11.08.2019
Berliner Landespokal (1. Hauptrunde)
Sportforum Hohenschönhausen, Berlin
Zuschauer: 423

Bevor es am Sonn­tag­abend zurück ins Rhein­land gehen soll­te, stand am Mit­tag zu­nächst noch ein wei­te­res Spiel auf der Ta­ges­ord­nung. Da die ers­te Runde des Berliner Lan­des­pokals zum größ­ten Teil kurz­fris­tig auf den heu­ti­gen Tag ter­mi­niert wur­de, hat­ten wir dem­ent­spre­chend auch die ein oder ande­re Spiel­paarung zur Aus­wahl. Unsere Wahl fiel schließ­lich auf das Heim­spiel des BFC Dynamo, wel­ches nicht wie sonst im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sport­park statt­fand, son­dern im hei­mi­schen, sel­ten be­spiel­ten Sport­forum in Hohen­schön­hausen an­ge­setzt war. Weil Kuwe am Mor­gen lei­der mit sei­ner Fuß­ver­let­zung zu kämp­fen hat­te und des­we­gen schon früh­zei­tig die Heim­reise an­trat, hieß es für mich mal wie­der allei­ne zum Ort des Ge­sche­hens auf­zu­bre­chen. Da ich noch mein Gepäck mit mir rum­schleppte, fuhr ich zu­nächst zum Lichten­berger Bahn­hof, um dort sel­bi­ges zu ver­stauen, bevor es wei­ter nach Hohen­schön­hausen ging. Am Sport­forum an­ge­kom­men wech­sel­ten schließ­lich 8 € im Aus­tausch gegen eine Ein­tritts­karte den Be­sit­zer und ich er­hielt Zu­tritt zum Ground. Das Sport­forum Hohen­schön­hausen besteht auf einer Seite aus einer mit Sitz­scha­len be­stück­ten, mit­tig über­dach­ten Haupt­tri­büne und ist sonst mit gamm­li­gen, gras­be­wach­se­nen Steh­rän­gen aus­ge­baut. Ganz nach mei­nem Ge­schmack! Heute war jedoch nur die Haupt­seite des Sta­di­ons für Zuschauer zu­gäng­lich, was bei nicht viel mehr als 400 An­we­sen­den auch locker aus­reichte. Da­run­ter ge­lit­ten hat­te le­dig­lich mei­ne ob­li­ga­to­ri­sche Foto­runde, wel­che ich heu­te dem­nach na­tür­lich nicht kom­plett voll­zie­hen konn­te. Der heu­tige Gast­geber und Regio­nal­ligist BFC Dynamo zählt als einer der er­folg­reichs­ten Fuß­ball­klubs der ehe­ma­li­gen Deut­schen Demo­kra­ti­schen Re­pu­b­lik. So konn­te der Stasi-Klub zu DDR-Zei­ten drei Pokal­siege ein­fah­ren sowie 10 Meis­ter­schaf­ten fei­ern, wes­halb ihnen zu­gleich das Prä­di­kat „DDR-Rekord-Meister“ zu­steht. Nach der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung konn­te der BFC Dynamo nicht mehr an sei­ne glanz­vol­len Zei­ten an­knüp­fen, wes­halb man durch In­sol­venz in eine lan­ge Tal­fahrt zwi­schen Ver­bands- und Ober­liga ge­riet. Als größ­te Erfolge nach der Wende kön­nen dem BFC daher nur die Ber­lin­pokal­siege zu­ge­rech­net wer­den, wel­che der Ver­ein bis­her sechs­mal re­a­li­sie­ren konn­te. Seit 2014 gehen die Wein­roten nun wie­der in der Regio­nal­liga Nord­ost an den Start. Dank der glor­rei­chen Zei­ten ver­fügt der BFC Dynamo jedoch bis heu­te über eine re­la­tiv gro­ße Fan­basis. So war auch ein Groß­teil der heu­te an­we­sen­den Zu­schauer zwei­fels­frei als Sym­pa­thi­san­ten des BFC Dynamo zu er­ken­nen. Bei bes­tem Fuß­ball­wetter be­schäf­tig­ten sich die­se aller­dings lie­ber mit Bier­trin­ken als mit Sup­port, so­dass es heu­te im Sport­forum ins­ge­samt eher ruhig blieb. Die in der Kreis­liga B spie­len­de SG Grün-Weiss Baum­schulen­weg wur­de wäh­rend­des­sen von ca. 30 An­hän­gern be­glei­tet. Hier­bei han­delte es sich jedoch aus­nahms­los um Freunde und Ver­wandte sowie ande­re Ver­eins­mit­glie­der, wes­halb es auch in der Gäste­ecke still blieb. Auf dem Platz ging es dafür heiß her. Dort mach­ten die fa­vo­ri­sier­ten Haus­her­ren kur­zen Pro­zess und fer­tig­ten den klas­sen­nied­ri­ge­ren Geg­ner mit 11:0 ab. Gleich nach Spiel­ende mach­te ich mich zurück auf den Weg nach Lichten­berg und von dort wei­ter zum Flug­hafen Tegel, um die recht kur­ze Heim­reise an­zu­tre­ten.