Sportplatzhänger

Fußball • Groundhopping • Reisen

SC Hessen Dreieich – VfR Wormatia Worms 1:1


12.03.2019
Regionalliga Südwest (24. Spieltag)
Hahn Air Sportpark, Dreieich
Zuschauer: 431

Mit dem SC Hes­sen Drei­eich und der TSG Balingen exis­tier­ten auch die­se Saison wie­der zwei Vereine in der Re­gio­nal­liga Süd­west, denen ich bis­her kei­nen Besuch ab­stat­ten konn­te. Da der eige­ne Verein mitt­ler­weile lei­der eine Klasse tie­fer spielt, mach­te ich mich des­halb mit Kuwe unter der Woche auf den Weg nach Drei­eich, um eine er­neu­te Kom­plettie­rung an­zu­stre­ben. Der SC Hes­sen Drei­eich wur­de erst 2013 durch einen Zu­sam­men­schluss sie­ben lo­ka­ler Ver­eine ge­grün­det und ist seit­dem im sport­li­chen Auf­wind. Die Heim­spiel­stätte des hes­si­schen Viert­li­gis­ten ist der Hahn Air Sport­park, wel­cher auf allen vier Sei­ten mit teil­weise sogar über­dach­ten Stahl­rohr­tri­bü­nen aus­ge­baut ist. Wäh­rend sich im Heim­be­reich eine klei­ne Rent­ner­gruppe hin­ter einem Banner an­sam­melte, konn­ten im Gäs­te­be­reich kei­ner­lei op­ti­sche Hilfs­mittel aus­fin­dig gemacht wer­den. Zwar fan­den ca. 50 Gäste den rela­tiv kur­zen Weg nach Drei­eich, den­noch war von die­sen bis auf ein paar Schlacht­rufe nichts zu sehen oder zu hören. Auf dem Spiel­feld er­ziel­ten die Gäste aus Worms bereits nach ein paar Mi­nu­ten den Füh­rungs­tref­fer und waren an­schlie­ßend die ton­an­ge­ben­de Mann­schaft, sodass es ver­dient mit 1:0 in die Pause ging. In der zwei­ten Halb­zeit sah man dann das genaue Ge­gen­teil, denn nun waren die Haus­herren das bes­se­re Team. Besonders gegen Ende des Spiels dräng­ten die­se vehe­ment aufs geg­ne­ri­sche Tor, was mit dem Aus­gleichs­tref­fer in der Nach­spiel­zeit sowie dem 1:1-End­stand be­lohnt wur­de.

SV Spay – TSV Lay 2:1


10.03.2019
Kreisliga A Koblenz (16. Spieltag)
Sportplatz Spay, Spay
Zuschauer: 80

Vor kur­zem stell­te ich er­freu­li­cher­weise fest, dass mir nur noch vier Grounds für die Kom­plettie­rung der Kreis­liga A Koblenz fehl­ten. Des­halb mach­te ich es mir zum Ziel, den vier feh­len­den Ver­einen noch in die­ser Saison einen Besuch ab­zu­stat­ten. Da ich mit einem Heim­spiel­besuch beim SV Spay sowie­so schon län­ger ge­lieb­äugelt hat­te, soll­te die­ser auch zuerst in die Tat um­ge­setzt wer­den. Der Sport­platz in Spay ver­fügt zwar nur über einen Kunst­rasen­platz ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau, dafür weiß das Pa­no­ra­ma vom Sport­platz aus zu gefal­len. Vor allem der Blick auf die Spayer Kirche sowie auf die Marks­burg, wel­che seit 2002 Teil des UNESCO-Welt­erbes Oberes Mittel­rhein­tal ist, konn­te mich dabei über­zeugen. Auf dem Spiel­feld traf der hei­mi­sche SV Spay am 16. Spiel­tag auf den an der Mosel an­säs­sigen TSV Lay. Die bei­den Kreis­li­gis­ten lie­fer­ten sich eine recht aus­ge­gli­chene Par­tie, wel­che die Heim­elf erst in der Nach­spiel­zeit für sich ent­schied.

TV Winningen – SG Müschenbach/Hachenburg II 2:6


02.03.2019
Testspiel
Sportplatz Winningen, Winningen/Mosel
Zuschauer: 20

An Kar­ne­val fand ich end­lich noch­mal Zeit etwas für mei­ne Sam­mel­lei­den­schaft zu tun. So ent­schied ich mich dazu, dem kar­ne­va­lis­ti­schen Trei­ben daheim an Kar­ne­vals­sams­tag erst­mal fern­zu­blei­ben und statt­dessen einen Ab­ste­cher ins unte­re Mosel­tal zu un­ter­neh­men. Dort zog es mich zum Test­spiel des in der Kreis­liga D spie­len­den TV Winningen, wel­cher die Zweit­ver­tre­tung des Wester­wälder Bezirks­li­gis­ten SG Müschen­bach zu Gast hat­te. Der Sport­platz in Winningen liegt idyl­lisch inmit­ten der Wein­berge und hat einen ein­sei­ti­gen Aus­bau in Form von zwei Stufen sowie einem Ver­eins­heim mit da­rü­ber­lie­gen­dem Balkon vor­zu­weisen. Auf dem Spiel­feld beo­bach­tete man ein ein­sei­ti­ges Spiel, wel­ches die Gäste aus dem Wester­wald klar für sich ent­schieden.

LOSC Lille – Toulouse FC 1:2


22.12.2018
Ligue 1 (19. Spieltag)
Stade Pierre-Mauroy, Villeneuve-d’Ascq (FRA)
Zuschauer: 30.186

Kurz vor Weih­nach­ten stand auch für mich das letz­te Spiel des Jahres 2018 an. Während es sonst gegen Ende des Jahres meist nach Belgien ging, führ­te es uns dies­mal etwas wei­ter bis in die fran­zö­si­sche Grenz­metro­pole Lille. Gegen Mittag traf ich mich des­halb mit der Sektion Neuwied am Mit­fah­rer­park­platz in Nieder­zissen, um die 3 ½-stün­dige Fahrt quer durch die bel­gi­sche Pro­vinz auf mich zu neh­men. Die Fahrt an sich wur­de dank aus­gie­bi­gem Bier­kon­sum sowie eks­ta­ti­scher Schla­ger­stim­mung recht zügig hin­ter sich gebracht, sodass man bereits um 16 Uhr die In­nen­stadt von Lille erreich­te. Da unser an­ge­peil­tes Spiel erst am Abend statt­finden soll­te, hieß es des­halb zunächst ein Park­haus zu fin­den und im Anschluss die City ein wenig unsi­cher zu machen. Nachdem wir uns mit der Alt­stadt ver­traut gemacht hat­ten, bega­ben wir uns schließ­lich auf einen Weih­nachts­markt, wel­cher bei uns beson­ders mit einem Burger- sowie einem loka­len Bier­stand punk­ten konn­te.
Am Abend stand mit dem Heim­spiel des OSC Lille gegen den FC Toulouse der Haupt­grund unse­res Aus­fluges nach Frank­reich an. Da sich die Heim­spiel­stätte des LOSC, das Stade Pierre-Mauroy, im Liller Vor­ort Villeneuve-d’Ascq befin­det, bedeu­te­te dies für uns die In­nen­stadt wie­der früh­zei­tig zu ver­las­sen und Rich­tung Sta­dion auf­zu­bre­chen. Nachdem wir end­lich eine über­teu­erte, aber dafür taug­liche Stelle zum Parken sowie an­schlie­ßend einen Aus­weg aus dem La­by­rinth von Park­haus gefun­den hat­ten, er­gat­ter­ten wir uns Tickets für jeweils 16 € und en­ter­ten den Ober­rang des Stade Pierre-Mauroy. Beim Stade Pierre-Mauroy han­delt es sich um eine moder­ne Arena mit einer Kapa­zität von 50.000 Zu­schau­ern. Neben uns fan­den sich zum heu­ti­gen Spiel knapp 30.000 wei­te­re Zu­schau­er im Stadion ein, um den 4-maligen fran­zö­si­schen Meister sowie 6-fachen Pokal­sieger spie­len zu sehen. Da sich die Fan­szene des LOSC wie gewohnt auf der Hin­ter­tor­seite un­ter­halb des Ober­ran­ges po­si­tio­nier­te, konn­ten wir die­se heu­te le­dig­lich akus­tisch ver­neh­men. Wirklich über­zeugen konn­te das vor­ge­tra­gene Lied­gut dabei jedoch nicht, wodurch wir auch nicht ver­wun­dert waren, dass die Stimmung sel­ten bis gar nicht aufs rest­liche Pub­li­kum über­schwappte. Auf dem Spiel­feld sah man während­dessen ein Spiel, in dem die Heim­elf klar über­legen war und folg­lich mit einer knap­pen 1:0-Führung in die Pause ging. In der zwei­ten Hälfte konn­te man ein ähn­li­ches Bild beo­bach­ten, jedoch mit dem klei­nen Unter­schied, dass es Lille nicht mehr schaff­te die Führung wei­ter aus­zu­bauen. Statt­dessen gelang es den Gästen aus Süd­frank­reich zwei Elf­meter raus­zu­holen, die­se kalt­schnäu­zig zu plat­zie­ren und so einen eher unver­dien­ten Aus­wärts­sieg ein­zu­fahren. Nach Spiel­ende bega­ben wir uns zurück zu unse­rem Gefährt und tra­ten die Rück­fahrt ins hei­mi­sche Rhein­land an.

TSV Marktzeuln – TSV Mönchröden 1:1


02.12.2018
Bezirksliga Oberfranken West (17. Spieltag)
Sportanlage Horb, Marktzeuln-Horb am Main
Zuschauer: 120

Wäh­rend der kal­ten Jah­res­zeit, so auch im De­zem­ber, ist im frän­ki­schen Raum nicht mehr viel mit Fuß­ball schau­en. Umso glück­li­cher war man als man mit dem Heim­spiel des TSV Marktzeuln im­mer­hin noch ein Be­zirks­liga­spiel in un­mit­tel­ba­rer Nähe aus­fin­dig machen konn­te. Da die eige­ne Sport­an­la­ge des TSV an die­sem Tag jedoch nicht be­spiel­bar war, fand die­ses auf der Sport­an­la­ge des 1. FC Horb am Main statt. Der Sport­platz in Horb ver­fügt auf einer Seite über ein Ver­eins­heim mit an­gren­zen­der Über­da­chung und ist sonst nicht wei­ter aus­ge­baut. Neben mir in­te­res­sier­ten sich auch Marcel, Tobi H. und Andreas für den heu­ti­gen Kick, so­dass ich mich mit die­sen auf­grund des reg­ne­ri­schen Wet­ters beim Groß­teil der Zu­schau­er im Tro­cke­nen am Ver­eins­heim nie­der­ließ. Bei un­vor­stell­bar schlech­ten Platz­ver­hält­nis­sen sahen wir ein mäßi­ges Spiel, in dem sich die bei­den Kon­tra­hen­ten am Ende mit je­weils einem ge­schos­se­nen Tor von­ei­nan­der ver­ab­schie­de­ten.

SpVgg Oberfranken Bayreuth – SV Wacker Burghausen 1:1


01.12.2018
Regionalliga Bayern (22. Spieltag)
Hans-Walter-Wild-Stadion, Bayreuth
Zuschauer: 500

Da sich das Er­schei­nungs­bild des Bay­reuther Hans-Walter-Wild-Sta­di­ons mit dem Bau der neu­en über­dach­ten Ge­gen­ge­ra­de leicht ver­än­dert hat, soll­te der Oldschdod wäh­rend mei­ner Zeit in Ober­fran­ken noch­mals ein Be­such ab­ge­stat­tet wer­den. Eine gute Ge­le­gen­heit dazu bot das Heim­spiel gegen Wacker Burg­hausen, da aus Burg­hausen zu­dem mit einer nam­haf­ten Fan­szene ge­rech­net wer­den konn­te. So fan­den sich ca. 60 Gäs­te­fans im Gäs­te­block ein, wel­che über 90 Mi­nu­ten einen sou­ve­rä­nen Auf­tritt ab­lie­fer­ten. Zudem prä­sen­tier­ten die­se zwei Spruch­bän­der, die die ge­schei­ter­te Re­gio­nal­liga-Reform the­ma­ti­sier­ten. Auf dem Platz lie­fer­ten sich die bei­den Teams wäh­rend­des­sen eine aus­ge­gli­che­ne Partie, die mit einem ge­rech­ten 1:1-Un­ent­schie­den ende­te.

AC Sparta Praha – FK Jablonec 0:0


25.11.2018
Fortuna liga (16. Spieltag)
Generali Arena, Prag (CZE)
Zuschauer: 11.604

Durch Zu­fall er­fuhr ich davon, dass sich Jonas und Antonia eben­falls in Prag auf­hiel­ten und am Sonn­tag zum Fuß­ball woll­ten. Nach­dem ich im Hos­tel aus­ge­checkt hat­te, begab ich mich des­halb wie­der in die In­nen­stadt, um mich dort mit den Bei­den zu tref­fen. Da deren Hotel ziem­lich zen­t­ral ge­le­gen war, konn­te ich mein Ge­päck glück­li­cher­weise noch im Zimmer der bei­den ab­le­gen, bevor wir uns lang­sam für das Spiel am Abend ein­stimm­ten. So zog es uns zu­nächst auf einen Weih­nachts­markt und an­schlie­ßend in eine Sports­bar, wo wir eini­ge über­teu­erte Glüh­wein bzw. ein paar nicht so über­teu­erte Pivo in uns hi­nein­press­ten.
Gut 1 ½ Stun­den vor Spiel­be­ginn mach­ten wir uns schließ­lich auf zur Generali Arena, dem letz­ten mir noch feh­len­den Ground der vier gro­ßen Prager Fuß­ball­ver­eine. Die Generali Arena liegt auf der Letná-Höhe, so­dass er­neut ein un­an­ge­neh­mer An­stieg in Kauf ge­nom­men wer­den muss­te, um sel­bige zu er­rei­chen. Vor Ort be­sorg­ten wir uns jeweils ein Ticket für 250 Kč und be­ga­ben uns ins In­ne­re des Grounds. Dieser ist ein rei­ner All-Seater mit einer Ka­pa­zi­tät für ca. 20.000 Zu­schau­er. Obwohl es sich bei der heu­ti­gen Par­tie zwi­schen dem Dritt­plat­zier­ten Sparta Prag und dem Viert­plat­zier­ten FK Jablonec um ein Spit­zen­spiel han­del­te, fan­den sich den­noch nur 11.600 Zu­schau­er im Sta­dion ein, so­dass die­ses heu­te nur zur Hälfte ge­füllt war. Trotz­dem ver­fügt Sparta Prag als er­folg­reichs­ter Fuß­ball­ver­ein des Landes lo­gi­scher­wei­se über eine gro­ße Fan­szene, die auch heu­te das ein oder ande­re Mal auf sich auf­merk­sam machen konn­te. Zu Be­ginn wur­de auf Heim­seite eine Block­fahne he­run­ter­ge­las­sen, deren Inhalt an die groß­ar­ti­ge Ver­eins­his­to­rie von Sparta Prag er­in­nern soll­te. Zudem konn­te auf der Ge­gen­ge­ra­de im spä­te­ren Ver­lauf eine blau-gelb-rote Zet­tel-Choreo mit mit­tig dar­ge­stell­tem „S“ be­wun­dert wer­den. Des Wei­te­ren wur­den im Ultras-Block gegen Ende des Spiels et­li­che Ben­ga­los ab­ge­brannt, so­dass schließ­lich auch der ge­neig­te Py­ro­tech­nik-Lieb­ha­ber auf sei­ne Kos­ten kam. Die 30 an­we­sen­den Gäs­te­fans aus der knapp 100 Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Stadt Jablonec nad Nisou konn­ten hin­ge­gen weder akus­tisch noch op­tisch über­zeu­gen. Auf dem Platz ent­wi­ckel­te sich wäh­rend­des­sen ein Spiel, das die Er­war­tun­gen an ein Top­spiel einer ers­ten Liga nicht wirk­lich er­fül­len konn­te. So war es nicht ver­wun­der­lich, dass sich die bei­den Mann­schaf­ten am Ende tor­los von­ei­nan­der tren­nen muss­ten.
Da schon um 21 Uhr der Bus nach Deutsch­land auf mich war­ten soll­te und ich noch ohne mein ein­ge­la­ger­tes Ge­päck war, ging es für uns nach Spiel­ende zurück in die City. Um dem vor­han­de­nen Zeit­druck etwas ent­ge­gen­zu­wir­ken, ent­schie­den wir uns dies­mal die S-Bahn zu neh­men, was im Nach­hi­nein al­ler­dings kei­ne gute Idee war. Unser Ver­such die kur­ze Fahrt ohne gül­ti­gen Fahr­schein an­zu­tre­ten ging näm­lich prompt nach hin­ten los, wo­durch sich mein Zeit­pols­ter deut­lich ver­schlech­ter­te und zudem das un­nö­ti­ge Zah­len eines Buß­geldes fäl­lig wur­de. Den­noch schaff­te ich es noch ir­gend­wie pünkt­lich an den Bus­bahn­hof, so­dass man gegen 1 Uhr im frän­ki­schen Bay­reuth ein­tru­delte.

Bohemians Praha 1905 – 1. FK Příbram 2:2


24.11.2018
Fortuna liga (16. Spieltag)
Stadion Ďolíček, Prag (CZE)
Zuschauer: 3.771

Am Abend ging es dann end­lich wie­der zum Fuß­ball. Dazu ging es von der Alt­stadt aus mit der Stra­ßen­bahn in den Prager Stadt­teil Vršovice. Vršovice ist die Hei­mat der bei­den Erst­li­gis­ten Slavia und Bohemians Prag, deren Sta­dien nur etwas über einen Ki­lo­me­ter von­ei­nan­der ent­fernt lie­gen. Die Heim­spiel­stätte von Slavia Prag konn­te ich glück­li­cher­weise schon vor ei­ni­gen Jahren im Derby gegen Sparta kreu­zen, so­dass heu­te das Heim­spiel von Bohemians Prag an­ge­gan­gen wur­de. Der Ver­ein wur­de 1905 als AFK Vršovice ge­grün­det und 1927 im An­schluss an eine Mann­schafts­tour nach Aus­tra­lien in AFK Bohemians um­be­nannt. In den Fol­ge­jah­ren spiel­te Bohemians immer erst- oder zweit­klas­sig, konn­te ein­mal die tsche­cho­slo­wa­ki­sche Meis­ter­schaft ge­win­nen und be­stritt zu­dem et­li­che Spiele im Euro­pa­po­kal. Fi­nan­zi­elle Schwie­rig­kei­ten und die damit ver­bun­dene In­sol­venz hat­ten 2005 al­ler­dings ein erst­ma­li­ges ab­rut­schen in die Dritt­klas­sig­keit so­wie einen Na­mens­streit mit dem FC Střížkov Praha 9 um den Tra­di­tions­na­men „Bohemians“ zur Folge. Den­noch konn­te sich der Ver­ein, vor allem durch Spen­den aus der ei­ge­nen Bohemians-Fan­ini­tia­tive, re­ha­bi­li­tie­ren und bis ins tsche­chi­sche Fuß­ball-Ober­haus zu­rück­kämp­fen.
So traf man im heu­ti­gen Abend­spiel auf den 1. FK Příbram. Für 230 Kč be­sorg­te ich mir ein Ti­cket für die Haupt­tri­büne und begab mich ins In­ne­re des Sta­dions. Neben der gro­ßen, über­dach­ten Haupt­tri­büne ver­fügt die­ses sonst nur über eine un­über­dachte Hin­ter­tor­tri­büne sowie ein paar Sitz­rei­hen auf der Ge­gen­ge­ra­de. Auf­grund der an die Ge­gen­ge­ra­de an­gren­zen­den Häu­ser­rei­hen strahlt vom Sta­dion Ďolíček aber den­noch ein ge­wis­ses Flair aus. Wäh­rend sich auf der Ge­gen­ge­ra­de nur 15 eher un­auf­fäl­lige Gäs­te­fans ein­fan­den, konn­te der Heim­block so­wohl mit op­ti­scher als auch akus­ti­scher Un­ter­stüt­zung die­nen. Zu Be­ginn der Par­tie zeig­te die Fan­szene von Bohemians dem­nach eine Cho­reo­gra­phie, bei der ein Ban­ner mit der Auf­schrift „East or West – Home is best“ hoch­ge­zo­gen wur­de. Auf dem Spiel­feld konn­te man zu­nächst ein ähn­li­ches Bild be­ob­ach­ten, so­dass die Haus­her­ren mit einer ver­dien­ten 1:0-Füh­rung in die Pause gin­gen. In der zwei­ten Halb­zeit kamen die Gäste aus Příbram dann bes­ser ins Spiel. Diese dreh­ten den Spieß kur­zer­hand um und tra­fen kurz vor Schluss zum ver­meint­li­chen Sieg­tref­fer. Folg­lich hör­te man erst­mals was von den Gäs­te­fans, wel­che teil­weise sogar wäh­rend des Tor­ju­bels blank­zo­gen. Die Heim­elf dach­te al­ler­dings noch nicht dar­an zu re­sig­nie­ren und warf noch­mal alles nach vor­ne. So traf Bohemians in der Nach­spiel­zeit zum end­gül­ti­gen 2:2-End­stand und mach­te den bereits fei­ern­den Gäs­ten noch einen Strich durch die Rech­nung.
Nach Ab­pfiff des Spiels mach­te ich mich erneut auf den Weg zu mei­ner Un­ter­kunft. Da ich aus den Um­stän­den des Vor­tags ge­lernt hat­te, nahm ich dies­mal den Bus, um das Hos­tel in Strahov zu er­rei­chen.

AC Sparta Praha – SK Slavia Praha 1:1 (4:1 n.E.)


24.11.2018
1. Celostátní liga doros­tu U17 (14. Spieltag)
Velký stra­hovs­ký sta­di­on, Prag (CZE)
Zuschauer: 200

Da ich gegen Ende des Jahres mal wie­der für einen län­ge­ren Zeit­raum im ober­frän­ki­schen Kronach weil­te, dräng­te sich lo­gi­scher­weise auch ein er­neu­ter Ab­ste­cher ins be­nach­barte Honza­land auf. Am frü­hen Frei­tag­mit­tag ging es somit direkt von der Arbeit nach Bay­reuth, wo in der Nähe des Haupt­bahn­hofs bereits der Flix­bus gen Tsche­chien auf mich war­te­te. Nach einer ru­hi­gen und ent­spann­ten Fahrt stand ich 4 Stun­den spä­ter schließ­lich in der tsche­chi­schen Lan­des­haupt­stadt Prag. Mein sehr op­ti­mis­tisch aus­ge­leg­ter Plan, dem Sta­dion Juliska mit dem Dukla-Heim­spiel einen Re­vi­sit ab­zu­stat­ten, ging auf­grund zeit­li­cher Dis­kre­panz lei­der nicht auf, wes­halb es mich gleich in die Prager Alt­stadt zog. Dort gönn­te ich mir in einer der vie­len klei­nen Haus­brau­e­rei­en etwas gegen den auf­ge­kom­me­nen Hun­ger und be­gab mich im An­schluss lang­sam Rich­tung Un­ter­kunft. Da mir die alt­be­währ­te Na­vi­ga­tions-App auf mei­nem Handy kei­nen nen­nens­wer­ten Vor­teil einer ÖPNV-Nut­zung auf­zei­gen konn­te, ent­schied ich mich den Weg zum Hos­tel per pedes auf mich zu neh­men. Lei­der be­dach­te ich dabei nicht, dass sich das Hos­tel auf einer An­hö­he in Strahov be­fin­den soll­te, sodass ich ziem­lich froh war als ich das Ranz­hos­tel nach einem 30-mi­nü­ti­gen und schweiß­trei­ben­den Fuß­marsch end­lich er­reicht hat­te.

Die vom Vor­abend ver­hass­te Lage des Hos­tels durf­te sich am nächs­ten Mor­gen je­doch als Glücks­griff er­wei­sen. Da das für 11 Uhr an­ge­peil­te Spiel im be­nach­bar­ten Sta­dion Strahov aus­ge­tra­gen wur­de, war zu­nächst aus­schla­fen an­ge­sagt, be­vor man kurz vor Spiel­be­ginn ge­müt­lich ins an­lie­gen­de Sta­dion schlen­der­te. Das Sta­dion Strahov gilt als größ­tes Sta­dion der Welt und soll zu Spit­zen­zei­ten stol­ze 250.000 Zu­schau­er ge­fasst haben. Mitt­ler­weile ver­fügt es zwar nur noch über eine Ka­pa­zi­tät von 56.000 Zu­schau­ern, den­noch ist das Strahov-Stadion damit immer noch das größ­te Sta­dion in Tsche­chien. Der rie­sige Sport­kom­plex, wel­cher im In­ne­ren gan­ze 8 Spiel­fel­der vor­zu­wei­sen hat, ist zudem die Ge­schäfts­stelle von Sparta Prag, so­dass das Sta­dion im­mer­hin noch von der Zweit­ver­tre­tung sowie den Ju­gend­mann­schaf­ten von Sparta ge­nutzt wird. Am heu­ti­gen Tag trat die U17 von Sparta Prag auf dem Kunst­ra­sen­platz gegen die Nach­wuchs­ki­cker des Stadt­ri­va­len Slavia Prag an. Vor knapp 200 Fuß­ball­in­te­res­sier­ten sah man ein aus­ge­gli­che­nes Spiel, das schließ­lich mit einem leis­tungs­ge­rech­ten 1:1-Un­ent­schie­den en­de­te. Im an­schlie­ßen­den Elf­me­ter­schie­ßen agier­te die Heim­elf dann um ei­ni­ges ab­ge­zock­ter als die Gast­mann­schaft. Als Ge­win­ner die­ser tsche­chi­schen Eigen­art er­gat­ter­ten sich die Jungs von Sparta den sich dar­aus re­sul­tie­ren­den Extra­punkt, wo­durch man sich vor dem Geg­ner schließ­lich doch noch als Derby­sie­ger auf­spie­len konn­te.
Nach dem Spiel begab ich mich er­neut in die Prager Alt­stadt, um die­se auch bei Ta­ges­licht noch­mals ge­se­hen zu haben. Ei­ner­seits ist der Besuch die­ser schon zu emp­feh­len. An­de­rer­seits ist es dort so über­lau­fen, dass die an­we­sen­den Touri-Mas­sen fast schon als stö­rend emp­fun­den wer­den kön­nen. Zum Glück stand kur­ze Zeit spä­ter be­reits das nächs­te Spiel auf der Ta­ges­ord­nung, sodass ich nicht all­zu lan­ge in der City aus­har­ren muss­te.

TSC Pottenstein – TSV Neunhof 0:5


18.11.2018
Kreisliga Erlangen/Pegnitzgrund 2 (18. Spieltag)
Sportanlage Pottenstein, Pottenstein
Zuschauer: 100

ASV Pegnitz – SC Uttenreuth 3:0


18.11.2018
Kreisliga Erlangen/Pegnitzgrund 2 (18. Spieltag)
Stadion Pegnitz, Pegnitz
Zuschauer: 66

FC 1917 Gerolzhofen – TSV Grafenrheinfeld 2:1


17.11.2018
Kreisliga Schweinfurt, Gruppe 1 (17. Spieltag)
Steigerwald-Stadion, Gerolzhofen
Zuschauer: 120

JFG Grün-Weiß Frankenwald – SG 1. FC Mitwitz/TSF Theisenort/TSV Küps 3:0


16.11.2018
B-Junioren Kreisliga Coburg/Kronach (11. Spieltag)
Frankenwaldstadion Nebenplatz, Kronach-Friesen
Zuschauer: 25

SB DJK Würzburg – SpVgg Giebelstadt 3:1


11.11.2018
Kreisliga Würzburg 1 (16. Spieltag)
DJK-Stadion, Würzburg
Zuschauer: 90

SV Deutz 05 IV – SC Holweide II 0:2


04.11.2018
Kreisliga C Köln, Staffel 3 (11. Spieltag)
BB Bank Sportpark, Köln-Deutz
Zuschauer: 15

 

Spvg Wesseling-Urfeld – DJK Arminia Eilendorf 5:0


04.11.2018
Landesliga Mittelrhein, Staffel 2 (11. Spieltag)
Ulrike-Meyfarth-Stadion, Wesseling
Zuschauer: 150

GKSC Hürth II – SV Weiden 1914/75 II 4:1


04.11.2018
Kreisliga B Rhein-Erft, Staffel 3 (11. Spieltag)
Dieter Hoffmann Sportpark, Hürth-Gleuel
Zuschauer: 25

RKSV Groene Ster – SC Heerenveen 1:3


31.10.2018
KNVB Beker (2e ron­de)
Sportpark Pronsebroek, Heerlen (NED)
Zuschauer: 2.500

FV Bonn-Endenich – SC Brühl 06/45 4:0


28.10.2018
Landesliga Mittelrhein, Staffel 1 (10. Spieltag)
BZA West Röckumstraße, Bonn-Endenich
Zuschauer: 45

SV Steinwenden – VfR Wormatia Worms 1:7


24.10.2018
Verbandspokal Südwest (Achtelfinale)
Reichswald-Stadion, Ramstein-Miesenbach
Zuschauer: 391

Im Ach­tel­fi­na­le des Süd­west­po­kals traf der Ver­bands­li­gist SV Stein­wenden auf den Re­gio­nal­li­gis­ten Wormatia Worms. Was das Spiel für uns in­te­res­sant mach­te, war die Tat­sache, dass die­ses nicht beim SV Stein­wenden selbst, son­dern im sel­ten be­spiel­ten Ram­steiner Reichs­wald-Stadion aus­ge­tra­gen wer­den soll­te. So ging es zu­sam­men mit Beni und Tingel ins 200 Ki­lo­me­ter ent­fern­te Ram­stein. Das dor­ti­ge Reichs­wald-Stadion ver­fügt ein­sei­tig über einen net­ten Stu­fen­aus­bau, wel­cher sich bis in die Kurve zieht. Dort lie­ßen wir uns schließ­lich bei den uns be­kann­ten Ge­sich­tern von WDC nie­der. Auf der an­de­ren Seite der Kurve sam­mel­te sich der Rest der Wormser Fan­szene, so­dass am Ende um die 30 Wormser an­we­send waren. Bis auf eine klei­ne An­sa­ge vom Capo der Sups wäh­rend un­se­rer Sta­dion­runde, bekam man von die­sen heu­te al­ler­dings nicht viel zu hören. Auf dem Spiel­feld sah man dafür ein tor­rei­ches Spiel, in dem die fa­vo­ri­sier­ten Gäste aus Worms mit 7:1 ge­wan­nen.

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