09.12.2019
Youth League, Section A (6. Spieltag)
Victor Tedesco Stadium, Il-Ħamrun (MLT)
Zuschauer: 80

Da der Mon­tag übli­cher­weise nicht für sei­ne Viel­zahl an Fuß­ball­spie­len be­kannt ist, hat­ten wir am letz­ten Tag unse­res Auf­ent­halts auf Malta aus­rei­chend Zeit wei­ter die Insel zu er­kun­den. So ging es zu­nächst in den Nor­den nach Popeye Village. Dabei han­delt es sich um eine klei­ne Ku­lis­sen­stadt, die in einer engen Bucht di­rekt an einem Fels­vor­sprung er­rich­tet wur­de. Wie der Name schon sagt, dien­te sie als Film­kulisse für den Spiel­film „Popeye – Der See­mann mit dem har­ten Schlag“ und wird mo­men­tan als Frei­zeit­park ge­nutzt. De­fi­ni­tiv nett an­zu­schau­en, doch nach ein paar Bil­dern konn­te es auch schon wei­ter­ge­hen. Als nächs­tes fuh­ren wir ganz in den Süden der Insel, um das Fischer­dorf Marsaxlokk an­zu­steu­ern. Auf dem 45-minü­ti­gen Weg gen Süden fing es jedoch plötz­lich an zu schüt­ten, so­dass es von nun an vor­bei war mit feins­tem Son­nen­schein. Der Wol­ken­bruch war der­ma­ßen stark, dass die mal­te­si­sche Ka­na­li­sa­tion das Wasser nicht mehr auf­neh­men konn­te und die Stra­ßen teil­weise er­heb­lich über­schwemmt waren. Zum Glück saßen wir im Tro­cke­nen! In Marsaxlokk an­ge­kom­men, sah es noch immer nicht so aus als wür­de der Regen nach­las­sen, wes­halb wir uns vor Ort erst­mal in den nächs­ten Pub be­ga­ben. Einige Biere spä­ter fan­den wir dann doch noch ein regen­armes Zeit­fens­ter, in wel­chem wir den Fischer­hafen in Marsaxlokk mit sei­nen far­ben­fro­hen Luzzus ab­lich­ten konn­ten. Die Lust auf Ak­ti­vi­tä­ten im Frei­en war uns bei die­sem Wetter aller­dings ver­gan­gen. So hieß es ge­eig­nete Al­ter­na­ti­ven zu fin­den. Fündig wur­den wir mit dem Museum „Malta at War“, wel­ches sich mit der Rolle Maltas im zwei­ten Welt­krieg aus­ei­n­an­der­setzt. Im End­effekt war es mal ganz in­te­res­sant die Hin­ter­gründe über einen der Ne­ben­schau­plätze des zwei­ten Welt­krie­ges zu er­fah­ren und bei der Wet­ter­lage so­wie­so das Beste, was wir machen konnten.
Am Abend soll­te dann doch noch ein Spiel für uns he­r­aus­sprin­gen. Nach­dem wir uns in Paola noch schnell einen Döner ge­gönnt hat­ten, ging es wei­ter nach Ħamrun. Im dor­ti­gen Victor Tedesco Sta­dium soll­te um 20 Uhr das Heim­spiel der U19 des an­säs­si­gen Ħamrun Spartans FC statt­fin­den. Nach­dem wir an den bei­den Vor­ta­gen bereits drei Erst­liga-Grounds kreu­zen konn­ten, war nun mit dem Victor Tedesco Sta­dium das vier­te und letz­te Sta­dion der Premier League fäl­lig. Kurz vor Spiel­be­ginn war jedoch immer noch kein Ein­gang ge­öff­net, wo­durch wir be­reits ver­mu­te­ten, das Spiel wäre ab­ge­sagt oder wür­de ohne Zu­schauer aus­ge­tra­gen. Ich war schon kurz davor mir selbst durch den Spie­ler­tun­nel Ein­tritt zu be­schaf­fen als uns schließ­lich doch noch wei­ter­ge­hol­fen wur­de. Der Zu­gang ins Victor Tedesco Sta­dium er­folg­te am heu­ti­gen Tag über einen Pub, wel­cher direkt an die ein­zige Tri­büne des Sta­dions an­grenz­te. Neben uns bei­den schien der Kick sonst aller­dings kei­ne gro­ßen Men­schen­mas­sen an­zu­zie­hen, so­dass sich viel­leicht ins­ge­samt 80 Zu­schauer auf der Tri­büne ein­fan­den. Den Nach­wuchs­kickern auf dem Spiel­feld schien dies jedoch gleich­gül­tig zu sein. In einem pa­cken­den Match konn­ten die Gäste aus Mosta am Ende einen 2:1-Aus­wärts­sieg ein­fah­ren. Gleich nach Ab­pfiff des Spiels mach­ten wir uns auf den Weg zu un­se­rer Unter­kunft, da wir am nächs­ten Tag bereits früh die Heim­reise nach Deutsch­land an­tre­ten sollten.