26.05.2018
HET liga (30. Spieltag)
AGC Aréna Na Stínadlech, Teplice (CZE)
Zuschauer: 6.805

Im An­schluss ging es von Chomutov wei­ter ins 50 Ki­lo­me­ter ent­fern­te Teplice. Dort an­ge­kom­men blie­ben uns bis Spiel­be­ginn noch gut 3 Stun­den Zeit, in der wir uns etwas mit der 50.000-Ein­woh­ner-Stadt ver­traut ma­chen konn­ten. Teplitz ist be­kannt als einer der äl­tes­ten Kur- und Bade­orte Eu­ro­pas mit ins­ge­samt 7 zu­ge­hö­ri­gen Ther­mal­bä­dern. Wie jedes Jahr gegen Ende Mai fan­den auch wäh­rend un­se­res Be­su­ches die Fei­er­lich­kei­ten zur Er­öff­nung der mitt­ler­wei­le 864. Kur­sai­son statt. Nach­dem wir uns in der Teplitzer Brau­erei „Monopol“ ge­stärkt und uns ei­ni­ge haus­ge­brau­te Pivo ein­ver­leibt hat­ten, be­ga­ben wir uns auf das gut be­such­te Volks­fest und schlen­der­ten lang­sam Rich­tung Sta­dion. Für je­weils 130 Kč, um­ge­rech­net ca. 5 Euro, be­sorg­ten wir uns dort am Ein­gangs­be­reich Ti­ckets und en­ter­ten den Ground. Zu un­se­rem Vor­teil herrsch­te im In­ne­ren freie Platz­wahl, so­dass wir uns genau ge­gen­über vom Gäs­te­block breit­mach­ten. Das Sta­dion Na Stínadlech ist ein rei­ner All-Seater und ver­fügt ins­ge­samt über 18.000 größ­ten­teils über­dach­te Sitz­plätze. Hin­ter einem der bei­den To­re be­fin­den sich da­bei le­dig­lich ein paar Sitz­rei­hen, so­dass die rest­li­chen Tri­bü­nen in U-Form an­ge­ord­net sind. Der im Na Stínadlech spie­len­de FK Teplice wur­de im Jahre 1892 ge­grün­det und hat drei tsche­chi­sche Po­kal­sie­ge, sowie ins­ge­samt 9 Spiel­zei­ten im Eu­ro­pa­po­kal vor­zu­wei­sen. Am letz­ten Spiel­tag der Sai­son 17/18 be­legt man je­doch nur einen un­be­deu­ten­den Platz im Mit­tel­feld der Ta­bel­le. Mit Slavia Prag war dafür heu­te einer der er­folg­reichs­ten Fuß­ball­clubs des Lan­des zu Gast. Die Sešívaní ha­ben ins­ge­samt 17 tsche­chi­sche bzw. tsche­cho­slo­wa­ki­sche Meis­ter­schaf­ten, 8 Po­kal­sie­ge und über 150 Spie­le im Eu­ro­pa­po­kal vor­zu­wei­sen. Auch in die­ser Sai­son kämpf­te Slavia wie­der mit um die Meis­ter­schaft, muss­te sich al­ler­dings am vor­letz­ten Spiel­tag ge­gen den FK Jablonec ge­schla­gen ge­ben, wo­durch man sich am letz­ten Spiel­tag mit der Vi­ze­meis­ter­schaft hin­ter Viktoria Pilsen zu­frie­den­ge­ben muss. Trotz des feh­len­den sport­li­chen Rei­zes lock­te das heu­tige Spiel den­noch über 6.500 Zu­schau­er ins Sta­dion. Da­run­ter ca. 800 mit­ge­reis­te Gäs­te­fans, die dem Haupt­stadt­ver­ein aus Prag zu­ge­hö­rig waren. Ob­wohl erst kürz­lich die Chance auf den Meis­ter­ti­tel ver­spielt wur­de, waren die­se in bes­ter Lau­ne und konn­ten heu­te zwei gro­ße Py­ro­shows prä­sen­tie­ren. Zu­nächst konn­te man eine Mi­schung aus ro­tem Rauch und im Block ver­teil­ten Ben­ga­los be­gut­ach­ten und zu einem spä­te­ren Zeit­punkt wur­den noch ein­mal schwar­ze Rauch­töpfe ge­zün­det. Im Heim­be­reich, in dem sich ein sup­port­wil­li­ger, haupt­säch­lich aus jun­gen Leu­ten be­ste­hen­der 50-köpfi­ger Mob sam­mel­te, konn­te im Laufe des Spiels eben­falls das Zün­den von Rauch sowie das Prä­sen­tie­ren eini­ger ge­zo­ge­ner Slavia-Sachen beo­bach­tet wer­den. Neben dem klei­nen Hau­fen in der Ecke exis­tiert auf der Ge­gen­ge­ra­de zudem noch ein fa­mi­liä­rer Fan­block, der heu­te mit einem Fah­nen-Intro in die Partie star­te­te. Auf dem Spiel­feld konn­te Slavia Prag sei­ner Fa­vo­ri­ten­rol­le wie er­war­tet ge­recht wer­den und einen un­ge­fähr­de­ten 3:0-Aus­wärts­sieg ein­fah­ren. Nach Spiel­ende be­ga­ben wir uns gleich auf den Rück­weg ins frän­ki­sche Kro­nach, wo man gegen 22 Uhr ankam.