Sportplatzhänger

Fußball • Groundhopping • Reisen

SG Dernau/Mayschoß – SV Rot-Weiß Dünstekoven 5:2


04.08.2020
Testspiel
Ahr-Rotwein ICX-Arena, Dernau
Zuschauer: 55

ASV Sankt Augustin – Spfr. Ippendorf II 3:4


26.07.2020
Testspiel
Sportzentrum Sankt Augustin, Sankt Augustin
Zuschauer: 48

Da der nord­rhein-west­fä­li­sche Fuß­ball na­tür­lich nicht zu kurz kom­men soll, wur­de am Sonn­tag ein Test­kick im Rhein-Sieg-Kreis an­ge­peilt. Dort zog es mich nach Sankt Augus­tin, wo ein Auf­ei­n­an­der­tref­fen zwei­er Kreis­ligis­ten an­stand. Wäh­rend der hei­mi­sche ASV Sankt Augus­tin in der Kreis­liga A Sieg an den Start geht, tre­ten die Sport­freunde Ippen­dorf im Bon­ner Fuß­ball­kreis auf höhen­glei­cher Ebene an. Das Sport­zen­t­rum in Sankt Augus­tin besteht aus einem Kunst­rasen­platz, wel­cher ein­sei­tig einen Aus­bau von drei fla­chen Stu­fen vor­zu­wei­sen hat. Auf dem Spiel­feld sah man indes eine kur­zwei­lige Par­tie mit ins­ge­samt sie­ben Toren, in der die aus Bonn an­ge­reis­ten Ippen­dorfer am Ende knapp als Sieger her­vor­gin­gen.

SG Rhens/​Spay/​Waldesch – SG Viertäler Oberwesel 1:3


25.07.2020
Testspiel
Jakob-Vogt-Sportanlage, Rhens
Zuschauer: 80

Seit kur­zem soll­te nun auch in Rhein­land-Pfalz wie­der Fuß­ball ge­spielt wer­den. Also zog es mich mal wie­der in den Fuß­ball­kreis Koblenz, in wel­chem doch noch eini­ge wei­ße Fle­cken auf der Land­karte zu ver­zeich­nen sind. Einen die­ser wei­ßen Fle­cken stellt bei­spiels­weise die Jakob-Vogt-Sport­anlage in Rhens dar. Mit dem Test­spiel zwi­schen der hei­mi­schen SG Rhens/­Spay/­Waldesch und der SG Vier­täler Ober­wesel soll­te der Sport­platz ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau end­lich gekreuzt wer­den. Wäh­rend die SG Rhens/­Spay/­Waldesch in die­ser Kon­s­tel­la­tion bereits ein Jahr Spiel­praxis in der Kreis­liga A sam­meln konn­te, geht die aus der SpVgg Vier­täler und dem SV Vesalia Ober­wesel neu ent­stan­dene Spiel­gemein­schaft erst ab der kom­men­den Sai­son in der Be­zirks­liga an den Start. Den­noch konn­ten die Gäste ihrer Fa­vo­ri­ten­rolle gerecht wer­den und schließ­lich mit 3:1 ge­win­nen.

DJK TuS Marathon Hannover – SV Iraklis Hellas Hannover 3:5


15.07.2020
Testspiel A-Junioren
Soccerpark Langenhagen, Langenhagen-Engelbostel
Zuschauer: 30

Da man sich aus be­ruf­li­chen Grün­den eine Woche in Han­no­ver auf­hielt, lag es selbst­ver­ständ­lich nahe auch einen Ground im Groß­raum Han­no­ver mit­zu­neh­men. Die Suche nach irgend­einem Spiel ge­stal­tete sich je­doch we­sent­lich schwie­ri­ger als zu­nächst ge­dacht. Als man fast re­si­g­niert hat­te, ließ sich dann aber doch noch ein Spiel fin­den. Fün­dig wur­de man mit dem A-Juni­oren-Kick zwi­schen dem TuS Mara­thon und dem SV Iraklis Hellas. Heu­ti­ger Spiel­ort soll­te der Soccer­park in Langen­hagen sein, wel­cher nicht gera­de zen­t­ral ge­le­gen ist und schließ­lich per Stadt­bahn sowie Bus erreicht wur­de. Der dor­tige Plas­tik­platz ist nur von einer Seite zu­gäng­lich, ver­fügt aber im­mer­hin über einen wirr zu­sam­men­ge­stell­ten Aus­bau von Sitz­scha­len. Auch vom Spiel­niveau her war die heu­tige Partie gar nicht mal so mi­se­ra­bel. Am Ende fie­len ins­ge­samt acht Tore und die Gäste von Iraklis Hellas konn­ten ver­dient als Sieger her­vor­gehen.

Osterather SV Meerbusch – SC Düsseldorf-West II 2:0


11.07.2020
Testspiel
BZA Krähenacker, Meerbusch-Osterath
Zuschauer: 70

Man hät­te es nicht für mög­lich ge­hal­ten, doch die Corona-Krise kann auch ihre Vor­züge mit sich brin­gen. So wur­de bei­spiels­weise end­lich der Nutzen des eige­nen Job­tickets deut­lich, da die­ses wäh­rend der dies­jäh­ri­gen Som­mer­ferien in ganz Nord­rhein-West­falen an Gül­tig­keit gewinnt. Dieser Vor­teil soll­te na­tür­lich genutzt wer­den, wodurch unser Ziel heu­te mal auf Schie­nen bereist wur­de. So konn­te auf der gut zwei­stün­di­gen Fahrt bereits die ein oder ande­re Hopfen­kalt­schale ver­drückt wer­den, bevor man in bes­ter Laune im Meer­buscher Stadt­teil Osterath ein­fiel. Vom Osterather Bahn­hof aus wur­de der letz­te Kilo­meter noch schnell zu Fuß be­wäl­tigt und schon stand man vor der Be­zirks­spor­tanlage Krä­hen­acker, der Heim­spiel­stätte des OSV Meer­busch. Zum heu­ti­gen Test­kick soll­te vom Heim­verein kein Ein­tritts­geld ver­langt wer­den, wes­halb man sich selbst un­ver­hält­nis­mä­ßig oft am Bier­stand wie­der­fand. Na­tür­lich nur, um dem OSV fi­nan­zi­ell zur Seite zu ste­hen. Los ging es mit einem schmack­haf­ten Schu­ma­cher Alt. Ge­fal­len konn­te üb­ri­gens auch die hie­sige Sport­an­lage, wel­che neben dem Haupt­platz mit Natur­rasen auch über einen Asche- sowie Kunst­rasen­platz ver­fügt. Das Herz­stück der Anlage ist selbst­ver­ständ­lich der Rasen­platz, wel­cher ein­sei­tig einen teil­weise über­dach­ten Aus­bau von sechs Stu­fen be­sitzt. Nach­dem wir es uns in der ers­ten Halb­zeit noch zu zweit auf dem Stu­fen­aus­bau bequem gemacht hat­ten, wur­de die zwei­te Spiel­hälfte mit ein paar gut auf­ge­leg­ten Jungs aus Essen ver­bracht. Grüße an der Stelle! In­zwi­schen neig­te sich der Bier­vor­rat aus dem Hause Schu­ma­cher auch schon dem Ende ent­ge­gen, so­dass es von nun an mit Boltens Alt wei­ter­ging. Achja, neben­bei wur­de na­tür­lich auch noch Fuß­ball gespielt. Der in der Kreis­liga A an­ge­sie­del­te OSV Meer­busch traf auf die Re­ser­ve des aus der Lan­des­haupt­stadt an­ge­reis­ten SC Düssel­dorf-West. Am Ende eines pa­cken­den Spiels soll­te der OSV schließ­lich als ver­dien­ter Sie­ger her­vor­gehen.

Türkischer FC Inter Troisdorf III – GSK Galatasaray Köln 1:5


05.07.2020
Testspiel
Sportplatz zur Mühle, Troisdorf-Eschmar
Zuschauer: 50

Nur 6 Kilo­meter wei­ter stand in der Trois­dorfer Ort­schaft Eschmar der nächs­te Test­kick auf der Tages­ord­nung. Auf dem dor­ti­gen Sport­platz zur Mühle traf der Tür­ki­sche FC Inter Trois­dorf auf Gala­tasaray Köln. Ein Duell also, wel­ches man vom Namen her eher jen­seits des Bos­po­rus ver­mu­tet hät­te. Nichts­desto­trotz muss­te auch die­ser Ground ge­kreuzt wer­den, wo­durch im End­effekt zweit­ran­gig war, wer da so gegen den Ball tritt. Wirk­lich spek­ta­ku­lär war der Sport­platz in Eschmar aller­dings nicht, so ver­fügt die­ser le­dig­lich über einen zwei­stu­fi­gen Aus­bau auf einer Seite. Viel­leicht zogen wir gera­de des­we­gen wäh­rend der ob­li­ga­to­ri­schen Sta­di­on­runde die vol­le Auf­merk­sam­keit der rest­li­chen Be­su­cher auf uns. So stand der Vor­sit­zende des Heim­ver­eins plötz­lich neben uns und er­kun­digte sich miss­trau­isch, war­um man denn so vie­le Fotos machen wür­de. Letzten Endes klär­te sich alles mehr oder we­ni­ger auf und wir wur­den nicht des Platzes ver­wie­sen. Allein aus ku­li­na­ri­scher Sicht wäre dies auch ein De­sas­ter ge­we­sen. Gegen eine klei­ne Spende bekam man näm­lich eine lan­des­ty­pi­sche Köfte-Tasche vom Grill, dazu den all­seits be­kann­ten Limo­na­den-Klas­siker Uludağ ser­viert. Auch das Spiel­niveau wuss­te schon we­sent­lich mehr zu über­zeu­gen als zuvor in Bonn. Schließ­lich soll­ten die Gäste von Gala­tasaray klar die Ober­hand be­hal­ten und am Ende ver­dient mit 5:1 ge­win­nen.

FV Preußen Bonn II – FC Eintracht Geislar II 3:5


05.07.2020
Testspiel
Sportplatz Schwarz-Rheindorf, Bonn
Zuschauer: 55

Nach­dem die Woche zuvor noch durch die Sta­dien von Nord­böh­men ge­tin­gelt wur­de, konn­te man sich nun wie­der an­de­ren Zie­len, wie z. B. der Ver­voll­stän­di­gung des Bonner Raums wid­men. Dem­nach war das ers­te Ziel für Mara Denna und mich der Sport­platz Schwarz-Rhein­dorf, wel­cher im gleich­na­mi­gen, rechts­rhei­nisch ge­le­ge­nen Stadt­teil Bonns liegt. Genutzt wird die Sport­an­lage vom FV Preu­ßen Bonn, des­sen ers­te sowie auch zwei­te Mann­schaft in der Kreis­liga D an den Start gehen. Der heu­tige Gegner aus Geislar tritt eben­falls in der un­ters­ten Ebene des Fuß­ball­krei­ses an. Da hat­ten wir uns also mal wie­der aller­feins­ten Hafer he­r­aus­ge­sucht. Die ein­zi­gen Hop­per­nasen blie­ben wir heu­te aller­dings nicht, denn mit Hop­ping Orange Blue, Torben und einem Exil-Hertha­ner konn­ten drei wei­te­re Ver­rückte be­grüßt wer­den. Der Sport­platz in Schwarz­rhein­dorf ist an sich recht un­spek­ta­ku­lär. So ist der mit einem her­kömm­li­chen Kunst­rasen­belag aus­ge­stat­tete Ground ein­sei­tig mit einer fla­chen Stufe und auf der Gegen­seite mit einem Wall aus­ge­baut. Das Spiel erwies sich schließ­lich wie er­war­tet recht amü­sant. Am Ende fie­len ins­ge­samt acht Tore und die Reserve des FC Ein­tracht Geislar konn­te ver­dient als Sie­ger her­vor­gehen. Das ku­li­na­ri­sche An­ge­bot beim FV Preu­ßen war heu­te üb­ri­gens stark li­mi­tiert, denn bis auf eine Gratis-Cola konn­te unser Ver­lan­gen in die­ser Hin­sicht über­haupt nicht ge­stillt wer­den. Die Hoff­nun­gen waren also groß, beim nächs­ten Kick auch etwas Festes zu sich neh­men zu kön­nen.

FK Ústí nad Labem – FK Fotbal Třinec 3:3


28.06.2020
FNL (27. Spieltag)
Městský sta­di­on, Ústí nad Labem (CZE)
Zuschauer: 876

Von der Pole-Posi­tion aus ging es im Ground­hop­ping-Kon­voi wei­ter nach Ústí nad Labem, wo das letz­te Spiel der Tour an­stand. Es war Eile ge­bo­ten, denn uns blie­ben nur ca. 40 Minuten, um die knapp 20 Kilo­meter hin­ter uns zu brin­gen. Ob­wohl unser Num­mern­schild mehr oder we­ni­ger selbst­ver­schul­det auf der Strecke blieb, schaff­ten wir es schließ­lich pünkt­lich am Ground auf­zu­lau­fen. Nach­dem für er­schwing­li­che 50 Kč die Ein­tritts­karte ge­löst und an­schlie­ßend das Corona-bedingte Fie­ber­mes­sen über­stan­den wur­de, ging es auch schon in das städ­ti­sche Sta­dion von Aussig, wie die Stadt auf deutsch heißt. Das Městský sta­di­on ver­fügt über eine gro­ße, mit­tig über­dachte Haupt­tri­büne sowie einen wei­te­ren teil­weise über­dach­ten Aus­bau auf der Gegen­seite. Auf den Hin­ter­tor­sei­ten be­fin­den sich zudem un­über­dachte Tri­bü­nen, wel­che sich zum einen halb und zum an­de­ren voll über die je­wei­lige Kurve er­stre­cken. Da es beim FK Fotbal Třinec im Vor­feld einen Corona-Ver­dachts­fall gab, war lan­ge Zeit nicht klar, ob das Zweit­liga-Spiel über­haupt statt­fin­den wür­de. Am Mor­gen vor dem Spiel wur­de dann recht spät ver­kün­det, dass ge­spielt wer­den kann, wo­durch wir end­lich Ge­wiss­heit hat­ten. Wäh­rend auf der einen Seite eine Hand­voll Heim­fans für etwas Stim­mung sorg­te, wur­den die Gäste im­mer­hin von zwei Fans mit Trom­mel be­glei­tet, wo­von zu­min­dest einer über die vol­len 90 Mi­nu­ten sup­por­tete. Res­pekt dafür! Auf dem Spiel­feld gab es wäh­rend­des­sen erneut ein Tor­fes­ti­val zu be­stau­nen. Am Ende wur­de ins­ge­samt sechs­mal ein­ge­netzt. Beide Tor­hüter durf­ten drei­mal hin­ter sich grei­fen, so­dass sich die bei­den Kon­tra­hen­ten letzt­end­lich mit einem ge­rech­ten Remis von­ei­n­an­der trenn­ten. Aus ku­li­na­ri­scher Sicht war man heu­te eher ge­spal­te­ner Mei­nung. Einer­seits war die Klo­basa in Ústí nad Labem für 60 Kč recht teu­er, an­de­rer­seits wuss­te die­se aber durch­aus zu schme­cken.
Da der Groß­teil unse­rer Reise­gruppe am fol­gen­den Mon­tag ar­bei­ten muss­te, hieß es nach Spiel­ende schleu­nigst die sechs­stün­dige Heim­reise an­zu­tre­ten. Gegen 2 Uhr war man schließ­lich im wun­der­schö­nen Rhein­land an­ge­kom­men und konn­te in den drin­gend be­nö­tig­ten Schlaf fal­len.

FK Teplice – FC Fastav Zlín 4:1


28.06.2020
Fortuna liga, sku­pi­na o záchra­nu (3. Spieltag)
AGC Aréna Na Stínadlech, Teplice (CZE)
Zuschauer: 2.072

Am nächs­ten Morgen klin­gelte bereits früh der Wecker. Trotz dickem Kopf und Schlaf­mangel­er­schei­nun­gen hieß es zei­tig aus den Federn zu kom­men, denn unser Ter­min­ka­len­der für den an­ste­hen­den Tag ließ mal wie­der nicht viel Spiel­raum für Ge­müt­lich­keit. So ging es als ers­tes über die Dörfer nach Černiv, wo um 11 Uhr das ers­te Spiel des Tages statt­fin­den soll­te. Dort wur­de auch tat­säch­lich Fuß­ball ge­spielt, aller­dings han­delte es sich le­dig­lich um einen Ju­ni­o­ren­kick der Alters­klasse Bam­bini. Da uns dies nicht wirk­lich an­sprach, mach­ten wir gleich kehrt und be­ga­ben uns zum ver­meint­li­chen Er­satz­spiel. Hier war je­doch rein gar nichts los und es gab kei­ner­lei An­zei­chen auf ein an­ste­hen­des Fuß­ball­spiel. Na gut, das war dann wohl nichts. Es wäre auch zu schön ge­we­sen, wenn nach dem ges­tri­gen Tag wie­der alles glatt­ge­gan­gen wäre. Da auch für die Mit­tags­zeit kein adä­qua­tes Spiel aus­fin­dig gemacht wer­den konn­te, ging es wei­ter nach Teplice, wo mit dem Na Stínadlech ein Re­vi­sit für mich an­stand. Was macht man nicht alles für sei­ne Mit­strei­ter.
Am Ground an­ge­kom­men sicher­ten wir uns zunächst Tickets für 150 Kč, um­ge­rech­net ca. 5,60 €. An­schlie­ßend schlu­gen wir auf­grund des reg­ne­ri­schen Wet­ters die Zeit bis zur Öff­nung der Sta­di­on­tore tot. Nach Entern des Grounds tra­fen wir nun erneut auf die Frak­tion Goslar, mit der die Zeit bis zum An­stoß und auch da­rü­ber hin­aus mit net­ten Ge­sprä­chen über­brückt wur­de. Ins­ge­samt soll­te die Dichte an Ground­hop­pern hier in Teplice üb­ri­gens ihren Höhe­punkt für die­ses Wochen­ende fin­den, sodass am Ende wohl jeder fünf­te Zuschauer extra aus Deutsch­land an­ge­reist war. Sup­port­tech­nisch konn­te die heu­tige Ver­an­stal­tung jedoch nicht gera­de mit Gänse­haut­fak­tor die­nen. So exis­tierte auf Heim­seite ein klei­ner Stim­mungs­block, wel­cher zum Intro eine Viel­zahl an blau-gelben Fah­nen schwenk­te und sonst nicht mehr all­zu groß auf­fiel. Gäste­fans konn­ten indes kei­ne auf­ge­spürt wer­den. Auch wenn ich bereits das zwei­te Mal im Na Stínadlech zu­ge­gen war, muss ich sagen, dass mir die­ses im Grunde ganz gut gefällt. So ver­fügt das Stadion mit einer Gesamt­ka­pa­zi­tät von etwas über 18.000 Zu­schau­ern über drei über­dachte Tri­bü­nen­teile, die u-förmig mit­ei­n­an­der ver­bun­den sind. Die ande­re Hin­ter­tor­seite be­steht hin­ge­gen le­dig­lich aus einem Stu­fen­aus­bau, wo­durch man aller­dings einen guten Aus­blick auf die da­hin­ter­lie­gende Land­schaft hat. Im Gegen­satz zum ges­tri­gen Spiel in Liberec han­delte es sich beim heu­ti­gen Auf­ei­n­an­der­tref­fen zwi­schen dem FK Teplice und dem FC Fastav Zlín um eine Par­tie der Ab­stiegs­runde. In der dazu­ge­hö­ri­gen Ta­bel­le stan­den bei­de Kon­tra­hen­ten jedoch in der obe­ren Ta­bel­len­hälfte, wes­halb das gro­ße Zit­tern vor dem Ab­stieg wohl eher aus­blei­ben wird. Am Ende sah man trotz­dem ein tor­rei­ches Spiel, in wel­chem der FK Teplice nach an­fäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten sowie Rück­stand schließ­lich sou­ve­rän mit 4:1 ge­win­nen konn­te.

FC Slovan Liberec – FC Baník Ostrava 2:1


27.06.2020
Fortuna liga, sku­pi­na o titul (3. Spieltag)
Stadion u Nisy, Liberec (CZE)
Zuschauer: 2.488

Nach einer gut ein­stün­di­gen Fahrt durch den Ústecký kraj er­reich­ten wir schließ­lich die 100.000-Ein­woh­ner-Stadt Liberec bzw. Reichen­berg, wie sie auf deutsch ge­nannt wird. Dort check­ten wir in Sta­dion­nähe schnell in unse­rer Unter­kunft für die Nacht ein und zogen per pedes wei­ter zum Reichen­berger Sta­dion. Fa­ta­ler­weise über­raschte uns auf den paar hun­dert Metern zum Sta­dion ein or­dent­li­cher Wol­ken­bruch. Dank der Frei­kar­ten, wel­che wir bereits im Vor­feld vom Heim­ver­ein er­hal­ten hat­ten, muss­ten wir uns we­nigs­tens nicht mehr um die Ticket­be­schaf­fung küm­mern und konn­ten so re­la­tiv zügig den Ground entern. Völlig durch­nässt nah­men wir mit Pro­vi­ant in Form von Klo­basa und Pivo unse­re Plätze auf der Gegen­gerade in Beschlag. Kurz dar­auf soll­te die Partie der Meis­ter­runde zwi­schen Slovan Liberec und Baník Ostrava auch schon be­gin­nen. Wäh­rend Slovan bereits drei­mal tsche­chi­scher Meister wer­den konn­te, wur­de der letz­te Meis­ter­titel von Baník Ostrava noch zur Zeit der Tsche­cho­slo­wa­kei er­run­gen. Chan­cen auf die dies­jäh­rige Meis­ter­schaft hat­ten die bei­den Kon­tra­hen­ten zwar schon wie­der nicht, den­noch war im Ren­nen um die Euro­pa­pokal-Start­plätze noch alles offen. Die für das heu­ti­ge Spiel zu­ge­las­sene Zu­schau­er­ka­pa­zi­tät von 2.500 Zu­schau­ern wur­de dem­nach auch fast voll­stän­dig aus­ge­schöpft. Nach­dem es zu­nächst hieß, dass kei­ne Gäste­fans zu­ge­las­sen wären, fan­den sich schließ­lich sogar ca. 60 Reise­freu­dige aus Ostrava im Gäste­block ein. Von der Baník-Fan­szene ist man zwar eigent­lich deut­lich mehr ge­wohnt, in der mo­men­ta­nen Si­tu­a­ti­on war das so aber de­fi­ni­tiv mehr als er­war­tet. Auf der Heim­seite soll­ten wäh­rend­des­sen zwei von­ei­n­an­der ge­trennt ste­hende Stim­mungs­blöcke für Sup­port sor­gen. Auch das an­nä­hernd 10.000 Zuschauer fas­sende Sta­dion u Nisy gefiel letzt­end­lich bes­ser als ver­mu­tet. Be­son­ders ins Auge fiel dabei die allein­ste­hende Haupt­tri­büne ein­schließ­lich des mar­kan­ten Gebäudes auf einem Fels­vor­sprung links davon. Kon­t­rär dazu ist die mit den Hin­ter­tor­tri­bü­nen zu­sam­men­hän­gende Gegen­gerade eher schlicht ge­hal­ten. Das Bild ab­run­den soll­te ein kräf­ti­ger, lang über der Haupt­tri­büne ste­hen­der Regen­bogen. Nach­dem wir in der ers­ten Halb­zeit noch zu dritt dem Spiel­ge­sche­hen gefolgt hat­ten, gesell­te sich in der Halb­zeit­pause die Gos­larer Frak­tion um Philipp zu uns. In jener ge­sel­li­gen Runde mach­te es rich­tig Laune die lang­er­sehnte Sta­dion-Atmo­sphäre auf­zu­sau­gen. Am Ende eines ra­san­ten Spiels soll­te sich Slovan schließ­lich mit 2:1 hoch­ver­dient gegen die Gäste aus Ostrava durch­setzen.
Nach Spiel­ende soll­te es für uns eigent­lich auf direk­tem Weg zurück in die Unter­kunft gehen, doch ein schnel­les Ab­schluss­bier in der an­gren­zen­den Kneipe klang zu ver­lo­ckend. Als man dort dann noch drei wei­te­re Sports­freunde aus Nijmegen ken­nen­lernte, war es kom­plett um uns ge­sche­hen. Am Ende schlos­sen wir den Laden mit ab, so­dass wir erst gegen 2 Uhr in unse­re Bet­ten fie­len.

FK Junior Děčín B – TJ Heřmanov 3:9


27.06.2020
COVID Cup 2020 (7. Spieltag)
Stadion FK Řezuz Děčín, Děčín (CZE)
Zuschauer: 50

Von Oldřichov ging es wei­ter nach Děčín. Dort ver­si­cher­ten wir uns zu­nächst, ob das nächs­te Spiel auch tat­säch­lich in dem von uns an­ge­peil­ten Ground statt­fin­den wür­de. Nach­dem uns dies von einem Ein­hei­mi­schen be­stä­tigt wur­de, nutz­ten wir die noch ver­blei­bende Zeit bis Kick-off, um uns die 50.000-Ein­woh­ner-Stadt an­zu­schau­en. So zog es uns in die Alt­stadt sowie zum Schloss von Děčín. Das Schloss befin­det sich auf einem Fels­vor­sprung nahe der Elbe und ist de­fi­ni­tiv nett an­zu­schau­en. Nach­dem wir uns im Innen­hof des Schlosses noch ein Pivo ge­gönnt hat­ten, mach­ten wir uns auf den Weg zurück zum eigent­li­chen Grund unse­res Auf­ent­hal­tes in Děčín.
Im Sta­dion des FK Řezuz Děčín stand näm­lich eine Partie des COVID Cups an. Im Gegen­satz zum zuvor in Oldřichov be­such­ten Korona Cup, schien es sich hier­bei nicht um ein of­fi­zi­ell vom Ver­band aus­ge­tra­ge­nes Tur­nier zu han­deln, wes­halb es im Vor­feld auch gar nicht so leicht war die kor­rek­ten Spiel­paa­run­gen aus­fin­dig zu machen. Dies mach­te sich schließ­lich auch an der Zu­schau­er­zahl be­merk­bar. So blieb der ganz gro­ße Hop­per­auf­lauf dies­mal aus und nur ca. 50 Zu­schau­er ver­irr­ten sich auf das Sport­ge­lände. An unse­rer Laune änder­te dies nichts, so­dass zu­min­dest für Gotthilf und mich das Ver­nich­ten von Pivo wei­ter­hin ganz weit oben auf der Pri­o­ri­tä­ten­liste stand. Das Sta­dion ist üb­ri­gens eine klei­ne Perle. Dieses ver­fügt über eine schi­cke, etwas in die Jahre ge­kom­mene Haupt­tri­büne sowie zwei klei­nere un­über­dachte Tri­bü­nen auf der Gegen­seite. Na­tür­lich wur­de neben­bei auch Fuß­ball ge­spielt und dabei or­dent­lich ein­ge­netzt. Am Ende muss­te sich die zwei­te Mann­schaft bzw. die U19 von Junior Děčín – man weiß es nicht so genau – mit 3:9 gegen die Gäste aus Heřmanov ge­schla­gen geben.
Nach Spiel­ende be­ga­ben wir uns noch­mals in die Innen­stadt, um den in­zwi­schen er­neut auf­ge­kom­me­nen Hun­ger zu stil­len. Dort ge­neh­mig­ten wir uns in der Pivo­var Děčín noch schnell eine viel zu klei­ne Portion Gulasch mit Semmel­knö­deln und ein haus­ge­brau­tes Bier, bevor es uns wie­der auf die Straße zog.

TJ Oldřichov – TJ Sokol Srbice 2:3


27.06.2020
ÚKFS Korona Cup sk. OFS Teplice (5. Spieltag)
Stadion TJ Oldřichov, Jeníkov u Duchcova (CZE)
Zuschauer: 200

Bereits um 3 Uhr in der Früh riss mich mein Wecker aus dem viel zu kur­zen Schlaf. Obwohl mir die Müdig­keit noch ins Gesicht ge­schrie­ben war, war die Vor­freude auf die ers­te Tour ins be­nach­barte Aus­land nach der Corona-Zwangs­pause groß. Nachdem ich die ers­ten 130 Kilo­meter allei­ne hin­ter mich gebracht hat­te, schloss ich mich in Gießen schließ­lich mit Hopping Orange Blue und Gotthilf Habedurst zusam­men. In voll­en­de­ter Dreier-Kon­s­tel­la­tion ging es nun, wie für vie­le ande­re deut­sche Fuß­ball­ver­rückte auch, schnur­stracks wei­ter ins tsche­chi­sche Nord­böhmen. Unser ers­tes Ziel im Honza­land war der klei­ne Ort Oldřichov, wel­cher der eben­falls klei­nen Gemeinde Jeníkov u Duchcova an­ge­hört. Dort soll­te um 10:30 Uhr ein Spiel des Korona Cups statt­fin­den. Da­bei han­delt es sich um ein vom Fuß­ball­ver­band des Ústecký kraj aus­ge­tra­ge­nes Tur­nier, das als Ersatz für den durch Corona ab­ge­bro­che­nen Ama­teur-Liga­be­trieb die­nen soll. Ein­tritt wur­de hier heu­te nicht ver­langt, statt­des­sen war es jedem frei­ge­stellt eine klei­ne Spende an den Heim­verein zu ent­rich­ten. Da wir schon rela­tiv früh am Ground waren, sicher­ten wir uns gleich zu Beginn einen der be­gehr­ten Tische im Bier­gar­ten des Ver­eins­heims. Dieser soll­te im spä­te­ren Ver­lauf auch nur noch für die ob­li­ga­to­ri­sche Sta­dion­runde auf­ge­ge­ben wer­den. Hier soll­te sich das heiß er­sehn­te Tsche­chen-Früh­stück in Form von Klo­basa und dem ein oder ande­ren Pivo schme­cken las­sen. Wäh­rend­des­sen ström­ten im Mi­nu­ten­takt wei­tere durs­tige Hop­per­heinze auf das Sport­ge­lände, so­dass am Ende min­des­tens 60 der 200 an­we­sen­den Zu­schau­er der Ground­hop­ping-Szene zu­zu­rech­nen waren. Das Sta­dion von TJ Oldřichov konn­te sich für den Tour­auf­takt je­den­falls sehen las­sen. Auf einer Längs­seite des Sta­di­ons be­fin­det sich ein Gras­wall mit einer Über­da­chung, wäh­rend das Bild auf der an­de­ren Seite durch ein altes Fab­rik­ge­lände ab­ge­run­det wird. Ein wei­te­res High­light bot zu­dem die Hüpf­burg, wel­che erst kurz vor Spiel­be­ginn auf­ge­baut wur­de. Das Spiel ver­folg­ten wir üb­ri­gens noch im­mer in gut auf­ge­leg­ter Runde vom Bier­gar­ten aus. Am Ende eines mun­te­ren Auf­ei­n­an­der­tref­fens konn­ten die Gäste aus Srbice schließ­lich als Sie­ger her­vor­gehen.

Oberkasseler FV – VfR Hangelar 3:1


23.06.2020
Testspiel
BZA auf dem Stingenberg, Bonn-Oberkassel
Zuschauer: 100 (aus­ver­kauft)

Nach 103 Tagen fuß­ball­freier Zeit soll­te die Corona-Zwangs­pause nun end­lich been­det sein. Völlig un­er­war­tet ent­deckte man den Test­kick zwi­schen den bei­den Be­zirks­ligis­ten aus Ober­kassel und Hangelar, so­dass die Ge­le­gen­heit beim Schopf gepackt wur­de. Zu­sam­men mit Mara Denna mach­te ich mich auf die rela­tiv kur­ze Anfahrt in den Bonner Stadt­teil Ober­kassel. Auf­grund der stren­gen und momen­tan noch an­hal­ten­den Auf­la­gen, war die heu­tige Zu­schau­er­kapa­zi­tät auf ledig­lich 100 Zuschauer be­schränkt und oben­drauf durf­te sich jeder zah­len­de Gast zur Rück­ver­fol­gung in eine Liste ein­tra­gen. Den­noch er­gat­ter­ten wir uns für 3 € zwei der stark li­mi­tier­ten Ein­tritts­kar­ten. Zu unse­rem Glück hat­te der OFV schon früh vom gro­ßen Inte­resse der Hop­ping-Meute Wind bekom­men, sodass das eigent­lich auf dem Kunst­rasen­platz an­ge­setz­te Spiel kurz­fris­tig auf den wesent­lich bes­se­ren Haupt­platz ver­legt wur­de. Dieser ver­fügt ein­sei­tig über einen zwei­stu­fi­gen Aus­bau und bie­tet einen net­ten Blick auf den ehe­ma­li­gen Stein­bruch Kuck­stein. Vor aus­ver­kauf­tem Haus, wo­von min­des­tens die Hälfte der Ground­hopping-Szene zu­zu­rech­nen war, konn­te sich die Heim­elf nach zwi­schen­zeit­li­chem Rück­stand schließ­lich ver­dient mit 3:1 durch­setzen.

FC Progrès Niederkorn – FC Victoria Rosport 2:1


08.03.2020
BGL-Ligue (17. Spieltag)
Stade Jos Haupert, Differdange-Niederkorn (LUX)
Zuschauer: 543

Am Sonn­tag­mor­gen mach­te sich dann doch das ein oder ande­re Bier des Vor­abends bei mir be­merk­bar. Da die ge­schätz­ten Hopper-Kol­le­gen je­doch fest mit mei­ner An­we­sen­heit rech­ne­ten, gab es für mich kei­ne ande­re Option als den schwe­ren Gang aus dem Bett zu neh­men. So wur­de zu­nächst Jürgen im Raum Koblenz auf­ge­ga­belt, bevor es zu zweit wei­ter ins Groß­her­zogt­um Luxem­burg ging. Ziel unse­res Sonn­tags­aus­flu­ges war der Differ­dinger Orts­teil Nieder­korn, in wel­chem der Erst­ligist Progrès Nieder­korn nor­ma­ler­weise sei­ne Heim­spiele aus­trägt. Nach­dem der FC Progrès Nieder­korn in den 80er und 90er Jah­ren kei­ne gro­ße Rolle spiel­te, kann sich der Ver­ein seit eini­gen Jah­ren wie­der zu den Spit­zen­teams Luxem­burgs zäh­len. Vor allem im in­ter­na­ti­o­na­len Ge­schäft er­reg­te man zwi­schen­zeit­lich Auf­sehen als mit den Glasgow Rangers ein doch nam­haf­ter Fuß­ball­klub aus­ge­schal­tet wur­de. Von mei­ner Seite aus stand heu­te der drit­te Besuch eines Heim­spiels von Progrès an. Nach­dem ich be­reits bei zwei Euro­pa­pokal-Heim­spie­len an­we­send war, soll­te nun erst­ma­lig auch das hei­mi­sche Stade Jos Haupert mit einem Spiel be­ehrt wer­den. Gleich nach unse­rer An­kunft am Sta­dion fie­len uns auch die drei Schwei­zer Kol­le­gen aus Wohlen in die Arme, sodass die Fün­fer­runde von nun an voll­stän­dig war. Auf­grund des schlech­ten Wet­ters ver­folg­ten wir die kom­plette ers­te Halb­zeit von der über­dach­ten Tri­büne aus. In der zwei­ten Halb­zeit gaben wir uns schließ­lich einen Ruck und be­ga­ben uns auf die ob­li­ga­to­ri­sche Sta­di­on­runde. Neben der be­reits ge­nann­ten Haupt­tri­büne ver­fügt das 2.800 Zu­schau­er fas­sende Sta­dion auf der Gegen­ge­rade über einen Stu­fen­aus­bau. Der Groß­teil der knapp 550 Zu­schau­er mach­te es sich je­doch auf der Tri­büne be­quem. So auch der klei­ne Sup­por­ter­block, wel­cher mit et­li­chen Zaun­fah­nen und Trom­meln für etwas Stim­mung sorg­te. Auf dem Spiel­feld leg­te die Heim­elf gut los und konn­te so mit 2:0 in die Pause gehen. In der zwei­ten Halb­zeit fand schließ­lich auch Victoria Rosport bes­ser ins Spiel. Den­noch reich­te es für die Gäste nur noch zum An­schluss­tref­fer, so­dass der Fa­vo­rit letzt­end­lich als Sie­ger vom Platz ging. Wie sich im Nach­hi­nein he­r­aus­stel­len soll­te, soll­te hier heu­te auch für un­be­stimm­te Zeit der letz­te Ground ge­kreuzt und das vor­letzte Spiel be­sucht wer­den. Corona, vie­len Dank dafür!

BV Borussia Dortmund – 1. FC Union Berlin 5:0


01.02.2020
Bundesliga (20. Spieltag)
Signal Iduna Park, Dortmund
Zuschauer: 81.365

DSC Arminia Bielefeld – VfL Bochum 2:0


28.01.2020
2. Bundesliga (19. Spieltag)
SchücoArena, Bielefeld
Zuschauer: 19.685

Nach et­li­chen ge­schei­ter­ten Ver­su­chen wur­de es nun end­lich Zeit zu­sam­men mit Kuwe ein Heim­spiel sei­ner Biele­felder Arminen zu be­su­chen. Dazu such­ten wir uns die doch recht bri­sante Par­tie gegen den VfL Bochum am Diens­tag­abend aus. Tickets hat­ten wir uns im Vor­feld für 19 € be­sorgt und die An­reise fand ent­spannt mit dem Zug statt. Und tat­säch­lich stan­den wir knapp zwei Stun­den vor Spiel­be­ginn in Biele­feld, der Stadt deren Exis­tenz bis­her nicht hin­rei­chend ge­klärt war. In Bahn­hofs­nähe zisch­ten wir schnell noch ein Bier, bevor es mit der Stadt­bahn wei­ter zur Biele­felder Alm ging. Wäh­rend die Ost­west­falen an der Ta­bel­len­spitze der zwei­ten Liga stan­den und erst­mals seit 11 Jah­ren wie­der vom Ober­haus träu­men durf­ten, steck­te der VfL Bochum tief im Ab­stiegs­kampf. Für einen Diens­tag war die Alm mit fast 20.000 Zu­schau­ern heu­te dem­ent­spre­chend gut ge­füllt. Sogar aus Bochum fan­den trotz der fan­un­freund­li­chen An­stoß­zeit um 18:30 Uhr knapp 1.600 Fans den Weg in den Gäste­block. Gleich zu Be­ginn zeig­ten die ge­schlos­sen in schwarz ge­klei­de­ten Gäste­fans des­halb eine Cho­reo­gra­phie, bei der der Block kom­plett in schwar­zer Folie unter­ging. Pas­send dazu wur­de der Schrift­zug „Bei euren An­stoß­zei­ten sehen wir schwarz!“ prä­sen­tiert und schwar­zer Rauch ge­zün­det. Aber auch auf der Heim­seite hat­te man Mit­tei­lungs­be­darf und so wur­den per Spruch­band mit der Auf­schrift „Das letz­te Auf­ge­bot ver­sucht sein Glück – Er­folg­los seit 99!“ sti­cheln­de Grüße in Rich­tung Gäste­block aus­ge­rich­tet. Von den op­ti­schen High­lights ab­ge­se­hen, konn­te man bei­den Fan­sze­nen auch sonst einen sou­ve­rä­nen Auf­tritt at­tes­tie­ren. Auf dem Spiel­feld nahm wäh­rend­des­sen alles den ver­mu­te­ten Ver­lauf. So war der DSC über­wie­gend ton­an­ge­bend und konn­te so­mit am Ende ver­dient mit 2:0 ge­win­nen.

FC Twente Enschede – FC Groningen 0:0


18.01.2020
Eredivisie (19. Spieltag)
De Grolsch Veste, Enschede (NED)
Zuschauer: 26.500

Zum Ab­schluss stand nun das Auf­ei­n­an­der­tref­fen zwi­schen dem FC Twente und dem FC Groningen in der Eredivisie auf dem Pro­gramm. Dafür hat­te uns Matteo im Vor­feld für 30 € Plätze auf der Ge­gen­ge­rade ge­si­chert. Die Grolsch Veste ist ein rei­ner All-Seater mit einer Ge­samt­ka­pa­zi­tät von etwas über 30.000 Sitz­plät­zen. Dabei ver­fü­gen die bei­den Hin­ter­tor­tri­bü­nen sowie die Ge­gen­ge­rade über zwei Ränge, wäh­rend die Haupt­tri­büne le­dig­lich aus einem ein­zi­gen Rang be­steht. Zum heu­ti­gen Heim­spiel des FC Twente soll­ten sich schließ­lich 26.500 Zu­schau­er in der Grolsch Veste ein­fin­den. Vom Ober­rang der Ge­gen­ge­rade aus, hat­ten wir die ide­ale Sicht, um uns einen Über­blick über das Ge­sche­hen auf den Zu­schau­er­rän­gen ver­schaf­fen zu kön­nen. Im Heim­be­reich blie­ben da­bei be­son­ders die fünf gro­ßen, hin­ter­ei­n­an­der an­ge­ord­ne­ten Pau­ken im Ge­dächt­nis. Diese soll­ten mit einer enor­men Laut­stärke den Takt an­ge­ben. Lei­der zog größ­ten­teils nur der ca. 60-köpfige, akti­ve Kern der Ultras mit, um den vor­ge­ge­be­nen Rhyth­mus mit be­kann­tem Lied­gut ab­zu­run­den. Der Rest der Vak-P stieg le­dig­lich spiel­be­zo­gen mit in die Gesänge der Ultras ein. Davon hat­te man sich durch­aus mehr ver­spro­chen, viel­leicht hat­te die Vak-P aber auch ein­fach nur einen schlech­ten Tag er­wischt. Auf der Ge­gen­seite soll­ten knapp 600 Reise­freu­dige den 150 Kilo­me­ter wei­ten Weg aus Groningen in die Grolsch Veste fin­den. Schon allein wegen des durch­gän­gig an­hal­ten­den Fah­nen­ein­sat­zes sowie des ge­ne­rell ge­schlos­se­nen Auf­trit­tes der Fan­szene, wuss­te uns der Gäste­block zu über­zeu­gen, wes­halb der Punkt auf den Rän­gen heu­te an die Gäste aus Groningen ging. Auch durch unse­ren spä­te­ren Stand­ort­wech­sel auf die Hin­ter­tor­tri­büne wur­den wir noch­mals dar­in be­stä­tigt, dass die Gäste­fans am heu­ti­gen Tag ein­fach mo­ti­vier­ter an die Sache gin­gen. Wäh­rend­des­sen plät­scher­te die Par­tie auf dem Spiel­feld so vor sich hin. Das Spiel an sich war zwar nicht lang­wei­lig, je­doch fehl­te bei­den Teams die Kalt­schnäu­zig­keit vor dem Tor. So war spä­tes­tens nach dem ver­ge­be­nen Elf­meter des FC Groningen klar, dass es heu­te auf ein tor­loses Remis hi­n­aus­lau­fen wür­de. So soll­te der FC Twente auch auf dem Spiel­feld nicht als Sie­ger her­vor­ge­hen und sich am Ende mit einer Punkte­tei­lung zu­frie­den­geben.

HHC Hardenberg – Koninklijke Haarlemsche FC 3:0


18.01.2020
Tweede Divisie (18. Spieltag)
Sportpark de Boshoek, Hardenberg (NED)
Zuschauer: 1.400

Von Almelo ging es also wei­ter ins 30 Kilo­meter ent­fernte Harden­berg. Am Ein­gang wech­sel­ten schnell 10 € sowie eine Ein­tritts­karte den Be­sit­zer und schon stand man im fast 5.000 Zuschauer fas­sen­den Sport­park de Boshoek. Der Haupt­platz des Sport­parks ver­fügt auf einer Seite über eine klei­ne, über­dachte Haupt­tri­büne mit an­gren­zen­dem Stu­fen­aus­bau sowie über einen eben­falls über­dach­ten Stu­fen­aus­bau auf der ge­gen­über­lie­gen­den Seite. Der an­säs­sige HHC Harden­berg be­steht in sei­ner jet­zi­gen Form seit 1954 und geht mitt­ler­weile in sei­nem zehn­ten Jahr in Folge dritt­klas­sig an den Start. Der heu­tige Gast aus Haarlem wur­de bereits 1879 ge­grün­det und zählt mit ins­ge­samt drei er­run­ge­nen Meis­ter­schaf­ten zu den ers­ten Titel­trä­gern des nie­der­län­di­schen Fuß­ball­ver­bands. Zum heu­ti­gen Auf­ei­n­an­der­tref­fen der bei­den Kon­tra­hen­ten fan­den sich dem­nach an die 1.400 Zu­schauer im Sport­park de Boshoek ein. Auf Heim­seite exis­tierte sogar eine Art Sup­por­ter­block, wel­cher zu Be­ginn durch eine Zaun­fahne und drei Schwen­ker zu­min­dest optisch auf­fiel. Gegen Ende des Spiels wur­den von den Heim­fans dann auch noch ein paar Lie­der an­ge­stimmt. Auf dem Spiel­feld be­ob­ach­tete man wäh­rend­des­sen eine span­nende Par­tie. Am Ende soll­te sich der hei­mi­sche HHC schließ­lich ver­dient mit 3:0 durch­set­zen. Der heu­tige Bier­preis im Sport­park de Boshoek lag üb­ri­gens bei er­schwing­li­chen 2 €. Lei­der durf­te man das küh­le Blonde nicht mit an den Spiel­feld­rand neh­men und statt­des­sen nur im Ver­eins­heim ver­zeh­ren, so­dass es le­dig­lich bei einem Bier vor Spiel­beginn sowie wäh­rend der Halb­zeit­pause blieb.

SV Almelo – DSVD Deurningen 1:2


18.01.2020
Testspiel C-Junioren
Sportpark Ossenkoppelerhoek (SV Almelo), Almelo (NED)
Zuschauer: 30

Mitte Januar soll­te die ers­te Tour des neu­en Jahres an­ste­hen. Dazu soll­te es mal wie­der mit mei­nen Lieb­lings-Schwei­zern Beni, Matteo und Noel in die Nie­der­lande gehen. Den ers­ten Stopp leg­ten wir in Almelo ein, wo wir uns zum Auf­takt die Partie der U17-Juni­o­ren von Oranje Nassau he­r­aus­ge­sucht hat­ten. Da der Sport­platz von Oranje Nassau aller­dings wenig bis gar nichts kann, sahen wir uns auch auf den vie­len ande­ren Plät­zen des Sport­parks Ossen­koppeler­hoek um und wur­den beim SV Almelo fün­dig. Das Sport­ge­lände des SV Almelo hat im­mer­hin eine klei­ne, über­dachte Sitz­platz­tribüne vor­zu­wei­sen, was uns gleich viel an­spre­chen­der er­schien. An­de­rer­seits han­delte es sich hier le­dig­lich um ein Auf­ei­n­an­der­tref­fen zwei­er U15-Juni­o­ren­mann­schaf­ten. Nun stan­den wir im Zwie­spalt. Die Vor- und Nach­teile wur­den aus­gie­big ab­ge­wägt und schließ­lich demo­kra­tisch ent­schie­den dabei zu blei­ben. Na­tür­lich ist ein U15-Spiel ir­gend­wie grenz­wer­tig, aber so­lange auf dem kom­plet­ten Spiel­feld ge­spielt wird, bleibt es für mich zähl­bar. Be­son­ders viel los war hier lo­gi­scher­weise nicht, denn neben uns vier Ver­rück­ten zeig­ten aus­schließ­lich Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge der Ju­gend­spie­ler In­te­res­se an dem Kick. So­lange der Ball roll­te, konn­te uns dies je­doch egal sein. Am Ende sah man einen knap­pen 2:1-Aus­wärts­sieg der Gäste aus Deurningen. Nach Spiel­ende mach­ten wir uns gleich wei­ter auf den Weg nach Harden­berg, wo das zwei­te Spiel des Tages auf uns war­ten soll­te.

Fortuna Düsseldorf – 1. FC Union Berlin 2:1


22.12.2019
Bundesliga (17. Spieltag)
MERKUR SPIEL-ARENA, Düsseldorf
Zuschauer: 45.490

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