Sportplatzhänger

Fußball • Groundhopping • Reisen

SSV Buchholz 1922 – SC Weiler II 2:2


18.10.2020
Kreisliga C Hunsrück/Mosel Süd (7. Spieltag)
Buchholzer Sportzentrum, Boppard-Buchholz
Zuschauer: 85

SG Rhens/​Spay/​Waldesch III – FC Bassenheim 6:1


18.10.2020
Kreisliga D Koblenz, Staffel II (7. Spieltag)
Sportplatz an der Hunsrückhöhenstraße, Waldesch
Zuschauer: 70

FC Syrien Koblenz – SF Höhr-Grenzhausen II 2:3


13.10.2020
Kreispokal Koblenz (2. Runde)
Sportplatz Schartwiesenweg, Koblenz
Zuschauer: 30

FSV Rot-Weiß Lahnstein – FV Rheingold Rübenach II 3:2


04.10.2020
Kreisliga B Koblenz (5. Spieltag)
Rhein-Lahn-Stadion Nebenplatz, Lahnstein
Zuschauer: 50

Vom Aus­wärts­spiel der TuS-Zwo­ten in Ben­dorf ging es für mich gleich wei­ter zum Kreis­liga­kick nach Lahn­stein. Das dor­tige Rhein-Lahn-Sta­dion konn­te ich be­reits 2010 kreu­zen, der Ne­ben­platz der An­lage fehl­te aller­dings noch in mei­ner Samm­lung. Die­ser be­steht aus einem her­kömm­li­chen Kunst­rasen­spiel­feld, wel­ches teil­weise mit drei fla­chen Stu­fen aus­ge­baut ist. Er­wäh­nens­wert ist zu­dem der Blick auf die im Hin­ter­grund be­find­li­che Burg Lahn­eck. Vom be­nach­bar­ten Haupt­platz aus be­kommt man hin­ge­gen eine aus­ge­zeich­nete Sicht auf das auf der an­de­ren Rhein­seite ge­le­gene Schloss Stolzen­fels ge­bo­ten. Der hei­mi­sche FSV Lahn­stein an sich ist der in­of­fi­zi­el­le Nach­folge­ver­ein der vor eini­ger Zeit in­sol­vent ge­gan­ge­nen SG Ein­tracht Lahn­stein, wel­che zu­letzt in der Rhein­land­liga an den Start ge­gan­gen ist. Deren Vor­gän­ger­ver­eine SC Ober­lahn­stein sowie SV Nie­der­lahn­stein konn­ten wie­de­rum mit der Teil­nahme an der da­mals dritt­klas­si­gen Ama­teur­liga Rhein­land bzw. der erst­klas­si­gen Ober­liga Süd­west so­gar über­re­gi­o­nal für Fu­ro­re sor­gen. Nach der Neu­grün­dung unter neu­em Namen ist der Ver­ein in­zwi­schen in der Kreis­liga B an­zu­tref­fen und ge­hört in die­ser der ent­spre­chen­den Spit­zen­gruppe an. Dem­nach wur­den die Haus­her­ren ihrer Fa­vo­ri­ten­rolle auch im heu­ti­gen Heim­spiel ge­gen die Zweit­ver­tre­tung des FV Rübenach ge­recht und konn­ten so einen knap­pen 3:2-Heim­sieg einfahren.

SG Rot-Weiß Olympia Alzey – VfR Grünstadt 2:1


02.10.2020
Landesliga Südwest Ost, Staffel Nord (5. Spieltag)
Wartbergstadion, Alzey
Zuschauer: 153

Da mich die Spiel­paa­run­gen in un­mit­tel­ba­rer Nähe nicht ge­rade vom Ho­cker ris­sen, schiel­te ich kurz­fris­tig auf die Frei­tags-An­set­zun­gen der Nach­bar­ver­bände und wur­de schließ­lich mit einer Par­tie der Lan­des­liga Süd­west fün­dig. Da­bei han­delte es sich um das Heim­spiel der SG RWO Alzey gegen den VfR Grün­stadt. Die knapp 130 Kilo­meter bis Alzey konn­ten schnell hin­ter sich ge­bracht und mit Kuwe auf hal­ber Strecke sogar noch ein Mit­fah­rer ein­ge­sam­melt wer­den. Am Ein­gang wech­sel­ten 5 € den Be­sit­zer und schon stand man im Alzeyer Wart­berg­stadion. Das Sta­dion ver­fügt über ein von einer Asche­bahn um­zo­ge­nes Natur­rasen­spiel­feld mit ein­sei­ti­gem Stu­fen­aus­bau. Die­ser Aus­bau be­steht im un­te­ren Bereich aus drei als Sitz­mög­lich­keit die­nen­den Stu­fen und im obe­ren Bereich aus sechs fla­chen Stu­fen. Der 1910 ge­grün­dete RWO Alzey war An­fang der 50er Jahre Grün­dungs­mit­glied der 2. Ama­teur­liga Rhein­hes­sen und durch­lebte an­schlie­ßend ein stän­di­ges Auf und Ab, wel­ches von der B-Klasse bis zur Ober­liga reich­te. In­zwi­schen geht der Verein in der siebt­klas­si­gen Lan­des­liga an den Start. Ähn­lich wie in der Ober­liga wur­den durch den vor­zei­ti­gen Sai­son­ab­bruch und dem da­mit ver­bun­de­nen Über­schuss an spiel­be­rech­tig­ten Mann­schaf­ten die Staf­feln der Lan­des­liga zu Be­ginn der ak­tu­el­len Sai­son auf­ge­stockt. So wird in die­ser Spiel­zeit in vier statt der üb­li­chen zwei Grup­pen gegen den Ball ge­tre­ten. In der Nor­dost-Staf­fel stan­den die bei­den Kon­tra­hen­ten zum heu­ti­gen 5. Spiel­tag mit einem Punkt Dif­fe­renz im Mit­tel­feld der Ta­bel­le, aller­dings mit Am­bi­ti­o­nen auf die Auf­stiegs­plätze. Auf dem Spiel­feld ließ sich dem­ent­spre­chend eine hart um­kämpfte Par­tie ver­fol­gen. Wäh­rend die Gäste aus Grün­stadt in der ers­ten Halb­zeit den Ton an­ga­ben und mit einer ver­dien­ten 1:0-Füh­rung in die Pause gin­gen, be­stimmte im wei­te­ren Ver­lauf die Heim­elf das Ge­sche­hen. Diese schaff­te es kurz vor Schluss das Er­geb­nis zu dre­hen und schließ­lich knapp mit 2:1 zu gewinnen.

VfR Waldorf – SV Blau-Weiß Leimersdorf 3:1


25.09.2020
Kreisliga C Ahr (4. Spieltag)
Sportplatz „Auf der Heide“, Waldorf
Zuschauer: 65

Nach­dem die letz­ten Spiel­be­suche alle­samt im be­nach­bar­ten Aus­land über die Bühne gin­gen, soll­te sich nun wie­der dem un­ter­klas­si­gen Fuß­ball in der Hei­mat ge­wid­met wer­den. Des­halb zöger­te ich nicht lan­ge als sich mir der Besuch der Kreis­liga-Par­tie zwi­schen dem VfR Wal­dorf und dem SC Leimers­dorf qua­si auf­zwang. Der Asche­platz des VfR ver­fügt über kei­nen nen­nens­wer­ten Aus­bau und konn­te auch schon des Öf­te­ren von mir be­sucht wer­den. Dies soll­te heu­te je­doch aus­nahms­weise neben­säch­lich sein. An­läss­lich des Ab­schieds­spiels eines sehr guten Freun­des, soll­ten sich etli­che be­kannte Ge­sich­ter am Spiel­feld­rand ein­fin­den und so­mit auch reich­lich küh­les Blon­des aus dem Hause Vul­kan­bräu über den Tre­sen gehen. Der Heim­ver­ein, wel­cher in die­sem Jahr sein 100-jähri­ges Ju­bi­lä­um fei­ert, hat­te das Spiel un­ter­des­sen fest in der Hand und soll­te am Ende ver­dient mit 3:1 gewinnen.

FC Mutschellen – FC Wohlen II 4:3


19.09.2020
2. Liga AFV (7. Spieltag)
Sportzentrum Burkertsmatt, Widen (SUI)
Zuschauer: 250

Im An­schluss an die Par­tie in Baden ging es rasch wei­ter ins knapp 10 Kilo­meter ent­fernte Widen. Im dor­ti­gen Sport­zen­t­rum Burkertsmatt soll­te nun die Zweit­ver­tre­tung des FC Wohlen auf den hei­mi­schen FC Mutschellen tref­fen. Auch hier­bei han­delte es sich um ein Derby, wenn auch nicht mit der enor­men Bri­sanz des zu­vor ge­se­he­nen Spiels. Das Haupt­spiel­feld der Sport­an­lage ist von einer Lauf­bahn um­zo­gen und ein­sei­tig aus­ge­baut. Im Ein­zel­nen be­steht die­ser Aus­bau aus sie­ben klei­nen, frei­ste­hen­den Stu­fen­bau­ten sowie einer da­rü­ber­lie­gen­den Ter­ras­se. Über­ra­schen­der­weise soll­te das so­ge­nannte Frei­ämter Derby mit 250 Zu­schaue­rn wie­der recht gut be­sucht sein. Diese soll­ten nun ein er­eig­nis­rei­ches Spiel zu Ge­sicht be­kom­men. So spiel­ten die Gäste aus Wohlen eine an­sehn­li­che ers­te Halb­zeit und gin­gen mit einer sou­ve­rä­nen 3:1-Füh­rung in die Pause. An­schlie­ßend konn­te die Füh­rung des FCW bis kurz vor Spiel­ende ge­hal­ten wer­den. In den letz­ten 10 Spiel­mi­nu­ten ge­lang es der Heim­elf je­doch das Spiel mit drei er­ziel­ten Toren zu dre­hen und schließ­lich mit einem 4:3-Heim­spiel­er­folg vom Platz zu gehen. Nach der ent­täu­schen­den Nie­der­lage der ers­ten Mann­schaft beim FC Baden, gab es für den FC Wohlen also auch dies­mal nichts zu holen.

FC Baden – FC Wohlen 2:1


19.09.2020
1. Liga, Gruppe 2 (6. Spieltag)
Stadion Esp, Baden-Dättwil (SUI)
Zuschauer: 810

Am Sams­tag stand nun end­lich der Besuch des Kan­tons­derbys zwi­schen dem FC Ba­den und dem FC Wohlen auf dem Pro­gramm. Nach mei­nem letz­ten Spiel­be­such des FCW in Liech­ten­stein soll­te es also ziem­lich genau 2 ½ Jahre dau­ern, bis man wie­der bei einer Par­tie der Frei­ämter auf­schlug. Da­mals spiel­ten die Blau-Wei­ßen noch in der Chal­lenge League. Nach dem frei­wil­li­gen Ab­stieg in die Pro­mo­tion League, muss­te der FCW aller­dings einen so­for­ti­gen, dies­mal sport­lich be­ding­ten Ab­stieg hin­neh­men, so­dass die­ser mitt­ler­weile in der viert­klas­si­gen 1. Liga an den Start geht. Auch der FC Baden spiel­te einst hö­her­klas­sig und konn­te für ein Jahr sogar in der Na­ti­o­nal­liga A, dem Vor­läu­fer der heu­ti­gen Super League, an­tre­ten. An­fang des neu­en Jahr­tau­sends rutsch­te aber auch der FC Baden zu­nächst in die Dritt- und we­ni­ge Jahre spä­ter in die Viert­klas­sig­keit ab. Beide Ver­eine haben daher die Am­bi­ti­o­nen um den Auf­stieg mit­zu­spie­len und letzt­lich den er­neu­ten Sprung in die Pro­mo­tion League zu schaffen.
Da im Vor­feld nicht ein­deu­tig ge­klärt wer­den konn­te, ob es eine Tages­kasse geben bzw. wie vie­le Zu­schau­er über­haupt zu­ge­las­sen sein wür­den, wur­den die Tickets für das heu­tige Spiel si­cher­heits­hal­ber über den Gast­ver­ein ge­or­dert. Der Ticket­preis be­lief sich da­bei auf 10 Schwei­zer Fran­ken. Nach Ent­ge­gen­nahme der Ein­tritts­kar­ten wur­de schnellst­mög­lich der Ground ge­en­tert. Das Sta­dion Esp bie­tet Platz für 7.000 Zu­schau­er und ver­fügt ein­sei­tig über eine über­dachte Haupt­tri­büne. Die Ge­gen­ge­rade so­wie die bei­den Hin­ter­tor­sei­ten sind hin­ge­gen mit einem Stu­fen­aus­bau aus­ge­stat­tet. Ins­ge­samt soll­ten sich letz­ten Endes etwas mehr als 800 Zu­schau­er im Sta­dion Esp ein­fin­den. Da­run­ter auch die mit­ei­n­an­der nicht gera­de wohl­gesonn­ten Fan­sze­nen des FC Wohlen und des FC Baden. Ganz so bri­sant wie beim letz­ten Auf­ei­n­an­der­tref­fen soll­te es heu­te zwar nicht wer­den, den­noch be­kam man auch dies­mal eini­ges zu sehen. Im or­dent­lich be­flagg­ten Heim­block zeig­ten die knapp 50 an­we­sen­den Ultras bei­spiels­weise zwei Spruch­bän­der. Wäh­rend das ers­te Trans­pa­rent an die eige­nen Sta­di­on­ver­bot­ler ad­res­siert war, rich­tete sich die zwei­te Bot­schaft an die Gäste­fans, mit der Bitte gut auf die mit­ge­brachte Fahne auf­zu­pas­sen. Auch der ein oder ande­re Schmäh­ge­sang in Rich­tung Gäste­sek­tor soll­te na­tür­lich nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen. Der FC Wohlen soll­te hin­ge­gen von ca. 40 Fans be­glei­tet wer­den, wo­von min­des­tens 11 Mit­ge­reiste dem ak­ti­ven Fan­lager zu­zu­rech­nen waren. An­ders als sonst po­si­ti­o­nier­ten sich die­se heu­te ge­schlos­sen hin­ter der „Forza Bianco Blu“-Fahne und wuss­ten sich spo­ra­disch durch Schlacht­rufe Gehör zu ver­schaf­fen. Auf dem Spiel­feld ge­stal­tete sich zu­nächst ein recht ein­sei­ti­ges Bild. Die Heim­elf war hier klar ton­an­ge­bend und ging dem­nach ver­dient mit 2:0 in Füh­rung. Erst in der letz­ten hal­ben Stunde kamen die Gäste aus Wohlen lang­sam ins Spiel und wur­den nun auch etwas ge­fähr­li­cher vor dem geg­ne­ri­schen Tor. Schließ­lich reich­te es aber nur noch zum An­schluss­tref­fer, wes­halb sich der FCW am Ende mit 1:2 ge­schla­gen geben musste.

FC Mendrisio – AS Novazzano 1:1


18.09.2020
2. Liga inter­re­gio­nal, Gruppe 4 (5. Spieltag)
Stadio comu­na­le di Mendrisio, Mendrisio (SUI)
Zuschauer: 450

Nach­dem im Laufe des Frei­tags auch die bei­den Nach­züg­ler aus Ham­burg bei uns ein­tra­fen, hieß es ge­gen Nach­mit­tag ins Tessin auf­zu­bre­chen. Spä­tes­tens nach Durch­fahrt des 17 Kilo­meter lan­gen Gott­hard-Tun­nels durf­te man sich des­halb ein wenig wie im Ita­lien-Urlaub füh­len. Nicht um­sonst wird das Tessin auch als ita­li­e­ni­sche Schweiz be­zeich­net, denn neben dem Ge­brauch der ita­li­e­ni­schen Sprache, sind auch das all­ge­meine Flair und das kul­tu­relle Leben in der Re­gi­on eher ita­li­e­nisch ge­prägt. So kön­nen am Stra­ßen­rand bei­spiels­weise ers­te Pal­men sowie Gebäude im Italianate-Stil ent­deckt wer­den und auch das Klima ist etwas mil­der als auf der Nord­seite des Berg­mas­sivs. Das Ziel unse­res heu­ti­gen Ta­ges­aus­flu­ges soll­te die 15.000-Ein­woh­ner-Stadt Mendrisio sein, wel­che wahr­haf­tig im süd­lichs­ten Zip­fel des Tessins ge­le­gen ist. Den größ­ten Fuß­ball­ver­ein der Stadt stellt der 1912 ge­grün­dete FC Mendrisio dar, wel­cher bis 1985 re­gel­mä­ßig in der zwei­ten Spiel­klasse an­trat und ein­mal so­gar bis ins Halb­finale des Schwei­zer Cups vor­drin­gen konn­te. Zu­letzt spiel­te der Verein in der Sai­son 2011/12 dritt­klas­sig, be­vor die­ser lang­sam bis in die fünft­klas­sige 2. Liga in­ter­re­gi­o­nal durch­ge­reicht wur­de. Seine Heim­spiele trägt der FC Mendrisio im ca. 5.000 Zu­schau­er fas­sen­den Stadio comu­na­le aus. Die­ses ver­fügt über eine klei­ne, über­dachte Haupt­tri­büne sowie einen neun­stu­fi­gen Aus­bau auf der Ge­gen­seite. Ab­ge­run­det wird das Sta­di­on­bild von der da­hin­ter­lie­gen­den Berg­land­schaft. Um in die­ses schmu­cke Teil zu ge­lan­gen, wur­de heu­te eine Zah­lung von 10 Fran­ken fäl­lig. Eine Ein­tritts­karte wech­selte hin­ge­gen nicht den Be­sit­zer. Ins­ge­samt soll­ten sich am Ende knapp 450 Zu­schau­er zum heu­ti­gen Derby gegen den AS Novazzano auf dem Sport­ge­lände ein­fin­den. Der FC Mendrisio ist übri­gens einer der weni­gen un­ter­klas­si­gen Ver­eine in der Schweiz, der eine Fan­szene hin­ter sich ver­eint. Die Ultras um die „Fattanza“ las­sen sich mitt­ler­weile je­doch nur noch sel­ten im Sta­dion bli­cken, wo­durch es heu­te auf den Rän­gen ver­gleichs­weise ruhig blieb. Das Spiel­ge­sche­hen ge­stal­tete sich indes typisch ita­li­e­nisch und war da­her eher tak­tisch be­stimmt. Erst in der letz­ten Vier­tel­stunde gin­gen die bei­den Kon­tra­hen­ten in die Offen­sive über und schaff­ten es je­weils noch ein Tor zu er­zie­len, so­dass man sich letz­ten Endes mit einem leis­tungs­ge­rech­ten Remis zu­frie­den­ge­ben musste.

FC Steffisburg – FC Länggasse Bern 4:2


17.09.2020
2. Liga FVBJ, Gruppe 1 (3. Spieltag)
Sportplatz Eichfeld, Steffisburg (SUI)
Zuschauer: 125

Gerade mal zwei Tage nach mei­ner An­kunft aus Öster­reich soll­te es mich auch schon wie­der in die Ferne zie­hen. Dies­mal war das west­lich ge­le­gene Alpen­land an der Reihe. So ging es für mich auf dem Schie­nen­weg nach Luzern, wo ich von mei­nem Gast­ge­ber Beni sowie Anya nach sechs­stün­di­ger Fahrt in Emp­fang ge­nom­men wur­de. Als nächs­tes stand ein kur­zer Zwi­schen­stopp in der vor­ü­ber­ge­hen­den Bleibe an, bevor auch schon der ers­te Ground fal­len soll­te. Über das UNESCO-Bio­sphä­ren­re­ser­vat Entle­buch ging es wei­ter nach Steffis­burg, einer an Thun an­gren­zen­den Ge­mein­de. Hier stieß nun auch Meo zu uns, wel­cher unse­re heu­tige Runde kom­plett mach­te. Ab­ge­se­hen von ein paar Sitz­bän­ken hat der Sport­platz in Steffis­burg zwar kei­nen nen­nens­wer­ten Aus­bau vor­zu­wei­sen, da­für weiß die­ser durch sei­ne idyl­li­sche Lage zu ge­fal­len. Zudem soll­te es sich beim heu­ti­gen Auf­ei­n­an­der­tref­fen zwi­schen dem FC Steffis­burg und dem FC Läng­gasse um eine Par­tie der sechst­klas­si­gen 2. Liga Bern/Jura han­deln. Für einen Don­ners­tag hät­te es also auch we­sent­lich schlim­mer kom­men kön­nen. Wir waren wohl nicht die Ein­zi­gen, die so dach­ten, denn am Ende soll­ten sich knapp 125 Zu­schau­er am Spiel­feld­rand ein­fin­den. Da­rü­ber hi­naus gaben sich auf bei­den Sei­ten sogar Fan­la­ger zu er­ken­nen. Wäh­rend die Gäste­fans aus Bern le­dig­lich mit einer klei­nen Zaun­fahne auf sich auf­merk­sam mach­ten, sorg­ten die hei­mi­schen Dorf­ultras um die „Vampos Locos“ mit dem ein oder an­de­ren ge­sun­ge­nen Lied für Er­hei­te­rung. Den­noch wuss­te auch das Ge­sche­hen auf dem Platz Freude zu be­rei­ten. Dort traf der FC Läng­gasse früh zur 1:0-Füh­rung, wel­che zu­gleich den Halb­zeit­stand dar­stellte. In der an­schlie­ßen­den zwei­ten Hälfte soll­te es hin­ge­gen etwas hei­ßer her­ge­hen. Dem­nach fiel zu­nächst der An­schluss­tref­fer für den FC Steffis­burg, wel­cher prompt durch die er­neute Füh­rung der Gäste ge­kon­tert wur­de. Gegen Ende des Spiels wen­dete sich das Blatt aller­dings. Der Heim­elf ge­lang es in der letz­ten Vier­tel­stunde schließ­lich drei­mal ein­zu­net­zen und so­mit doch noch als Sie­ger her­vor­zu­ge­hen. Dies ge­fiel auch den Jungs von Vampos Locos, wel­che nun völ­lig über die Stränge schlu­gen und den un­er­war­tet hohen Heim­sieg letzt­end­lich mit einer klei­nen Pyro­show zelebrierten.

Irreal St. Leopold – SG 77 Neulandschule 4:1


14.09.2020
DSG Oberliga (1. Spieltag)
Polizeisportanlage, Wien (AUT)
Zuschauer: 16

Nach dem am Vor­tag bereits das Schloss Schön­brunn be­sich­tigt wur­de, soll­te der Montag nun voll­stän­dig dem Sight­see­ing ge­wid­met wer­den. So wur­den nach und nach die wich­tigs­ten Se­hens­wür­dig­kei­ten der Stadt ab­ge­klap­pert. Größ­ten­teils zu Fuß be­gab ich mich vom Schloss Belvedere über die Zwi­schen­sta­ti­o­nen Karls­kirche, Wie­ner Staats­oper, Stephans­dom, Hof­burg, Maria-Theresien-Platz mit Kunst­his­to­ri­schem so­wie Natur­his­to­ri­schem Museum und Wie­ner Rathaus bis zur Votiv­kirche. Das erst­mal sehr stramm klin­gende Pro­gramm, war dann aller­dings be­reits nach cir­ca vier Stun­den ab­ge­ar­bei­tet. So­gar der für Allein­rei­sende eher lang­wei­lig er­schei­nende Wiener Prater wur­de noch mit­ge­nom­men. Was soll­te also mit dem an­ge­bro­che­nen Tag an­ge­stellt wer­den? Die Ant­wort die­ser rhe­to­ri­schen Frage lag selbst­ver­ständ­lich auf der Hand. Aber­mals wur­den die Spiel­pläne ge­wälzt und schließ­lich ein Spiel für den Abend gefunden.
Dazu ging es auf die Donau­insel Kaiser­mühlen, auf wel­cher sich die Polizei­sport­an­lage be­fin­det. Bis zur Fu­si­on mit dem Florids­dorfer AC im Jahre 2007 wur­de die­se vom PSV Team für Wien ge­nutzt. Die Sport­an­lage ver­fügt über ein Kunst­rasen­spiel­feld mit einem ein­sei­ti­gen Aus­bau von zwei Stufen. Ne­ben­bei be­kommt man vom Sport­ge­lände aus einen her­vor­ra­gen­den Aus­blick auf die Wiener Sky­line ge­bo­ten. Le­dig­lich von der Wahl des heu­ti­gen Spiels war man noch nicht ganz über­zeugt. So han­delte es sich um eine Par­tie der DSG Ober­liga, also der zweit­höchs­ten Liga unter der Schirm­herr­schaft der ka­tho­li­schen Diö­zesan­sport­ge­mein­schaft. Die DSG Wien führt seit 1951 Fuß­ball­spiele durch und ist dem Wiener Fuß­ball-Ver­band seit 1998 mit eige­nen Spiel­klas­sen un­ter­ge­ord­net. Man wuss­te also nicht wirk­lich, was einen er­war­ten wür­de und rech­nete dem­nach mit dem Schlimms­ten. Am Ende war das Spiel­niveau je­doch er­staun­lich hoch und man konn­te einen sou­ve­rä­nen 4:1-Sieg der Heim­elf bestaunen.
Dem­zu­folge konn­te also auch der letz­te Abend in der öster­rei­chi­schen Haupt­stadt sinn­voll ge­nutzt wer­den. Am fol­gen­den Diens­tag zog es mich noch­mal in die Wie­ner In­nen­stadt an den Donau­kanal, be­vor es gegen Abend zu­rück in die Hei­mat ging.

SU Wien United Grasshoppers 05 – Wiener Sport-Club 1b 2:1


13.09.2020
Oberliga A Wien (2. Spieltag)
Sportplatz Red Star Auto Platz 2, Wien (AUT)
Zuschauer: 90

Als nächs­tes hat­te ich mir ein Spiel im Sport­zen­t­rum ASKÖ Brigittenau he­r­aus­ge­sucht. Als ich am Sport­ge­lände an­kam, wur­de auf dem Haupt­platz aller­dings schon ein dem Ende zu­ge­neig­tes Spiel aus­ge­tra­gen, wes­halb die an­ge­peilte Par­tie auf dem be­nach­bar­ten Kunst­rasen­platz statt­fin­den soll­te. Da der Kuns­trasen-Neben­platz wenig bis gar nichts kann, ent­schloss ich mich dazu den ur­sprüng­li­chen Plan ein wenig um­zu­wer­fen. Also wur­de der für Mon­tag an­ge­setzte Be­such einer der vie­len Se­hens­wür­dig­kei­ten vor­ge­zo­gen und somit das UNESCO-Welt­kultur­erbe Schloss Schön­brunn be­sich­tigt. Da vor Ort weder Kai­se­rin Sissi noch ihr Ehe­gatte Franz an­ge­trof­fen wur­den, ging es nach aus­gie­bi­ger Be­ge­hung des Areals schnell wie­der ins sport­liche Pro­gramm über.
Dazu ging es in den Wiener Stadt­teil Breiten­see, in wel­chem der Ober­ligist Wien United 05 sei­ne Heim­spiele auf der Sport­an­lage des SC Red Star Penzing aus­trägt. Das Haupt­spiel­feld der An­lage ver­fügt über einen Natur­rasen, wel­cher auf einer Längs­seite fünf­rei­hig mit durch­ge­hen­den Holz­bän­ken aus­ge­stat­tet ist. Bei mei­nem Pech wur­de aller­dings erneut der Neben­platz mit Kunst­rasen­belag vor­ge­zo­gen. Dieser ist nur von einer Seite aus zu­gäng­lich, hat mit zwei­rei­hig an­ge­ord­ne­ten Holz­bän­ken sowie einem Wall je­doch we­nigs­tens eine Art Aus­bau vor­zu­wei­sen. Zu­dem gibt der Blick auf die an­gren­zen­den Häu­ser­rei­hen so­wie die Breiten­seer St. Laurentius-Kirche ein recht net­tes Bild ab. Heu­ti­ger Geg­ner am zwei­ten Spiel­tag der sechst­klas­si­gen Ober­liga soll­te die Re­ser­ve des tra­di­ti­ons­rei­chen Wiener SC sein. Viel­leicht soll­te das In­te­res­se an dem Kick ge­ra­de des­halb nicht ganz so ge­ring sein, so­dass sich am Ende etwas we­ni­ger als 100 Zu­schauer am Spiel­feld­rand ein­fan­den. Das Ge­sche­hen auf dem Spiel­feld ge­stal­tete sich indes recht aus­ge­gli­chen. Nach an­fäng­li­cher Füh­rung der Gäste ge­wan­nen die Grass­hoppers all­mäh­lich die Ober­hand und fuh­ren schließ­lich einen knap­pen 2:1-Sieg ein.

Favoritner AC – SC Mannswörth 2:4


13.09.2020
Wiener Stadtliga (4. Spieltag)
FavAC-Platz, Wien (AUT)
Zuschauer: 150

Am Sonn­tag soll­te es etwas frü­her aus den Federn gehen, denn bereits um 10:15 Uhr stand das ers­te Spiel des Tages auf der Agenda. So­mit begab ich mich in den Wiener Ge­mein­de­be­zirk Favo­riten, in wel­chem der gleich­na­mige Favo­ritner AC be­hei­ma­tet ist. Auch hier soll­ten wie­der 8 € ge­gen eine Ein­tritts­karte ein­ge­tauscht wer­den, be­vor das nach dem Ver­ein be­nann­te Sta­dion schließ­lich be­tre­ten wer­den konn­te. Die­ses er­wies sich als ein klei­nes fuß­bal­le­ri­sches High­light der Tour. So liegt das Sta­dion in­mit­ten eines Wohn­blocks, was de­fi­ni­tiv einen ge­wis­sen Charme ver­sprüht. Das Herz­stück der An­lage stellt da­bei die über­dachte Haupt­tri­büne dar, wel­che un­mit­tel­bar in den an­gren­zen­den Plat­ten­bau in­te­griert wur­de. Auf der Ge­gen­seite be­fin­det sich zu­dem eine un­über­dachte, aus Holz­bän­ken be­ste­hende Sitz­platz­tri­büne. Der Favo­ritner AC wur­de 1910 ge­grün­det und hat eine re­la­tiv er­folg­rei­che Ge­schich­te vor­zu­wei­sen. So spiel­te der Tra­di­ti­ons­klub in den 30er und 80er Jah­ren für meh­rere Spiel­zei­ten in der ers­ten Liga und konn­te zwei­mal das Halb­finale des ÖFB-Pokals er­rei­chen. Zu­letzt trat der FavAC An­fang der 90er Jahre zweit­klas­sig an, be­vor die­ser bis in die viert­klas­sige Wiener Stadt­liga durch­ge­reicht wur­de. Dort spielt der Ver­ein bis heu­te. Kein Wunder also, dass der Kult-Klub auch von einer klei­nen Fan­szene pro­fi­tie­ren kann. Diese po­si­ti­o­niert sich in der Regel auf einem Wall hin­ter einem der bei­den Tore und wuss­te heu­te durch Schlacht­rufe sowie das Auf­hän­gen eini­ger Zaun­fah­nen auf sich auf­merk­sam zu machen. Ins­ge­samt zeig­ten aller­dings nur knapp 150 Zu­schauer In­te­res­se an der heu­ti­gen Par­tie, was ich per­sön­lich ein wenig ent­täu­schend fand. Auf dem Spiel­feld ent­wi­ckelte sich indes ein recht tur­bu­len­tes Spiel. Dort ging der SC Manns­wörth re­la­tiv früh mit 2:0 in Füh­rung. Der hei­mi­sche FavAC schaff­te es je­doch kurz vor der Halb­zeit­pause zum An­schluss­tref­fer ein­zu­net­zen und nach Wie­der­an­pfiff zum 2:2 aus­zu­glei­chen. Am Ende waren es aber er­neut die Gäste aus Manns­wörth, die zwei Tore er­zie­len konn­ten und so­mit als ver­dien­ter Sieger vom Platz gingen.

SV Rojava – FC Yellow Star Simmering 1:3


12.09.2020
1. Klasse A Wien (2. Spieltag)
Nachwuchszentrum Vienna Platz 2, Wien (AUT)
Zuschauer: 85

Um 20 Uhr stand für mich der drit­te und letz­te Kick auf der Ta­ges­ord­nung. Dazu ging es zum Nach­wuchs­zen­t­rum des First Vienna FC, wel­ches im Wiener Ge­mein­de­be­zirk Brigittenau un­weit der Hohen Warte ge­le­gen ist. Neben den Ju­ni­o­ren­teams der Vienna rich­tet dort unter an­de­rem auch der SV Rojava sei­ne Heim­spiele aus. Der of­fen­sicht­lich kur­disch ge­prägte Ver­ein geht in der sieb­ten Liga an den Start und soll­te am heu­ti­gen zwei­ten Spiel­tag auf den FC Yellow Star aus Simmering tref­fen. Da ich das Nach­wuchs­zen­t­rum bereits eine gute Drei­vier­tel­stunde vor An­pfiff erreich­te, ver­folgte ich zu­nächst die letz­ten Mi­nu­ten des Auf­ei­n­an­der­tref­fens der bei­den Re­ser­ve-Mann­schaf­ten auf dem Kunst­rasen­platz der Sport­an­lage. Da je­doch le­dig­lich die­ser Platz über eine Flut­licht­an­lage ver­fügt, war schnell klar, dass auch die nach­fol­gende Par­tie der ers­ten Mann­schaft auf Plas­tik aus­ge­tra­gen wer­den wür­de. Wäh­rend der eigent­lich von mir an­ge­peil­te Haupt­platz mit einem Natur­rasen so­wie einem ein­sei­ti­gen Aus­bau in Form von ein paar Sitz­reihen aus­ge­stat­tet ist, hat der Kunst­rasen­platz kei­ner­lei Aus­bau vor­zu­wei­sen. Auch aus ku­li­na­ri­scher Sicht sah es eher mau aus, wes­halb ich froh war, dass ich mir im Vor­feld zu­min­dest ein Ge­tränk be­sorgt hat­te. Den­noch war das In­te­res­se an der Par­tie am Ende grö­ßer als zu­nächst er­war­tet. So fan­den sich letzt­end­lich hand­ge­zählte 85 Zu­schauer am Spiel­feld­rand ein. Diese sahen ein hart um­kämpf­tes Match, wel­ches der FC Yellow Star schließ­lich mit 3:1 gewann.

SR WGFM Donaufeld – SV Schwechat 2:3


12.09.2020
Wiener Stadtliga (4. Spieltag)
Sportplatz Donaufeld, Wien (AUT)
Zuschauer: 200

Mit der Stra­ßen­bahn ging es von Stadlau wei­ter in den Wiener Stadt­teil Donau­feld. Da die Heim­spiel­stätte des dort an­säs­si­gen SR Donau­feld le­dig­lich 3 Kilo­me­ter Luft­linie ent­fernt liegt, wur­de die Fahrt schnell hin­ter sich ge­bracht. An den Ein­gangs­toren wech­sel­ten 8 € sowie eine Ein­tritts­karte fix den Be­sit­zer und schon stand man im In­ne­ren der Sport­an­lage. Der hei­mi­sche SR Donau­feld wur­de 1912 ge­grün­det und zählt somit zu den äl­tes­ten Fuß­ball­ver­einen Wiens. Nach­dem der SR Donau­feld in den 90er Jahren zwei Spiel­zei­ten in der zwei­ten Liga an­tre­ten konn­te, pen­delt der Ver­ein seit­dem zwi­schen der dritt­klas­si­gen Re­gi­o­nal­liga und der viert­klas­si­gen Wiener Stadt­liga hin und her. Wie in Öster­reich üb­lich trägt der SR Donau­feld in­zwi­schen sei­nen Haupt­spon­sor im Ver­eins­namen. So ist der Ver­ein, nach­dem die­ser zu­letzt noch als Fach-Donau­feld be­kannt war, mo­men­tan nach dem Un­ter­neh­men „Wiener Gebäude & Flä­chen Ma­nage­ment“ be­nannt. Das 4.000 Zu­schauer fas­sende Sta­dion der Donau­felder ver­fügt über eine gro­ße, über­dachte Haupt­tri­büne und ist sonst nicht wei­ter aus­ge­baut. Zu­min­dest am heu­ti­gen Tag waren auch le­dig­lich die Sitz­platz­tri­büne sowie ein klei­nes Stück der Hin­ter­tor­seite für Zu­schauer zu­gäng­lich. Da­für konn­te die Bier­gar­ten-Atmo­sphäre im Ein­gangs­be­reich bei mir punk­ten. Von dort aus be­ob­ach­tete ich das Spiel­ge­sche­hen und ließ mir wäh­rend­des­sen eini­ge Wiesel­burger Helle für 4 € sowie eine Käse­krainer für 4,50 € schme­cken. Auf dem Spiel­feld zeig­te sich zu­nächst eine recht ein­sei­tige Par­tie. So waren die Gäste aus Schwechat klar do­mi­nie­rend und schaff­ten es mühe­los mit 3:0 in Füh­rung zu gehen. In der zwei­ten Halb­zeit kam die Heim­elf schließ­lich etwas bes­ser ins Spiel und konn­te in­ner­halb von 10 Mi­nu­ten auf 2:3 ver­kür­zen. Letzt­end­lich reich­te es aber nicht mehr für den Aus­gleich, wes­halb der SV Schwechat am Ende als ver­dien­ter Sie­ger her­vor­gehen konnte.

FC Stadlau – Post SV Wien 3:4


12.09.2020
Wiener Stadtliga U23 (4. Spieltag)
OMV-Sportanlage Stadlau Platz 3, Wien (AUT)
Zuschauer: 60

Nach­dem am Mor­gen erst­mal aus­ge­schla­fen wur­de, ging es gegen Mit­tag mit der S-Bahn in den Osten von Wien. Im dor­ti­gen Stadt­teil Stadlau soll­te um 13:30 eine Par­tie der Wiener U23-Stadt­liga aus­ge­tra­gen wer­den. Bei mei­ner An­kunft wur­de aller­dings schnell klar, dass das eigent­lich im Sta­dion an­ge­setz­te Auf­ein­an­der­tref­fen zwi­schen dem FC Stadlau und dem Post SV auf einem der bei­den Neben­plätze statt­fin­den soll­te. Da sich mir auf die Schnelle jedoch kei­ne viel­ver­spre­chende Al­ter­na­tive bot und sich das Ju­ni­o­ren­spiel des FC Stadlau den­noch am bes­ten mit dem an­schlie­ßen­den Plan ver­bin­den ließ, blieb ich letz­ten Endes dabei. Wäh­rend das Haupt­spiel­feld der Spor­tan­lage eine net­te, über­dachte Haupt­tri­büne vor­zu­wei­sen hat, ver­fü­gen die bei­den Kunst­rasen­plätze über kei­nen nen­nens­wer­ten Aus­bau. Trotz­dem bekam man ein span­nen­des und tor­rei­ches Spiel zu sehen. Nach mehr­ma­li­gem Füh­rungs­wech­sel konn­ten die Gäste die Par­tie schließ­lich mit einem knap­pen 4:3-Sieg für sich ent­schei­den. In di­rek­tem An­schluss hät­te mit dem Heim­spiel der ers­ten Mann­schaft zwar auch gleich das sehens­werte Sta­dion ge­kreuzt wer­den kön­nen, aller­dings blieb ich mei­ner ur­sprüng­li­chen Pla­nung treu und zog so­mit einen Lo­ca­tion­wech­sel vor.

First Vienna FC – SK Slovan HAC 10:0


11.09.2020
Wiener Stadtliga (4. Spieltag)
Naturarena Hohe Warte, Wien (AUT)
Zuschauer: 950

Eigent­lich hät­te an die­ser Stelle nun über eine Tour durchs Bal­ti­kum mit vier neu­en Län­der­punk­ten be­rich­tet wer­den sol­len. Unser guter Freund Corona wuss­te jedoch wie­der ge­konnt einen Strich durch die Rech­nung zu machen. So wur­den weni­ge Tage vor Tour­start die Ein­rei­se­be­stim­mun­gen für einen Groß­teil der zu be­rei­sen­den Län­der ge­än­dert, wo­durch eine qua­ran­tä­ne­freie Ein­reise schließ­lich un­mög­lich wur­de. Der be­reits ge­buchte Rück­flug über Wien schien aller­dings nach Plan durch­ge­führt zu wer­den, wes­halb sich bei mir ers­te Ge­dan­ken­spiele über ein ver­län­ger­tes Wochen­ende im Drei­län­der­eck Öster­reich-Slo­wa­kei-Ungarn ein­schli­chen. Da aller­dings auch Ungarn für Aus­län­der die Gren­zen dicht­machte und der Trend in der Slo­wa­kei in die­selbe Rich­tung deu­tete, blieb am Ende le­dig­lich die Al­ter­na­tive Österreich.
Den­noch wur­de kur­zer­hand ein recht er­schwing­li­cher Flug in die Bun­des­haupt­stadt Wien ge­bucht. Dort soll­te über die nächs­ten Tage ein wah­res Fest für jeden Ama­teur­fuß­ball-Lieb­ha­ber ab­ge­lie­fert wer­den. Kaum war man am Flug­ha­fen in Schwechat ge­lan­det und hat­te das Gepäck im Hotel­zim­mer ver­staut, soll­te es näm­lich schon zum ers­ten Spiel des Wochen­en­des gehen. Zur Aus­wahl stan­den das Heim­spiel des First Vienna FC sowie die Zweit­liga-Partie zwi­schen dem Florids­dorfer AC und dem SV Lafnitz. Da muss­te ich wirk­lich nicht lan­ge über­le­gen, denn ein Besuch bei der Vienna stand doch schon seit Län­ge­rem auf mei­ner Wunsch­liste. Der 1864 ge­grün­dete First Vienna FC ist der ältes­te Fuß­ball­ver­ein des Landes und ein­fach ein ab­so­lu­ter Kult­klub. So konn­te die Vienna bis in 50er Jahre sechs­mal öster­rei­chi­scher Meis­ter wer­den und neben dem drei­fa­chen öster­rei­chi­schen Cup­sieg sogar ein­mal den DFB-Pokal ge­win­nen. In­zwi­schen geht der Verein nur noch in der viert­klas­si­gen Wiener Stadt­liga an den Start, doch auch hier ge­nie­ßen die Blau-Gelben noch höchs­tes An­se­hen. Am Döblinger Sta­dion Hohe Warte an­ge­kom­men, er­war­tete mich gleich der ers­te Dämp­fer der Tour. Gegen mei­ne Er­war­tun­gen soll­ten heu­te kei­ne Tickets an der Tages­kasse ver­kauft wer­den. Nach dem ers­ten Schreck zeich­nete sich aller­dings schnell ab, dass ein di­gi­ta­les Ticket per Online-Kauf er­wor­ben wer­den konn­te. Zwar kann ich nun kei­ne schmu­cke Ein­tritts­karte mein Eigen nen­nen, aber man kann ja nicht alles haben. Der Ein­tritts­preis der heu­ti­gen Par­tie lag üb­ri­gens bei 8 €. Das Sta­dion Hohe Warte konn­te einst ein Fas­sungs­ver­mö­gen von 85.000 Zu­schau­ern auf­wei­sen, wel­ches je­doch mitt­ler­weile auf eine Zu­schau­er­ka­pa­zi­tät von le­digl­ich 6.000 be­schränkt wur­de. Das Herz­stück des Sta­di­ons ist na­tür­lich die über­dachte, mit dem Schrift­zug „First Vienna Foot­ball Club 1894 – Hohe Warte – Kein Platz für Dis­kri­mi­nie­rung“ ver­zier­te Haupt­tri­büne. Des Wei­te­ren ver­fügt die Hohe Warte auf der Ge­gen­seite über eine mo­der­ne Stahl­rohr­tri­büne sowie einen be­acht­li­chen, voll­stän­dig mit Gras über­wach­se­nen Stu­fen­aus­bau. Wie sich an­hand des Schrift­zu­ges er­ah­nen lässt, kann die Vienna zu­dem von einer recht gro­ßen, eher links­ge­rich­te­ten Fan­basis pro­fi­tie­ren. So zeig­te der ultra­ori­en­tierte Kern der Fan­szene auch heu­te eine fürs Auge nett an­zu­schau­ende Cho­reo­gra­phie zu Beginn des Spiels. In die­ser soll­te ihre Liebe zur Vienna sowie die si­mul­tane Ab­nei­gung ge­gen­über Sexis­mus the­ma­ti­siert wer­den. Dazu wur­de die Dar­stel­lung zwei­er händ­chen­hal­ten­der Mäd­chen mit blau­em und gel­bem Rauch un­ter­legt. Auch im wei­te­ren Ver­lauf wuss­te der Stim­mungs­kern ein gutes Bild ab­zu­ge­ben und die Mann­schaft durch­ge­hend in bri­tisch ge­präg­tem Stil zu un­ter­stüt­zen. Das Spiel­ge­sche­hen auf dem Platz ge­stal­tete sich indes nicht ganz so span­nend, aller­dings bekam man auch dort eini­ges zu sehen. Der First Vienna FC ließ den Gäs­ten aus Hüttel­dorf nicht den Hauch einer Chance und fer­tigte die­se ab­so­lut sou­ve­rän mit 10:0 ab. His­to­risch ge­se­hen soll­te dies für die Vienna sogar der ers­te zwei­stel­lige Sieg in einem Punkt­spiel seit 1996 sein. Nach Spiel­ende nahm ich gleich die erst­beste Bahn in Rich­tung City, um den Abend ge­müt­lich im Hotel aus­klin­gen zu lassen.

Spfr. Moselland – BSV Weißenthurm 3:1


06.09.2020
Kreisliga B Koblenz (1. Spieltag)
Sportplatz Pollenfeld, Koblenz
Zuschauer: 60

Im An­schluss an das Spiel in Metter­nich ging es gleich wei­ter zum nächs­ten Kick. Auf dem gera­de ein­mal zwei Kilo­me­ter ent­fern­ten Sport­platz Pollen­feld stand nun eine Partie der Kreis­liga B auf der Agenda. Der nach der gleich­na­mi­gen Wohn­sied­lung be­nann­te Sport­platz ist die Heim­spiel­stätte der im Kob­lenzer Stadt­teil Lützel an­säs­si­gen Sport­freunde Mosel­land. Der Ground an sich hat zwar kei­nen nen­nens­wer­ten Aus­bau vor­zu­wei­sen, den­noch kann dem stau­bi­gen, etwas in die Jahre ge­kom­me­nen Hart­platz ein ge­wis­ses Flair nicht ab­ge­spro­chen wer­den. Heu­ti­ger Geg­ner auf dem Pollen­feld stell­te der BSV Weißen­thurm dar, wel­cher in den 60er und 70er Jah­ren in der dritt­klas­si­gen Ama­teur­liga Rhein­land an den Start ging und sogar ein­mal den Ein­zug in den DFB-Pokal fei­ern konn­te. Die glor­rei­chen Zei­ten des BSV sind aller­dings schon lan­ge vor­bei, so­dass man sich mitt­ler­weile auf Kreis­ebene mes­sen muss. Aber auch in der Kreis­liga wird be­kannt­lich Fuß­ball ge­spielt. So sah man ins­ge­samt ein pa­cken­des Match, wel­ches die Haus­her­ren vor knapp 60 Zu­schau­ern schließ­lich ver­dient mit 3:1 für sich entschieden.

FC Germania Metternich II – SC Bendorf-Sayn 1:0


06.09.2020
Kreisliga A Koblenz (1. Spieltag)
Sportplatz Trifter Weg, Koblenz
Zuschauer: 120

Eines mei­ner per­sön­li­chen Ziele stellt die Kom­plet­tie­rung des Sport­parks Ober­werth dar. So fehlt mir neben dem Karl-Adam-Platz der Sport­schule Ober­werth auch noch der mitt­ler­weile extrem sel­ten be­spielte Asche­platz von Rot-Weiß Kob­lenz. Ge­rüch­te­weise soll­te das ers­te Heim­spiel der RW-Reserve aus­ge­rech­net auf jenem Platz aus­ge­tra­gen wer­den. Ob­wohl ich der An­set­zung etwas Skep­sis ent­ge­gen­brachte, mach­te ich mich am frü­hen Sonn­tag­mor­gen auf den Weg nach Kob­lenz, um end­lich einen Haken hin­ter den Ten­nen­platz set­zen zu kön­nen. Am Sport­ge­lände an­ge­kom­men, fiel je­doch direkt auf, dass die bei­den Mann­schaf­ten auf dem eige­nen Kunst­rasen­platz, an­statt auf Asche spie­len würden.
Selbst­ver­ständ­lich hat­te ich mir für die­sen Fall bereits im Vor­feld ein Er­satz­spiel he­r­aus­ge­sucht. Dem­nach ging es schnell nach Metter­nich, wo zeit­gleich das Heim­spiel der Metter­nicher Zweit­ver­tre­tung statt­fin­den soll­te. Die zwei­te Mann­schaft von Germania Metter­nich geht neuer­dings in der Kreis­liga A an den Start und be­strei­tet sei­ne Spiele auf dem Sport­platz Trifter Weg. Der eins­tige Asche­platz wur­de im Jahr 2018 um­ge­baut und ver­fügt seit­dem über einen Kunst­rasen­belag. Einen nen­nens­wer­ten Aus­bau hat der Sport­platz aller­dings nicht vor­zu­wei­sen. Dies hielt die knapp 120 an­we­sen­den Zu­schauer je­doch nicht davon ab dem heu­ti­gen Kick gegen den SC Ben­dorf-Sayn bei­zu­woh­nen. In einer eigent­lich aus­ge­gli­che­nen Par­tie konn­te sich die Heim­elf schließ­lich mit 1:0 durch­set­zen und so­mit die ers­ten drei Punkte der noch jun­gen Sai­son einfahren.

SG Ettringen/St. Johann – FC Sportfreunde Miesenheim 1:2


04.09.2020
Kreisliga A Rhein/Ahr (1. Spieltag)
Hochsimmerstadion, Ettringen/Eifel
Zuschauer: 120

Nach­dem am vor­he­ri­gen Wo­chen­ende be­reits die ers­ten Pflicht­spiele im Pokal ver­folgt wur­den, soll­te es nun auch in der Kreis­liga wie­der los­gehen. So­mit zog es mich am Frei­tag­abend zum Heim­spiel der SG Ettringen, deren Sport­platz mir noch zur Kom­plet­tie­rung der Kreis­liga A Rhein/Ahr fehl­te. Das so­ge­nannte Hoch­simmer­stadion be­steht aus einem Hybrid­rasen­platz, wel­cher ein­sei­tig über einen Aus­bau von drei fla­chen Stu­fen ver­fügt. Sonst ist die Sport­an­lage nicht wei­ter aus­ge­baut. Nichts Be­son­de­res also, aber den­noch eine net­te Sache, wenn man die Liga gleich am ers­ten Spiel­tag ver­voll­stän­di­gen kann. Am Ende sah man eine hart um­kämpfte Par­tie, wel­che die Sport­freunde aus dem Ander­nacher Stadt­teil Miesen­heim schließ­lich knapp mit 2:1 gewannen.

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