SV, wel­ches auf der Fahrt ins Rhein­land so ziem­lich genau auf hal­ber Stre­cke aus­ge­tra­gen wur­de. Die Heim­spiel­stätte des Ahl­horner SV ist das 3.500 Zu­schau­er fas­sende und mit einer klei­nen, über­dach­ten Tri­büne aus­ge­stat­tete Hans-Jürgen-Beil-Sta­dion. Den heu­ti­gen Geg­ner des ASV in der 1. Kreis­klasse Olden­burg-Land/Del­men­horst stell­te der Del­men­horster BV dar. Die Gäste aus Del­men­horst mach­ten mit den Haus­her­ren heu­te kur­zen Pro­zess, so­dass man den ASV am Ende mit 6:0 ab­fer­ti­gen konn­te.

VfB Lübeck – VfB Oldenburg 3:1


23.09.2019
Regionalliga Nord (11. Spieltag)
Stadion an der Lohmühle, Lübeck
Zuschauer: 2.657

Da es mich Ende Sep­tem­ber be­ruf­lich nach Kiel zog, bot es sich zu­gleich an das ein oder ande­re Spiel im Nor­den mit­zu­neh­men. Ob­wohl ich nor­ma­ler­weise kein Fan von Mon­tags­spie­len in den ers­ten vier Ligen bin, kam mir das Tra­di­tions­duell zwi­schen dem VfB Lübeck und dem VfB Olden­burg am Mon­tag­abend wie ge­ru­fen. Nach­dem ich nach mei­ner Ankunft in der Hanse­stadt Lübeck zu­nächst die wun­der­schöne Alt­stadt be­gut­ach­tet hat­te, hieß es gegen 18 Uhr zum alt­ehr­wür­di­gen Sta­dion an der Loh­mühle auf­zu­bre­chen. Für 17 € be­sorg­te ich mir dort ein Ticket für die neue Haupt­tri­büne und mach­te mich auf ins Innere des Grounds. Das Sta­dion an der Loh­mühle wur­de in den 1920er Jah­ren er­rich­tet und ist mit einer Ka­pa­zi­tät von über 15.000 Plät­zen das größ­te Fuß­ball­sta­dion in Schles­wig-Hol­stein. Neben der gro­ßen über­dach­ten Haupt­tri­büne, ver­fügt das Sta­dion auch auf der Ge­gen­ge­rade über eine klei­nere, aber we­sent­lich äl­te­re Sitz­platz­tri­büne. Auf den bei­den Hin­ter­tor­sei­ten be­fin­det sich zu­dem ein net­ter Stu­fen­aus­bau, wel­cher mit­tig der Pappel­kurve jedoch in­zwi­schen durch einen neu­en Steh­platz­bereich er­setzt wur­de. Ins­ge­samt soll­ten sich heu­te über 2.600 Zu­schau­er im Sta­dion an der Loh­mühle ein­fin­den, was mei­ner Mei­nung nach für ein Regio­nal­liga-Spiel am Mon­tag­abend eine stol­ze Zahl ist. Davon sam­mel­ten sich im neu er­rich­te­ten Steh­platz­bereich schät­zungs­weise 400 Heim­fans, die ihrem Team mit et­li­chen Schwenk­fah­nen den Rü­cken stärk­ten. Aus Olden­burg fan­den ca. 110 Reise­freu­dige den Weg nach Lübeck, wel­che zu zwei Drit­tel den Gäste­block be­völ­ker­ten und sich zu einem Drit­tel auf der Haupt­tri­büne nie­der­lie­ßen. Das klingt erst­mal über­schau­bar, für eine An­fahrt von 3 Stun­den unter der Woche, konn­te sich aller­dings auch das sehen las­sen. Zu Beginn der Par­tie zeig­te der Gäste­mob eine klei­ne, pyro­tech­ni­sche Ein­lage und wuss­te sonst akus­tisch auf sich auf­merk­sam zu machen. Grüße an den Fern­seh­sen­der Sport 1, wel­cher wegen der TV-Über­tra­gung für die un­ge­wöhn­li­che An­stoß­zeit ver­ant­wort­lich war, soll­ten üb­ri­gens auch von bei­den Fan­la­gern nicht aus­blei­ben. So zier­te auf bei­den Seiten ein Trans­parent gegen Mon­tags­spiele den Zaun, zudem zeig­ten die Gäste aus Olden­burg meh­re­re Spruch­bänder mit zu­sam­men­hän­gen­dem Wort­laut: „Unter der Woche ist Euro­pa­pokal, Lübeck ist nicht Däne­mark, die Loh­mühle ist nicht San Siro und Franziskus ist nicht Messi!“. Auf dem Spiel­feld sah man zu­nächst ein aus­ge­gli­che­nes Spiel, wel­ches mit einem 1:1-Halb­zeit­stand in die Pause ging. In der zwei­ten Spiel­hälfte waren auf Sei­ten der Hanse­städter schließ­lich mehr Spiel­an­teile vor­han­den, wodurch die­se am Ende einen ver­dien­ten 3:1-Heim­sieg fei­ern konn­ten

Deutschland – Belgien 0:2


05.09.2019
U17-Vier-Nationen-Turnier
Bezirkssportanlage Am Bandsbusch, Hilden
Zuschauer: 884

Nach­dem wir am Morgen bereits das U17-Länder­spiel zwi­schen Italien und Israel be­stau­nen durf­ten, stand für uns um 18 Uhr das Auf­ei­n­an­der­tref­fen der deut­schen sowie bel­gi­schen Nach­wuchs­kicker in Hilden auf dem Plan. Wie schon zuvor in Duis­burg wird auch das hie­sige Sta­dion der Be­zirks­sport­an­lage Am Bands­busch nor­ma­ler­weise nicht be­spielt, wes­halb sich der heu­tige Besuch be­son­ders be­zahlt mach­te. Ap­ro­pos Be­zah­lung, das Ein­tritts­geld lag heu­te bei mo­de­ra­ten 4 € für die Gegen­gerade, wel­che in Form eines Stu­fen­aus­baus in Er­schei­nung tritt. Des Wei­te­ren ver­fügt das 4.500 Zu­schau­er fas­sende Sta­dion über eine klei­ne, über­dachte Haupt­tri­büne. Diese soll­te heu­te aller­dings nur für VIPs zu­gäng­lich sein. Den­noch fan­den sich nach offi­zi­el­len An­ga­ben fast 900 Zu­scha­uer im Sta­dion ein, wel­che zu einem Groß­teil aus Fa­mi­li­en be­stan­den. Anders als in Duis­burg am Morgen, soll­te zum Deutsch­land-Spiel nun auch Ver­pfle­gung an­ge­bo­ten wer­den. Auf­grund unse­rer Fress-Eska­pa­den am Mittag, reich­te eine Tüte mit ge­misch­tem Süßen aller­dings voll­kom­men aus, um uns zu­frie­den­zu­stel­len. Über­zeu­gen konn­ten uns auch die bei­den Mann­schaf­ten auf dem Platz. So sah man ein flot­tes Spiel, in dem die deut­sche Na­tio­nal­elf gute Chan­cen vor­zu­wei­sen hat­te, ihre An­stren­gun­gen jedoch nicht zu be­loh­nen wuss­te. Die Gäste aus Bel­gien zeig­ten hin­ge­gen ihre ge­gen­wär­tige Klasse und netz­ten zwei­mal ins deut­sche Tor ein. Am Ende der 90 Mi­nu­ten (Anm. d. Red.: zu un­se­rer Freude wur­den die Spiele des U17-Vier-Nationen-Tur­niers tat­säch­lich in 2 x 45 Mi­nu­ten aus­ge­spielt) stand für die Bel­gier dem­nach ein ver­dien­ter 2:0-Aus­wärts­sieg auf der Haben­seite. Gleich nach Spiel­ende be­ga­ben wir uns zu unse­rem Auto und da­nach auf die 1 ½-stün­dige Heim­fahrt.

Italien – Israel 2:3


05.09.2019
U17-Vier-Nationen-Turnier
Leichtathletikstadion BSA Wedau III, Duisburg
Zuschauer: 100

An­fang Sep­tem­ber wur­de mit dem U17-Vier-Nati­o­nen-Tur­nier vom DFB eine Test­spiel­reihe in Tur­nier­form für Nach­wuchs-Nati­o­nal­mann­schaf­ten aus­ge­rich­tet. Neben un­se­rem deut­schen Team nah­men dort mit Italien, Bel­gien und Israel drei wei­te­re nam­hafte Nati­o­nen teil. Da jede Mann­schaft ein­mal ge­gen jeden Geg­ner an­trat, fan­den so­mit ins­ge­samt 6 Spiele an drei ver­schie­de­nen Spiel­orten statt. Zu­min­dest die bei­den Grounds ohne re­gu­lä­ren Spiel­be­trieb in Duis­burg und Hilden soll­ten von uns am ers­ten Spiel­tag des Tur­niers ge­kreuzt wer­den, so­dass es nach dem ges­tri­gen Spiel in Mon­heim erneut an den Nieder­rhein ging. So be­such­ten wir zu­nächst die Partie zwi­schen Italien und Israel, wel­che bereits um 11 Uhr in der Be­zirks­sport­anlage Wedau, also in direk­ter Nähe zum Duis­burger Wedau­sta­dion, aus­ge­tra­gen wur­de. Das zur Be­zirks­sport­anlage da­zu­ge­hö­rige Leicht­ath­le­tik­sta­dion fasst zwar nur etwas unter 3.000 Zu­schau­er, kann sich aber mit sei­ner über­dach­ten Haupt­tri­büne und dem Stu­fen­aus­bau auf der Ge­gen­ge­rade durch­aus sehen las­sen. Obwohl für das heu­tige Spiel kein Ein­tritts­geld ver­langt wur­de, fan­den sich den­noch nicht mehr als 100 Fuß­ball­inte­res­sier­te im Sta­dion ein, wel­che sich zum Groß­teil auch noch als Funk­ti­o­näre, Spie­ler-Scouts etc. zu­ord­nen lie­ßen. Ver­pfle­gung wur­de dem­nach wäh­rend des Spiels auch nicht an­ge­bo­ten, so­dass unser Früh­stück am heu­ti­gen Tag aus­fal­len muss­te. Das Spiel­niveau auf dem Platz wuss­te da­für zu ent­schä­di­gen. Zu­nächst waren die Ita­lie­ner die Mann­schaft, die das Spiel be­stimm­te und so ver­dient mit 2:0 in Füh­rung ging. Im Laufe der zwei­ten Halb­zeit wech­selte sich jedoch das Blatt. Die Is­ra­e­lis schaff­ten es das Spiel zu dre­hen und sich am Ende über­ra­schend mit 3:2 gegen die Azzurri durch­zu­setzen.
Da das zwei­te Spiel des Tages erst um 18 Uhr an­ge­pfif­fen wer­den soll­te, hat­ten wir nach Spiel­ende aus­rei­chend Zeit eini­ge der 7 Tod­sün­den aus­zu­le­ben. Im an­gren­zen­den China-Res­tau­rant be­gan­nen wir dem­nach mit Völ­le­rei und Gier. Für er­schwing­li­che 8,90 € schau­fel­ten wir dort et­li­che Teller des Mit­tags­buf­fets in uns hi­n­ein, bis es dem ein oder an­de­ren fast oben wie­der he­r­aus­kam. Im An­schluss gin­gen wir in Träg­heit über. So hieß es bei der ge­gen­wär­ti­gen Über­sät­ti­gung un­se­res Kör­pers im Auto erst­mal etwas Schlaf nach­zu­ho­len. Da es in Duis­burg kul­tu­rell nicht gera­de viel zu sehen gibt, gönn­ten wir uns die­sen Luxus ein­fach mal. Nach­dem wir uns von den Stra­pa­zen etwas er­holt hat­ten, mach­ten wir uns gegen 16 Uhr schließ­lich auf nach Hilden, wo am Abend das Spiel der deut­schen Nach­wuchs­kicker statt­fin­den soll­te.

1. FC Monheim – SC Rot-Weiß Oberhausen 1:3


04.09.2019
Niederrheinpokal (2. Runde)
Rheinstadion Nebenplatz, Monheim am Rhein
Zuschauer: 346

Am Mitt­woch soll­te es wie­der nach Nord­rhein-West­falen gehen, dies­mal an den Nieder­rhein. In Mon­heim soll­te es zur Ver­bands­pokal-Partie zwi­schen dem hei­mi­schen Ober­li­gis­ten 1. FC Mon­heim und dem Regio­nal­ligis­ten Rot-Weiß Ober­hausen kom­men. Der 1. FC Mon­heim ver­fügt eigent­lich über ein net­tes, mit einer über­dach­ten Haupt­tri­büne aus­ge­stat­te­tes Sta­dion, jedoch wird die­ses kaum noch ge­nutzt und statt­des­sen meist auf dem aus­bau­lo­sen Kunst­rasen­platz ne­ben­an ge­spielt. Unsere Hoff­nun­gen, dass die viel­ver­spre­chende Partie gegen den Tra­di­tions­ver­ein aus Ober­hausen viel­leicht auf dem Haupt­platz aus­ge­tra­gen wer­den kön­ne, wur­den lei­der auch nicht er­hört, so­dass die­ses Spiel eben­falls auf Kunst­rasen statt­fand. Im­mer­hin konn­te dank zahl­rei­cher Gäste­fans mit etwas Atmo­sphäre auf dem tris­ten Sport­ge­lände ge­rech­net wer­den. So dach­ten wir zu­min­dest. Zwar war gut die Hälfte der an­we­sen­den 350 Zu­schau­er der Gast­mann­schaft zu­zu­rech­nen, den­noch blieb die Un­ter­stüt­zung des eige­nen Ver­eins eher über­schau­bar. Zaun­be­flag­gung konn­te heu­te kei­ne aus­fin­dig ge­macht wer­den und an­statt sich ge­schlos­sen an einer Stelle zu sam­meln, ver­streu­ten sich die Fans des RWO will­kür­lich am Spiel­feld­rand. So kann das mit dem Sup­port ja nichts geben. Zu guter Letzt spiel­te auch noch das Wet­ter mit, so­dass man ge­fühlt 90 Mi­nu­ten im Regen stand. Hop­pen muss halt manch­mal auch weh­tun! Die Pro­ta­go­nis­ten auf dem Platz lie­ßen wäh­rend­des­sen den Ball lau­fen. Die Gäste aus Ober­hausen gaben sich hier­bei kei­ne Blöße und zogen mit einem sou­ve­rä­nen 3:1-Aus­wärts­sieg in die nächs­te Pokal­runde ein.

TuS Haltern am See – Wuppertaler SV 2:2


03.09.2019
Regionalliga West (2. Spieltag)
Mondpalast-Arena, Herne
Zuschauer: 700

Wie immer, wenn Beni zu Gast im Rhein­land ist, soll­ten auch bei sei­nem letz­ten Besuch wie­der eini­ge Grounds weg­ge­schep­pert wer­den. Unser Augen­merk fiel dies­mal auf Nord­rhein-West­falen, wo von Diens­tag bis Don­ners­tag vier Sta­dien ge­kreuzt wer­den soll­ten. Den Anfang mach­te dabei das Heim­spiel des frisch in die Regio­nal­liga auf­ge­stie­ge­nen TuS Haltern, an wel­chem auch Kuwe spon­tan In­te­res­se zeig­te. Des­halb sam­mel­ten wir Kuwe noch schnell am Kob­lenzer Haupt­bahn­hof ein, bevor wir uns auf den zwei­stün­di­gen Weg gen Wanne-Eickel mach­ten. Nor­ma­ler­weise trägt der TuS Haltern sei­ne Heim­spiele in der hei­mi­schen Stau­see­kampf­bahn aus, da die­se aller­dings trotz Mo­der­ni­sie­rung nicht über die nö­ti­ge In­f­ra­struk­tur ver­fügt, fin­den Risi­ko­spiele, wie das heu­tige gegen den Wupper­taler SV, teil­weise in der Mond­palast-Arena in Wanne-Eickel statt. Die Mond­palast-Arena wird re­gu­lär vom DSC Wanne-Eickel be­spielt und dient zudem auch als Aus­weich­stadion der Schal­ker Re­ser­ve. Das 13.500 Zu­schau­er fas­sende Sta­dion be­steht auf der Haupt­seite aus einer über­dach­ten Haupt­tri­büne sowie eini­gen Sitz­platz­rei­hen rechts und links davon und ist sonst kom­plett von Steh­rän­gen um­ge­ben. Wäh­rend der heu­ti­gen Partie waren zu­min­dest zu Be­ginn nur die Haupt­tri­büne und der Gäste­block für Zu­schau­er zu­gäng­lich. Dies reich­te jedoch voll­kom­men aus, denn mehr als 700 Zu­schau­er soll­ten sich letzt­end­lich nicht in der Mond­palast-Arena ein­fin­den. Davon be­völ­ker­ten im­mer­hin knapp 200 Rei­se­freu­dige aus Wupper­tal den Gäste­block, um ihr Team zu un­ter­stüt­zen. Von der Wupper­taler Fan­szene konn­te man in der Ver­gan­gen­heit aller­dings schon bes­sere Auf­tritte er­le­ben, sodass mich die­se heu­te nicht wirk­lich über­zeu­gen konn­te. Auch im Heim­be­reich blieb Sup­port heu­te eher Man­gel­ware. So wur­de wäh­rend des Ein­lau­fens kurz ein Schwen­ker ge­sich­tet, zudem waren ins­be­son­dere in der zwei­ten Halb­zeit spo­ra­disch „T-U-S“-Sprech­chöre zu hören, wel­che mir als TuS-An­hän­ger im­mer­hin ein Lächeln ins Gesicht zau­ber­ten. Aus ku­li­na­ri­scher Sicht kann ich lei­der eben­falls kei­ne lo­ben­den Worte aus­spre­chen. Im Heim­be­reich waren die Be­trei­ber der Wurst­bude der­ma­ßen über­for­dert, dass dauer­haft eine ellen­lange War­te­schlange vor­han­den war. Als man sich Mitte der zwei­ten Halb­zeit dann doch noch trau­te in die Schlange ein­zu­rei­hen, war ein Groß­teil der Ge­rich­te be­reits ver­grif­fen. So muss­te man sich mit einer Brat­wurst ohne alles zu­frie­den­ge­ben. Als Aus­rede hieß es schließ­lich, dass man im Vor­feld nicht mit mehr als 150 Zu­schau­ern im Heim­be­reich ge­rech­net hat­te und des­halb falsch kal­ku­liert hät­te. Zu­frie­den­stel­len konn­te hin­ge­gen das Ge­sche­hen auf dem Spiel­feld. Dort spiel­ten die Gäste aus Wupper­tal frech auf, gin­gen früh in Füh­rung und konn­ten die­se kurz vor der Halb­zeit­pause wei­ter aus­bauen. In der zwei­ten Hälfte wen­dete sich das Blatt, denn nun war die Heim­elf am Drücker. In­ner­halb von zwei Mi­nu­ten schaff­te es der TuS Haltern zwei­mal ein­zu­net­zen und somit zum 2:2 aus­zu­glei­chen. Danach soll­te sich am Er­geb­nis nichts mehr ändern, sodass am Ende eine leis­tungs­ge­rech­tes Remis zu Buche stand. Gleich nach Spiel­ende be­ga­ben wir uns zurück zu un­se­rem Ge­fährt, um den Hei­mweg an­zu­tre­ten.

SG Augst – SV Untermosel Kobern-Gondorf 3:1


25.08.2019
Kreisliga A Koblenz (2. Spieltag)
Augst-Stadion, Neuhäusel
Zuschauer: 100

Eintracht Frankfurt – FC Vaduz 1:0


15.08.2019
UEFA Europa League (3. Qualifikationsrunde, Rückspiel)
Commerzbank-Arena, Frankfurt am Main
Zuschauer: 48.000 (aus­ver­kauft)

Berliner FC Dynamo – SG Grün-Weiss Baumschulenweg 11:0


11.08.2019
Berliner Landespokal (1. Hauptrunde)
Sportforum Hohenschönhausen, Berlin
Zuschauer: 423

Bevor es am Sonn­tag­abend zurück ins Rhein­land gehen soll­te, stand am Mit­tag zu­nächst noch ein wei­te­res Spiel auf der Ta­ges­ord­nung. Da die ers­te Runde des Berliner Lan­des­pokals zum größ­ten Teil kurz­fris­tig auf den heu­ti­gen Tag ter­mi­niert wur­de, hat­ten wir dem­ent­spre­chend auch die ein oder ande­re Spiel­paarung zur Aus­wahl. Unsere Wahl fiel schließ­lich auf das Heim­spiel des BFC Dynamo, wel­ches nicht wie sonst im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sport­park statt­fand, son­dern im hei­mi­schen, sel­ten be­spiel­ten Sport­forum in Hohen­schön­hausen an­ge­setzt war. Weil Kuwe am Mor­gen lei­der mit sei­ner Fuß­ver­let­zung zu kämp­fen hat­te und des­we­gen schon früh­zei­tig die Heim­reise an­trat, hieß es für mich mal wie­der allei­ne zum Ort des Ge­sche­hens auf­zu­bre­chen. Da ich noch mein Gepäck mit mir rum­schleppte, fuhr ich zu­nächst zum Lichten­berger Bahn­hof, um dort sel­bi­ges zu ver­stauen, bevor es wei­ter nach Hohen­schön­hausen ging. Am Sport­forum an­ge­kom­men wech­sel­ten schließ­lich 8 € im Aus­tausch gegen eine Ein­tritts­karte den Be­sit­zer und ich er­hielt Zu­tritt zum Ground. Das Sport­forum Hohen­schön­hausen besteht auf einer Seite aus einer mit Sitz­scha­len be­stück­ten, mit­tig über­dach­ten Haupt­tri­büne und ist sonst mit gamm­li­gen, gras­be­wach­se­nen Steh­rän­gen aus­ge­baut. Ganz nach mei­nem Ge­schmack! Heute war jedoch nur die Haupt­seite des Sta­di­ons für Zuschauer zu­gäng­lich, was bei nicht viel mehr als 400 An­we­sen­den auch locker aus­reichte. Da­run­ter ge­lit­ten hat­te le­dig­lich mei­ne ob­li­ga­to­ri­sche Foto­runde, wel­che ich heu­te dem­nach na­tür­lich nicht kom­plett voll­zie­hen konn­te. Der heu­tige Gast­geber und Regio­nal­ligist BFC Dynamo zählt als einer der er­folg­reichs­ten Fuß­ball­klubs der ehe­ma­li­gen Deut­schen Demo­kra­ti­schen Re­pu­b­lik. So konn­te der Stasi-Klub zu DDR-Zei­ten drei Pokal­siege ein­fah­ren sowie 10 Meis­ter­schaf­ten fei­ern, wes­halb ihnen zu­gleich das Prä­di­kat „DDR-Rekord-Meister“ zu­steht. Nach der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung konn­te der BFC Dynamo nicht mehr an sei­ne glanz­vol­len Zei­ten an­knüp­fen, wes­halb man durch In­sol­venz in eine lan­ge Tal­fahrt zwi­schen Ver­bands- und Ober­liga ge­riet. Als größ­te Erfolge nach der Wende kön­nen dem BFC daher nur die Ber­lin­pokal­siege zu­ge­rech­net wer­den, wel­che der Ver­ein bis­her sechs­mal re­a­li­sie­ren konn­te. Seit 2014 gehen die Wein­roten nun wie­der in der Regio­nal­liga Nord­ost an den Start. Dank der glor­rei­chen Zei­ten ver­fügt der BFC Dynamo jedoch bis heu­te über eine re­la­tiv gro­ße Fan­basis. So war auch ein Groß­teil der heu­te an­we­sen­den Zu­schauer zwei­fels­frei als Sym­pa­thi­san­ten des BFC Dynamo zu er­ken­nen. Bei bes­tem Fuß­ball­wetter be­schäf­tig­ten sich die­se aller­dings lie­ber mit Bier­trin­ken als mit Sup­port, so­dass es heu­te im Sport­forum ins­ge­samt eher ruhig blieb. Die in der Kreis­liga B spie­len­de SG Grün-Weiss Baum­schulen­weg wur­de wäh­rend­des­sen von ca. 30 An­hän­gern be­glei­tet. Hier­bei han­delte es sich jedoch aus­nahms­los um Freunde und Ver­wandte sowie ande­re Ver­eins­mit­glie­der, wes­halb es auch in der Gäste­ecke still blieb. Auf dem Platz ging es dafür heiß her. Dort mach­ten die fa­vo­ri­sier­ten Haus­her­ren kur­zen Pro­zess und fer­tig­ten den klas­sen­nied­ri­ge­ren Geg­ner mit 11:0 ab. Gleich nach Spiel­ende mach­te ich mich zurück auf den Weg nach Lichten­berg und von dort wei­ter zum Flug­hafen Tegel, um die recht kur­ze Heim­reise an­zu­tre­ten.

FC Viktoria 1889 Berlin – DSC Arminia Bielefeld 0:1


10.08.2019
DFB-Pokal (1. Runde)
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Berlin
Zuschauer: 4.503

Im Anschluss an das Junioren­spiel in Prenzlauer Berg ging es für uns gleich wei­ter zum nächs­ten Kick. Keine 15 Mi­nu­ten nach­dem wir in Prenzlauer Berg die Tram be­stie­gen hat­ten, stan­den wir auch schon vor dem alt­ehr­wür­di­gen Friedrich-Ludwig-Jahn-Sport­park, in dem die heu­ti­ge DFB-Pokal-Partie zwi­schen Viktoria Berlin und Arminia Biele­feld statt­fin­den soll­te. Da Kuwe auf dem kur­zen Weg zum Stadion be­merkte, dass er sein Gäs­te­ti­cket am Mor­gen im Hos­tel ver­ges­sen hat­te, ent­schied sich die­ser zu mei­ner Freude spon­tan das Spiel mit mir zu­sam­men aus dem Heim­be­reich zu ver­fol­gen. So or­der­ten wir uns schnell zwei Tickets für je­weils 14 € und en­ter­ten den Ground. Von Innen ist das Sta­dion im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sport­park sehr im­po­sant und eine ab­so­lute Augen­weide. So be­steht das Sta­dion aus einem wei­ten Oval, wel­ches fast kom­plett mit bun­ten Sitz­scha­len aus­ge­stat­tet ist und auf der Ge­gen­ge­rade zudem durch­ge­hend über­dacht ist. Des Wei­te­ren ver­fügt das Sta­dion auf der ge­gen­über­lie­gen­den Seite über eine mas­sive Haupt­tri­büne. Wie die meis­ten ver­mut­lich bereits ver­nom­men haben, wird das jet­zige Er­schei­nungs­bild des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sport­parks jedoch bald schon der Ver­gan­gen­heit an­ge­hö­ren. An­läss­lich der Special Olym­pics soll näm­lich bis 2023 ein Neu­bau an sel­ber Stelle er­rich­tet wer­den, wes­halb auch schon im kom­men­den Jahr die Bag­ger rol­len sol­len und mit dem Abriss des Sta­di­ons be­gon­nen wird. Umso wich­ti­ger war es für uns, die­sem Ground vor­her noch einen Besuch ab­zu­stat­ten. Nor­ma­ler­weise wird der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sport­park aus­schließ­lich von den bei­den Regio­nal­ligis­ten BFC Dynamo sowie VSG Altglienicke bespielt, mit dem Heim­spiel von Viktoria Berlin im DFB-Pokal be­ka­men wir nun jedoch noch eine wei­te­re Ge­le­gen­heit die­se Perle zu kreu­zen.
Auch wenn auf Sei­ten von Viktoria Berlin im Vor­hi­nein von einer atem­be­rau­ben­den Ku­lisse ge­träumt wur­de, fan­den sich letzt­lich nur an die 4.500 Fuß­ball­in­te­res­sierte im fast 20.000 Zu­schau­er fas­sen­den Sta­dion ein. Dem­ent­spre­chend waren heu­te auch nur die Haupt­tri­büne, die Ge­gen­ge­rade sowie der Gäste­block zu­gäng­lich. Am volls­ten schien davon noch der Away-Sektor, wel­cher im­mer­hin von gut 2.000 Ar­mi­nen be­völ­kert wur­de. Diese schaff­ten es heu­te aller­dings nicht mich gänz­lich zu be­frie­di­gen. Der akti­ve Hau­fen war zwar gut auf­ge­legt und zeig­te gute Ansätze, konn­te die Stim­mung aber sel­ten auf den rest­li­chen Block über­tra­gen. Des Wei­te­ren fiel auf, dass bis auf den ob­li­ga­to­ri­schen Zaun­fah­nen auf sämt­li­che op­ti­schen Hilfs­mit­tel ver­zich­tet wur­de. Im Heim­be­reich sam­melte sich wäh­rend­des­sen eine klei­ne Gruppe, wel­che zwar im Besitz einer Schwenk­fahne war, sonst aber nur spo­ra­disch auf sich auf­merk­sam mach­te und auch nicht wirk­lich ernst zu neh­men war. Auf dem Spiel­feld nahm indes alles den er­war­te­ten Lauf, denn der Fa­vo­rit aus Ost­west­falen ging schon früh mit 1:0 in Füh­rung. Den Gäs­ten aus Biele­feld ge­lang es je­doch nicht die Füh­rung wei­ter aus­zu­bauen, wo­durch der DSC eini­ge Male in Be­dräng­nis ge­riet. Am Ende reich­te das knap­pe 1:0 den­noch für einen Sieg und ein glanz­lo­ses Wei­ter­kom­men in die nächs­te Pokal­runde. Nach Spiel­ende zog es uns noch für das ein oder ande­re Kalt­ge­tränk in die sta­dion­nahe Lo­ka­li­tät „Tante Käthe“, bevor wir uns mehr oder weni­ger an­ge­schla­gen in unser Hostel zu­rück­zogen.

SG Rotation Prenzlauer Berg – SSV Köpenick-Oberspree 11:0


10.08.2019
Berliner Landespokal A-Junioren (1. Runde)
Tesch-Sportplatz, Berlin
Zuschauer: 25

Zur Ein­stim­mung für unser Ziel­spiel am Nach­mit­tag ging es am Sams­tag­mor­gen zu­nächst nach Prenz­lauer Berg. Auf dem dor­ti­gen Tesch-Sport­platz fand um 12 Uhr der A-Juni­o­ren-Landes­pokal-Kick zwi­schen der SG Rotation Prenz­lauer Berg und dem SSV Köpenick-Ober­spree statt. Der Tesch-Sport­platz ist ein ge­wöhn­li­cher Kunst­rasen­platz ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau, wel­cher aber im­mer­hin durch sei­ne Lage in­mit­ten des Wohn­ge­biets punk­ten kann. Unsere Hoff­nun­gen bereits hier das ein oder ande­re Flüs­sig­brot zu uns neh­men zu kön­nen, wur­den mit unse­rer Ankunft lei­der im Keim er­stickt. Umso är­ger­li­cher war es auch, dass wir im Vor­feld ver­säumt hat­ten, uns selbst mit eini­gen Kalt­ge­trän­ken aus­zu­stat­ten. Lang­wei­lig wur­de es aller­dings trotz­dem nicht, denn die hei­mi­schen Nach­wuchs­kicker konn­ten kaum vom Tor der Gäste ab­las­sen. Am Ende durf­ten wir gan­ze 11 Tore und somit einen sou­ve­rä­nen Heim­sieg der SG Rotation be­stau­nen.

FV Erkner 1920 – SV Babelsberg 03 1:2 n.V.


09.08.2019
Landespokal Brandenburg (1. Runde)
Erich-Ring-Stadion, Erkner
Zuschauer: 484

Am ers­ten Pokal­wochen­ende bekam ich end­lich mal wie­der die Ge­le­gen­heit mit Kuwe auf Tour zu gehen. Mit dem Gast­spiel sei­ner Biele­felder Arminen bei Viktoria Ber­lin nutz­ten wir die Chance ein paar Tage in der Haupt­stadt zu ver­wei­len und so den le­gen­dä­ren Fried­rich-Ludwig-Jahn-Sport­park zu kreu­zen und zudem eini­ge ande­re Spiele mit­zu­neh­men. Wäh­rend Kuwe plan­te mit der Bahn an­zu­rei­sen, wähl­te ich die viel be­que­mere, aber auch um­welt­schäd­li­chere Va­ri­ante eines In­land­flu­ges. Nach mei­ner An­kunft in Berlin-Schöne­feld ver­fügte ich somit über aus­rei­chend Zeit in unse­rem Hos­tel in Schöne­berg ein­zu­che­cken und dort noch ein wenig aus­zu­span­nen, bevor es am Abend zur ers­ten Partie gehen soll­te. Da Kuwes Zug ent­ge­gen aller Er­war­tun­gen ver­spä­tet in Berlin ein­tref­fen soll­te und ein Spiel­besuch für ihn folg­lich un­mög­lich schien, hieß es für mich schließ­lich allei­ne auf­zu­bre­chen.
Vom Ost­kreuz nahm ich die Re­gio­nal­bahn Rich­tung Frank­furt an der Oder, um in die be­schau­li­che und am Rande Ber­lins ge­le­gene Klein­stadt Erkner zu ge­lan­gen. Nach dem da­rauf­fol­gen­den 10-minü­ti­gen Fuß­marsch und dem Be­glei­chen eines Ein­tritts­gel­des im Wert von 5 €, stand ich nun im Erich-Ring-Stadion, in wel­chem der hei­mi­sche FV Erkner am Abend in der ers­ten Runde des Bran­den­bur­ger Lan­des­pokals auf den Regio­nal­li­gis­ten SV Babels­berg 03 traf. Das Erich-Ring-Stadion bie­tet Platz für ins­ge­samt 4.000 Zuschauer und ver­fügt ein­sei­tig über einen Aus­bau, wel­cher in Form von vier Sitz­platz­rei­hen über die kom­plette Ge­gen­ge­rade geht. Laut of­fi­zi­el­len An­ga­ben er­schie­nen zum heu­ti­gen Kick den­noch nur 484 in­te­res­sierte Zuschauer, die dem Spit­zen­spiel gegen den Bran­den­burg­pokal-Rekord­sie­ger Babels­berg fol­gen woll­ten. Schon allei­ne des­we­gen, weil ca. 250 Schlach­ten­bumm­ler aus Pots­dam den Weg nach Erkner fan­den, emp­fand ich die of­fi­zi­elle Zu­schau­er­zahl etwas zu nied­rig an­ge­setzt und hät­te die­se min­des­tens auf 600 ge­schätzt. Zu­dem fin­de ich es etwas merk­wür­dig, dass der Wurst­buden­be­trei­ber be­reits bei 484 Zu­schau­ern über­for­dert ist, wes­halb man fast eine hal­be Stunde auf Bier und Wurst war­ten muss­te. Aber gut, wie dem auch sei. Im­mer­hin fan­den sich aus der Babels­berger Fan­szene knapp 30 Mo­ti­vier­te, die heu­te Bock auf Sup­port hat­ten und so mit Hilfe von Schwen­kern und Dop­pel­hal­tern auf sich auf­merk­sam mach­ten. Auf dem Spiel­feld zeig­te sich indes ein voll­kom­men ge­gen­sätz­li­ches Bild. Ein Klas­sen­un­ter­schied zwi­schen den bei­den Mann­schaf­ten war dort kaum be­merk­bar, so­dass die Haus­her­ren frech auf­spiel­ten und mit einer ver­dien­ten 1:0-Füh­rung in die Pause gin­gen. In der zwei­ten Hälfte kamen nun auch die Babels­berger ins Spiel und netz­ten eine gute Vier­tel­stunde nach Wie­der­an­pfiff zum 1:1 ein. Ein wei­te­rer Tref­fer blieb den Zu­schau­ern vor­erst ver­wehrt, wo­durch es nach 90 Mi­nu­ten wei­ter­hin Un­ent­schie­den stand und somit in die Ver­län­ge­rung ging. In den fol­gen­den 30 Mi­nu­ten ge­lang es den fa­vo­ri­sier­ten Gästen erneut die Kugel ins Tor des hei­mi­schen Lan­des­li­gis­ten ein­zu­schie­ben und so als glück­li­cher Sie­ger in die nächs­te Runde des Bran­den­burg­pokals ein­zu­zie­hen. Nach Spiel­ende ging es für mich per ÖPNV zurück nach Schöne­berg, wo in­zwi­schen auch Kuwe schon auf mich war­te­te. Zu mei­ner Freude hat­te die­ser bereits eini­ge Bom­ben unse­res al­ko­hol­hal­ti­gen Lieb­lings­ge­tränks be­sorgt, so­dass einem fröh­li­chen Abend nichts mehr im Weg stand.

TuS Asbach – SG Horressen/Elgendorf 4:3


02.08.2019
Kreispokal A-/B-Klasse Westerwald/Wied (1. Runde)
Karl Meidl Arena, Asbach
Zuschauer: 70

FC DAC 1904 Dunajská Streda – MKS Cracovia Kraków 1:1


11.07.2019
UEFA Europa League (1. Qualifikationsrunde, Hinspiel)
MOL Aréna, Dunajská Streda (SVK)
Zuschauer: 9.860

Da die bei­den Kol­le­gen zum aller­ers­ten Mal in Buda­pest ver­weil­ten und uns am Vor­tag neben den drei Spiel­be­su­chen nicht mehr viel Zeit für ande­re Dinge blieb, zog es uns in den frü­hen Mit­tags­stun­den des Don­ners­tags erneut ins Zen­t­rum der un­ga­ri­schen Haupt­stadt. Im Schnell­durch­lauf klap­per­ten wir mit dem Par­la­ment, dem Burg­palast und der St.-Stephans-Basi­lika die wich­ti­gen Se­hens­wür­dig­kei­ten in Donau­nähe ab. Lei­der ist Sight­see­ing nicht gera­de die Lie­blings­be­schäf­ti­gung der bei­den Schwei­zer Kul­tur­ba­nau­sen, wo­durch es schnellst­mög­lich wei­ter zum nächs­ten Punkt auf der Tages­ord­nung ging: Es­sen­fas­sen! So lie­ßen wir uns in einem ita­li­e­ni­schen Re­s­tau­rant nie­der, um zu tou­ris­tisch an­ge­pass­ten Prei­sen Pizza bzw. Pasta zu ver­zeh­ren. Zu­gleich be­rie­ten wir uns wel­ches der bei­den po­ten­tiel­len Euro­pa­pokal­spiele das pas­sende Abend­pro­gramm für uns dar­stel­len soll­te. Zur Aus­wahl stan­den zum einem das Spiel zwi­schen Honvéd Buda­pest und Žalgiris Vilnius, zum ande­ren das Spiel zwi­schen DAC Dunajská Streda und Cracovia Kraków. Obwohl das Heim­spiel von Honvéd viel ent­spann­ter zu er­rei­chen ge­we­sen wäre, ent­schie­den wir, auf­grund der vor­aus­sicht­lich bes­se­ren Atmo­sphäre, in die Süd­slo­wa­kei zu fah­ren.
Gegen Nach­mit­tag mach­ten wir uns also auf die knapp 150 Ki­lo­me­ter lan­ge Reise gen Dunajská Streda, wo wir gut 2 ½ Stun­den vor Spiel­be­ginn ein­tra­fen. Dunajská Streda ist eine Mit­tel­stadt, die nicht un­weit der un­ga­risch-slowa­ki­schen Grenze liegt und des­halb eine Be­son­der­heit auf­weist. Tat­säch­lich han­delt es sich näm­lich bei ¾ der 22.700 Ein­woh­ner um Mag­ya­ren, wes­halb Dunajská Streda als wich­tigs­tes Zen­t­rum der un­ga­ri­schen Min­der­heit in der Slo­wa­kei be­kannt ist. Daher ist es auch nicht ver­wun­der­lich, dass sich beim heu­ti­gen Heim­ver­ein und des­sen Fans alles um das süd­lich ge­le­gene Nach­bar­land dreht. So steht das DAC im Ver­eins­namen bei­spiels­weise für das un­ga­ri­sche „Dunaszerdahelyi Atlétikai Club“, wie der Fuß­ball­klub zu Grün­dungs­zei­ten noch ge­nannt wur­de.
Nach unse­rer An­kunft am Sta­dion gin­gen wir zunächst auf Ti­cket­suche und wur­den schließ­lich für er­schwing­li­che 10 € fün­dig. Die MOL Aréna wur­de nach dem Um­bau des alten Sta­di­ons erst in die­sem Jahr neu er­öff­net und ge­nießt seit­dem den Sta­tus eines rei­nen All-Sea­ters mit ins­ge­samt 13.000 Sitz­plät­zen. Ob­wohl unse­re Plätze für die Hin­ter­tor­tri­büne be­stimmt ge­we­sen wären, schli­chen wir uns kurz vor Spiel­be­ginn in den Eck­block der Haupt­tri­büne, um das Spiel von dort zu ver­fol­gen. Der aus­schlag­ge­bende Punkt dafür war, dass die Gäste aus Polen auf der sel­bi­gen Hin­ter­tor­tri­büne po­si­tio­niert waren und uns so der Genuss bei­de Fan­szenen zu be­ob­ach­ten, ver­wehrt ge­blie­ben wäre. Im Nach­gang be­wahr­hei­tete sich dies als ein­zig rich­tige Ent­schei­dung, denn fan­tech­nisch kam man heu­te voll auf sei­ne Kos­ten. Gleich zu Beginn durf­te man ein Intro be­stau­nen, wel­ches der pol­nisch-unga­ri­schen Freund­schaft ge­wid­met war. So sah man auf Heim­seite eine Choreo, bei der aus roten und wei­ßen Papp­ta­feln die pol­ni­sche Na­tio­nal­flagge ent­stand und da­rü­ber hi­naus mit­tig eine Block­fahne mit der Ab­bil­dung eines pol­nisch-unga­risch kom­bi­nier­ten Wap­pens he­r­un­ter­ge­las­sen wur­de. Zur sel­ben Zeit zeig­ten die Gäste­fans eben­falls mit Hilfe von Papp­ta­feln die Na­tio­nal­flagge des be­freun­de­ten Ungarns. Ab­ge­run­det wur­de das Ganze, indem die Ge­gen­ge­rade in den blau-gelben Ver­eins­far­ben des DAC her­vor­stach. Im An­schluss dar­an bekam man sowohl im Heim- als auch im Gäste­block typisch ost­euro­pä­i­schen Sup­port in Form von Klatsch­ein­la­gen und Schlacht­rufen ge­bo­ten. Mal jeder nur für sich, mal zu­sam­men mit den geg­ne­ri­schen Fans im Wech­sel­ge­sang à la „Ria, Ria, Hungária“ oder „Polska! Polska!“. Von den 800 Gästen aus Krakau, wel­che sich zum Teil auch am Rand der Ge­gen­ge­rade sam­mel­ten, bekam man zudem eine klei­ne pyro­tech­ni­sche Ein­lage sowie zu Beginn der zwei­ten Hälfte ein Intro aus ein­heit­lich rot-weiß ge­streif­ten Schwenk­fah­nen prä­sen­tiert. Auf dem Spiel­feld ging es eben­falls heiß her, je­doch war man dem Geg­ner dort nicht ganz so po­si­tiv ge­stimmt wie auf den Rän­gen. Weder die eine noch die ande­re Mann­schaft woll­te wich­tige Punkte her­schen­ken, wo­durch schließ­lich ein fai­res 1:1-Unent­schie­den zu Buche stand.
Nach Spiel­ende be­ga­ben wir uns so­fort zu unse­rem Ge­fährt und im An­schluss dar­an mit sel­bi­gem auf den Weg zurück nach Buda­pest in unser Hos­tel. Dort ließ man ein letz­tes Mal ge­mein­sam den Abend aus­klin­gen, bevor es am nächs­ten Mor­gen hieß Ab­schied von­ei­n­an­der zu neh­men. Wäh­rend Beni und Matteo auf dem Rück­weg in die Schweiz noch ein wei­te­res Spiel mit­nah­men, wur­de es für mich Zeit zum Flug­ha­fen auf­zu­bre­chen und den Rück­flug gen Deutsch­land an­zu­tre­ten.

Ferencvárosi TC – PFC Ludogorets Razgrad 2:1


10.07.2019
UEFA Champions League (1. Qualifikationsrunde, Hinspiel)
Groupama Aréna, Budapest (HUN)
Zuschauer: 18.115

Am Abend stand mit dem Euro­pa­po­kal-Spiel zwi­schen Ferenc­város Buda­pest und Ludo­gorets Razgrad das Ziel­spiel des Tages auf dem Pro­gramm. Da wir hier heu­te mit einer vol­len Hütte rech­ne­ten, hat­ten wir uns schon im Vor­feld mit Tickets ver­sorgt. Die Ticket­be­schaf­fung an sich ging re­la­tiv pro­b­lem­los über die Bühne, le­dig­lich die Un­freund­lich­keit der ge­gen­wär­ti­gen Mit­ar­bei­ter sowie die Re­gis­trie­rung für die ver­pflich­tende Fan­card samt Pass­foto und Venen­scan nerv­te etwas. Wäh­rend sich Beni und Matteo auf der Hin­ter­tor­tri­büne ein­buch­ten, gönn­te ich mir ein Ticket für die Ge­gen­ge­rade, wel­ches sich auf 7.000 Fo­rint zu­züg­lich 1.000 Fo­rint für das un­frei­wil­lige Selbst­por­t­rät be­lief. Bei Be­tre­ten des Sta­dions erfüll­te das ge­kaufte Ticket schließ­lich nur noch eine un­ter­ge­ord­nete Funk­tion, da der Zu­tritt vor­ran­gig über Venen­scan und Fan­card ge­währt wird. Wie die meis­ten gro­ßen Sta­dien in Buda­pest wur­de auch das Sta­dion von Fradi vor eini­gen Jah­ren er­neu­ert und 2014 fei­er­lich er­öff­net. Seit­dem steht in Ferenc­város eine moder­ne Arena, die nor­ma­ler­weise für 23.700 Zu­schau­er Platz bie­tet. Bei in­ter­na­tio­na­len Spie­len ist die Ka­pa­zi­tät des Sta­dions jedoch um ca. 1.000 Plätze re­du­ziert, wo­durch das heu­tige Spiel mit etwas über 18.000 an­we­sen­den Zu­schau­ern recht gut be­sucht war. Be­son­ders die Heim­kurve von Fradi war gut ge­füllt, so­dass man auf ein stim­mungs­volles Spiel hof­fen konn­te. Zu Beginn der Partie sah man so bei­spiels­weise eine gro­ße Cho­reo­gra­phie aus Papp­ta­feln, wel­che das bo­xen­de Kon­ter­fei der be­kann­tes­ten Ultra­gruppe von Ferenc­város, den „Green Monsters“, dar­stell­te. Sonst ge­stal­tete sich der Sup­port im Heim­be­reich ty­pisch ost­euro­pä­isch und be­stand zu einem gro­ßen Teil aus Schlacht­rufen und Klatsch­ein­la­gen. Lei­der schwapp­te die Stim­mung aus dem Heim­block meist nur in span­nen­den Pha­sen aufs rest­liche Pub­li­kum über. Einen sou­ve­rä­nen Auf­tritt kann man den Heim­fans aller­dings trotz­dem be­schei­ni­gen. Im Gäste­block tum­mel­ten sich wäh­rend­des­sen ca. 100 Bul­ga­ren, die von Rasgrad aus eine An­rei­se von knapp 1.000 Ki­lo­me­tern hin­ter sich hat­ten. Wie zu er­war­ten, be­merk­te man von die­sen sup­port­mä­ßig aller­dings wenig bis gar nichts. Auf dem Spiel­feld ge­stal­tete sich die Sache hin­ge­gen etwas aus­ge­gli­che­ner. Nach­dem Fradi früh in Füh­rung ge­gan­gen war, gelang es Ludo­gorets noch vor der Halb­zeit­pause zum 1:1 aus­zu­glei­chen. In der zwei­ten Spiel­hälfte waren es nun wie­der die Ungarn, die zum er­neu­ten Füh­rungs­tref­fer ein­netz­ten und schließ­lich als Sie­ger vom Platz gin­gen. Nach Spiel­ende zog es uns zu­nächst auf ein paar Kalt­ge­tränke ins Szimpla Kert, bevor wir uns zurück in unser Hostel be­ga­ben, um etwas Kraft für den kom­men­den Tag zu tan­ken.

Soroksár SC – Kozármisleny FC 2:0


10.07.2019
Testspiel
Szamosi Mihály Sporttelep, Budapest (HUN)
Zuschauer: 80

Dank Beni und sei­ner Flug­angst ging es von nun an mit dem Auto wei­ter. So wur­den nach dem mor­gend­li­chen Vor­be­rei­tungs­spiel bei Vasas Buda­pest zu­nächst ein paar or­ga­ni­sa­to­ri­sche Sa­chen er­le­digt, bevor das zwei­te Spiel an­ge­fah­ren wer­den konn­te. Im De­tail be­stan­den die­se Er­le­di­gun­gen dar­aus, Benis und Matteos Tickets fürs Cham­pions League-Spiel am Abend zu be­sor­gen sowie in unse­rem Hotel für die nächs­ten zwei Nächte ein­zu­che­cken. Nach­dem wir alles pro­b­lem­los ab­ge­ar­bei­tet hat­ten, ging es schließ­lich nach Soroksár, dem jüngs­ten und süd­lichs­ten Stadt­teil von Buda­pest. Dort fand um 17 Uhr der Test­kick des Zweit­ligis­ten Soroksár SC statt. Der Ver­ein wur­de zwar erst 1999 ge­grün­det, sieht sich aber als Nach­folge­ver­ein des Soroksári AC, wel­cher von 1911 bis 1968 exis­tierte und 1934 den un­ga­ri­schen Pokal gewin­nen konn­te. Der heu­ti­ge Gast im Szamosi Mihály Sporttelep war der aus dem süd­li­chen Teil Ungarns stam­mende Dritt­ligist Kozármisleny FC. Das Szamosi Mihály Sporttelep an sich bie­tet Platz für 5.000 Zu­schau­er und ist genau das, was man sich unter einem Sta­dion in Buda­pest vor­stellt. Während die Sta­dien der meis­ten Buda­pester Erst- bzw. Zweit­ligis­ten mitt­ler­weile er­neu­ert wur­den und so ihren ein­zig­ar­ti­gen Charme ver­lo­ren haben, steht in Soroksár eine ran­zige Bruch­bude, in der nicht alles gleich und ste­ril wirkt, son­dern auch noch das ein oder ande­re in­te­res­san­te De­tail ent­deckt wer­den kann. Auch wenn die Gegen­ge­rade zum Teil re­no­viert und mit gel­ben Sitz­scha­len be­stückt wur­de, besteht die­se wei­test­ge­hend aus einem gamm­li­gen und buck­li­gen Stu­fen­aus­bau. Die Haupt­tri­büne ist hin­ge­gen etwas mo­der­ner ge­hal­ten und weist den Luxus einer Über­da­chung auf. Auf dem Spiel­feld er­war­te­ten uns in­des we­ni­ger Über­ra­schun­gen, so­dass sich die klas­sen­hö­here Heim­elf schließ­lich mit 2:0 durch­setzte. Zu unse­rem Glück be­en­dete der Schiri die Par­tie etwas frü­her als ge­plant, so­dass wir im An­schluss über aus­rei­chend Zeit ver­füg­ten, um pünkt­lich zum Ziel­spiel des Tages zu ge­lan­gen.

Budapesti Vasas SC – Mezőkövesd Zsóry FC 0:3


10.07.2019
Testspiel
Illovszky Rudolf Stadion Sportcentruma, Budapest (HUN)
Zuschauer: 120

Am fol­gen­den Mitt­woch be­ka­men wir sogar die Mög­lich­keit einen Dreier weg­zu­schep­pern. Den Anfang mach­te mal wie­der ein Vor­be­rei­tungs­spiel von Vasas Buda­pest, wel­ches um 11 Uhr im be­reits be­such­ten Sport­zen­t­rum des Illovszky Rudolf Sta­dion statt­fin­den soll­te. Leider konn­te ich am Morgen somit kei­nen neu­en Ground kreu­zen, was für einen Mitt­woch al­ler­dings schon in Ordnung ging. Der heu­tige Gegner von Vasas Buda­pest war der Mezőkövesd Zsóry FC. Dieser wur­de 1975 ge­grün­det und tritt in­zwi­schen in der erst­klas­si­gen Nemzeti Bajnokság an. Dort ge­lang Mezőkövesd in der letz­ten Sai­son mit dem Er­rei­chen des 6. Ta­bel­len­plat­zes das bis­her bes­te Er­geb­nis der Ver­eins­ge­schich­te. Als ich am Sport­ge­län­de ankam, war­te­ten bereits Beni und Matteo auf mich, mit wel­chen ich zu­sam­men das Spiel ver­fol­gen und ab sofort auch zu­sam­men auf Tour gehen soll­te. Nach­dem Vasas am Vor­tag noch dem slo­wa­ki­schen Zweit­li­gis­ten aus Komárno un­ter­le­gen war, bekam man heu­te ein ähn­li­ches Bild ge­bo­ten. Vor ca. 120 Zu­schau­ern war die klas­sen­hö­here Mann­schaft aus Nord­ungarn spie­le­risch über­le­gen und fuhr schließ­lich wie zu er­war­ten einen sou­ve­rä­nen 3:0-Aus­wärts­sieg ein. Da Beni und Matteo mit dem Auto aus der Schweiz an­ge­reist waren, ging es von nun an auch mit dem Auto wei­ter, wo­durch man um eini­ges schnel­ler von A nach B kam.

Budapesti Vasas SC – KFC Komárno 0:2


09.07.2019
Testspiel
Illovszky Rudolf Stadion Sportcentruma, Budapest (HUN)
Zuschauer: 200

An­läss­lich der 1. Qua­li­fi­ka­tions­runde im Euro­pa­po­kal hat­ten Beni und Matteo eine Ground­hop­ping-Tour durch Öster­reich und Ungarn ge­plant. So fass­te ich den Ent­schluss mich zu­min­dest dem un­ga­ri­schen Teil der Tour an­zu­schlie­ßen. Dem­nach mach­te ich mich am frü­hen Diens­tag­mor­gen auf nach Frank­furt am Main, um von dort mal wie­der mit dem pin­ken Bil­lig­bom­ber von Wizz Air nach Buda­pest be­för­dert zu wer­den. Nach mei­ner An­kunft in der un­ga­ri­schen Lan­des­haupt­stadt hieß es zunächst das ge­buch­te Hotel­zim­mer in Be­zug zu neh­men. Dafür ging es per Bus und Bahn auf die rech­te Donau­seite nach Buda, wo ich schließ­lich mit einem Zim­mer im Mathias Corvinus Colle­gium fün­dig wur­de. Die Aus­stat­tung der Butzen, im auch als Hos­tel ge­nutz­ten Stu­den­ten­wohn­heim, war zwar mehr schlecht als recht, für er­schwing­li­che 11 Euro­nen ließ es sich aber auch hier gut näch­ti­gen. Da die bei­den schwei­zer Hop­per-Kol­le­gen erst am nächs­ten Tag in Buda­pest auf­schlu­gen, muss­te ich die Zeit des an­ge­bro­che­nen Tages nun allei­ne tot­schla­gen. Auch wenn ich die Se­hens­wür­dig­kei­ten der 1,7 Mil­lio­nen-Ein­woh­ner-Stadt be­reits das ein oder ande­re Mal be­trach­ten konn­te, ent­schloss ich mich dazu, mich erneut auf eine klei­ne Sight­seeing-Runde durch Buda­pest zu be­ge­ben. Als ers­te An­lauf­stel­le stand für mich die Zi­ta­delle auf dem Gellért­berg auf dem Pro­gramm. Da sich mein Hostel in Buda bereits auf hal­ber Höhe zur Zita­delle be­fand, dach­te ich, dass ich von dort aus mit einem er­heb­lich ge­rin­ge­ren An­stieg zu rech­nen hat­te. Dies war al­ler­dings ein Trug­schluss, sodass ich genau­so fix und fer­tig am Gip­fel des Ber­ges ankam, wie schon bei mei­nem letz­ten Auf­stieg vor ein paar Jahren. Der atem­be­rau­bende Blick auf die Donau und das da­hin­ter­lie­gende Pest wuss­te je­doch zu ent­schä­di­gen, wes­halb ich noch etwas an der Zita­delle ver­weilte, bevor ich den Ab­stieg an die Donau antrat. Unten an­ge­kom­men schlen­derte ich etwas die Donau ent­lang, vor­bei am Burg­palast, bis ich schließ­lich das un­ga­ri­sche Par­la­ments­ge­bäude erreich­te.
Nach­dem ich eini­ge der wich­tigs­ten Se­hens­wür­dig­kei­ten der Stadt ab­ge­klap­pert hat­te, war es nun Zeit zum Spiel des Tages auf­zu­bre­chen. Des­halb begab ich mich zur nächst­ge­le­ge­nen Metro-Sta­tion, um von dort zum neu er­rich­te­ten Illovszky Rudolf Sta­dion zu ge­lan­gen. Das 1960 erbau­te Illovszky Rudolf Sta­dion wur­de 2016 wegen Um­bau­ar­bei­ten ge­schlos­sen und zu Be­ginn der Sai­son mit dem Er­öff­nungs­spiel zwi­schen Vasas Buda­pest und dem FC DAC Dunajská Streda neu er­öff­net. Nach­dem Vasas sei­ne Spiele in den letz­ten Jahren in Újpest aus­ge­tra­gen hat­te, hat der Ver­ein nun also wie­der eine eige­ne Hei­mat, auch wenn das neue Sta­dion, wie bei vie­len an­de­ren Buda­pester Ver­ei­nen nicht mit dem Vor­gän­ger­sta­dion mit­hal­ten kann. Das heu­tige Vor­be­rei­tungs­spiel zwi­schen Vasas Buda­pest und dem slo­wa­ki­schen Zweit­li­gis­ten KFC Komárno soll­te hin­ge­gen im eben­falls neu er­rich­te­ten Sport­zen­t­rum ne­ben­an aus­ge­tra­gen wer­den. Der Haupt­platz des Sport­zen­t­rums ver­fügt ein­sei­tig über eine klei­ne über­dachte Tri­büne, wel­che mit zwei Sitz­platz­rei­hen aus­ge­stat­tet ist. Auch wenn Vasas mitt­ler­weile nur noch in der zwei­ten un­ga­ri­schen Liga an den Start geht, ist der Ver­ein mit 6 ge­won­ne­nen Meis­ter­ti­teln sowie 4 Po­kal­sie­gen immer noch der sechst­er­folg­reichs­te Fuß­ball­klub des Lan­des. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass der Verein über eine re­la­tiv gro­ße An­hän­ger­schaft ver­fügt und auch zum heu­ti­gen eher un­be­deu­ten­den Test­kick im­mer­hin knapp 200 Zu­schau­er ans Sport­ge­lände fan­den. Das Ge­sche­hen auf dem Spiel­feld sah hin­ge­gen nicht so rosig aus. Dort waren die Gäste aus der Slo­wa­kei spiel­an­ge­bend, wo­durch die­se am Ende ver­dient mit 2:0 ge­wan­nen. Nach Spiel­ende begab ich mich zurück in mein Hos­tel, in wel­chem ich den Abend so lang­sam aus­klin­gen ließ.

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