Sportplatzhänger

Fußball • Groundhopping • Reisen

SV Steinwenden – VfR Wormatia Worms 1:7


24.10.2018
Verbandspokal Südwest (Achtelfinale)
Reichswald-Stadion, Ramstein-Miesenbach
Zuschauer: 391

RFC Liège – KSK Heist 1:1


21.10.2018
Eerste klas­se ama­teurs (8. Spieltag)
Stade de la Rue de la Tonne, Lüttich (BEL)
Zuschauer: 1.500

CS Sedan Ardennes – Stade de Reims II 1:0


20.10.2018
Championnat National 2, Groupe D (9. Spieltag)
Stade Louis-Dugauguez, Sedan (FRA)
Zuschauer: 2.058

Ende Oktober stand für mei­nen Vater und mich eine Zweitagestour durch unse­re west­li­chen Nachbarländer an. Unser ers­tes Etappenziel lau­te­te Sedan. So ging es über die luxem­bur­gi­schen und bel­gi­schen Ardennen bis nach Frankreich, wo man gegen Nachmittag ein­traf. In Sedan besich­tig­ten wir die Burg Sedan und schlen­der­ten ein wenig durch die über­schau­ba­re Innenstadt, bevor es am frü­hen Abend zum Heimspiel des Viertligisten CS Sedan ging. Dieser hat eine glanz­vol­le Vergangenheit vor­zu­wei­sen. So spiel­te der CS Sedan etli­che Spielzeiten im fran­zö­si­schen Oberhaus, konn­te zwei­mal den Coupe de France gewin­nen und durf­te sogar mehr­fach auf inter­na­tio­na­ler Bühne auf sich auf­merk­sam machen. Aus finan­zi­el­len Gründen folg­te jedoch 2013 der Zwangsabstieg in die fünf­te Liga, sodass man seit­dem zwi­schen Dritt- und Fünftklassigkeit hin- und her­pen­delt. Das Stade Louis-Dugauguez, die Heimspielstätte des CS Sedan, ist mit einer Kapazität von über 23.000 für die vier­te Liga natür­lich völ­lig über­di­men­sio­niert. Das Stadion wur­de erst 2000 errich­tet, ist voll­stän­dig über­dacht und kom­plett mit Sitzplätzen aus­ge­stat­tet. Obwohl das heu­ti­ge Spiel gegen die zwei­te Mannschaft von Stade Reims auf Heimseite als Derby ange­se­hen wur­de, waren den­noch nur die Gegengerade und ein klei­ner Teil der Haupttribüne geöff­net. Für 8 € pro Ticket nah­men wir mit dem Großteil der anwe­sen­den 2.000 Zuschauern auf der Gegengerade Platz. Mittig sam­mel­te sich dort zudem ein sup­port­wil­li­ger Haufen um die „Young Boys Sedan“. Diese zogen zu Beginn des Spiels eine Blockfahne hoch, auf der die Abneigung gegen­über dem heu­ti­gen Rivalen aus Reims aus­ge­drückt wur­de. Zudem konn­te man mit eini­gen Doppelhaltern und Dauersupport für etwas Stimmung im Stadion sor­gen. Auch wenn die vor­ge­tra­ge­nen Lieder eher fran­zö­si­scher Einheitsbrei waren, war das für ein Viertligaspiel gar nicht so schlecht. Gästefans konn­ten heu­te hin­ge­gen kei­ne aus­fin­dig gemacht wer­den. Auf dem Spielfeld sah man wäh­rend­des­sen ein aus­ge­gli­che­nes Spiel, in dem Sedan kurz vor Schluss ein­netz­te und so als glück­li­cher Sieger vom Platz ging. Nach dem Spiel besorg­ten wir uns in einer Tanke noch etwas gegen den auf­ge­kom­me­nen Hunger und bega­ben uns anschlie­ßend in unser Hotel.

SV Wiesbaden 1899 – DJK 1. SC Klarenthal 2:4


14.10.2018
Kreisoberliga Wiesbaden (14. Spieltag)
Helmut-Schön-Sportpark, Wiesbaden
Zuschauer: 150

Nach­dem ein Besuch im Helmut-Schön-Sport­park schon oft an­ge­peilt und dann doch nie in An­griff ge­nom­men wur­de, war es nun end­lich soweit. So ging es zu­sam­men mit Fabi und Kuwe in die hes­si­sche Lan­des­haupt­stadt um dort dem Heim­spiel des SV Wies­baden bei­zu­woh­nen. In Wies­baden tra­fen wir zudem auf Jonas, der das heu­tige Quar­tett kom­plett machen soll­te. Der SV Wies­baden wur­de 1899 ge­grün­det und hat eine mehr oder we­ni­ger er­folg­rei­che Ver­gan­gen­heit vor­zu­wei­sen. In den 50er und 60er Jah­ren spiel­te man bei­spiels­weise lan­ge Zeit zweit­klas­sig und stand gan­ze zwei­mal im End­spiel um die deut­sche Ama­teur­meis­ter­schaft. In den Fol­ge­jah­ren ging man eini­ge Jahre in der Ober­liga an den Start, bis man 1994 aus fi­nan­ziel­len Grün­den die ers­te Mann­schaft ab­mel­dete und da­rauf­hin in der un­ters­ten Spiel­klasse neu an­fan­gen muss­te. Den­noch schaff­te es der Verein sich er­neut bis in die Hes­sen­liga hoch­zu­ar­bei­ten, wo man sich 3 Jahre lang hal­ten konn­te. Aus die­ser zog sich der SVW 2016 wegen fi­nan­ziel­ler Pro­ble­me frei­wil­lig zurück. An­schlie­ßend trat man in der Grup­pen­liga an, in der die Klasse je­doch auch nicht ge­hal­ten wur­de, so­dass man mitt­ler­weile in der acht­klas­si­gen Kreis­ober­liga an­greift. Die Heim­spiel­stätte des SV Wies­baden ist der 12.000 Zu­schau­er fas­sen­de Helmut-Schön-Sport­park. Dieser liegt direkt neben der 0815-Arena des Dritt­li­gis­ten SV Wehen, weiß aber we­sent­lich bes­ser zu ge­fal­len. So ver­fügt das Sta­dion über eine über­dachte Haupt­tri­büne und ist sonst von einem net­ten Stu­fen­aus­bau um­ge­ben. In der Mitte der Ge­gen­ge­rade sind die Stu­fen zu­dem mit Holz­bän­ken be­stückt. Wir nah­men auf der Haupt­tri­büne Platz wid­me­ten uns dem er­eig­nis­rei­chen Ge­sche­hen auf dem Platz. Dort waren zu­nächst die Gäste aus dem Wies­ba­de­ner Stadt­teil Klaren­thal spiel­an­ge­bend, wo­durch die­se mit einer ver­dien­ten 2:0-Füh­rung in die Pause gin­gen. In der zwei­ten Hälfte kam der SVW dann bes­ser ins Spiel und schaff­te es zwei­mal ein­zu­net­zen und so­mit aus­zu­glei­chen. Der SC Klaren­thal ließ sich da­durch al­ler­dings nicht ein­schüch­tern, ging aber­mals in Füh­rung und konn­te wenig spä­ter sogar auf 4:2 er­hö­hen. Schließ­lich war dies auch der End­stand, wo­durch der SV Wies­baden einen leich­ten Dämp­fer im Kampf um den Auf­stieg hin­neh­men muss­te. Nach dem Spiel lie­fer­ten wir Jonas wie­der am Wies­ba­de­ner Haupt­bahn­hof ab und mach­ten uns auf den 120 Ki­lo­me­ter lan­gen Heim­weg.

 

HSV Neuwied – FC Kosova Montabaur 2:2


07.10.2018
Kreisliga A Westerwald/Wied (9. Spieltag)
Raiffeisenstadion, Neuwied
Zuschauer: 150

Schon seit lan­gem hat­te ich den Wunsch das Neu­wieder Raiffeisen­stadion zu kreu­zen. Trotz einer An­rei­se von nur 15 Mi­nu­ten bot sich al­ler­dings nie die Chance dazu, wo­durch das Neu­wieder Sta­dion bis­her un­be­sucht blieb. Da das Sta­dion in den letz­ten Jah­ren aus­schließ­lich für Spiele der Neu­wied Raiders im American Foot­ball zur Ver­fü­gung stand, wur­de dar­in schon län­ger kein Fuß­ball mehr ge­spielt. So fand im Jahr 2006 mit dem DFB-Pokal­spiel zwi­schen dem SV Roß­bach/Ver­scheid und Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach das letz­te Pflicht­spiel und im Jahr 2015 mit der Aus­tra­gung des Neu­wieder Deich­stadt­pokals das letz­te be­kann­te Fuß­ball­spiel über­haupt im Raiffeisen­stadion statt. Auf­grund der Un­be­spiel­bar­keit des Spiel­felds im be­nach­bar­ten Rhein-Wied-Sta­dion wur­de das Heim­spiel des HSV Neu­wied in der Kreis­liga A zu mei­ner Freude je­doch kurz­fris­tig dort­hin ver­legt. So fand man sich zu­sam­men mit Fabi und Hopping Orange Blue kurz vor An­pfiff im 10.000 Zu­schau­er fas­sen­den Sta­dion ein. Die­ses ver­fügt ein­sei­tig über eine über­dachte Haupt­tri­büne und ist sonst von einem Gras­wall um­ge­ben, wel­cher zu frü­he­ren Zei­ten sogar mit Stu­fen aus­ge­baut war. Neben uns zog es heu­te auch wei­te­re Sta­dion­samm­ler nach Neu­wied, so­dass man wäh­rend des Spiels dem ein oder an­de­ren be­kann­ten Ge­sicht über den Weg lief. Auf dem Platz sah man wäh­rend­des­sen ein über­ra­schend un­ter­halt­sa­mes Spiel. So ging der Ta­bel­len­füh­rer aus Monta­baur in der ers­ten Halb­zeit früh mit 1:0 in Füh­rung und konn­te kurz vor der Pause auf 2:0 er­hö­hen. In der zwei­ten Halb­zeit ging es dann teil­wei­se so tur­bu­lent zu, dass der Schieds­rich­ter ins­ge­samt vier Ak­teu­re vom Platz stel­len muss­te. Mir drei roten Kar­ten traf es die Haus­her­ren dabei je­doch we­sent­lich här­ter als die Gast­mann­schaft. Den­noch schaff­te es der 2014 ge­grün­de­te Hei­mat­sport­ver­ein ir­gend­wie noch auf 1:2 zu ver­kür­zen und kurz vor Schluss aus­zu­glei­chen. Auf der Heim­seite kann­te der Ju­bel an­schlie­ßend kei­ne Gren­zen mehr. Nach Ab­pfiff ver­ab­schie­de­te man sich schnell von den an­de­ren Jungs und mach­te sich zu­frie­den auf den un­ge­wohnt kur­zen Weg nach Hause.

FV Bad Vilbel – KSV Hessen Kassel 1:2


28.09.2018
Hessenliga (11. Spieltag)
Nidda-Sportfeld, Bad Vilbel
Zuschauer: 405

Am 11. Spiel­tag der Hes­sen­liga traf der FV Bad Vilbel auf den aus der Re­gio­nal­liga ab­ge­stie­ge­nen KSV Hes­sen Kas­sel. So bot sich die Chance das Nidda-Sport­feld mit einer halb­wegs in­te­res­san­ten Gast­mann­schaft zu kreu­zen. Das Nidda-Sport­feld bie­tet Platz für 6.000 Zu­schau­er und ver­fügt ein­sei­tig über einen or­dent­li­chen Stu­fen­aus­bau, wel­cher mit­tig so­gar über­dacht ist. Für das heu­tige Spiel gegen Kas­sel wur­de der lin­ke Teil des Stu­fen­aus­baus pro­vi­so­risch zum Gäs­te­block um­funk­tio­niert. Dort sam­melte sich ein ca. 80-köpfi­ger Gäs­te­mob, der zu­sam­men mit ein paar Schwen­kern so­wohl op­tisch als auch akus­tisch auf sich auf­merk­sam machen konn­te. Auch auf dem Platz do­mi­nier­te größ­ten­teils das fa­vo­ri­sier­te Team aus Kas­sel, wo­durch die­se am Ende einen ver­dien­ten 2:1-Aus­wärts­sieg ein­fuh­ren.

SC Bad Bodendorf II – SC Rhein-Ahr Sinzig II 0:1


21.09.2018
Kreisliga D Rhein/Ahr Nord (7. Spieltag)
Sportplatz Bad Bodendorf, Sinzig-Bad Bodendorf
Zuschauer: 40

Nach­dem ich in­ner­halb eines Mo­nats drei Län­der­punkte weg­ge­schep­pert hat­te, wur­de es lang­sam noch­mal Zeit bei einem Spiel der hei­mi­schen Kreis­liga vor­bei­zu­schau­en. So zog es mich am Frei­tag­abend zum Heim­spiel der Zweit­ver­tre­tung des SC Bad Boden­dorf. Die Sport­an­lage im Sinzi­ger Stadt­teil Bad Boden­dorf ver­fügt über einen Asche­platz ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau. Auf einer Seite exis­tiert le­dig­lich eine klei­ne Er­hö­hung mit ein paar Holz­bän­ken, auf der sich ein Groß­teil der 40 an­we­sen­den Zu­schau­er sam­mel­te. Auf dem Spiel­feld be­ob­ach­te­te man wäh­rend­des­sen ein Ge­bol­ze vom Al­ler­feins­ten, bei dem sich die Gäste aus der Bar­ba­ros­sa­stadt am Ende knapp mit 1:0 durch­set­zen konn­ten.

Kemerspor 2003 Kulübü – Van Büyükşehir Belediyespor 0:2


08.09.2018
TFF 3. Lig, 2. Grup (2. Spieltag)
Dr. Fehmi Öncel Stadı, Tekirova (TUR)
Zuschauer: 250

Nur zwei Tage nach mei­ner Rück­kehr aus der Uk­ra­ine stand für mich be­reits die nächs­te Reise an. Zu­sam­men mit mei­nem Bru­der buch­te ich spon­tan einen ein­wö­chi­gen Ur­laub an der tür­ki­schen Ri­vi­e­ra. Ob­wohl der Fuß­ball hier nicht im Vor­der­grund ste­hen soll­te, kam lo­gi­scher­wei­se auch hier der Ur­laubs­hop­per aus mir he­r­aus. Lei­der war der Zeit­punkt un­se­res Auf­ent­hal­tes auf­grund der Län­der­spiel­pause ziem­lich un­güns­tig, so­dass Spiele von Ver­ei­nen wie Anta­lya­spor oder Alanya­spor von vorn­he­r­ein aus­ge­schlos­sen waren. Den­noch wur­de ich mit einem Spiel der vier­ten Liga fün­dig. Nach einem aus­gie­bi­gen Früh­stück mach­ten wir uns so im Miet­wa­gen auf ins 120 Ki­lo­me­ter ent­fern­te Kemer. Auf hal­ber Stre­cke leg­ten wir noch einen Stopp in Anta­lya ein, um mit der Seil­bahn auf den Tünektepe zu fah­ren. Von dort oben hat­te mei­nen einen atem­be­rau­ben­den Aus­blick auf die Mil­li­o­nen­stadt Anta­lya auf der einen und das Tau­rus­ge­bir­ge sowie den Golf von Anta­lya auf der an­de­ren Seite. Nach­dem wir die gran­di­ose Aus­sicht für eine Weile ge­nos­sen hat­ten, ging es für uns wei­ter ins be­schau­li­che Teki­rova. Der Ort liegt in der Nähe von Kemer und ist haupt­säch­lich durch den Tou­ris­mus ge­prägt. Teki­rova ist gleich­zei­tig aber auch der Aus­tra­gungs­ort für die Spiele des tür­ki­schen Viert­li­gis­ten Kemer­spor 2003. Nach­dem ich mei­nen am Vier­tliga-Fuß­ball des­in­te­res­sier­ten und semi-be­geis­ter­ten Bru­der am Strand von Teki­rova ab­ge­setzt hat­te, begab ich mich schließ­lich allei­ne zum Ort des Ge­sche­hens. Für 5 tür­ki­sche Lira, also we­ni­ger als 1 €, be­sorg­te ich mir am Sta­dion ein Ti­cket und en­ter­te den Ground. Mein kurz zuvor fürs Spiel ein­ge­kauf­tes Bier schaff­te es zwar nicht mit hi­nein, dafür durf­te ich aber eine Dose Sprite mit ins Sta­dion neh­men. Das Dr. Fehmi Öncel Stadı liegt am Rande des Tau­rus­ge­bir­ge und bie­tet Platz für ca. 4.000 Zu­schau­er. Das Sta­dion ist dabei lei­der nur auf einer Seite aus­ge­baut. Dort be­fin­det sich eine grö­ßere, über­dachte Stahl­rohr­tri­büne und di­rekt da­ne­ben noch­mal eine klei­nere Ver­sion als Gäs­te­sek­tor. Wie man schon im Ver­eins­na­men er­ken­nen kann, wur­de Kemer­spor erst im Jahr 2003 ge­grün­det, schaff­te aber be­reits 2009 den Sprung in die nied­rigs­te tür­ki­sche Pro­fi­liga. So geht man seit­dem dau­er­haft in der viert­klas­si­gen TFF 3. Lig an den Start. Zum heu­ti­gen Spiel ge­gen Van BB nah­men den­noch nicht mehr als 250 Zu­schau­er auf der Tri­büne Platz. Iro­ni­scher­weise war die Staats­macht im Kon­t­rast dazu sehr gut ver­tre­ten. Gut und ger­ne 50 Cops waren hier im Ein­satz, was auf 5 Zu­schau­er im Schnitt einen Po­li­zei­be­am­ten aus­mach­te. Das Stramm­ste­hen und Sa­lu­tie­ren die­ser wäh­rend der tür­ki­schen Na­tio­nal­hymne gab zudem ein un­ge­wohn­tes Bild ab. Ob ein der­ar­ti­ges Po­li­zei­auf­ge­bot bei tür­ki­schen Viert­liga­spie­len nor­mal ist, kann ich euch lei­der nicht sagen. Die Gäste aus der ost­ana­to­li­schen Stadt Van wur­den wäh­rend­des­sen von knapp 25 Fans be­glei­tet. Für eine An­rei­se von min­des­tens 18 Stun­den mit dem Auto fand ich die An­zahl an Gäs­te­fans gar nicht mal schlecht für einen Viert­li­gis­ten. Wenn ich die An­rei­se­wege in der tür­ki­schen vier­ten Liga sehe, scheint mir die Staf­fel­auf­tei­lung aber ge­ne­rell eher sinn­be­freit. Neben zwei Tür­kei-Flag­gen hing im Gäs­te­block zudem ein selbst­ge­mal­tes Ban­ner, auf dem über­setzt „Wir wer­den über­all sein, wohin du auch gehst“ ge­schrie­ben stand. Des Wei­te­ren konn­ten die Gäs­te­fans hin und wie­der akus­tisch auf sich auf­merk­sam machen und so für ein we­nig Stim­mung im Sta­dion sor­gen. Auch auf dem Platz waren die Gäste heu­te das bes­sere Team. So war Van BB über­wie­gend spiel­an­ge­bend und konn­te die drei Punkte am Ende als ver­dien­ter Sie­ger mit nach Hause neh­men. Nach dem Spiel sam­mel­te ich mei­nen Bru­der wie­der am Strand ein und mach­te mich auf den Rück­weg zu un­se­rem Ho­tel nach Manavgat.

 

 

FK Dynamo Kyiv – FK Karpaty Lviv 0:2


02.09.2018
Premjer-Liha (7. Spieltag)
NSK Olimpijs’kyj, Kiew (UKR)
Zuschauer: 10.700

Am nächs­ten Tag hieß es zu­nächst das üb­li­che Touri-Pro­gramm in Form von Sight­seeing ab­zu­klap­pern. Dafür be­ga­ben wir uns erneut an den Majdan, von wo aus wir eine flüch­tig re­cher­chier­te Route ab­lie­fen. Diese soll­te uns an eini­gen der vie­len schö­nen Kiewer Kir­chen vor­bei­füh­ren. Zu­nächst waren das St. Michaels­klos­ter und die als UNESCO-Welt­kul­tur­erbe ein­ge­stuf­te Sophien­kathe­drale an der Reihe. Die bei­den Kir­chen äh­neln sich im Auf­bau und wir­ken auf­grund der gol­de­nen Kup­peln sehr prunk­voll. Gegen Zah­lung eines Ent­gelts be­sich­tig­ten wir sogar das In­ne­re der Sophien­kathe­drale und be­stie­gen den da­zu­ge­hö­ri­gen Glo­cken­turm. Als nächs­tes ging es ans Gol­de­ne Tor, dem his­to­ri­schen Stadt­tor Kiews, und an­schlie­ßend an die Wladimir­kathe­drale. Wenn man schon in Kiew ist, scha­det es sicher nicht die bei­den Ge­bäu­de mal ge­se­hen zu haben, im Ver­gleich mit den rest­li­chen Se­hens­wür­dig­kei­ten er­schie­nen uns die­se aber eher als un­spek­ta­ku­lär. Zum Ab­schluss unse­rer klei­nen Er­kun­dungs­tour ging es mit der Metro ins Künst­ler­vier­tel von Kiew. Dort be­stie­gen wir den über­lau­fe­nen Andreas­steig, an des­sen Ende sich auf einer Er­hö­hung die St.-Andreas-Kirche be­fin­det. Diese ist we­sent­lich klei­ner als die zuvor be­such­ten Kir­chen, ge­fiel mir wegen ihrer außer­ge­wöhn­lich bläu­li­chen Farbe und der lie­be­voll ver­zier­ten Kup­peln al­ler­dings bes­ser als die ande­ren. Im Gro­ßen und Gan­zen zeig­te sich uns Kiew als le­bens­frohe Stadt, in der es eini­ges zu sehen gibt. Das man sich in ein paar Tagen kein voll­stän­di­ges Bild über eine Mil­li­o­nen­stadt wie Kiew machen kann, ist al­ler­dings auch klar.
Auf der an­schlie­ßen­den Suche nach etwas Ess­ba­rem ent­deck­ten wir plötz­lich eine aus ver­gan­ge­nen Tou­ren im Ge­dächt­nis ge­blie­be­ne Lo­ka­li­tät: Happy Grill. Da muss­ten wir nicht zwei­mal über­le­gen! Ganz nach unse­rem Ge­schmack konn­ten wir dort unser Ver­lan­gen nach Fleisch stil­len und uns gleich­zei­tig an der Frei­zü­gig­keit der mehr­heit­lich weib­li­chen Be­die­nun­gen er­göt­zen.
Nach der aus­gie­bi­gen Stär­kung mach­ten wir uns schließ­lich auf den Weg zum an­ste­hen­den Fuß­ball­spiel. Dabei hat­ten wir gleich zwei Spiele zur Aus­wahl. Zum einen das Heim­spiel von Arsenal Kiew und zum ande­ren das Heim­spiel von Dynamo Kiew, wel­che zu unse­rem Un­be­ha­gen lei­der zeit­gleich statt­fan­den. Auf­grund des grö­ße­ren Na­mens und des ver­mu­te­ten hö­he­ren Zu­schau­er­auf­kom­mens ent­schie­den wir uns für das Spiel von Dynamo Kiew im Olym­pia­sta­dion. Dynamo Kiew ist der er­folg­reichste Fuß­ball­klub der Ukraine und hat eine von Er­fol­gen ge­präg­te Ver­eins­his­to­rie vor­zu­wei­sen. Schon zu Zei­ten der Sow­jet­union war Dynamo mit ins­ge­samt 15 Meis­ter­ti­teln sow­je­ti­scher Re­kord­meis­ter. Zudem konn­te man 9-mal den sow­je­ti­schen Po­kal­wett­be­werb ge­win­nen und mit dem zwei­fa­chen Titel­ge­winn des Euro­pa­po­kals der Pokal­sie­ger sogar inter­na­tio­nal für Fu­ro­re sor­gen. Aber auch nach der ukra­ini­schen Un­ab­hän­gig­keit war man in Sachen Fuß­ball wei­ter­hin das Maß der Dinge, was ins­ge­samt mit 11 Pokal- und 15 Meis­ter­ti­teln be­lohnt wur­de. Erst zur Jahr­tau­send­wende schaff­te Shakhtar Donetsk es sport­lich mit dem Haupt­stadt­klub auf­zu­neh­men, wo­durch Dynamo Kiew das Allein­stel­lungs­merk­mal ver­lor und seit­dem ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Vor­herr­schaft im ukra­ini­schen Fuß­ball be­strit­ten wird. Für 450 UAH gönn­ten wir uns Ti­ckets für die Haupt­tri­büne und er­hiel­ten Zu­tritt zum Ground. Das Olym­pia­sta­dion ist eine mo­der­ne, voll­stän­dig mit Sitz­plät­zen aus­ge­stat­tete, dop­pel­stö­ckige Schüs­sel, die über 70.000 Zu­schau­ern Platz bie­tet. Obwohl seit dem Umbau für die EM 2012 eine Dach­kons­truk­tion das Sta­dion ziert und die mas­si­ven Ost­block-Flut­licht­mas­ten die­ser lei­der wei­chen muss­ten, weiß es den­noch durch sei­ne Cha­rak­te­ris­tik und die immer noch vor­han­dene Ähn­lich­keit mit dem „Vor­gän­ger“ zu ge­fal­len. Von der Haupt­tri­büne aus konn­ten wir sowohl dem Ge­sche­hen auf dem Rasen als auch auf den Rän­gen ide­al fol­gen. Auf Heim­seite wur­de sich in der Kurve kom­pakt hin­ter einer gro­ßen „Ultras Dynamo“-Zaun­fahne po­si­tio­niert. Knapp 500 Sup­port­wil­lige gaben ihr Bes­tes und konn­ten be­son­ders durch bra­chi­ale Schlacht­rufe und die hohe An­zahl an Klatsch­ein­la­gen auf sich auf­merk­sam machen. In der Kurve auf der ge­gen­über­lie­gen­den Seite sam­mel­te sich zudem ein wei­te­rer klei­ner Heim­mob, wel­cher zwar eben­falls eini­ge Zaun­fah­nen am Start hat­te, sonst aber nicht wei­ter auf­fiel. Aus Lem­berg fan­den ca. 100 Ultras den 500 Kilo­me­ter lan­gen Weg in die Haupt­stadt. Ähn­lich wie im Heim­block be­grenzte sich das Re­per­toire der Bander­stadt-Ultras größ­ten­teils auf die im Osten üb­li­chen Schlacht­rufe und Klatsch­ein­la­gen. Die Bander­stadt-Ultras sind nach Stepan Bandera, einem aus Lem­berg stam­men­den na­tio­na­lis­ti­schen Wider­stands­kämp­fer aus dem zwei­ten Welt­krieg, be­nannt und sind dem­nach dem rechts­ra­di­ka­len Lager zu­zu­ord­nen. Nicht zuletzt wegen ihrer offen rechts­ra­di­ka­len Hal­tung ver­bin­det die Ultras Dynamo und die Bander­stadt-Ultras eine inni­ge Fan­freund­schaft, sodass heu­te auch der ein oder ande­re Wech­sel­ge­sang der bei­den Fan­lager im Sta­dion er­tön­te. Anders als auf den Rän­gen wur­de Dynamo Kiew sei­ner Fa­vo­ri­ten­rolle auf dem Rasen nicht ge­recht. Etwas über­ra­schend schaff­te es Karpaty Lviv die Par­tie mit 2:0 für sich zu ent­schei­den, wor­an auch ein Platz­ver­weis in der 55. Spiel­mi­nute nichts mehr ändern konn­te. Da der nächs­te Tag lang wer­den soll­te und wir ge­nö­tigt waren mor­gens früh auf­zu­ste­hen, be­ga­ben wir uns nach Spiel­ende re­la­tiv zügig und ohne aus­ufern­de Trink­ge­lage zurück in unser Hostel.

FK Arsenal Kyiv – FK Sorja Luhansk 4:3


01.09.2018
Chempionat U-21 (7. Spieltag)
Arsenal-Arena, Shchaslyve (UKR)
Zuschauer: 300

Nachdem man gera­de erst das müh­se­li­ge Pokal­spiel unse­rer TuS in Treis-Karden über­stan­den hat­te, hieß es für Fabi und mich bereits das nächs­te Fuß­ball-Aben­teuer in An­griff zu neh­men. So ging es schnur­stracks nach Frank­furt am Main, von wo aus um 5 Uhr unser Flie­ger nach Kiew star­ten soll­te. Die War­te­zeit bis zum Ab­flug meis­ter­te man feucht­fröh­lich und nach­dem man auch den 2 ½-stün­di­gen Flug gekonnt ab­ge­ses­sen hat­te, lan­dete man pünkt­lich um halb 9 am Boryspil Inter­national Air­port. Dieser liegt 30 Kilo­meter außer­halb von Kiew, sodass wir für klei­nes Geld den Shuttle­bus nah­men, um ins Zen­t­rum der ukra­ini­schen Haupt­stadt zu ge­lan­gen. Das Vor­ha­ben unse­re Un­ter­kunft zu fin­den ge­stal­tete sich dafür nicht ganz so leicht. Wir wuss­ten zwar, dass sich unser Hostel in Zent­rums­nähe be­finden soll­te, das war es aber lei­der auch schon. In­ter­net­man­gel und die un­ge­wohn­te Be­schil­de­rung auf ky­ril­lisch mach­ten die Suche danach nicht gera­de ein­fa­cher. Den­noch stand man ir­gend­wann vor be­sag­tem Hin­ter­hof, in dem gleich meh­re­re Hos­tels an­säs­sig waren, nur das von uns ge­buch­te nicht. Schließ­lich lan­de­ten wir in einer Butze, die zwar einen kom­plett ande­ren Namen besaß als die unse­re, aber trotz­dem die rich­ti­ge zu sein schien. Da die un­freund­li­che Hos­tel­alte aus­schließ­lich ukra­i­nisch sprach, konn­te das Rät­sel um die tem­po­räre Bleibe jedoch bis heu­te nicht wirk­lich ge­löst wer­den. Auf jeden Fall er­wisch­ten wir ein ab­so­lut ran­zi­ges Teil, was für 6 € die Nacht aber viel­leicht auch zu er­war­ten war. Dort gönn­ten wir uns eini­ge Stun­den Schlaf, bevor es am Nach­mit­tag zum ers­ten Spiel ging. Mit der Metro fuh­ren wir zu­nächst nach Kharkivska und von dort für 200 UAH, um­ge­rech­net ca. 6 €, mit dem Taxi in den 10 Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Kiewer Vor­ort Shchaslyve. Uns war zwar be­wusst, dass der ver­langte Preis etwas zu hoch war, da aber sonst kein Taxi in Sicht war und uns auch nicht mehr viel Zeit bis zum An­pfiff blieb, stimm­ten wir die­sem ein­fach zu. Im­mer­hin wur­de man direkt bis ans Stadion gebracht. Das Sta­dion in Shchaslyve ver­fügt ein­sei­tig über eine Sitz­platz­tri­büne mit auf­fäl­lig ge­well­ter Dach­form und ist sonst nicht wei­ter aus­ge­baut. Neben den Spie­len des hei­mi­schen Knyazha Shchaslyve wer­den dort außer­dem die Spiele der Ju­gend­mann­schaf­ten von Arsenal Kiew sowie des aus der Hei­mat ver­trie­be­nen Shakhtar Donetsk aus­ge­tra­gen. Vor knapp 300 Zu­schau­ern sahen wir das Heim­spiel der Nach­wuchs­ki­cker von Arsenal Kiew gegen die von Sorja Luhansk. Über­ra­schen­der­wei­se bekam man ins­ge­samt ein qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Fuß­ball­spiel mit stän­di­gem Füh­rungs­wech­sel ge­bo­ten, dem am Ende ein Un­ent­schie­den ge­recht ge­wor­den wäre. In der Nach­spiel­zeit schaff­te es Arsenal jedoch zum vier­ten Mal ein­zu­net­zen, wo­durch die­se am Ende einen 4:3-Heim­sieg ein­fah­ren konn­ten. Da wir nach dem Spiel nicht mehr unter Zeit­druck stan­den, nah­men wir dies­mal den deut­lich gün­sti­ge­ren Bus um zurück in die In­nen­stadt zu kom­men. Dort zog es uns an den Majdan, den Un­ab­hän­gig­keits­platz, wel­cher wäh­rend der Orange Re­vo­lu­tion 2004 und den Euro­majdan-Pro­tes­ten 2014 zu grö­ße­rer Be­kannt­heit ge­lang­te. Da die an­gren­zen­de acht­spu­ri­ge Haupt­ver­kehrs­stra­ße an Wo­chen­en­den für den Auto­ver­kehr ge­sperrt und so zur Fla­nier­meile wird, war die Gegend um den Majdan rich­tig gut be­sucht. Dort be­ga­ben wir uns in eine Haus­brau­e­rei, in der wir den Abend bei Live­mu­sik einer Ramm­stein-Cover­band aus­klin­gen lie­ßen.

FC Germania Metternich – SG 99 Andernach 4:1


29.08.2018
Rheinlandpokal (2. Runde)
Sportplatz am Winninger Weg, Koblenz-Güls
Zuschauer: 120

In der zwei­ten Runde des Rhein­land­po­kals traf der Be­zirks­li­gist Germania Metter­nich auf den Rhein­land­li­gis­ten SG 99 Ander­nach. Da das Metter­nicher Sta­dion in der Kaul über kein Flut­licht ver­fügt und der Ne­ben­platz mit einem neu­en Kunst­rasen­belag aus­ge­stat­tet wird, wur­de das Spiel auf dem Sport­platz des BSC Güls aus­ge­tra­gen. Der Sport­platz am Winninger Weg hat auf einer Seite ein Ver­eins­heim mit Über­da­chung und auf der ande­ren Seite einen klei­nen Gras­wall vor­zu­wei­sen, sonst ist die­ser nicht wei­ter aus­ge­baut. Auf­grund des reg­ne­ri­schen Wet­ters si­cher­ten sich 4 Promille und ich einen über­dach­ten Sitz­platz und lie­ßen uns dort den ein oder ande­ren Stubbi schme­cken. Auf dem Platz sah man unter­des­sen eine in­te­res­san­te Par­tie, in der die Haus­her­ren über­ra­schend als Sie­ger her­vor­gin­gen.

Ahrweiler BC III – SC Rhein-Ahr Sinzig II 5:0


24.08.2018
Kreisliga D Rhein/Ahr Nord (3. Spieltag)
Ahrstadion, Bad Neuenahr-Ahrweiler
Zuschauer: 30

Als ge­neig­ter Schrott­hop­per wur­de es für mich noch­mal Zeit einem Spiel der hei­mi­schen Kreis­liga bei­zu­woh­nen. So zog es mich am Frei­tag­abend nach Bad Neuenahr-Ahrweiler ins schon län­ger an­vi­sier­te Ahr­stadion. Das Ahr­stadion ver­fügt ein­sei­tig über drei hohe Stufen und ist direkt vor dem Ver­eins­heim mit fünf wei­te­ren Stu­fen aus­ge­baut. In der Par­tie zwi­schen der drit­ten Mann­schaft des mitt­ler­weile in der Rhein­land­liga an­ge­sie­del­ten Ahr­weiler BC und der Re­ser­ve des SC Sinzig kamen die Haus­her­ren sel­ten in Be­dräng­nis und konn­ten am Ende einen ver­dien­ten Heim­sieg fei­ern.

FC CFR 1907 Cluj – FC Dinamo Bucureşti 3:1


19.08.2018
Liga I (5. Spieltag)
Stadionul Dr. Constantin Rădulescu, Cluj-Napoca (ROU)
Zuschauer: 7.700

Nach einer klei­nen Stär­kung ging es also gleich wei­ter ans Stadionul Dr. Constantin Rădulescu, der Heim­spiel­stät­te des CFR Cluj. Das Sta­dion ist aus der Inn­en­stadt recht schnell zu er­rei­chen, sodass wir nach einem 20-minü­ti­gem Fuß­marsch vor den Ein­gangs­to­ren stan­den. Wie schon beim Spiel von „U“ Cluj woll­ten wir uns auch hier wie­der mit VIP-Tickets ein­de­cken. Diese waren jedoch nicht mehr er­hält­lich, wes­halb wir uns beim ge­mei­nen Fuß­volk auf der Ge­gen­ge­rade nie­der­lie­ßen. Das Sta­dion bie­tet Platz für 23.500 Zu­schau­er und ist bis auf eine Hin­ter­tor­seite über­wie­gend mit über­dach­ten Sitz­platz­tri­bü­nen aus­ge­baut. Der CFR Cluj wur­de 1907 als Fuß­ball­ab­tei­lung der na­tio­na­len Eisen­bahn­ge­sell­schaft ge­grün­det, konn­te in den Fol­ge­jah­ren al­ler­dings kei­ne grö­ße­ren Er­fol­ge er­rin­gen. Erst als der Ver­ein zu Be­ginn des neu­en Jahr­tau­sends er­heb­li­che fi­nan­zi­elle Un­ter­stüt­zung eines Mä­zens er­hielt, konn­ten die Eisen­bah­ner zu den Spit­zen­teams des Lan­des auf­schlie­ßen und seit­dem vier­mal die ru­mä­ni­sche Meis­ter­schaft sowie den FRF-Pokal ge­win­nen. Mit Dinamo Buka­rest war zudem einer der er­folg­reichs­ten Fuß­ball­ver­eine Ru­mä­ni­ens zu Gast. So ste­hen 18 Meis­ter­titel und 13 Po­kal­siege auf der Ha­ben­seite der Buka­rester. Kein Wun­der also, dass das Spiel mit 7.700 Zu­schau­ern recht gut be­sucht war. Am Rand der Haupt­tri­büne sam­mel­ten sich davon knapp 100 Mo­ti­vier­te um die ak­ti­ve Fan­szene des CFR Cluj, wel­che haupt­säch­lich mit Klatsch­ein­la­gen und Schlacht­ru­fen auf sich auf­merk­sam machen konn­te. Aus der Haupt­stadt fan­den zudem gut und ger­ne 800 Schlach­ten­bumm­ler den Weg in den Gäs­te­block des Stadionul Dr. Constantin Rădulescu. Zu­sam­men mit den Freun­den von Universitatea konn­te auch hier wie­der ein ge­lun­ge­ner und laut­star­ker Auf­tritt ab­ge­lie­fert wer­den. Auf­grund der Ri­va­li­tät zwi­schen den Ver­ei­nen wur­de im Gäs­te­block der ein oder ande­re Böl­ler ge­zün­det und des Öf­te­ren ein pro­vo­kan­tes „U Cluj-Napoca“ an­ge­stimmt. Zu unse­rer Freude kamen wir zudem in den Genuss eini­ger py­ro­tech­ni­scher Hilfs­mit­tel. So konn­te man in der ers­ten Halb­zeit eine klei­ne Py­ro­show im Gäs­te­be­reich be­wun­dern. Wäh­rend das Kräf­te­mes­sen auf den Rän­gen klar an die Gäste ging, nahm das Ge­sche­hen auf dem Spiel­feld einen ande­ren Lauf. Der fa­vo­ri­sier­te CFR Cluj war dort größ­ten­teils spiel­be­stim­mend und konn­te am Ende einen ver­dien­ten 3:1-Heim­sieg fei­ern, mit dem die mo­men­tane Ta­bel­len­füh­rung wei­ter aus­ge­baut wur­de.

Nach dem Spiel ging es auf di­rek­tem Weg zurück zu unse­ren Hos­tels, wo man sich von den bei­den Köl­nern ver­ab­schie­den muss­te. Während die bei­den am Montag die Heim­reise nach Deutsch­land an­tra­ten, ging es für mich am frü­hen Mor­gen wei­ter nach Debrecen. Der Grund mei­nes Ab­ste­chers nach Ost­ungarn war dies­mal al­ler­dings kein Fuß­ball­spiel, son­dern das Tref­fen von alten Be­kannt­schaf­ten. Zu­dem er­hielt ich dort die Mög­lich­keit den be­rühm­ten Blu­men­kar­ne­val mit­zu­er­le­ben, wel­cher all­jähr­lich am un­ga­ri­schen Na­tio­nal­fei­er­tag im August ge­fei­ert wird. Höhe­punkt des Blu­men­kar­ne­vals ist der gro­ße Um­zug mit Blu­men ge­schmück­ten und lie­be­voll de­ko­rier­ten Kar­ne­vals­wa­gen durch die Debrecener In­nen­stadt. Zum Blu­men­kar­ne­val wer­den jähr­lich meh­re­re tau­send Be­su­cher er­war­tet, sodass die Stadt auch am heu­ti­gen Tag ge­ram­melt voll war. Am spä­ten Abend zog es uns an die Debrecener Uni­ver­si­tät, an der der Na­tio­nal­fei­er­tag tra­di­tio­nell mit einem Open-Air-Kon­zert und einem gro­ßen Feu­er­werk zu sei­nem Ende fin­det. Das Feu­er­werk soll­te nicht nur als ge­lun­ge­ner Ta­ges­ab­schluss die­nen, son­dern auch das Ende mei­ner 5-tägi­gen Tour dar­stel­len. Bereits am nächs­ten Tag hieß es näm­lich in den Flie­ger zu stei­gen und dem All­tag im hei­mi­schen Rhein­land ent­ge­gen­zu­bli­cken.

FC Universitatea Cluj – ACS Energeticianul 3:0


19.08.2018
Liga II (3. Spieltag)
Cluj Arena, Cluj-Napoca (ROU)
Zuschauer: 3.000

Am Sonn­tag stan­den mit den Heim­spielen von Universitatea Cluj und CFR Cluj die High­lights der Tour auf dem Pro­gramm. In Deutsch­land wäre es wohl ein Ding der Un­mög­lich­keit, dass die bei­den gro­ßen Klubs einer Stadt wie z. B. in München oder Hamburg am sel­ben Tag ein Heim­spiel aus­tra­gen. In Ru­mä­nien scheint dies aber kein Problem dar­zu­stel­len. Im­mer­hin fan­den die Spiele nicht zeit­gleich statt, sodass wir uns nicht für ein Spiel ent­schei­den muss­ten. Zunächst ging es in die Cluj Arena zum Spiel von Universitatea Cluj. Der Klub wur­de 1919 von Stu­den­ten der Klausen­burger Uni­ver­si­tä­ten ge­grün­det und ist Grün­dungs­mit­glied der ru­mä­ni­schen Profi­liga. Seit­dem spielt „U“ Cluj fast aus­schließ­lich erst- oder zweit­klas­sig, konn­te ein­mal den ru­mä­ni­schen Po­kal ge­win­nen und hat drei Spiel­zei­ten im Euro­pa­po­kal vor­zu­wei­sen. Mo­men­tan geht man al­ler­dings schon die vier­te Saison in Folge in der zwei­ten Liga an den Start. Nach einem kur­zen Fuß­weg durch den Stadt­park stan­den wir auch schon vor dem Sta­dion und be­ga­ben uns auf Ticket­suche. Zur Feier des Tages leis­te­ten wir uns je­weils ein VIP-Ticket für 40 Lei, um­ge­rech­net ca. 8,50 €, und nah­men auf der Haupt­tri­büne Platz. Wie der Name schon sagt, han­delt es sich bei der Cluj Arena um eine mo­der­ne Schüs­sel, die aber wegen ihrer ge­schwun­ge­nen Dach­form we­nigs­tens kein Ein­heits­brei ist. Mit den heu­te an­we­sen­den 3.000 Fuß­ball­in­te­res­sier­ten war die über 30.000 Zu­schau­er fas­sen­de Arena na­tür­lich bei wei­tem nicht aus­ver­kauft. Wäh­rend sich der Groß­teil der Zu­schau­er auf die Ge­gen­ge­ra­de und den Heim­block auf­ge­teilt hat­te, blieb der Gäs­te­block das ge­sam­te Spiel über leer. Auf­grund der vie­len Uni­ver­si­tä­ten in der Stadt besitzt „U“ Cluj eine recht gro­ße Fan­szene, sodass sich zu­sam­men mit den fürs Abend­spiel beim Stadt­ri­va­len an­ge­reis­ten Freun­den von Dinamo Buka­rest ein Stim­mungs­kern von gut 300 Sup­port­wil­li­gen im Heim­block an­sam­mel­te. Im Großen und Ganzen konn­te man den Stu­den­ten so­wohl op­tisch als auch akus­tisch einen ge­lun­ge­nen Auf­tritt at­tes­tie­ren. Diese konn­ten teil­weise eine gute Laut­stär­ke er­rei­chen und gegen Ende des Spiels wur­den sogar Wech­sel­ge­sänge zwi­schen den Fans von Universitatea und Dinamo an­ge­stimmt. Auf dem Platz bekam man hin­ge­gen eher mit­tel­mä­ßi­gen Fuß­ball ge­bo­ten. Den­noch war das Spiel der Haus­her­ren zu kei­ner Zeit ge­fähr­det, sodass am Ende ein ver­dien­ter 3:0-Sieg zu Buche stand. Da konn­te auch der star­ke Mon­sun­re­gen am Schluss nichts mehr dran rüt­teln. Der ge­neig­te Bier­lieb­ha­ber kommt bei „U“ Cluj üb­ri­gens auch nicht voll auf sei­ne Kos­ten. Im VIP-Bereich war Was­ser und Kaf­fee zwar gra­tis er­hält­lich, das Ver­lan­gen nach einem fri­schen, küh­len Bier wur­de jedoch nicht be­frie­digt. Nach dem der Re­gen wie­der ab­ge­klun­gen war, mach­ten wir uns auf den Weg zurück in die In­nen­stadt. Dort ge­neh­mig­ten wir uns eine schnel­le Mahl­zeit, bevor es zum zwei­ten Spiel des Tages ging.

FC CFR 1907 Cluj – ACS Electrica Baia Mare 13:0


18.08.2018
Etapa Preliminară U19, Seria 18 (2. Spieltag)
Stadionul CMC, Cluj-Napoca (ROU)
Zuschauer: 100

Im August hat­te ich end­lich wie­der Zeit auf Rei­sen zu gehen. Auf­grund der Tat­sa­che, dass die Spiele der bei­den gro­ßen Klausen­burger Klubs am sel­ben Wo­chen­ende im hei­mi­schen Sta­dion an­ge­setzt waren, bot es sich förm­lich an den noch feh­len­den ru­mä­ni­schen Län­der­punkt an­zu­ge­hen. Da das In­te­res­se der üb­li­chen Mit­strei­ter an der Tour lei­der aus­blieb, ent­schied ich mich dazu allei­ne nach Sieben­bürgen zu rei­sen. Einige Tage vor Ab­rei­se er­fuhr ich über Um­we­ge je­doch davon, dass die bei­den Köl­ner KB und Dominic die glei­che Tour auf dem Schirm hat­ten. Wie es der Zu­fall woll­te, saß man auch schon im Flie­ger gen Ru­mä­nien ne­ben­ei­nan­der und konn­te die ers­ten Worte mit­ei­nan­der wech­seln. Nachdem man gegen Mittag in der zweit­größ­ten Stadt des Landes ge­lan­det war, hieß es vom Klausen­burger Flug­ha­fen in die 8 Ki­lo­me­ter ent­fern­te In­nen­stadt zu kom­men. Auf­grund unse­res de­ka­den­ten Le­bens­stils wur­de mit einer Taxi­fahrt die ein­zig in Frage kom­men­de Al­ter­na­tive ge­wählt. Ein sehr ge­sprä­chi­ger Taxi­fahrer führ­te uns für um­ge­rech­net 6 € an den Plat­ten­bau­ten von Mărăști vor­bei und lie­fer­te uns vor dem Hos­tel der bei­den Köl­ner ab. Sowohl deren als auch mein Hos­tel befand sich im Zen­t­rum der Stadt, wo­durch alles In­te­res­san­te fuß­läu­fig von dort zu er­rei­chen war. Nach­dem wir uns im nahe­ge­le­ge­nen Irish Pub ein ers­tes ru­mä­ni­sches Bier und eine klei­ne Stär­kung ge­gönnt hat­ten, ging es erst­mal zurück in die Hos­tels, um dort die Zim­mer zu be­zie­hen. Für 20 € die Nacht hat­te ich mir im Vor­feld ein Ein­zel­zim­mer im „Casa Aria“ ge­bucht, wel­ches ich für ru­mä­ni­sche Ver­hält­nis­se im bes­ten Zu­stand vor­fand und sich somit für mich als ab­so­lut aus­rei­chend he­raus­stell­te. Da für den heu­ti­gen Frei­tag noch kein Spiel­be­such ge­plant war, begab ich mich an­schlie­ßend wie­der an den aus­ge­mach­ten Treff­punkt, um zu­sam­men mit den Jungs die Alt­stadt von Cluj-Napoca zu er­kun­den. Diese ist soweit ganz hübsch, mit der Sankt Michaels­kirche, dem Matthias-Corvinus-Denk­mal und der or­tho­do­xen Ka­the­dra­le sind die Se­hens­wür­dig­kei­ten der 300.000-Ein­woh­ner-Stadt al­ler­dings schnell ab­ge­lau­fen. Unsere nai­ven Ver­mu­tun­gen, dass die Ro­man­fi­gur Graf Dracula – ba­siert auf dem ehe­ma­li­gen Fürs­ten Vlad III. Drăculea – in der größ­ten Stadt Transsil­vaniens tou­ris­tisch aus­ge­schlach­tet wer­den wür­de, war eben­falls ein Trug­schluss. Von Vam­pi­ren war in Cluj je­den­falls nichts zu sehen, was viel­leicht aber auch an der knal­len­den Sonne ge­le­gen haben könn­te. Bei über 30 °C und Son­nen­schein mach­ten wir es uns schließ­lich auf einer Bank an der Michaels­kirche bequem. Dort ver­nich­te­ten wir eini­ge Do­sen­bie­re, beo­bach­te­ten das Ge­sche­hen auf dem Unirii-Platz und blick­ten dem Abend ent­ge­gen. Um den in­zwi­schen auf­ge­kom­me­nen Hun­ger zu stil­len, zog es uns am Abend in ein tra­di­tio­nel­les Res­tau­rant, in dem ein wei­te­rer ku­li­na­ri­scher Ab­ste­cher in die ru­mä­ni­sche Küche vor­genom­men wur­de. Neben einem lo­ka­len Craft Beer und einem her­kömm­li­chen Țuică, wur­de dort ein typi­sches transsil­vanisches Kraut­ge­richt pro­biert. Danach ging es wei­ter in eine coo­le Stu­den­ten­kneipe. Dort wur­den sämt­li­che auf der Ge­trän­ke­kar­te be­find­li­chen Cock­tails ge­tes­tet, bevor einem wei­te­ren omi­nö­sen Eta­blis­se­ment ein Be­such ab­ge­stat­tet wur­de und die Nacht schließ­lich in einem Club un­weit unse­rer Hos­tels ende­te.

Während sich KB und Dominic schon in den Mor­gen­stun­den sport­lich be­tä­tig­ten und im Stadt­park jog­gen waren, war für mich aus­schla­fen an­ge­sagt. So traf man sich erst gegen Mit­tag mit den Jungs am Piața Unirii. Dort er­fuhr ich, dass die bei­den kei­ne gro­ße Lust auf das für heu­te an­ge­peil­te Spiel am Nach­mit­tag hat­ten und sich statt­des­sen lie­ber dem Ku­li­na­ri­schen sowie den ru­mä­ni­schen Schön­hei­ten wid­men woll­ten, sodass ich mich allei­ne auf den Weg machen muss­te. Da der Ver­band die zwei Haupt­spiele der Tour auf den Sonn­tag ter­mi­niert hat­te, hieß es für den Sams­tag ein wei­te­res Spiel aus­fin­dig zu machen. Fündig wur­de ich mit dem Heim­spiel der A-Ju­ni­o­ren des CFR Cluj. Dieses soll­te per pedes in­ner­halb von 20 Mi­nu­ten von der In­nen­stadt zu er­rei­chen sein. Zu dem Zeit­punkt wuss­te ich al­ler­dings noch nicht, dass mich der Weg über den Berg Cetățuia füh­ren soll­te. Not­ge­drun­gen schliff ich mei­nen vom Vor­abend an­ge­schla­ge­nen Kör­per den Berg hin­auf und muss­te bereits nach den ers­ten hun­dert Me­tern An­stieg eine Er­ho­lungs­pause ein­le­gen. Trotz der gera­de er­leb­ten Stra­pa­zen schaff­te ich es aber ir­gend­wie noch pünkt­lich am Stadionul CMC ein­zu­tref­fen. Ob­wohl das Sta­dion nur ein­sei­tig aus­ge­baut ist, wuss­te die­ses zu ge­fal­len und bot einen guten Ein­stieg ins Fuß­ball-Wochen­ende. Vor allem die zu­ge­wu­cher­te und von Gam­mel über­zo­ge­ne Sitz­platz­tri­büne konn­te mich mit ihrem Charme über­zeu­gen. Auf dem Platz emp­fin­gen die Nach­wuchs­ki­cker des CFR Cluj den bis dato Ta­bel­len­letz­ten Electrica Baia Mare. Die Gäste aus Baia Mare hät­ten sich die zwei­stün­dige An­fahrt al­ler­dings gleich spa­ren kön­nen, denn die­se waren ab­so­lut chan­cen­los und wur­den am Ende zwei­stel­lig ab­ge­fer­tigt. Nach dem Spiel be­trach­tete ich noch kurz den Aus­blick vom Cetățuia auf die Klausen­burger Alt­stadt und begab mich zurück zu KB und Dominic. Wie schon am Vor­tag gas­tier­ten wir zu­nächst in einem tra­di­tio­nel­len ru­mä­ni­schen Res­tau­rant und stürz­ten uns an­schlie­ßend ins Nacht­leben von Cluj.

 

1. FC Köln – 1. FC Union Berlin 1:1


13.08.2018
2. Bundesliga (2. Spieltag)
RheinEnergieStadion, Köln
Zuschauer: 50.000

FC Rastpfuhl – FV Eppelborn 3:2


11.08.2018
Saarlandliga (4. Spieltag)
Sportanlage Knappenroth, Saarbrücken-Rastpfuhl
Zuschauer: 300

Nach unse­rem Aus­wärts­spiel in Dillingen ging es gleich wei­ter nach Saar­brücken. Dort fand um 18 Uhr das Auf­ei­nan­der­tref­fen zwi­schen den Saar­land­li­gis­ten FC Rast­pfuhl und FV Eppel­born statt. Die Rast­pfuhler Sport­an­la­ge be­steht aus einem ge­wöhn­li­chen Kunst­ra­sen­platz mit einem ein­sei­ti­gen Aus­bau von 3 Stu­fen und war mit den heu­te an­we­sen­den 300 Zu­schau­ern re­la­tiv gut be­sucht. Wäh­rend der hei­mi­sche FC Rast­pfuhl ge­ra­de in die Saar­land­liga auf­ge­stie­gen ist, muss­ten die Gäste aus Eppel­born den bit­te­ren Gang von der Ober­liga in die Saar­land­liga an­tre­ten. Den­noch sah man ein Spiel auf Augen­höhe, wel­ches die Haus­her­ren am Ende knapp für sich ent­schie­den.

FC Progrès Niederkorn – Budapest Honvéd FC 2:0


02.08.2018
UEFA Europa League (Qualifikation 2. Runde)
Stade Municipal de la Ville de Differdange, Differdange-Oberkorn (LUX)
Zuschauer: 1.852

Wie jedes Jahr am Anfang der Sai­son, zog es uns auch dies­mal wie­der ins Groß­her­zog­tum Luxem­burg, um einem Spiel im Euro­pa­po­kal bei­zu­woh­nen. Da bis auf das Sta­dion von Progrès Nieder­korn alle Grounds der po­ten­ti­el­len lu­xem­bur­gi­schen Euro­pa­po­kal­tei­lneh­mer be­reits ge­kreuzt wur­den, lag es dem­ent­spre­chend nahe wie­der den Schwarz-Gel­ben einen Besuch ab­zu­stat­ten. Das Stade Jos Haupert, in dem Progrès nor­ma­ler­wei­se sei­ne Heim­spie­le aus­trägt, scheint für in­ter­na­tio­nale Spiele jedoch nicht zu­ge­las­sen zu sein, sodass die­se in der Regel im Sta­dion des FC Differ­dange aus­ge­tra­gen wer­den. Für Fabi und mich war das Sta­dion in Ober­korn zwar ein alter Hut, mit Honvéd Buda­pest war aber ein halb­wegs in­te­res­san­ter Gegner zu Gast, sodass wir uns doch dazu ent­schie­den die 2-stün­di­ge An­fahrt auf uns zu neh­men. Das Sta­dion, wel­ches ein­sei­tig über eine gro­ße über­dachte Haupt­tri­büne ver­fügt, war heu­te mit über 1.800 Zu­schau­ern recht gut be­sucht. Im Heim­be­reich auf der Haupt­tri­büne sam­mel­te sich sogar ein klei­ner sup­port­wil­li­ger Hau­fen, der al­ler­dings mit ein paar Trom­meln aus­schließ­lich für stö­ren­den Krach sorg­te. Im Gäs­te­block auf der Ge­gen­ge­ra­de fan­den sich zudem knapp 150 Fans aus Kispest ein, um den 14-mali­gen un­ga­ri­schen Meis­ter zu un­ter­stüt­zen. Zu Beginn lie­fer­ten die Un­garn einen an­ge­mes­se­nen Sup­port ab, wel­cher mit fort­lau­fen­der Spiel­zeit auf­grund der spie­le­ri­schen Leis­tung ihrer Mann­schaft al­ler­dings immer wei­ter ab­flach­te. Nach­dem Progrès im letz­ten Jahr den gro­ßen Rangers FC aus der ers­ten Quali-Runde schmiss, konn­te man sich in die­sem Jahr gegen den FK Qəbələ aus dem Aser­baid­schan durch­set­zen und hat­te nun das Ziel erst­mals in der Ver­eins­ge­schich­te in die drit­te Qua­li­fi­ka­tions­runde ein­zu­zie­hen. Zu unse­rer Ver­wun­de­rung war Progrès dem­nach auch über die kom­plette ers­te Halb­zeit spiel­an­ge­bend und Honvéd ab­so­lut chan­cen­los, sodass es für die Luxem­bur­ger mit einer ver­dien­ten 1:0-Füh­rung in die Pause ging. In der zwei­ten Halb­zeit sah man dann einen star­ken Kon­trast zur ers­ten Hälfte. Nun waren die Un­garn am Zug und dräng­ten auf das geg­ne­ri­sche Tor, um der an­schlie­ßen­den Ver­län­ge­rung nach dem 1:0-Heim­sieg im Hin­spiel ent­ge­gen­zu­wir­ken. Der be­nö­tig­te Tref­fer blieb al­ler­dings aus und man lief statt­des­sen in einen Kon­ter der Luxem­bur­ger, die so fünf Mi­nu­ten vor Schluss zum ent­schei­den­den 2:0-Sieg­tref­fer ein­netz­ten. In der drit­ten Quali-Runde traf Progrès an­schlie­ßend auf den FK Ufa aus Russ­land, gegen den man sich al­ler­dings nach einer Nie­der­lage und einem Un­ent­schie­den ge­schla­gen geben muss­te.

TV 1863 Ebern – SV Bosporus Coburg 0:3


29.07.2018
Kreisliga 1 Coburg/Kronach (1. Spieltag)
Angerstadion, Ebern
Zuschauer: 85

Nach dem Spiel in Neu­stadt ging es für mich wei­ter nach Ebern. Im dor­ti­gen Anger­stadion kam es zum Auf­ei­nan­der­tref­fen der bei­den Kreis­li­gis­ten TV Ebern und Bosporus Coburg. Nach­dem ich am Nach­mit­tag das Spiel von Türk Gücü Neu­stadt ge­se­hen hat­te, gab es für mich hier das zwei­te Spiel mit Be­tei­li­gung einer tür­ki­schen Mann­schaft an die­sem Tag. Das Angers­tadion in Ebern ver­fügt ein­sei­tig über einen Aus­bau von 7 fla­chen Stu­fen sowie über einen Gras­wall hin­ter dem Tor, der zum Teil eben­falls mit Stu­fen aus­ge­baut ist. Aus ku­li­na­ri­scher Sicht wur­de neben einer aus­ge­zeich­ne­ten Brat­wurst schmack­haf­tes Bam­ber­ger Her­ren Pils an­ge­bo­ten. Im Ge­gen­satz zum ers­ten Spiel des Tages waren die Tür­ken hier das bes­se­re Team, wodurch die­se am Ende einen ver­dien­ten Aus­wärts­sieg fei­ern konn­ten. Zu­gleich war die­ses Spiel auch das letz­te Spiel mei­nes Auf­ent­halts in Ober­fran­ken. So konn­te ich in vier Mo­na­ten ins­ge­samt 59 neue Grounds kreu­zen, da­run­ter unter an­de­rem 40 Stück in Bay­ern und 9 Stück im be­nach­bar­ten Tschechien.

SV Türk Gücü Neustadt – SV Großgarnstadt 1:2


29.07.2018
Kreisliga 1 Coburg/Kronach (1. Spieltag)
Türk-Gücü-Stadion, Neustadt bei Coburg
Zuschauer: 80

Zum Ab­schluss mei­ner Zeit in Ober­fran­ken stand für mich noch­mal ein Dopp­ler auf dem Pro­gramm. Dazu ging es zu­nächst ins 30 Ki­lo­me­ter ent­fern­te Neu­stadt bei Coburg. Mit dem Heim­spiel des SV Türk Gücü Neu­stadt gegen den SV Groß­garn­stadt bekam ich die Mög­lich­keit das ehe­mals 10.000 Zu­schau­er fas­sen­de Türk-Gücü-Sta­dion zu kreu­zen. Das Sta­dion, wel­ches ur­sprüng­lich Sta­dion an der Sonne­ber­ger Straße hieß, wur­de 1937 er­baut und war lan­ge Zeit die Hei­mat des VfL Neu­stadt. Mit den Spie­len des VfL Neu­stadt konn­te in den 50er Jah­ren über neun Spiel­zei­ten hin­weg Zweit­li­ga­fuß­ball im Neu­städter Sta­dion an der Sonne­ber­ger Straße ge­se­hen wer­den. Aus die­ser Zeit re­sul­tiert auch der Zu­schau­er­re­kord des Sta­di­ons, der in der Sai­son 1955/56 mit 15.000 Zu­schau­ern im Spiel ge­gen den FC Bay­ern Mün­chen er­zielt wur­de. Nach dem schlei­chen­den Nie­der­gang des VfL und der damit ver­bun­de­nen Fast-In­sol­venz wur­de das Sta­dion 2003 schließ­lich von Türk Gücü Neu­stadt über­nom­men. Da­mals wur­de das Sta­dion zwar in Türk-Gücü-Sta­dion um­be­nannt, das Er­schei­nungs­bild hat sich seit­dem aber glück­li­cher­wei­se kaum ver­än­dert. So ver­fügt das Sta­dion ein­sei­tig über einen be­acht­li­chen Stu­fen­aus­bau, von des­sen ma­ro­den Stu­fen man die Ge­schich­te förm­lich ab­le­sen kann. Nach einer an­fäng­li­chen Foto­runde mach­te ich es mir in einer frei­en Ecke auf den Stu­fen be­quem und ver­folg­te mit nicht mehr als 80 wei­te­ren Zu­schau­ern das Ge­ki­cke auf dem Platz. Dort sah man eine hit­zi­ge Par­tie, in der Türk Gücü be­reits nach 5 Mi­nu­ten nur noch zu zehnt war. Den­noch konn­ten sie die rest­li­che Spiel­zeit größ­ten­teils mit­hal­ten und muss­ten sich am Ende nur knapp mit 1:2 ge­schla­gen geben.

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