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SC Gjilani – KF KEK-u Kastriot 2:0


17.03.2019
IPKO Superliga e Kosovës (23. Spieltag)
Stadiumi i Qytetit të Gjilanit, Gjilan (KOS)
Zuschauer: 400

Da wir für den Sonn­tag einen wei­te­ren Län­der­punkt ge­plant hat­ten, hieß es des­halb am Mor­gen nicht all­zu viel Zeit zu ver­trö­deln. Denn um kurz nach 10 war­te­te am Bus­bahn­hof be­reits der Klein­bus auf uns, wel­cher uns über die Grenze in den Ko­so­vo brin­gen soll­te. Den 300 MKD teu­ren Fahr­schein hat­ten wir uns be­reits am Vor­tag be­sorgt, so­dass wir uns vor Ort nur noch in die letz­te Reihe des über­füll­ten Rei­se­bus­ses quet­schen muss­ten. Ziem­lich ein­ge­pfercht führ­te uns der Bus mit End­sta­tion Pris­tina am Rande des Šar Planina-Gebir­ges vor­bei, wodurch man die land­schaft­liche Schön­heit des Ko­so­vos be­wun­dern konn­te. In­te­res­san­ter­weise schlän­gelt sich ab der maze­do­nisch-koso­va­ri­schen Grenze eine neu er­baute Auto­bahn den Weg durch das Tal, deren Auf­gabe dar­in bes­teht, spä­ter die bei­den Haupt­städte Skopje und Pris­tina mit­ei­n­an­der zu ver­bin­den. Eine Auf- bzw. Aus­fahrt wur­de auf der schier end­los er­schei­nen­den Auto­bahn­brücke jedoch nicht ent­deckt, so­dass die Er­öff­nung die­ser wohl noch eini­ge Zeit in An­spruch neh­men wird. Wäh­rend sich ein Groß­teil der Pas­sa­giere auf dem Weg in die ko­so­va­ri­sche Haupt­stadt be­fand, ver­ab­schie­de­ten wir uns auf hal­ber Stre­cke und ver­lie­ßen den Bus in Ferizaj bzw. in Uroševac, wie die Stadt auf ser­bisch heißt. Von dort ging es mit einem Sam­mel­taxi direkt wei­ter in die 30 Ki­lo­me­ter ent­fernte Stadt Gjilan. Obwohl mit dem Taxi­fahrer zu­nächst eine Ge­bühr von 8 € aus­ge­han­delt wur­de, ver­langte die­ser am Ende einen Preis von 11 €. Da dies im Ver­gleich zu deut­schen Taxi­prei­sen jedoch immer noch ge­schenkt ist und wir kei­ne gro­ße Lust auf eine Kon­fron­ta­tion mit dem Fah­rer hat­ten, be­zahl­ten wir die­sen Be­trag ohne Be­an­stan­dung und mach­ten gleich einen Treff­punkt für die spä­tere Rück­fahrt aus. Die 50.000-Ein­woh­ner-Stadt Gjilan ist die dritt­größte Stadt des Landes und hat kul­tu­rell nicht un­be­dingt viel zu bie­ten. Des­halb be­ga­ben wir uns im Zen­t­rum in eine Bar, gönn­ten uns dort ein Birra Peja und mach­ten uns schließ­lich auf ans ört­li­che Sta­dion. Gjilan ist die Hei­mat der bei­den Erst­li­gis­ten FC Drita so­wie SC Gjilani, deren Auf­ei­n­an­der­tref­fen als Ko­sovo-Derby be­zeich­net wird und somit als eines der größ­ten Spiele des Landes gilt. Wäh­rend das ört­li­che Sta­dion von den FC Drita-Ultras „Intelektualët“ als Stadiumi Selami Osmani be­zeich­net wird, trägt das Sta­dion bei Spie­len des SC Gjilani den Namen Stadiumi Agim Ramadani-Katana. Am heu­ti­gen Tag be­ka­men wir die Mög­lich­keit einem Heim­spiel des SC Gjilani bei­zu­woh­nen. Für 2 € er­hiel­ten wir am Ein­gang eine Ein­tritts­karte des zu­letzt aus­ge­spiel­ten Derbys und so­mit Zu­tritt zum Ground. Dieser ist ge­nau­so, wie man sich ein Sta­dion im Ko­so­vo nor­ma­ler­wei­se vor­stellt. So ver­fügt das Sta­dion beid­sei­tig über ty­pisch ab­ge­ranz­te Steh­tra­ver­sen, zu­dem be­fin­det sich hin­ter bei­den Hin­ter­tor­sei­ten je­weils eine still­ge­leg­te Bau­stelle, aus der einst wei­tere Tri­bü­nen ent­ste­hen soll­ten. Dabei blieb die Frage un­be­ant­wor­tet, ob der Bau der bei­den Hin­ter­tor­tri­bü­nen ir­gend­wann be­gon­nen und nie­mals fer­tig­ge­stellt wur­de oder ob die­ser be­reits zu den be­kannt ge­wor­de­nen Plä­nen eines Sta­dion­neu­baus ge­hört. Zu­sam­men mit je­weils einer Flasche Peja und dem über­wie­gen­den Teil der 400 an­we­sen­den Zu­schau­er nah­men wir auf der Ge­gen­ge­rade Platz, auf der sich auch die akti­ve Fan­szene um die Ultras „Skifterat“ sam­melte. Diese bil­dete einen ca. 50-köp­fi­gen sup­port­wil­li­gen Mob, wel­cher mit Hilfe einer Trom­mel ge­le­gent­lich für etwas Stim­mung sorg­te. Das Spiel gegen den bis­her sieg­lo­sen und letzt­plat­zier­ten KF KEK, der Be­triebs­mann­schaft des na­tio­na­len Ener­gie­ver­sor­gers, plät­scher­te wäh­rend­des­sen ohne nen­nens­werte Tor­chan­cen vor sich hin, so­dass es tor­los in die Pause ging. In der Pause be­sorg­ten wir uns er­neut eine La­dung Bier und wech­sel­ten auf die ande­re Seite, um das Spek­ta­kel auch von dort mal be­ob­ach­tet zu haben. Das Beste dar­an blieb jedoch der Blick auf die Ge­gen­ge­rade in­klu­sive Mo­schee im Hin­ter­grund, denn der Sup­port der Heim­fans ver­flach­te so lang­sam und auch das Spiel mach­te kei­ner­lei An­zei­chen auf Bes­se­rung. Ins­ge­samt sah man ein Spiel mit un­ter­ir­di­schem Spiel­niveau, wel­ches ab­so­lut nicht mit dem Spiel­niveau des Spiels am Vor­tag zu ver­glei­chen war. Als man sich kurz vor Schluss ge­zwun­ge­ner­ma­ßen mit einem tor­lo­sen Un­ent­schie­den an­ge­freun­det hat­te, fiel in der Nach­spiel­zeit schließ­lich doch noch der Füh­rungs­tref­fer für die Heim­elf. Kurz dar­auf schob der SC Gjilani sogar noch ein zwei­tes Mal ein und konn­te somit den Sack zuma­chen. Wenn da mal nicht die Wett­mafia ihre Fin­ger im Spiel hat­te! Pünkt­lich mit dem Schluss­pfiff fuhr auch unser vor­be­stell­tes Taxi am Sta­dion vor, um uns bei der ers­ten Etappe der Rück­fahrt be­hilf­lich zu sein. Für wei­tere 11 € soll­te uns die­ses zu­rück nach Ferizaj brin­gen, damit von dort die Wei­ter­fahrt per Bus ge­währ­leis­tet war. Auf die­ser fast ein­stün­di­gen Fahrt hat­te ich nun das Glück vor­ne neben dem Fah­rer zu sit­zen und mir des­sen geis­trei­che Er­güs­se in einer Mi­schung aus deutsch, eng­lisch und al­ba­nisch rein­zie­hen zu dür­fen. Umso er­leich­ter­ter war ich als wir Ferizaj end­lich er­reicht hat­ten. Beim an­schlie­ßen­den Ver­such die Ti­ckets für den Bus zu lö­sen, quatsch­te uns plötz­lich eine wei­tere ku­ri­ose Ge­stalt an, in der Hoff­nung uns nach Skopje fah­ren zu kön­nen. Da der ver­lang­te Preis von 20 € die Ti­cket­preise des Bus­un­ter­neh­mens nicht über­schritt, schlu­gen wir bei die­sem An­ge­bot zu. Nach einer eher un­frei­wil­li­gen War­te­zeit im Taxi sowie einem kur­zen Ab­ste­cher ins Zi­geu­ner­vier­tel star­tete unser Tran­sit schließ­lich mit zwei wei­teren Mit­fah­rern gen Skopje. Dort an­gekom­men ging es für uns aber­mals ins Markt­vier­tel, um uns einen Tel­ler Fleisch zu ge­neh­mi­gen und den Abend in ge­wohn­ter Ma­nier aus­klin­gen zu las­sen.

Am fol­gen­den Mon­tag hieß es ein letz­tes Mal die Stadt zu er­kun­den, bevor es am Abend zurück in die Hei­mat gehen soll­te. So wur­de mit der Be­sich­ti­gung der Fes­tung Kale noch ein kul­tu­rel­les Aus­hän­ge­schild der Stadt ab­ge­klap­pert. Die Fes­tung an sich wur­de von außen re­kons­tru­iert, so­dass es sich an­bie­tet die Fes­tungs­mauer ein­mal auf- und ab­zu­lau­fen. Dabei konn­te vor allem die atem­be­rau­ben­de Aus­sicht auf die Haupt­stadt, das Na­tio­nal­sta­dion und die schnee­be­deck­ten Berge am Ho­ri­zont über­zeu­gen. Im An­schluss zog es uns noch­mals in die Alt­stadt, um auch die Pflege zwi­schen­mensch­li­cher Kon­takte nicht zu ver­nach­läs­si­gen. Neben der Bei­nahe-Adop­tion eines Bet­tel­kin­des bekam dem­nach auch unser Freund „Coco“ noch einen Obo­lus, wo­durch wir even­tuell noch län­ger po­si­tiv in Er­in­ne­rung blei­ben wer­den. Alles in allem kann man von einem er­folg­rei­chen Aus­flug spre­chen, wel­cher uns zwei neue Län­der­punkte ein­brach­te und in die­ser Kon­stel­la­tion ger­ne wie­der­holt wer­den darf.

FK Vardar Skopje – FC Shkupi 1:0


16.03.2019
1. MFL (23. Spieltag)
Stadion Boris Trajkovski, Skopje-Madžari (MKD)
Zuschauer: 400

Da im Jahr 2019 noch kei­ne mehr­tä­gi­ge Aus­lands­tour ge­plant war, juck­te es mich Mitte Januar so lang­sam in den Fin­gern. Kur­zer­hand schloss ich mit Fabi kurz, sodass wir zu dem Ent­schluss kamen, zwei Monate spä­ter eini­ge der noch feh­len­den Län­der­punkte auf dem Bal­kan in An­griff zu neh­men. Zu­sam­men mit Sebi und Tobi Q., wel­che sich uns noch kurz­fris­tig an­schlos­sen, star­te­ten wir also am spä­ten Frei­tag­abend vom Flug­hafen Köln/Bonn mit dem pin­ken Bil­lig­bom­ber gen Skopje. Nach einem eher ru­hi­gen und ent­spann­ten Flug stan­den wir knapp 2 ½ Stun­den spä­ter in der Lan­des­haupt­stadt des noch recht jun­gen Nord­ma­ze­do­ni­ens. Auf­grund des Na­mens­streits mit dem süd­li­chen Nach­barn Grie­chen­land wur­de Maze­do­nien Mitte Feb­ruar of­fi­ziell in den noch un­ge­wohnt klin­gen­den Namen Nord­ma­ze­do­nien um­be­nannt. Trotz hin­rei­chen­der Ver­spä­tung war­tete der vom Hos­tel or­ga­ni­sier­te Fah­rer be­reits am Flug­ha­fen und brach­te uns in die 20 Ki­lo­me­ter ent­fern­te In­nen­stadt zu unse­rem Hos­tel. Für die­ses buch­ten wir im Vor­feld zwei der drei ver­füg­ba­ren Zim­mer für ins­ge­samt 96 €, was die Nacht 8 € pro Per­son aus­machte. Im Gro­ßen und Gan­zen konn­te das Hos­tel in Be­zug auf Lage und Aus­stat­tung bei uns punk­ten, so­dass sich die­ses als völ­lig aus­rei­chend für uns her­aus­stell­te. Neben uns wur­de die Un­ter­kunft nur noch von „Jimmy“ be­wohnt, wel­cher im wei­te­ren Ver­lauf je­doch aus­schließ­lich in un­mit­tel­ba­rer Nähe zu sei­nem PC ge­sich­tet wur­de und sonst nur durch grö­ßere Ab­la­ge­run­gen im Ge­mein­schafts­klo auf­fiel. Nach­dem wir in unse­re Zim­mer ein­ge­checkt hat­ten, ging es für uns noch­mals vor die Tür um letz­te Be­sor­gun­gen für die an­ste­hen­de Nacht zu tä­ti­gen. Der ers­te Ein­druck von Skopje fiel dabei über­haupt nicht po­si­tiv aus. Auf der Suche nach einer Flasche Was­ser rück­te vor­nehm­lich die im Ein­satz be­find­li­che Staats­macht ins Blick­feld, deren Haupt­auf­gabe schein­bar dar­in be­stand Al­ko­hol­lei­chen von der Straße auf­zu­keh­ren. Gegen 4 Uhr war man schließ­lich zu­rück im Zim­mer, um sich doch noch etwas Schlaf zu gön­nen.

Der zwei­te Ein­druck der 500.000-Ein­woh­ner-Stadt fiel am nächs­ten Tag schon we­sent­lich bes­ser aus. Skopje be­sitzt ein in­te­res­san­tes und wech­sel­haf­tes Stadt­bild, deren Mit­tel­punkt die Stein­brü­cke über dem Fluss Vardar dar­stellt. Wäh­rend sich auf der einen Seite des Vardars die mus­li­misch ge­präg­te Alt­stadt Čair samt altem Basar und Fes­tung Kale be­fin­det, wird das Er­schei­nungs­bild auf der ge­gen­über­lie­gen­den Fluss­seite durch mo­nu­men­ta­le Be­ton­bau­ten sowie Neu­bau­ten im klas­si­zis­ti­schem Stil ge­prägt. Bei der Ver­wirk­li­chung eines um­strit­te­nen Bau­pro­jekts im Jahre 2014 wur­den in Skopje zu­dem un­zäh­lige Sta­tuen und Brü­cken – allen vor­an die zwei gro­ßen Mo­nu­men­te von Alexander des Gro­ßen sowie sei­nes Va­ters Philipp II – er­rich­tet, wes­halb in­of­fi­ziell auch von der „Ca­pi­tal of Kitsch“ ge­spro­chen wird. Nach­dem wir alle Se­hens­wür­dig­kei­ten der Stadt be­gut­ach­tet und auf Bild fest­ge­hal­ten hat­ten, schlen­der­ten wir noch durch das alte Markt­vier­tel, ver­kös­tig­ten je­weils eine Por­tion Ke­bab mit Pom­mes und mach­ten uns schließ­lich per Taxi auf zum Heim­spiel des hei­mi­schen Erst­li­gis­ten FK Vardar.
Der FK Vardar Skopje wur­de 1947 ge­grün­det und ist der er­folg­reichs­te Fuß­ball­klub Nord­ma­ze­do­ni­ens. Zu den größ­ten Er­fol­gen des Ver­eins zäh­len der 10-malige Ge­winn der maze­do­ni­schen sowie der ein­ma­li­ge, spä­ter je­doch ab­er­kann­te Ge­winn der ju­go­sla­wi­schen Meis­ter­schaft. Zu­dem konn­te Vardar fünf­mal den maze­do­ni­schen bzw. ein­mal den ju­go­sla­wi­schen Po­kal ge­win­nen und ins­ge­samt 21 Spiel­zei­ten im Euro­pa­po­kal be­strei­ten. Die Heim­spiel­stät­te des FK Vardar war stets das 36.000 Zu­schau­er fas­sen­de Na­tio­nal­sta­dion, wel­ches man sich mit dem FK Rabotnički sowie der maze­do­ni­schen Na­tio­nal­mann­schaft tei­len muss­te. Auf­grund zu hoher Miet­preise trägt man sei­ne Heim­spiele seit kur­zem al­ler­dings in Madžari, einem Vor­ort von Skopje, aus. Das dor­tige Sta­dion Boris Trajkovski ver­fügt le­dig­lich auf einer Seite über eine über­dach­te Sitz­platz­tri­büne, wel­che ins­ge­samt für nicht mehr als 3.500 Zu­schau­er Platz bie­tet. Ent­ge­gen unse­rer Hoff­nun­gen soll­te das heu­tige Stadt­derby gegen den FC Shkupi dem­nach auch in Madžari statt­fin­den. Der FC Shkupi ist der Nach­fol­ge­ver­ein des 1927 in Čair ge­grün­de­ten FK Sloga Jugomagnat Skopje. Wäh­rend es sich bei Vardar-An­hän­gern größ­ten­teils um christ­lich-ortho­doxe Maze­do­nier han­delt, be­steht das Um­feld des FC Shkupi über­wie­gend aus mus­li­mi­schen Al­ba­nern. Da mit „Komiti Skopje“ und den „Ultras Shvercerat“ bei­den Ver­ei­nen zudem eine akti­ve Fan­szene zu­ge­rech­net wer­den kann, herr­schen bei Auf­ei­n­an­der­tref­fen der bei­den Mann­schaf­ten er­heb­li­che Span­nun­gen zwi­schen den Fan­la­gern, wes­halb die­ses Derby grund­sätz­lich als Hoch­si­cher­heits­spiel ein­ge­stuft wird. Neben der her­ben Ent­täu­schung be­züg­lich des Sta­dion­wech­sels, be­stä­tig­te sich dem­nach auch unse­re zwei­te Be­fürch­tung: auf­grund der un­zu­rei­chen­den Fan­tren­nung im Sta­dion Boris Trajkovski wur­de dem Spiel ein Gäs­te­fan­ver­bot er­teilt. Den­noch be­ga­ben wir uns in An­be­tracht des hohen An­drangs früh­zei­tig ans Sta­dion und be­sorg­ten uns Ti­ckets für je­weils 100 MKD, um­ge­rech­net ca. 1,60 €. Schließ­lich fan­den nur ent­täu­schen­de 400 Zu­schau­er den Weg auf die Haupt­tri­büne des Sta­dion Boris Trajkovski. Da wir im Vor­feld Be­rich­te von aus­ver­kauf­ten Derbys der bei­den Ver­eine ge­le­sen hat­ten, hat­ten wir grund­sätz­lich schon eine we­sent­lich hö­he­re Zu­schau­er­zahl er­war­tet. Im­mer­hin en­ter­ten die Ultras um „Komiti Skopje“ eini­ge Mi­nu­ten vor Spiel­be­ginn mit ca. 200 Mo­ti­vier­ten den Block, so­dass man doch noch mit etwas Derby­stim­mung rech­nen konn­te. Wäh­rend sich Sebi, Tobi Q. und ich auf der Tri­büne breit­mach­ten und den Stim­mungs­block so nur von der Seite be­ob­ach­ten konn­ten, schlich sich Fabi zu­min­dest für eine Halb­zeit in den In­nen­raum, um sich ein de­tail­lier­te­res Bild von der Fan­szene machen zu kön­nen. So zeig­ten die­se unter ande­rem eine ACAB-Choreo, wäh­rend der eini­ge Ben­ga­los ge­zün­det wur­den, ein Spruch­band und eine wei­te­re Choreo aus Fo­lien­bah­nen. Auf dem Feld sah man wäh­rend­des­sen ein Spiel mit über­ra­schend gutem Spiel­niveau. Die Heim­elf war dabei leicht über­le­gen, wo­durch die­se durch einen Elf­me­ter­tref­fer in der 20. Mi­nu­te in Füh­rung ging und schließ­lich mit 1:0 ge­win­nen konn­te.
Nach dem Spiel ging es für uns zu­rück in die In­nen­stadt. Dort zog es uns zuerst in die Haus­brau­erei „Pivnica Temov“, in der sämt­li­che Biere der Karte pro­biert wur­den. Im An­schluss dar­an ging es noch in den Irish Pub, bevor wir uns gegen 1 Uhr zu­rück in unse­re Un­ter­kunft be­gaben.

SC Hessen Dreieich – VfR Wormatia Worms 1:1


12.03.2019
Regionalliga Südwest (24. Spieltag)
Hahn Air Sportpark, Dreieich
Zuschauer: 431

Mit dem SC Hes­sen Drei­eich und der TSG Balingen exis­tier­ten auch die­se Saison wie­der zwei Vereine in der Re­gio­nal­liga Süd­west, denen ich bis­her kei­nen Besuch ab­stat­ten konn­te. Da der eige­ne Verein mitt­ler­weile lei­der eine Klasse tie­fer spielt, mach­te ich mich des­halb mit Kuwe unter der Woche auf den Weg nach Drei­eich, um eine er­neu­te Kom­plettie­rung an­zu­stre­ben. Der SC Hes­sen Drei­eich wur­de erst 2013 durch einen Zu­sam­men­schluss sie­ben lo­ka­ler Ver­eine ge­grün­det und ist seit­dem im sport­li­chen Auf­wind. Die Heim­spiel­stätte des hes­si­schen Viert­li­gis­ten ist der Hahn Air Sport­park, wel­cher auf allen vier Sei­ten mit teil­weise sogar über­dach­ten Stahl­rohr­tri­bü­nen aus­ge­baut ist. Wäh­rend sich im Heim­be­reich eine klei­ne Rent­ner­gruppe hin­ter einem Banner an­sam­melte, konn­ten im Gäs­te­be­reich kei­ner­lei op­ti­sche Hilfs­mittel aus­fin­dig gemacht wer­den. Zwar fan­den ca. 50 Gäste den rela­tiv kur­zen Weg nach Drei­eich, den­noch war von die­sen bis auf ein paar Schlacht­rufe nichts zu sehen oder zu hören. Auf dem Spiel­feld er­ziel­ten die Gäste aus Worms bereits nach ein paar Mi­nu­ten den Füh­rungs­tref­fer und waren an­schlie­ßend die ton­an­ge­ben­de Mann­schaft, sodass es ver­dient mit 1:0 in die Pause ging. In der zwei­ten Halb­zeit sah man dann das genaue Ge­gen­teil, denn nun waren die Haus­herren das bes­se­re Team. Besonders gegen Ende des Spiels dräng­ten die­se vehe­ment aufs geg­ne­ri­sche Tor, was mit dem Aus­gleichs­tref­fer in der Nach­spiel­zeit sowie dem 1:1-End­stand be­lohnt wur­de.

SV Spay – TSV Lay 2:1


10.03.2019
Kreisliga A Koblenz (16. Spieltag)
Sportplatz Spay, Spay
Zuschauer: 80

Vor kur­zem stell­te ich er­freu­li­cher­weise fest, dass mir nur noch vier Grounds für die Kom­plettie­rung der Kreis­liga A Koblenz fehl­ten. Des­halb mach­te ich es mir zum Ziel, den vier feh­len­den Ver­einen noch in die­ser Saison einen Besuch ab­zu­stat­ten. Da ich mit einem Heim­spiel­besuch beim SV Spay sowie­so schon län­ger ge­lieb­äugelt hat­te, soll­te die­ser auch zuerst in die Tat um­ge­setzt wer­den. Der Sport­platz in Spay ver­fügt zwar nur über einen Kunst­rasen­platz ohne nen­nens­wer­ten Aus­bau, dafür weiß das Pa­no­ra­ma vom Sport­platz aus zu gefal­len. Vor allem der Blick auf die Spayer Kirche sowie auf die Marks­burg, wel­che seit 2002 Teil des UNESCO-Welt­erbes Oberes Mittel­rhein­tal ist, konn­te mich dabei über­zeugen. Auf dem Spiel­feld traf der hei­mi­sche SV Spay am 16. Spiel­tag auf den an der Mosel an­säs­sigen TSV Lay. Die bei­den Kreis­li­gis­ten lie­fer­ten sich eine recht aus­ge­gli­chene Par­tie, wel­che die Heim­elf erst in der Nach­spiel­zeit für sich ent­schied.

TSV Schott Mainz – TuS Koblenz 1:1


09.03.2019
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (22. Spieltag)
Bezirkssportanlage Mainz-Mombach, Mainz-Mombach
Zuschauer: 462

TV Winningen – SG Müschenbach/Hachenburg II 2:6


02.03.2019
Testspiel
Sportplatz Winningen, Winningen/Mosel
Zuschauer: 20

An Kar­ne­val fand ich end­lich noch­mal Zeit etwas für mei­ne Sam­mel­lei­den­schaft zu tun. So ent­schied ich mich dazu, dem kar­ne­va­lis­ti­schen Trei­ben daheim an Kar­ne­vals­sams­tag erst­mal fern­zu­blei­ben und statt­dessen einen Ab­ste­cher ins unte­re Mosel­tal zu un­ter­neh­men. Dort zog es mich zum Test­spiel des in der Kreis­liga D spie­len­den TV Winningen, wel­cher die Zweit­ver­tre­tung des Wester­wälder Bezirks­li­gis­ten SG Müschen­bach zu Gast hat­te. Der Sport­platz in Winningen liegt idyl­lisch inmit­ten der Wein­berge und hat einen ein­sei­ti­gen Aus­bau in Form von zwei Stufen sowie einem Ver­eins­heim mit da­rü­ber­lie­gen­dem Balkon vor­zu­weisen. Auf dem Spiel­feld beo­bach­tete man ein ein­sei­ti­ges Spiel, wel­ches die Gäste aus dem Wester­wald klar für sich ent­schieden.

VfB Dillingen – TuS Koblenz 0:4


09.02.2019
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (13. Spieltag)
Stadion Papiermühle, Dillingen/Saar
Zuschauer: 450

Kölner Haie – Iserlohn Roosters 2:1

04.01.2019
Eishockey
DEL (36. Spieltag)
Lanxess Arena, Köln
Zuschauer: 12.099

LOSC Lille – Toulouse FC 1:2


22.12.2018
Ligue 1 (19. Spieltag)
Stade Pierre-Mauroy, Villeneuve-d’Ascq (FRA)
Zuschauer: 30.186

Kurz vor Weih­nach­ten stand auch für mich das letz­te Spiel des Jahres 2018 an. Während es sonst gegen Ende des Jahres meist nach Belgien ging, führ­te es uns dies­mal etwas wei­ter bis in die fran­zö­si­sche Grenz­metro­pole Lille. Gegen Mittag traf ich mich des­halb mit der Sektion Neuwied am Mit­fah­rer­park­platz in Nieder­zissen, um die 3 ½-stün­dige Fahrt quer durch die bel­gi­sche Pro­vinz auf mich zu neh­men. Die Fahrt an sich wur­de dank aus­gie­bi­gem Bier­kon­sum sowie eks­ta­ti­scher Schla­ger­stim­mung recht zügig hin­ter sich gebracht, sodass man bereits um 16 Uhr die In­nen­stadt von Lille erreich­te. Da unser an­ge­peil­tes Spiel erst am Abend statt­finden soll­te, hieß es des­halb zunächst ein Park­haus zu fin­den und im Anschluss die City ein wenig unsi­cher zu machen. Nachdem wir uns mit der Alt­stadt ver­traut gemacht hat­ten, bega­ben wir uns schließ­lich auf einen Weih­nachts­markt, wel­cher bei uns beson­ders mit einem Burger- sowie einem loka­len Bier­stand punk­ten konn­te.
Am Abend stand mit dem Heim­spiel des OSC Lille gegen den FC Toulouse der Haupt­grund unse­res Aus­fluges nach Frank­reich an. Da sich die Heim­spiel­stätte des LOSC, das Stade Pierre-Mauroy, im Liller Vor­ort Villeneuve-d’Ascq befin­det, bedeu­te­te dies für uns die In­nen­stadt wie­der früh­zei­tig zu ver­las­sen und Rich­tung Sta­dion auf­zu­bre­chen. Nachdem wir end­lich eine über­teu­erte, aber dafür taug­liche Stelle zum Parken sowie an­schlie­ßend einen Aus­weg aus dem La­by­rinth von Park­haus gefun­den hat­ten, er­gat­ter­ten wir uns Tickets für jeweils 16 € und en­ter­ten den Ober­rang des Stade Pierre-Mauroy. Beim Stade Pierre-Mauroy han­delt es sich um eine moder­ne Arena mit einer Kapa­zität von 50.000 Zu­schau­ern. Neben uns fan­den sich zum heu­ti­gen Spiel knapp 30.000 wei­te­re Zu­schau­er im Stadion ein, um den 4-maligen fran­zö­si­schen Meister sowie 6-fachen Pokal­sieger spie­len zu sehen. Da sich die Fan­szene des LOSC wie gewohnt auf der Hin­ter­tor­seite un­ter­halb des Ober­ran­ges po­si­tio­nier­te, konn­ten wir die­se heu­te le­dig­lich akus­tisch ver­neh­men. Wirklich über­zeugen konn­te das vor­ge­tra­gene Lied­gut dabei jedoch nicht, wodurch wir auch nicht ver­wun­dert waren, dass die Stimmung sel­ten bis gar nicht aufs rest­liche Pub­li­kum über­schwappte. Auf dem Spiel­feld sah man während­dessen ein Spiel, in dem die Heim­elf klar über­legen war und folg­lich mit einer knap­pen 1:0-Führung in die Pause ging. In der zwei­ten Hälfte konn­te man ein ähn­li­ches Bild beo­bach­ten, jedoch mit dem klei­nen Unter­schied, dass es Lille nicht mehr schaff­te die Führung wei­ter aus­zu­bauen. Statt­dessen gelang es den Gästen aus Süd­frank­reich zwei Elf­meter raus­zu­holen, die­se kalt­schnäu­zig zu plat­zie­ren und so einen eher unver­dien­ten Aus­wärts­sieg ein­zu­fahren. Nach Spiel­ende bega­ben wir uns zurück zu unse­rem Gefährt und tra­ten die Rück­fahrt ins hei­mi­sche Rhein­land an.

Telekom Baskets Bonn – PAOK Thessaloniki BC 94:77

18.12.2018
Basketball
Basketball Champions League (Gruppe B, 9. Spieltag)
Telekom Dome, Bonn-Hardtberg
Zuschauer: 4.100

TSV Marktzeuln – TSV Mönchröden 1:1


02.12.2018
Bezirksliga Oberfranken West (17. Spieltag)
Sportanlage Horb, Marktzeuln-Horb am Main
Zuschauer: 120

Wäh­rend der kal­ten Jah­res­zeit, so auch im De­zem­ber, ist im frän­ki­schen Raum nicht mehr viel mit Fuß­ball schau­en. Umso glück­li­cher war man als man mit dem Heim­spiel des TSV Marktzeuln im­mer­hin noch ein Be­zirks­liga­spiel in un­mit­tel­ba­rer Nähe aus­fin­dig machen konn­te. Da die eige­ne Sport­an­la­ge des TSV an die­sem Tag jedoch nicht be­spiel­bar war, fand die­ses auf der Sport­an­la­ge des 1. FC Horb am Main statt. Der Sport­platz in Horb ver­fügt auf einer Seite über ein Ver­eins­heim mit an­gren­zen­der Über­da­chung und ist sonst nicht wei­ter aus­ge­baut. Neben mir in­te­res­sier­ten sich auch Marcel, Tobi H. und Andreas für den heu­ti­gen Kick, so­dass ich mich mit die­sen auf­grund des reg­ne­ri­schen Wet­ters beim Groß­teil der Zu­schau­er im Tro­cke­nen am Ver­eins­heim nie­der­ließ. Bei un­vor­stell­bar schlech­ten Platz­ver­hält­nis­sen sahen wir ein mäßi­ges Spiel, in dem sich die bei­den Kon­tra­hen­ten am Ende mit je­weils einem ge­schos­se­nen Tor von­ei­nan­der ver­ab­schie­de­ten.

SpVgg Oberfranken Bayreuth – SV Wacker Burghausen 1:1


01.12.2018
Regionalliga Bayern (22. Spieltag)
Hans-Walter-Wild-Stadion, Bayreuth
Zuschauer: 500

Da sich das Er­schei­nungs­bild des Bay­reuther Hans-Walter-Wild-Sta­di­ons mit dem Bau der neu­en über­dach­ten Ge­gen­ge­ra­de leicht ver­än­dert hat, soll­te der Oldschdod wäh­rend mei­ner Zeit in Ober­fran­ken noch­mals ein Be­such ab­ge­stat­tet wer­den. Eine gute Ge­le­gen­heit dazu bot das Heim­spiel gegen Wacker Burg­hausen, da aus Burg­hausen zu­dem mit einer nam­haf­ten Fan­szene ge­rech­net wer­den konn­te. So fan­den sich ca. 60 Gäs­te­fans im Gäs­te­block ein, wel­che über 90 Mi­nu­ten einen sou­ve­rä­nen Auf­tritt ab­lie­fer­ten. Zudem prä­sen­tier­ten die­se zwei Spruch­bän­der, die die ge­schei­ter­te Re­gio­nal­liga-Reform the­ma­ti­sier­ten. Auf dem Platz lie­fer­ten sich die bei­den Teams wäh­rend­des­sen eine aus­ge­gli­che­ne Partie, die mit einem ge­rech­ten 1:1-Un­ent­schie­den ende­te.

Groundspotting: FC-Stadion

FC-Stadion, Bayreuth
Verein: FSV Bayreuth Jugend

AC Sparta Praha – FK Jablonec 0:0


25.11.2018
Fortuna liga (16. Spieltag)
Generali Arena, Prag (CZE)
Zuschauer: 11.604

Durch Zu­fall er­fuhr ich davon, dass sich Jonas und Antonia eben­falls in Prag auf­hiel­ten und am Sonn­tag zum Fuß­ball woll­ten. Nach­dem ich im Hos­tel aus­ge­checkt hat­te, begab ich mich des­halb wie­der in die In­nen­stadt, um mich dort mit den Bei­den zu tref­fen. Da deren Hotel ziem­lich zen­t­ral ge­le­gen war, konn­te ich mein Ge­päck glück­li­cher­weise noch im Zimmer der bei­den ab­le­gen, bevor wir uns lang­sam für das Spiel am Abend ein­stimm­ten. So zog es uns zu­nächst auf einen Weih­nachts­markt und an­schlie­ßend in eine Sports­bar, wo wir eini­ge über­teu­erte Glüh­wein bzw. ein paar nicht so über­teu­erte Pivo in uns hi­nein­press­ten.
Gut 1 ½ Stun­den vor Spiel­be­ginn mach­ten wir uns schließ­lich auf zur Generali Arena, dem letz­ten mir noch feh­len­den Ground der vier gro­ßen Prager Fuß­ball­ver­eine. Die Generali Arena liegt auf der Letná-Höhe, so­dass er­neut ein un­an­ge­neh­mer An­stieg in Kauf ge­nom­men wer­den muss­te, um sel­bige zu er­rei­chen. Vor Ort be­sorg­ten wir uns jeweils ein Ticket für 250 Kč und be­ga­ben uns ins In­ne­re des Grounds. Dieser ist ein rei­ner All-Seater mit einer Ka­pa­zi­tät für ca. 20.000 Zu­schau­er. Obwohl es sich bei der heu­ti­gen Par­tie zwi­schen dem Dritt­plat­zier­ten Sparta Prag und dem Viert­plat­zier­ten FK Jablonec um ein Spit­zen­spiel han­del­te, fan­den sich den­noch nur 11.600 Zu­schau­er im Sta­dion ein, so­dass die­ses heu­te nur zur Hälfte ge­füllt war. Trotz­dem ver­fügt Sparta Prag als er­folg­reichs­ter Fuß­ball­ver­ein des Landes lo­gi­scher­wei­se über eine gro­ße Fan­szene, die auch heu­te das ein oder ande­re Mal auf sich auf­merk­sam machen konn­te. Zu Be­ginn wur­de auf Heim­seite eine Block­fahne he­run­ter­ge­las­sen, deren Inhalt an die groß­ar­ti­ge Ver­eins­his­to­rie von Sparta Prag er­in­nern soll­te. Zudem konn­te auf der Ge­gen­ge­ra­de im spä­te­ren Ver­lauf eine blau-gelb-rote Zet­tel-Choreo mit mit­tig dar­ge­stell­tem „S“ be­wun­dert wer­den. Des Wei­te­ren wur­den im Ultras-Block gegen Ende des Spiels et­li­che Ben­ga­los ab­ge­brannt, so­dass schließ­lich auch der ge­neig­te Py­ro­tech­nik-Lieb­ha­ber auf sei­ne Kos­ten kam. Die 30 an­we­sen­den Gäs­te­fans aus der knapp 100 Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Stadt Jablonec nad Nisou konn­ten hin­ge­gen weder akus­tisch noch op­tisch über­zeu­gen. Auf dem Platz ent­wi­ckel­te sich wäh­rend­des­sen ein Spiel, das die Er­war­tun­gen an ein Top­spiel einer ers­ten Liga nicht wirk­lich er­fül­len konn­te. So war es nicht ver­wun­der­lich, dass sich die bei­den Mann­schaf­ten am Ende tor­los von­ei­nan­der tren­nen muss­ten.
Da schon um 21 Uhr der Bus nach Deutsch­land auf mich war­ten soll­te und ich noch ohne mein ein­ge­la­ger­tes Ge­päck war, ging es für uns nach Spiel­ende zurück in die City. Um dem vor­han­de­nen Zeit­druck etwas ent­ge­gen­zu­wir­ken, ent­schie­den wir uns dies­mal die S-Bahn zu neh­men, was im Nach­hi­nein al­ler­dings kei­ne gute Idee war. Unser Ver­such die kur­ze Fahrt ohne gül­ti­gen Fahr­schein an­zu­tre­ten ging näm­lich prompt nach hin­ten los, wo­durch sich mein Zeit­pols­ter deut­lich ver­schlech­ter­te und zudem das un­nö­ti­ge Zah­len eines Buß­geldes fäl­lig wur­de. Den­noch schaff­te ich es noch ir­gend­wie pünkt­lich an den Bus­bahn­hof, so­dass man gegen 1 Uhr im frän­ki­schen Bay­reuth ein­tru­delte.

Bohemians Praha 1905 – 1. FK Příbram 2:2


24.11.2018
Fortuna liga (16. Spieltag)
Stadion Ďolíček, Prag (CZE)
Zuschauer: 3.771

Am Abend ging es dann end­lich wie­der zum Fuß­ball. Dazu ging es von der Alt­stadt aus mit der Stra­ßen­bahn in den Prager Stadt­teil Vršovice. Vršovice ist die Hei­mat der bei­den Erst­li­gis­ten Slavia und Bohemians Prag, deren Sta­dien nur etwas über einen Ki­lo­me­ter von­ei­nan­der ent­fernt lie­gen. Die Heim­spiel­stätte von Slavia Prag konn­te ich glück­li­cher­weise schon vor ei­ni­gen Jahren im Derby gegen Sparta kreu­zen, so­dass heu­te das Heim­spiel von Bohemians Prag an­ge­gan­gen wur­de. Der Ver­ein wur­de 1905 als AFK Vršovice ge­grün­det und 1927 im An­schluss an eine Mann­schafts­tour nach Aus­tra­lien in AFK Bohemians um­be­nannt. In den Fol­ge­jah­ren spiel­te Bohemians immer erst- oder zweit­klas­sig, konn­te ein­mal die tsche­cho­slo­wa­ki­sche Meis­ter­schaft ge­win­nen und be­stritt zu­dem et­li­che Spiele im Euro­pa­po­kal. Fi­nan­zi­elle Schwie­rig­kei­ten und die damit ver­bun­dene In­sol­venz hat­ten 2005 al­ler­dings ein erst­ma­li­ges ab­rut­schen in die Dritt­klas­sig­keit so­wie einen Na­mens­streit mit dem FC Střížkov Praha 9 um den Tra­di­tions­na­men „Bohemians“ zur Folge. Den­noch konn­te sich der Ver­ein, vor allem durch Spen­den aus der ei­ge­nen Bohemians-Fan­ini­tia­tive, re­ha­bi­li­tie­ren und bis ins tsche­chi­sche Fuß­ball-Ober­haus zu­rück­kämp­fen.
So traf man im heu­ti­gen Abend­spiel auf den 1. FK Příbram. Für 230 Kč be­sorg­te ich mir ein Ti­cket für die Haupt­tri­büne und begab mich ins In­ne­re des Sta­dions. Neben der gro­ßen, über­dach­ten Haupt­tri­büne ver­fügt die­ses sonst nur über eine un­über­dachte Hin­ter­tor­tri­büne sowie ein paar Sitz­rei­hen auf der Ge­gen­ge­ra­de. Auf­grund der an die Ge­gen­ge­ra­de an­gren­zen­den Häu­ser­rei­hen strahlt vom Sta­dion Ďolíček aber den­noch ein ge­wis­ses Flair aus. Wäh­rend sich auf der Ge­gen­ge­ra­de nur 15 eher un­auf­fäl­lige Gäs­te­fans ein­fan­den, konn­te der Heim­block so­wohl mit op­ti­scher als auch akus­ti­scher Un­ter­stüt­zung die­nen. Zu Be­ginn der Par­tie zeig­te die Fan­szene von Bohemians dem­nach eine Cho­reo­gra­phie, bei der ein Ban­ner mit der Auf­schrift „East or West – Home is best“ hoch­ge­zo­gen wur­de. Auf dem Spiel­feld konn­te man zu­nächst ein ähn­li­ches Bild be­ob­ach­ten, so­dass die Haus­her­ren mit einer ver­dien­ten 1:0-Füh­rung in die Pause gin­gen. In der zwei­ten Halb­zeit kamen die Gäste aus Příbram dann bes­ser ins Spiel. Diese dreh­ten den Spieß kur­zer­hand um und tra­fen kurz vor Schluss zum ver­meint­li­chen Sieg­tref­fer. Folg­lich hör­te man erst­mals was von den Gäs­te­fans, wel­che teil­weise sogar wäh­rend des Tor­ju­bels blank­zo­gen. Die Heim­elf dach­te al­ler­dings noch nicht dar­an zu re­sig­nie­ren und warf noch­mal alles nach vor­ne. So traf Bohemians in der Nach­spiel­zeit zum end­gül­ti­gen 2:2-End­stand und mach­te den bereits fei­ern­den Gäs­ten noch einen Strich durch die Rech­nung.
Nach Ab­pfiff des Spiels mach­te ich mich erneut auf den Weg zu mei­ner Un­ter­kunft. Da ich aus den Um­stän­den des Vor­tags ge­lernt hat­te, nahm ich dies­mal den Bus, um das Hos­tel in Strahov zu er­rei­chen.

AC Sparta Praha – SK Slavia Praha 1:1 (4:1 n.E.)


24.11.2018
1. Celostátní liga doros­tu U17 (14. Spieltag)
Velký stra­hovs­ký sta­di­on, Prag (CZE)
Zuschauer: 200

Da ich gegen Ende des Jahres mal wie­der für einen län­ge­ren Zeit­raum im ober­frän­ki­schen Kronach weil­te, dräng­te sich lo­gi­scher­weise auch ein er­neu­ter Ab­ste­cher ins be­nach­barte Honza­land auf. Am frü­hen Frei­tag­mit­tag ging es somit direkt von der Arbeit nach Bay­reuth, wo in der Nähe des Haupt­bahn­hofs bereits der Flix­bus gen Tsche­chien auf mich war­te­te. Nach einer ru­hi­gen und ent­spann­ten Fahrt stand ich 4 Stun­den spä­ter schließ­lich in der tsche­chi­schen Lan­des­haupt­stadt Prag. Mein sehr op­ti­mis­tisch aus­ge­leg­ter Plan, dem Sta­dion Juliska mit dem Dukla-Heim­spiel einen Re­vi­sit ab­zu­stat­ten, ging auf­grund zeit­li­cher Dis­kre­panz lei­der nicht auf, wes­halb es mich gleich in die Prager Alt­stadt zog. Dort gönn­te ich mir in einer der vie­len klei­nen Haus­brau­e­rei­en etwas gegen den auf­ge­kom­me­nen Hun­ger und be­gab mich im An­schluss lang­sam Rich­tung Un­ter­kunft. Da mir die alt­be­währ­te Na­vi­ga­tions-App auf mei­nem Handy kei­nen nen­nens­wer­ten Vor­teil einer ÖPNV-Nut­zung auf­zei­gen konn­te, ent­schied ich mich den Weg zum Hos­tel per pedes auf mich zu neh­men. Lei­der be­dach­te ich dabei nicht, dass sich das Hos­tel auf einer An­hö­he in Strahov be­fin­den soll­te, sodass ich ziem­lich froh war als ich das Ranz­hos­tel nach einem 30-mi­nü­ti­gen und schweiß­trei­ben­den Fuß­marsch end­lich er­reicht hat­te.

Die vom Vor­abend ver­hass­te Lage des Hos­tels durf­te sich am nächs­ten Mor­gen je­doch als Glücks­griff er­wei­sen. Da das für 11 Uhr an­ge­peil­te Spiel im be­nach­bar­ten Sta­dion Strahov aus­ge­tra­gen wur­de, war zu­nächst aus­schla­fen an­ge­sagt, be­vor man kurz vor Spiel­be­ginn ge­müt­lich ins an­lie­gen­de Sta­dion schlen­der­te. Das Sta­dion Strahov gilt als größ­tes Sta­dion der Welt und soll zu Spit­zen­zei­ten stol­ze 250.000 Zu­schau­er ge­fasst haben. Mitt­ler­weile ver­fügt es zwar nur noch über eine Ka­pa­zi­tät von 56.000 Zu­schau­ern, den­noch ist das Strahov-Stadion damit immer noch das größ­te Sta­dion in Tsche­chien. Der rie­sige Sport­kom­plex, wel­cher im In­ne­ren gan­ze 8 Spiel­fel­der vor­zu­wei­sen hat, ist zudem die Ge­schäfts­stelle von Sparta Prag, so­dass das Sta­dion im­mer­hin noch von der Zweit­ver­tre­tung sowie den Ju­gend­mann­schaf­ten von Sparta ge­nutzt wird. Am heu­ti­gen Tag trat die U17 von Sparta Prag auf dem Kunst­ra­sen­platz gegen die Nach­wuchs­ki­cker des Stadt­ri­va­len Slavia Prag an. Vor knapp 200 Fuß­ball­in­te­res­sier­ten sah man ein aus­ge­gli­che­nes Spiel, das schließ­lich mit einem leis­tungs­ge­rech­ten 1:1-Un­ent­schie­den en­de­te. Im an­schlie­ßen­den Elf­me­ter­schie­ßen agier­te die Heim­elf dann um ei­ni­ges ab­ge­zock­ter als die Gast­mann­schaft. Als Ge­win­ner die­ser tsche­chi­schen Eigen­art er­gat­ter­ten sich die Jungs von Sparta den sich dar­aus re­sul­tie­ren­den Extra­punkt, wo­durch man sich vor dem Geg­ner schließ­lich doch noch als Derby­sie­ger auf­spie­len konn­te.
Nach dem Spiel begab ich mich er­neut in die Prager Alt­stadt, um die­se auch bei Ta­ges­licht noch­mals ge­se­hen zu haben. Ei­ner­seits ist der Besuch die­ser schon zu emp­feh­len. An­de­rer­seits ist es dort so über­lau­fen, dass die an­we­sen­den Touri-Mas­sen fast schon als stö­rend emp­fun­den wer­den kön­nen. Zum Glück stand kur­ze Zeit spä­ter be­reits das nächs­te Spiel auf der Ta­ges­ord­nung, sodass ich nicht all­zu lan­ge in der City aus­har­ren muss­te.

TSC Pottenstein – TSV Neunhof 0:5


18.11.2018
Kreisliga Erlangen/Pegnitzgrund 2 (18. Spieltag)
Sportanlage Pottenstein, Pottenstein
Zuschauer: 100

ASV Pegnitz – SC Uttenreuth 3:0


18.11.2018
Kreisliga Erlangen/Pegnitzgrund 2 (18. Spieltag)
Stadion Pegnitz, Pegnitz
Zuschauer: 66

FC 1917 Gerolzhofen – TSV Grafenrheinfeld 2:1


17.11.2018
Kreisliga Schweinfurt, Gruppe 1 (17. Spieltag)
Steigerwald-Stadion, Gerolzhofen
Zuschauer: 120

Groundspotting: Stadion an der Flutbrücke

Stadion an der Flutbrücke, Haßfurt
Verein: 1. FC Haßfurt

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