10.06.2018
Kreisliga Westthüringen, Staffel 2 (25. Spieltag)
Waldstadion im Kaffeetälchen, Tiefenort
Zuschauer: 80

Nach­dem ich am Wo­chen­en­de in der Hei­mat war, ging es sonn­tags zurück ins ober­frän­ki­sche Kro­nach. Da Thü­rin­gen eines der we­ni­gen Bun­des­län­der war, in denen noch ge­spielt wur­de, fuhr ich einen klei­nen Um­weg um doch noch ein ge­eig­ne­tes Spiel mit­neh­men zu kön­nen. Mit dem Kreis­liga-Kick in Tiefen­ort bot sich mir sogar die Mög­lich­keit einen Ground zu kreu­zen, wel­cher schon seit län­ge­rem auf mei­ner Liste stand. Das Tiefen­orter Wald­stadion im Kaffee­tälchen ist eine ab­so­lu­te Au­gen­wei­de und ver­fügt über ein Fas­sungs­ver­mö­gen von bis zu 8.000 Zu­schau­ern. Wie der Name schon sagt, liegt das Sta­dion idyl­lisch am Wald­rand und hat einen or­dent­li­chen Aus­bau vor­zu­wei­sen. Neben einer acht­rei­hi­gen Ge­gen­ge­ra­de aus Holz­bän­ken weiß vor allen Dingen der be­acht­li­che Stu­fen­aus­bau auf der Haupt­seite zu ge­fal­len. Dieser be­steht aus extrem hohen, ab­ge­ranz­ten und zum Teil mit Gras be­wach­se­nen Stu­fen. Der Eigen­tümer die­ser ge­ni­a­len Spiel­stät­te ist der FSV Kali Werra Tiefen­ort, wel­cher seit eini­gen Jahren in einer Spiel­ge­mein­schaft mit dem SV Frauensee an den Start geht. Zu DDR-Zeiten kam die BSG Aktivist Kali Werra Tiefen­ort auf ins­ge­samt 20 Jahre Zweit­klas­sig­keit, wodurch sie sich über­re­gio­nal einen Namen machen konn­te. Nach der deut­schen Wie­der­ver­eini­gung spiel­te man al­ler­dings nur noch viert­klas­sig und rutsch­te spä­ter sogar bis in die neunt­klas­sige Kreis­liga ab. Obwohl Kali Werra am vor­letz­ten Spiel­tag der Kreis­liga West­thü­rin­gen als Ge­win­ner vom Platz ging, reich­te es am Ende nur für den letz­ten Ta­bel­len­platz und man muss aber­mals den bit­te­ren Weg in die Kreis­klas­se an­tre­ten.